Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 7 (1927)
- Issue
- 30 (29.7.1927)
- Date
- 1927-07-29
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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unseren Glauben zu stärken. Er starb am Sabbat ben 7. Jjar 5567 (16. Mai 1807). Seine Seele sei ausbewahrt im Bunde des (ewigen) Lebens." Die von Streit & Zimmermann herausgegebenen «Schlesischen Provinzialblätter" ein streng kirchlich gesinntes Blatt, veröffentlichten einen Nachruf, in dem es. nachdem begreiflicherweise auf den Abfall Steblickis vom wahren Glauben hingewiesen war. doch weiter hieß: «Dieser Mann wurde heute, 73 Jahre alt. auf dem hiesigen jüdischen Friedhöfe begraben, betrauert von einergroßen Menge Menschen, denen er wegen seines redlichen und züchtigen Lebens lieb und teuer gewesen und auch geblieben ist. trotz der Tatsache, daß er sich entschlossen hatte, den jüdischen Glauben anznnehmen. Er ist festgeblieben dabei und hat mit seiner dem Christentum treuen Frau still und friedlich in herzlicher Einigkeit gelebt. Sie ist ihm — für ihn zu früh — vor einem Jahre im Tode vorangcgangen. Er aber hat ins Grab den Namen eines guten Menschen mitgenommen." Das war Joseph Steblicki, später genannt Abraham, der schlesische Ger Zedek. Vom Aelierenbund der Kameraden. Der Aelierenbund der Kameraden, der aus dem Deutsch- Jüdischen Wanderbund Kameraden hervorgegaugcn ist, hat vom 26. bis 29. Mai ö. I. seine Bundestagung in Dessau abgehalten. Die jüdische Oeffentlichkcit ist am Dasein dieses Bundes, seiner Zielsetzung und seiner Tätigkeit insofern interessiert, als hier eine Anzahl junger jüdischer Menschen, die dem Geiste der deutschen Jugendbewegung verbunden und von jüdischem Willen erfüllt sind, unabhängig von allen Parteieinflüssen den Weg des Deutschjuden beschreitcn und das darin enthaltene Problem mit und in ihrer eigenen Person zu lösen suchen. Die Offenheit und der Ernst ihres Meinungsaustausches hierbei macht ihre Tagungen zu einem besonders charakteristischen Ausdruck der Lage und Gesinnung^'). Zum Bericht von der Tagung scheint es zweckmäßig, die einzelnen Tage rückwärts zu verfolgen. Am letzten Tage wurden Bundesfragen besprochen, deren allgemeine Bedeutung darin liegt, daß mit der näheren Bestimmung des Kreises unserer Mitglieder auch die Zugehörigkeit der deutschen Juden zu den jüdischen Parteien grundsätzlich und neu gewürdigt worden ist. Unser Bund, der aus einem deutschjüdischen Wanderbunde stammt, und sich auch bewußt als deutsch-jüdisch fühlt, hat beschlossen, daß die Bezeichnung als Zionist oder, die Tatsache der Zugehörigkeit zur zionistischen Partei der Zugehörigkeit zu unserem Bunde nicht im Wege steht. Wer unsere übrigen bündischen Voraussetzungen erfüllt. kann auch als Zionist bei uns sein, wenn er Deutschland als Heimat und Vaterland empfindet und seine jüdische Arbeit in Deutschland nicht lediglich auf Palästina eiustellt, sondern sie im Bewußtsein des Eigenwertes deutschjüdischer Arbeit für das Judentum leistet. Die Entwicklung im Zionismus geht unseres Erachtens immer mehr dahin, an Stelle der Ausschließlichkeit der