Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 9 (1929)
- Issue
- 30 (24.7.1929)
- Date
- 1929-07-24
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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bleibt und sich dem Magjrid, dem wer.iger Wissenden, dem Mystiker verschreibt; Verkündigungen — des Anreiz.es, der Elementarmacht des Glaubens an die Kabbala. Bubers Einfluß klingt durch. Naphtali Hakohen, nach gedemütigter, geistloser Jugend, entflammt sich im Lernen der Thora, sammelt reiche Kenntnisse des heiligen Wortes, steigt immer höher empor und überflügelt alle Rabbinen Polens an Weisheit und Kunst der Auslegung; sein Ruhm dringt bis Frankfurt, er wird an die dortige Gemeinde berufen, man blickt ehrfürchtig zu ihm auf, aber mit seiner eigenen Erkenntnis der Unzulänglichkeit seines Wissens wächst sein Sinnen und Trachten nach der geheimnisvollen Wissenschaft der Mystik; faustisch in seinem Streben nach dem Erkennen der letzten Dinge, versucht er die Mächte der Zauberwelt und zerstört damit sein eigenes, seiner Familie und seiner Gemeinde blühendes Leben. Von einer packenden Intensität ist dies schmale Büchlein, in einer herben Sprache geschrieben, die — an Feuchtwange r und Alfred Neumann erinnernd — Wort für Wort klärt, keinen Satz verschleppt und den Leser nicht losläßt, ihn emspannt ins Lesen. Ueberfliissig zu sagen, daß die Ideologie des Chassidismus von uns abgelehnt wird; bei einem Kunstwerk von der Geschlossenheit des Straußsehen „Reiter" fühlt man, daß man unberechtigt ist, zu deuteln. Man möchte Hoffnungen k-ii. fei: an das kommende Schaffen dieses wir klicken Dichters Luciv, ig Straub. Edith Falk, Frankfurt c. .M. Rabbiner Dr. Max Dienemann, Predigten zu den hohen Feiertagen 1928, gehalten in der Synagoge zu Offenbach a. M. In Druck gegeben vom Verein für jüdische Geschichte und Literatur. Preis 2,— M. Der Reinertrag fließt der Wohlfahrtspflege der israelitischen Reiigionsgemeinde zu. Predigten wollen gehört und nicht gelesen sein. Das Ohr ist gläubig, das Auge kritisch. Dieses Wort trifft in seiner Verallgemeinerung bei einem geistreichen Prediger wie Dienemann natürlich nicht zu. Die uns vorliegenden Predigten, die den Wesenskern des Judentums in nuce enthalten und lebhafte Begeisterung für unsere erhabene Religion atmen, möchten wir in den weitesten Kreisen verbreitet sehen. Dr. Spanier (Magdeburg). Leo Hirsch: Lampion. Roman. Verlag Dr. R. Färber, Mährisch-Ostrau. Preis RM 2,50. Zwischen merkwürdigen Liebesabenteuern wird die Entwicklung eines jüdischen Jungen geschildert, der den Zionismus durch den Marxismus, diesen durch den Landauersehen Sozialismus überwindet und schließlich zu der Auffassung gelangt, daß Geld mehr Wert besitzt als Theorien und „Utopien". Das Buch ist in seiner Anlage und in seiner Sprache dem Geschmack kultivierter Leser nicht zuträglich. Walter L o e w e n s t e i n. Aus der Ai-Bewegung Verantwort!.: Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Iugendvereine Deutschlands Vorsitzender: Dr. Hugo Hoffmann, Frankfurt a. Main Liberale Zagend — Warum? Von Werner Hochheimer, Jli-Frankfurt am Main. Nachdem im November letzten Jahres in Magdeburg die glänzend verlaufene Führertagung der jüdisch-liberalen Jugendvereine Deutschlands stattgefunden hat, trafen sich vor kurzem in Breslau die Vertreter der einzelnen schlesischen Jlis. Letztere Tagung, die zum Zusammenschluß aller schlesischen Jlis zu einer engeren Arbeitsgemeinschaft führte, zeigte wieder, wie lebendig die Jli- Bewegung in einzelnen Städten ist und mit welcher Begeisterung und Erfolg die bestehenden Vereine bezw. Bünde zu arbeiten verstehen. Leicht