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Jüdisch-liberale Zeitung · 1927-05-20 · 20 (20.5.1927) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
7 (1927)
Issue
20 (20.5.1927)
Date
1927-05-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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einmal aetaftt werden, batz nicht die kleinste Schuld — wen» nicht Lte einzige — an dem oft bekltwten mangelhaften Erfolg dieses unseres Unterrichts das Mastensystem trägt. Schule genannt, das wir kritiklos auf diesen -arte» Gegenstand übertragen habe» Luch hier wieder kommt eS gar nicht so sehr darauf a«. der besten Methode nachzujagen. auch nicht die Frage: ReligionSichule oder öffentlicher Unterricht zur Entscheidung zu bringen, nicht Lehrer -u tadeln oder Bücher zu ttitU fiere». Organisationen zu schaffen und Schulinspektoren anzustellen, jüdische Schulen oder Simultanschulen zu fördern. 4 ober 8 Stunden etnzuführen — all das ve» rührt ta gar nicht den Kern. Wenn man die Wurzel nicht darin steht, batz der Erfolg der religiösen Erziehung in dem Moment in Frage gestellt wird, wo der Begriff »Schule" mit ihr verknüpft ste in diese- Gvstem einqeglie-ert wirb, statt aus ihm herausgehoben zu werde» — dann hat «an Pestalozzi umsonst gelesen. Was soll eS denn schließlich heißen, daß man auf der einen Seite die Mutterwirkuna auf religiösem Gebiet bis in den Himmel hebt — und auf der anderen Seite alles, aber auch fast alles tut. um diese Wirkung unmöglich zu machen. Das geschieht und muß Seschellen, wenn Religion und »Schule" verknüpft leiben — auch wenn man noch so sehr den Begriff Religion-- Unterricht ablehnt. Man führe mir nur keine »leuchtenden Beispiele" al- Gegenbeweis an und auch keine ^leuchtenden Kinderaugen" und keine »natürlich begabten" Lehrer. Das kenne ich schon alles selbst. Aber ich weiß auch, daß die im glücklichsten Fall gelegentlich erzielte »Wirkung" einer Stunde nur de» hundertsten Teil dessen -arstellen kann, was erreicht würde, wenn man daS ganze System einmal gründlich zerschlüge und anstelle des Religionsunterrichts der — ReligionSkreiS träte. Das wäre die Übertragung des Heimsystem-, w« eS ute unlöslich mit der Jugend verknüpft ist, auf unser ebiet. Wer diese Dinge kennt, weiß, wie leicht und spielend hier dasselbe, ja mehr noch erreicht, dasselbe »gelernt" und »besprochen" wird. waS in der Schule als »Pensum" auftrttt: wie hier wirklich die Luft vorhanden, die allein der Religion zuträglich ist. wie hier vor allem Lehre und Leben verbunden ist. Denn im Hei« soll und wirb ia nicht bloß gelernt. eS wird gespielt, eS wirgewandert. eS wirb gelesen. eS wird gebetet. Man kennt die »Schüler" man kennt die Eltern, «an kennt die Häuser, man kennt den — KreiS. ganz andernatürlich und viel intimer als das im andern System jemals möglich. Die Religion — und das bleibt da- A und O — ist nun tatsächlich auS allem herausgehoben, steht nicht hinter und steht nicht vor andern Stunde«, ste steht vielmehr Über all diesen Stunden, ist Leben gewordneS Judentum. Aber sind daS nicht allenur Theorien? Woher die .Leit nehmen, woher die Räume? Soll wirklich der »heilige" Grundsatz zerstört «erden, den «an Gleichberechtigung ber jüdischen Schüler benennt? Man wird bei mir keine Geringschätzung diese- Grundsatzes vermuten. AVer nach all dem wenigen, was wir erreichten, bei der Verpflichtung« die heiliger als alle Gleichberechtigung ist — jede- Mittel zu ergreifen, das unsre Kinder dem Judentum erhält, nein mehr, sie lebendig in dieses eingltedert — erscheint mir der ReligionSkreiS statt de- Religionsunterrichts die zwingendste und dringendste Forderung deS TageS. Alles, waS »praktisch" dabei zu erwägen, wieweit auch eine Verbindung mit vorhandener Jugendhetmarbeit eingeoangen werden kann, ist leicht zu erledigen, wenn man daS Wesen Ser neuen »Methode" nur erst erfaßt und stch ihre Wirkungen in religiöser, in jüdischer, in menschlicher Hinsicht klar gemacht hat. Man könnte ityon ieyi oarauf Hinweisen, wie zahlrc^c Kräne plötzlich der jüdischen Jugenbpflegearbeit zur Verfügung gestellt wttntni: wie viel leichter vielleicht auch die Kinder religiös gleich, gesinnter Eltern zusammenzufassen wären alS bisher: wie so mancher Lehrer, ber in der Gchullust nicht heimisch werden konnte und daher versagt hat, plötzlich in seine« Menschtum. seinem Seelenreichtum, feiner jüdischen Führernatur erkannt und gewürdigt werden würde. Und hier ließe sich auch am ehesten die Forderung verwirkliche», von der ich an dieser Stelle schrieb: «.Nicht Lehrerplan. sonber« Geelenplan." Saieiidafivmsar dleZelt vom ri.s.b. A.S. 1927 Mai 1827 Sonnabend ^1 Sonntag 22 Montag 28 Dienstag 24 Mittwoch 28 Donnerstag 26 Freitag 27 Sonnabend 28 Jiar «887 IS. Wochenabfchnttt: B'chrckauffai Haftarah: Jerenria Kap. 18,IS—81, 17JL—14 Gallbat-AuSgang: 8Z7 Uhr 20. Hl 38. 34. 35. 26. Neilmo»d«eihe Wochenabschuitt: BaruGVor Haftarah: Hosea Kap. 2,1—22 Gabbat-LuSgang: 94.0 Uhr Deutsche Wagen zu fahren ist das Zeichen von Sachkunde, Geschmack und Takt. Trotz seines beispiellos niedrigen Preises ist der neu geschaffene Opel 10/40 PS ein deutscher Wagen, d.h. ein Qualitätswagen von hoher technischer Vollkommenheit undvomehmerlesener Ausstattung. Die Opel wagen sind mit Vierrad bremsen und besonders starker, hochelastischer Bereifung versehen. Sie besitzen vor allen jene Stabilität, die für die deutschen Straßenverhältnisse unerläßliche Voraus-' Setzung bildet i:i M 5-5ITZER 4-TORIG 5-51»ZER 4-TORIG AB WERK Barmizwoti- Unterricht MlMNMMMWiMIWMWIMMM und MreMhililW erteilt privat (Unbemittelten gratis) Oherkanter S. Deoitadt Wllhelmsfrafce 146. to Burtio WB 1874 i. f. 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