Pro-Palästina-Arbeit die Notwendigkeit der selbständigen und auch in sich allein begründeten Galuth-Arbeit im Dienste des Judentums anznvrkennen. Diese wertvollen jüdischen Kräfte haben mit uns für die deutsch-jüdische Zn'kunft zu arbeiten, die nach ihrem Wollen auch die ihre ist. Andererseits sind wir uns längst darüber einig, daß die Mitarbeit am Aufbauwerke in Palästina keinen Gegensatz zu unserer deutsch-jüdischen Richtung bedeutet. Wenn wir auch von Bundes wegen keinen Anlaß haben, zur Palästina-Arbeit Stellung zu nehmen, sind wir doch wohl ausnahmslos der Meinung, daß jenes Aufbauwerk die Hilfe jedes deutschen Juden beanspruchen darf. .nsrBon hier aus gesehen sind die Begriffe „Zionismus" und „jüdische Nation" in ihrer heutigen Vieldeutigkeit zur Abgrenzung gegen das Deutsch) udentum nicht mehr geeignet. Wir haben daher gegenüber dem Zionismus unsere Grenze vorverlegt, andererseits sie aber gegenüber der einseitig und ausschließlich auf Palästina gerichteten Judenheit verschärft. Beides dient dem Interesse des Judentums. Je schärfer der Abstand erkennbar wird. um so klarer die Scheidung. um so sachlicher die Austragung der Meinungen, aber auch um so leichter die Brücke von einem zum anderen Ufer, die die Grenze unberührt läßt, aber den Zugang von Mensch zu Mensch erleichtert. Manche uns unbegreifliche Formen des Parteikampfes in Zeitungen, Versammlungen, Gemeindekörperschaften und auch im Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden werden in der Folge solcher Grundeinstellung unmöglich sein, eine gewiß begrüßenswerte Nebenwirkung eines sachlichen Fortschrittes. Den Sabbat leiteten wir mit unseren: eigenen Gottesdienst inc Logentcmpel des Dessauer Gemeindehauses ein. Der Gottesdienst in unserem kleinen Kreise, seit mehreren *) Vgl. die gedruckten Protokolle von der Oberhofer Bundcstagung im Jahre 1924. Jahren herausgebilidet. will kein Vorbild seinem Inhalt nach geben, sondern benutzt die Kräfte der Gemeinschaft, um möglichst alle Teilnehmer zu tätiger und sinnvoller Mitwirkung zu befähigen und somit in unserer an wahrer Religiosität armen Zeit an Stelle der bestellten Funktionäre wieder die ganze Gemeinde jut Trägerin des Gottesdienstes zu machen. Daher ist uns wichtiger als äußere Schönheit der Andacht die innere Teilnahme der Gemeinde. An Stelle des schön singenden Chors tritt der Gemeindegefang, der Kantor ist in erster Linie Beter, in letzter erst Sänger, die Gemeinde nicht zum Hören, sondern znm Handeln da. Der sinnvolleren Gestaltung des Gottesdienstes dient die Streichung von manchen Wiederholungen in der Gebetfolge. Im übrigen bestand unsere gemeinsame Beschäftigung am Sabbat in Her Lektüre von Bibel stellen in der neuen Uebertragung von Buber und Rosenzweig. Aus einen einleitenden Vortrag am Freitag-Abend folgte am Sonnabend- Vormittag und -Nachmittag die Arbeitsgemeinschaft an der Hand des Bibelwortes. Ihrer ganz und gar aufs praktische eingestellten Art entspricht es, daß sie sich in Kürze nicht schildern läßt. Sie bereicherte uns nicht nur an Wissen, sondern vermittelte auch die Bedeutung des neuen Uebertragungswerkes. Die Bibelübertragung