wird es den einzelnen Vereinen wahrlich nicht gemacht. Nicht nur, daß sie es schwer haben, sich gegen Angriffe von Büitden anderer Tendenz zu wehren, denen vielleicht ein greifbareres realeres Programm zur Seite steht (gÄacht ist hier an Orthodoxie und Zionismus): nein selbst die Kreise, von denen man glauben sollte, daß sie einer religiös-liberalen Jugend nur Unterstützung angedeihen lassen, versagen diese und arbeiten nicht selten geradezu entgegen. Betrachten die einzelnen Jlis in Städten wie Breslau, Berlin, Magdeburg oder Frankfurt a. M. ihre Entwicklung, so können sie auf diese stolz sein. Nicht anders steht es mit den kleineren Jlis Ratibor, Liegnitz, Oppeln. Aus kleinsten Anfängen haben sie sich emporgearbeitet zu Zentren der religiös-liberal denkenden Jugend. Mit Freude und Lust wird das Geistige gepflegt, sei es religiöser, sei es auch nur rein menschlicher Art. Kameradschaften und Freundschaften entstehen, die Geselligkeit kommt zum Wort, Wanderungen und größere Fahrten (z. B. die Ostersternsahrt 1929 zum Goethe-Lessing-Jahr nach Braunschweig-Wolsenbüttel; Mendelssohnfahrt nach Dessau für September geplant) werden unternommen. Trotz des Eifers und der Begeisterung, die in den einzelnen Jlis herrscht und die sich in ihrer intensiven Arbeit ausprägt, läßt sich doch eine gewisse Skepsis gegenüber der Gesamtzahl der Liberalen nicht verhehlen. Warum ist die Anzahl der bestehenden Jlis eine relativ kleine? Sollte denn nur an diesen Orten liberale Jugend vertreten sein oder gibt es nicht in jeder Stadt, ja in jeder kleineren Gemeinde junge liberale Menschen, die irgendwie ein Bedürfnis hätten, sich als gleichgesinnte Jugend zusammenzuschließen? Daß die Antwort bejahend ausfallen muß, daß es allerorts liberale Jugend gibt, ist zweifellos. Drei Faktoren sind es in der Hauptsache, die die Gründung bezw. Verhinderung der Gründung eines Jlis beeinflussen: die Konkurrenz der anderen Bünde, die Stellungnahme der Erwachsenen und der Wille der Jugend selbst. Ein großer Teil der liberalen Jugend ist anderweitig bündisch organisiert, aber nicht in der religiös-liberalen Bewegung selbst, sondern in Bünden, die dieser Bewegung fremd gegenüberstehen. Es mag in diesen Bünden auch wertvolle Erziehungsarbeit geleistet werden; das Judentum, als Nur-Religion in freiem liberalen Geiste gepflegt, bildet dort nicht die Maxime. Neutrale Bünde können viel Anregung geben; ob sie aber das gegebene Forum für eine engere Gemeinschaft darstellen, ist sehr zu bezweifln; wahrer Wille und wahrer Charakter kann sich nur dort bilden, wo man seine eigenen Gedanken offen aussprechen und weiterbilden kann, ohne dauernd auf anders Gesinnte ängstlich Rücksicht nehmen zu müssen; die Praxis zeigt dies zur Genüge! Weiterhin befindet sich liberale Jugend in national-jüdischen Vereinen und Bünden. Es ist hier nicht der Platz, auf die Streitfrage einzugehen, ob sich wahrer religiöser Liberalismus mit national-jüdischer Einstellung verträgt. Jedenfalls lehnt die überwiegende Mehrzahl der Jlis das Nationaljudentum und jegliche Art von Zionismus ab, als dem Wesen der Religion widersprechend. Ziehen wir diese Jugend, die schon organisiert ist, von der Zahl aller jugendlichen Liberalen ab, so bleibt doch noch ein ungeheurer Rest, der zu erfassen ist und auch ersaßt werden muß. Unumgänglich notwendig hierzu ist aber, daß wir auch die Unter st ützung der erwachsenen Gesinnungsfreunde genießen, denn gegen sie läßt sich nur wenig ausrichten. Unsere jugendliche Eigenart kann hierbei gewahrt bleiben. Man muß einzusehen beginnen, daß auch unsere Ziele und Bestrebungen denen des liberalen Hauptvereins parallel lausen, wenn auch zuweilen die Wege von einander abweichen. Ist es aber möglich, daß Jugendliche genau denselben Weg beschreiten wie Erwachsene, die um eine Generation älter sind? Jugend ist noch nicht befriedigt, wenn sie die „geschäftlichen" Dinge erledigt hat. Jugend verlangt mehr als geschäftlichen Zusammenschluß, sie verlangt menschlichen, kameradschaftlichen und freundschaftlichen Zusammenschluß, sie verlangt gemeinsames Erleben. In den Zielen sind wir einig. Welcher gute, erwachsene liberale Jude will sich da noch eine rUnter st ützung und Förderungunsgegenüber entziehen? Man weiß, was manchen noch an einer Unterstützung bezw. Förderung zurückhält: das „liberale"! Sollte man es aber für möglich halten, daß ein Liberaler Anstoß nimmt nn Liberalem? Man glaubt einer Einheitsgemeinde zuzugehören, der Orthodoxie ins Gesicht zu schlagen und den Frieden zu stören, wenn man die ausgesprochen liberale Jugend unterstützt. Ja, hat denn diese keine Lebensberechtigung neben der orthodoxen, zionistischen, neutral-verschwommenen? Folgerichtig hätten dann auch die Ortsgruppen einer liberalen Hauptvereinigung keine Lebensberechtigung! Wir bekämpfen keine andere Anschauung, sondern achten sie, dafür wollen auch wir die nötige Achtung entgegengebracht haben. Und am wenigsten werden dagegen etwas ehrliche Orthodoxe oder zionistische Gemeinde-Mitglieder oder -Vertreter einzuwenden haben. Für Nachwuchs darf ioder sorgen, das gebietet der natürliche Selbsterhaltungstrieb. Ist es nicht beschämend, wenn Liberale widernatürlich sich dem entgegenstellten? Genau wie von dem liberalen Laien Unterstützung zur Gründung und Förderung bestehender Jlis zu fordern ist, richtet sich diese Forderung an die liberalen Rabbiner und Lehrer. Auch Rabbiner und Lehrer müssen sich von dem Drohgespenst, die geistige Führung oder Unterstützung einer liberalen Jugendgemeinschaft zerstöre den Gemeindesrieden, losmachen, wenn die Andersgesinnten überhaupt nicht daran denken, so intolerant zu sein oder in geringer Minderheit sind. Es mutet einem sonst wie eine Don Quichotterie an. Junge liberale Menschen, gleich, ob sie noch im Alter von 14—18 Jahren die Schule besuchen oder bereits im Beruf stehen oder im Alter von 25—30 Jahren zur „reiferen" Jugend zählen, sollten es daher in allen Orten versuchen, sich zu einer Gemeinschaft zusammenzuschließen. Sie wird ihnen viel Anregung, Wissen, Befriedigung und Freude geben. Die Unterstützung der älteren wahren Liberalen muß und wird ihnen gewiß sein. In Orten, in denen bereits eine Gruppe oder ein Bund besteht, der sich restlos oder in der Hauptsache aus liberalen Mitgliedern zusammensetzt, bekenne man sich offen zum Liberalismus und werde ein Jli, ein jüdisch-liberaler Jugendverein! Alle Anregungen und Anfragen sind zu richten an die „Arbeit sg e m e i n s ch a f t Jüdisch-liberaler Jugendvereine Deutschlands, Frankfurt a. M., Untermain-Anlage 7III. Diese bildet den organisatorischen Zusammenschluß und gibt jede Auskunft und Unterstützung. Selbst zu Gründungen kann vock dort aus geschritten werden. Dort, wo es an der Initiative geeigneter Jugendlicher selbst fehlt, hat aber der liberale Rabbiner bezw. Lehrer die Pflicht einzuareifen und sich eventuell selbst vorläufig an die Spitze zu stellen. Liberale Jugend überall-warum zögert Ihr? Aus der Ai-Arbeit l *! Frankfurt a. M. Nicht jeder kommt dazu, regelmäßig mehrere Zeitungen zu studieren, um alles Wissenswerte und Aktuelle zu erfahren. Dem Zweck, doch jedem die wichtigsten Ereignisse in gedrängter Uebersicht zu vermitteln, dient die regelmäßige Zeitungsschau. Bei prachtvollem Sommermetter verbrachten wir unseren Heimabend im Garten der Familie Flörsheimer, wo Herr Ater Jakobs o h n eine solche Zeitungsschau brachte. Aus und über Artikel der Jüdisch-liberalen Zeitung, des Israelitischen GemeindeblatteS, der C.