von Martin Buber und Franz Rosenzweig ist nach dem Willen ihrer Schöpfer nicht dazu bestimmt, die hebräische Bibel zu ersetzen, sondern soll den Zugang zu ihr erleichtern, indem sie uns der hebräischen Sprache nur wenig Kundigen mit dem deutschen Wort Eingang in den Sinn der Ursprache verschaffen will. Das gelingt ihr meisterhafte immer wieder stehen wir voller Staunen vor Bildern, die wir in der Abgenutztheit der überlieferten üblichen Uebevsetzung nicht mehr gewürdigt haben, deren Sinn uns jetzt erst neu aufgeht. Bei dieser Betrachtungsweise geht unvermittelt nebenher, daß wir die Bibel nun nicht mehr bloß philologisch und bibelkritisch oder künstlerisch betrachten, sondern sie wieder als das lebendige Wort ihres Schöpfers zu uns sprechen lassen. Der erste Tagnngstag brachte Referate über den Preußischen Landesverband und die Gemeindearbeit, über die Liberalen, den Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und die Zionisten. Referenten, die in diesen Organisationen und Parteien selbst tätig sind und unserem Kreise angehören oder nahestehen — Rudolf Stahl, Arthur Lilienthal, Ernst Heinrich Seligsohn. Martin Goldner. Erich Hirschbcrg —. setzten in nüchterner, einfacher Schilderung die dortigen Arbeit smöglichkeiten auseinander, die sich etwa für uns ergeben Dieser ganz aufs praktische gerichtete Auftakt der ganzen Tagung hat charakteristische Bedeutung: Wir erwarten von jedem von uns, der nur irgend für derartige Kleinarbeit geeignet ist, daß er sich solche Arbeitgebiete sucht, weil es an der Zeit ist, daß in den bestehenden Parteien und Organisationen durch Aufnahme jugendlicher Kräfte an entscheidender Stelle den veränderten Zeiten und Gesinnungen Rechnung getragen wird. Wir Aclteren der Jugendbewegung fühlen die Verpflichtung. nicht bloß die Probleme zu bereden, sondern auch die nüchterne Mitarbeit in der Wirklichkeit auf uns zu nehmen. Ein Referat des als Gast bei uns weilenden Dr. Georg Lubinski über die gemeinsamen Arbeitsmöglichkeiteu der Jugend aus jüdisch-sozialem Gebiet ergänzte das von uns gewiesc ne Ausgebengcbiet. Einen Tag verbrachte man — frei von aller Tagesarbcit — int schönen Park von Wörlitz, ein Abend brachte einen Vortrag, durch den der Gemeindeöffcntlichkcit das Wesentliche unseres BnndeSzielcs nahcgebracht wurde. Erich H i r s ch b t r g. BÜCHERSCHAU Gestalten und Momente aus der jüdischen Geschichte. Herausgegeben von Prof. Dr. J. Elbogen. Verlag: Der Heine-Bund, Berlin W 9, Linkstraflc 39. Der Heinebund, eine jüdische Buchgeincinde unter Leitung von Dr. AUron Eliasberg, bemüht sich, jüdische Bücher analog ähnlichen allgemeinen Buchverbünden durch die Schaffung eines festen Abnehmerkreises in möglichst grober Auflage und guter Ausstattung zu billigem Preis herauszubringen. Dieses Bemühen, das hoffentlich von Erfolg sein wird, verdien! volle Anerkennung. Bei einem jährlichen Mitgliedsbcitrag von 14 M., der auch in vierteljährlichen Raten gezahlt werden kann, erfolgt kostenlose Zusendung von vier Büchern im Jahre, also zu einem Preis, der, nach den beiden bisher erschienenen Bänden zu urteilen, mit Rücksicht auf den Umfang