-V.-Zeitung, des Israelit und deS Frankfurter Gemeindeblattes gerichtete er. Dabei zeigte er auch die entgegengesetzten Auffassungen, die die einzelnen Zeitschriften der verschiedenen Richtungen in denselben Dingen haben. Wir hörten die Vorschläge, die in der Jüdisch liberalen Zeitung über eine Reform des allgemeinen Gottesdienstes, des Jugendgottesdienstes, der Einsegnung und der Barmizwoh gemacht wurden. Ter Aussatz eines Rabbiners wurde erwähnt, der die Religion mit dem täglichen Leben in Verbindung zu setzen sucht. Ein weiterer Aussatz beschäftigte sich mit den Verhältnissen der jüdischen Einwanderer in Nord» und Süd-Amerika. Wir hörten, daß 50 °o der amerikanischen Reformjuden die Gebräuche des Versöhnungssestes nicht beobachten, dagegen beachten 90 <>,o die Jahrzeitgebräuche. Aus den einzelnen Naelyrufen für Prof. Julius Goldstern wurden Ausschnitte verlesen. Die Entwicklung der I e w i s h Agency wurde verfolgt, die Bildung des Initiativkomitees besprochen; wir erfuhren, wie sich dieses zusammensetzt, welche Verbände und Einzelpersonen ihm beigetreten sind. Man unterhielt sich über die Auswahl der Delegierten und ihrer Stellvertreter. Der ablehnende Standpunkt von uns Liberalen ivurde verglichen mit den Gründen, aus denen die Orthodoxie den Beitritt zur Jcwifh Agency ablehnt. Der orthodoxe „Israelit" verwahrt sich insbesondere gegen die unreligiöse Art in Palästina, z. B. sei ihm berichtet worden, daß auS Anlaß des Wochcnfestcs dort „Echownaus-Fußballtourniere" staltgcsundcn haben. Ein Blick wurde auf die religiöse Form der Ehescheidung getvorfen, die höchst reformbedürftig ist, da sie eine völlige Rechtlosigkeit der Frau bedeutet und nicht mehr in Unsere heutige Zeit und staatliche Zivilgesetzgebung hineinpaßt. Es ist di^s nicht einmal alles, was an dem Abend kurz behandelt oder wenigstens gestreift wurde. Eine solche Zeitungsschau kann viel Anregung in hübscher scuilletonistischcr Weise geben. Werner Hochheimer. Das Ili-Programm * SceflOB. Mittwoch, den 31. Juli, 20.15 Uhr, im fleittcn Zimmer de» tturgarten, Kürassierstraße, Jnstruktionsabend: „Grundlagen und Ziele des religiös-lideralen Judentnms". Frankfurt a. M. Dienstag, den 23. Juli, 20.45 Uhr, Sitzungszimmer Westendsynagoge, Heimabend: Mar Hahn: „Jakob Wassermann, sein Leben and Werk". Dienstag, den 30. Juli, 20.30 Uhr, CafL Fraurrchos, Niederrad: Gemütliches Beisammensein. Abschiedsabend für Werner Hochheimer. Dienstag, den 6. August, 20.45 Uhr, Sitzungszimmer Westendfynagvge: Zeitungsschau. Aktuelle Tagessragen. Dienstag, den 13. August: Gartenadend bei Flörsheimer, Neumannstraße 153 r Rezitationen. Die Zusammenkünfte an Samstag-Nachmittagen fallen wahrend der Svmmerferien aus. — Anläßlich des 200. Geburtstages von Moses Mendelssohn ist für Mitte September eine Trefsahrt jüdischliberaler Jugend Deutschlands nach Dessau geplant. Hochflut der Auslandsbesucher bei Karstadt Es war vorauSzuseheil, daß das neuerösfnete riesige Warenhaus am Hermannplatz in starkem Maße das Interesse der Ocsscntlichkcit beanspruchen würde. Man war sich klar, daß jeder Berliner Gelegenheit nähme, das Haus zu besuchen, daß jeder Berliner seine Stadt aus der Vogelperspektive bewundert haben wollte. Dennoch war man erstaunt, als sich neben Verbänden und Vereinen Berlins, die man geschlossen durch das Haus führte, eine gewaltige Zahl von Ausländern anmeldete, so daß man gezwungen war, eine besondere Stelle mit Dolmetschern und geschulten Führern cinzurichtcn. Es kamen Studienkommissionen nuS aller Welt, es kamen Japaner, die das Haus vom Keller bis zum Dach durchforschten. ES kamen Griechen, es kamen Türken, es kamen Franzosen und Russen. Bis weit in die nächsten Wochen hinein liegen für jeden Tag Anmeldungen großer Gruppen von Ausländern vor, die beweisen, wie groß das Aufsehen ist, daß dieses Werk deutschen Wagemutes, deutscher Technik und deutscher Gründlichkeit außerhalb der Grenzen des Reiches erregte. Um nur einige Beispiele zu geben: eine Reisegesellschaft französischer Bankdirektoren studierte die Sprinleranlage des Hauses. Eine bekannte französische Fußballmannschaft benutzte die Sporthalle des Warenhauses zu einem kurzen Ergänzungstraining. Holländische Fcricnkindcr sahen sich eingehend die Spiclwaren-Abtcilung an. Das geodätische Institut der Stadt Moskau machte Ausnahmen vom Lichtturm des Warenhauses, der sich 73 Meter über dem Straßenpflastcr erhebt und von dem aus man selten plastisch das Panorama der Stadt zu Füßen liegen sieht. Schwedische Architekten erkundigten sich eingehend nach den besonderen bautechnischen Neuigkeiten dieses Warenhauses. Besonders stark ist aber vor allem das Interesse der Behörden. Es vergeht kein Tag, an dem nicht die Stadtvätcr irgend einer Stadt das Warenhaus besuchen, um hier ihre Lehren zu ziehen. Um eine Zahl zu geben: bisher haben l 2 000 Deutsche aus allen Städten des Reiches und 1250 Ausländer den Karstadtbau in geschlossener Führung besucht. Nicht vergessen sei jene Gruppe sudetendeutscher Landsleute, die einige hundert Personen stark aus der Tschccho Slowakei hierher kam, um sich neben anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt, dem Funkturm, dem Groß Kraftwerk, dem Rathaus und dem Lunapark auch das modernste Warenhaus Europas anzuschen. Vor dem Warenhaus fahren täglich Rundrciscautos mit großen Gesellschaften vor. Die Besichtigung des Karstadt- Hauses zum mindesten von draußen ist in das Programm dieser Gesellschaften ausgenommen worden. J5fein JCausfkatt oftne . . , TFftWr trm/miiY' Am 19. Juli entschliet sanft nach kurzem schwerem Leiden mein geliebter Mann, unser guter Vater, Großvater, Bruder und Schwager Max Stern im 79. Lebensjahr. Verein für Feuerbestattung in Berlin von 1874, e. V. verm. kostenlose Feuerbestattung Annahme W 35, Lfltzowstraße 44, Telephon; Lfitzow 960-61 und Charlottenburg, Kantstr. 154 a 8cke Fasanenstraße, Telephon: Steinplatz 1835 ■ Sehriltenreibe d. Vereinigung 1. i. 1. Judentum E. V. ■ den hp. 1 ■ Die Grundsätze des Jüdisch» ■ religiösen Liberalismus Von Rabbiner Dr. Lewkowitz-Berlin Im Namen der Hinterbliebenen n Preis 0:50 Mk. Ren Hl*. 3 in zweiter Auflage die Laura Stern geh. Scligsohn Rechtsanwalt Heinrich Stern und Frau Anna geb. Jacob Eva Stern Die Beisetzung hat im Sinne des Entschlafenen in aller Stille stattgefunden. Wir bitten herzlich, von Beileidsbesuchen Abstand nehmen zu wollen. Soeben erschien in meinem Verlag Religiös - liberales Judentum Predigt in der Neuen Synagoge zu Berlin anlässlich der Tagung des Weltverbandes flr liberales Judentum am 18. August 1928 gehalten von Dr. Rabbiner C. Seligmann Preis Mark 1.— J. Kaufflnann Verlag, Frankfurt am main BERLIN SIWMÄRKGRAFEN-ECKE KOCHSTR ■ Grundlagen und Ziele des ■ religiös-liberalen Judentums ■ von Dr. Joseph tlorden-Eiberteid ■ preis 0.75 Hin. Bestellungen beim Verlag dar „Jüdisch-liberalen Zeitung* 11 Berlin SW 48, Wilhelmstraße 147 «erlag: Bereinigung für da» liberale Judentum e. «., Berlin SW. 4«. — «eranrwortlicher »edakteur: Divl.-Jng. Bruno Wo „da. Berlin SW. 29. — Druck: Hermann Wegner ft Co., Berlin-Martendorf.