und die gute Ausstattung als relativ niedrig bezeichnet werden muß. Als erster Vierteljahresband erschien ein Roman aus dem Russischen, Sabbatai Zewi von S. Poljakoff, der schon früher hier besprochen wurde. Nun liegt der zweite Band vor. Gegen ihn sprechen, das muß man gerade als Freund des Heine-Bundes sagen, diö schwersten Bedenken; denn ilnn fehlt die Einheitlichkeit. Gerade in der heutigen Zeit der Ueberfütterung mit Zeitungs¬ und Zcitscliriftcnlektüre sollte der geschlossene Charakter eines Buches, zumal wenn cs sieh um „Speise fürs Yolk‘* handelt, mehr denn je gewahrt werden. l)em Herausgeber hat anscheinend ein Buch nach Art der „Köpfe“, vermehrt durch die Wiedergabe besonders bedeutungsvoller Dokumente, vorgescliwebt. Das, was hier entstanden ist, trägt aber den Stempel des Unorganischen, Uneinheitlichen, Willkürlichen. Die einzelnen Aufsätze sind aus den verschiedensten Werken zur jüdischen Geschichte herausgeschält, ihnen fehlt deshalb der ursprünglich vorhandene Rahmen. Um ein Beispiel zu geben, lieber die alte Zeit sollen vier Aufsätze unterrichten: „König David“ von August Dillmann (gekürzte Wiedergabe aus dem Bibel-Lexikon), „Jeremia“ von Elias Auerbach (entnommen dem Buch: Die Propheten), „Simon Ilasmonäers Herrschaft“ (aus dem Buch, der Makkabäer in der Lutherschen Uebersetzung) und schließlich „Die Aufstände vor und unter Bar-Kochba“ von Ferdinand Gregorovius (aus dessen Buch „Der Kaiser Hadrian“).. So fehlt dem Buch jegliche wissenschaftliche Geschlossenheit ebenso wie die einheitliche Betrachtungsweise einer Sammlung von einem verfaßter novellistischer Schilderungen: mail mußte bei einer derartigen. Anlage des Buches eben nehmen, was vorhanden war und sich für den Zweck unschwer zurechtstutzen ließ. Dieser Mangel einer einheitlichen Stoffbearbeitung wurde noch verstärkt durch die Zurückhaltung des Herausgebers, der sich damit begnügt, am Schlüsse auf ganzen 14 Seiten eine Zusammenfassung der „Drei Jahrtausende“ zu geben, wobei die Betrachtung der Gegenwart und Zukunftsprophezeiungen, über die hier nicht gestritten werden soll, noch den Hauptteil ausmachen. In einer „Vorbemerkung zum Quellennachweis“ wird gesagt: „Der Weg durch die jüdische Geschichte, den das vorliegende Buch ein schlägt, ist nicht der übliche. . . . Nicht alle (Verfasser der Aufsätze) vertreten den gleichen Standpunkt, und es lag außer dev Absicht der Redaktion, irgend einen Ausgleich der Anschauungen zu schaffen. Ein jeder Verfasser trägt mit seinem Namen die Verantwortung für seine Ausführungen. Gerade die Buntheit des Bildes sollte dazu beitragen, den Leser auf die verschiedenen Aspekte der jüdischen Geschichte hinzuweisen.“ Diese vorweggenommene Entgegnung vermag die oben erwähnten Einwände nicht zu entkräften; denn nicht Buntheit wird hier geboten, sondern Systemlosigkeit. Wenn so die Anlage des Buches abzulehnen ist, dann ist damit selbstverständlich nichts gegen die einzelnen Aufsätze gesagt. Diese sind vielmehr z. T., ebenso wie einige der veröffentlichten Dokumente, recht interessant und lehrreich. Der ..Volksverband der Bücherfreunde“ gab, wenn ich mich recht entsinne, seinen Mitgliedern als erste Gabe einen Sonderdruck von Goethes Faust. Der ITeine-Bund sollte gleichfalls lieber Neudrucke aus der vorhandenen (unbekannten!) jüdischen Literatur vornehmen, als die Herausgabe eines Buches, das nur Lexikon-Wissen zu vermehren geeignet ist W a 11 e r K r o j a n k e r. B. Segel: Welt-Krieg, Welt-Revolution. Welt-Verschwörung, Welt-Oberregierung. (Berlin 1926. Philo-Verlag G.m.b.H., broschiert, 78 Seiten.) Segel, der unermüdliche Kämpfer für Recht und Moral, unterzieht sich der recht dankenswerten Mühe, für die breite Masse etwas zu geben, was sein tiefgründig angelegtes wissenschaftliches Werk „Die Protokolle von Zion, kritisch beleuchtet, eine Erledigung“, nur den geistigen oberen Zehntausend zu erschließen vermochte. Die „Geheimnisse der Weisen von Zion“ enthalten angeblich Protokolle, die das Licht scheuen müssen: Vorbereitungen auf das Szepter der jüdischen Weltherrschaft und eine genaue Ausarbeitung von weltbetörend^p Zukunftsplänen Alljudäas; Entnationalisierung, Kulturverwirrung, Vergewaltigung und Ueberlistung der Völker — alles zugunsten des jüdischen Kapitalismus. Kein Jude sollte versäumen, vorliegendes Buch zu eigenem Nutzen und Frommen, und aus Liebe zum Judentum genau zu lesen. Ein Stück wirksamster Apologetik! Rabbiner Dr. Arthur Rosenthal, Berlin-Lichtenberg. □□□□□□□□□□□□□□□□□CXllXIGDDOntXDnaCDDODi 8 Tage vor Ihrer Reise n □ müssen Sie bei Ihrem zuständigen Postamt die Uever- □ Weisung beantragen, wenn Ihnen die „Jüdisch- 8 liberale Zeitung" aus kürzere oder längere Zeit in die Sommerfrische nachgesandt werden soll. n r-, □□□□□□□□□□□□□□□□{XlDDDLOmnnnnnnnnnnnrnnn s Unsern Freunden und Bekannten machen wir schmerzerlüllt die Mitteilung, daß unser innigstgeliebter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Lion Weil am 23. Juli nach längerem Krankenlager im 75. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die Hinterbliebenen Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil u. Frau Alice, geb. Levy Berlin-Grunewald, Humboldtstr. 35 Otto Weil u. Frau Lore, geb. Woli Berlin W, Kurfürst^ndamm 62 Dr. Alfons Jafte u. Frau Erna, geb. Weil Berlin W, Spcyerer Str. 12 Dr. Arthur Weil Berlin W, Stiilerstr. 2 Dr. Ernst Schlesinger u. Frau Herta, geb. Weil Wiesbaden, Bodenstedtstr. 7 Hermann Weil u. Fr. Mathilde, geb. Kahn Chatlottenburg, Kaiserdamm 7 und Enkelkinder Die Beerdigung hat am 25. Juli stattgefunden. COCOOOOOOOOOOOOOOOO^OOOOOOOOOO Ö A l Malerarbeiten jeder M r 9 führt aus a l Robert Gucheim | v Berlin W50, (ulmbacher Straße 7 X LÜhvtv 6260 O — Kostenanschläge gratis. - 8 v. O00000^00000000000000000000000 Bekannlmatiiung I. Erneuerung der Synagogenkarten: letzte Nachfrist vom 8.bis 19. August d. J. II. Erneuerung der Betsaalkurten für: Alhambra, Wallncrtheatere, traQe; Andreas-Festsäle; Beethovensaal; Brüder verein; Eden-Palast; Emelka-Palast (früher „Alhambra“), Kurfiiratcndamm; Friedrichshain; Johann-Ccorg-Säle; Kammersfile; Logenhaus, Emser Straße; Musikersäle; Philharmonie; Prachtsäle des Ostens; Prachtsäle am Märchenbrunnen; Prachtsäle des Westens; Residenz-Festsäle; Schiller-Theatcr-Restaurant; Singakademie; Scala-Palast; SophiensaJe; Tiergartenhof, Großer Saal; Tiergartenhof, Ffcilcrsaal (unter Ausschluß einer Nachfrist): vom 0. bis 19. August d. J. III. In dem Betsaal Distriktlogenhaus, Linienstr. 121, findet in diesem Jahre keine Andacht statt. Mieter von Plätzen dieses Saales können vom 21. August bis 11. September Eintrittskarten für die anderen, unter Ziffer II benannten Betakle erholten. Eventuell wird anbeimgegeben, die Bekanntmachung der bisher noch nicht angekündigten Betsäle abzuwarten oder die vom 12. September ab stattfindende freihändige Vermietung zu besuchen. IV. Gemeindendtglieder, denen auf ihre Voxmerkungsgcsuche Synagogenplatze zugeteilt oder umgetauscht werden können, erhalten vom 22. August ab besondere Nachricht. V. Freihändige Vermietung der übriggebliebenen Synagogen- und Betsaalkarten vom 12. September ab. VI. Dienststunden des PlätzcbQros: Oranienburger Str. 28-29 pari., wochentäglich (außer Sonnabend) von 9—1 Uhr, an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen von 9—12 Uht. Bia zum 6. August einschi. bleibt das Plätzebüro geschlossen. VII. Alles weitere ist in der „Geschäftsordnung für die Vermietung der Synagogen- und Betsaalplätze“ (s. Seite 115 ff. der Mai-Nummer des Gemeindeblattes) sowie in der Bekanntmachung im Gemeindeblatt und im Synagogenaasbang enthalten. Berlin, im Jufi 1927. Vorstand der Jüdischen Gemeinde. Am dem Kulllz Vertag G.m.b.H., stolp Ostdeutsches Judentum Tradition einer Familie von Heinrich Kurtzig Mit einem Vor wort von ErdmannGraeser 164 Seiten. — In geschmackvollem Halbleinenband Mk. 3.80 Vorzugsangeboi für die Leser der Jüdisch-liberalen Zeitung. Bei direkter Bestellung an die Geschäftsstelle dieses Blattes,. Berlin SW*I8, Wilhelmstr. 147 erfolgt portofreie Lieferung unter Nachnahme zum Vorzugspreis von Mk. 3.— Verein SQr Feuerbesiatiung in Berlin von 1874, e. V. Kostenlose Feaerbeslaiinnö Annahme W 35, Liitzowstiasse 44. Telephon Lützow 960-61 und Charlottenburg, Kantstr, 154a Ecke Fasanenstraße, Teleion Steinplatz 1835 Staatlich genehmigte WIRTSCHAFTLICHE FRAUENSCHULE auf dem Lande Wolfratshausen i. Isartal <-> 580 m U. M. (Gründung des jüd. Frauenbundes Ortsgruppe München) bildet junge Mädchen aus zu tüchtigen Hausfrauen und schafft die Grundlage zum Wirtschaftsberuf zum Sozialberuf und zum Lehrberuf Die Schule wird streng rituell geführt. Prospekte und Anmeldungen erfolgen durch die Leitung der Schule: FrL Hannah Bodenheimer, Wolfratshansen, FranRecha Stark, München, Bavariaring 21 n. Heft Nr. 3 die seit Jahren vergriffene Broschüre Klip-"' ' JoMns von Dr, JOSEPH NORDEN Elberfeld Preis 0,75 Mk Bestellungen beim Verlag der Jüdisch-liberalen Zeitung. Berlin SW 48, Wilhclmstr. 147 Abitur. Obersekunda Vormittags-Abendschule Private Votbereitungsanstalt, Direktor Damiger Berlin. Alte Jakobstraße 124. varnereliting für jüdische Theologie übernimmt Rabbiner Dr. H. Auerbach Göttingen B«riaa; ftoifetOHM fto da» Ittttafc J»t>entm» i.8* Berlin Bviis. --» Verantwortlicher Redakteur; Di»!.-Sng. vrnno K stzba. Berlin NVA. Druck: Sehrtna & Reimer». Berlin SW SS. Ritterltr. 75. 0296 18012994