Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 92 (5.12.1934)
- Date
- 1934-12-05
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- »»».. Es wird gemeldet! ■ m Unter der Uberschrift „Nürnberger Hiu'denburgschule Juden frei" meldet die „Fränkische Tageszeitung", daß der Gausmdentenbundesführer an Gauleiter Julius Streicher ein -Telegramm gesandt habe, in dem gemeldet wird, daß die Hindenburg-Hochschule in Nürnberg als eine der ersten deutschen Hochschulen judenfrei sei. * '■ Nach einer Meldung aus Paris erklärte der frühere Ministerpräsident Paul Boncour auf dem. Schlußbankett der Internationalen Liga gegen.den Antisemitismus, daß er für den internationalen Kampf gegen den Antisemitismus eintrete. Die Rede wurde auch durch Rundfunk übertragen. ■ Nach einem neuen Erlaß des Präsidenten der Reichsanstalt über den Ausbau der Landhi 1 fe bleiben Personen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, Nichtarier und solche Arbeitskräfte, die berufsmäßig .der Landwirtschaft .angehören, von der LandhiUe ausgeschlossen. -# Von einer Firma wurde einer Angestellten gekündigt, weil sie an einem Verlöbnis mit einem Nichtarier,' das seit vier Jahren schon bestand, festhielt. Nach einem .Tarifabkommen stand ihr ein Ubergangsgeld zu für den Fall, daß Bie ihr Ausscheiden nieht selbst veranlaßt oder verschuldet habe. Das Landesarbeitsgericht Berlin hat, wie jetzt bekannt wird, entschieden, daß .die Entlassung n i c h t ab „verschuldet" anzusehen sei. * ' ■ Im Festsaal des Wiener Stadtschulrates wurde die neu «richtete Jüdische Volkshochschule eröffnet. Diese Wiener Lehrstitte sieht-zunächst 25-Kurse vor. * H Wie .aus Warschau .gemeldet wird, wurde der Radikalnationale Wladislaw Ceszlinsld, der im Sommer 1934 die Rabbiner Silbcrstein, Oofanger und Reinerman auf der Weichselbrücke beschimpft und mißhandelt hat, vom Gericht für diese Tat zu drei Tagen Gefängnis verurteilt. « ■ Dr. Simon Rawidowicz, früher am Jews College, hat seine neue Tätigkeit als Dozent an der Universität London, School of Oriental Studies, aufgenommen. Aus Anlaß des bevorstehenden Maimonides-Jubiläums hält er Vorlesungen über diesen bedeutendsten jüdischen Philosophen des Mittelalters, Kodifikator und Arzt. * ■ Auf einer Landstraße bei Opoczno in Polen wurden auf einem Bauernwagen die beiden jüdischen Kaufleute Süßkind und Kaufmann, sowie die Mutter des Kaufmanns tot aufgefunden. Die von der Polizei eingeleitete Untersuchung ergab, daß die jüdischen Kaufleute von unbekannten Tätern überfallen, beraubt und e rm ord e tl wurden. ■ Rcr n e ue D a n zige r Sen ats p rä s i d en t, Greiser, erklärte in einer im Volkstag gehaltenen Rede, für die Regierung und ihre Organe werde es getreu dem Buchstaben der Verfassung keinen Unterschied in bezug auf Beruf, Glauben, Rasse und Nation geben. ' * ■ In der letzten Zeit breitet sich unter der. jüdischen Bevölkerung Polens eine Sc lb st mo r d - Ep id e m ie von bedrohlichem Umfang aus. Das Motiv ist fast ausnahmslos wirtschaftliche Not. * ■ Wie aus Riga gemeldet wird, hat der Lettländische Unter' richtsminister die Befreiung der jüdischen Schüler an lettischen Volksschulen vom Unterricht am Sabbat verfügt. Die Befreiung erfolgt, falls von den Eltern «in entsprechendes Gesuch an die Schulleitung gerichtet wird. Unterrichtsproben vor Gatten Ergebnis der ^ädagogifclieii Wo«he" des Frankfurter PhUanthropins Frankfurt e. "M. Mit einer erhebenden Treiugabend-Tcicr bat die „"P.Sd a. go.gLa che Wo ehe", die am Frankfurter Thilauthropin anläßlich des 130jährigen Bestehens der Anstalt abgehalten wurde, ihren . 'Abschluß . gefunden. Oberstndiendirektor Dr.'Dr lesen verabschiedete sich-von den Teilnehmern'mit dem' Hinweis darauf, daß diese Veranstaltung" nur 'den A n f ä n,g eines Werkes darstelle,- zu dem die Mithilfe' aller Pädagogen erforder- . lieh seL ' Größer und zugleich schwieriger -denn je .sind heute die Aufgäben der jüdischen Schule 'in -Deutschland; denn in erster Linie liegt in ihrer Hand voller Verantwortung die Heranbildung der Generation, die Träger der Zukunft des Judentums ist. Dieser Gesichtspunkt muß heute ihren Geist und ihr Bildungsziel bestimmen. Bildung um der Bildung willen hat einen umfassenderen Sinn erhalten, und Bildung vermitteln heißt speziell für die Jugend Erziehung und Erfassung des ganzen Menschen, sorgsame Pflege und Berücksichtigung aller Kräfte, die den jüdischen-'Menschen konstruieren, damit ,er sich seinen Anlagen, aber auch don Ansprüchen der Zeit gemäß, ihr zum Trotz und ihr zum Dienst, durchsetzen kann. Die geistigen Grundlagen der Pädagogik des Philanthrqpins, dem in Studiendirektor Dr. -Otto Driesen ein in allen Wissensgebieten erfahrener, rastlos titiger und den Stimmen, der Zeit offener Schulmann vorsteht, sind Erhaltung der Daseins'freude in der Gemeinschaft, Erziehung .zu selbstbewußten Juden deutscher Kultur, verständnisvolles Nebeneinander von Schule und Elternhaus, Duldung .und Forderung .aller' jüdischen Richtungen und Jugendhünde, Verbundenheit mit der deutschen Kultur, sind die verpflichtenden Leitworte: Heimat, -Glaube, Menschheit, Kraft, Zucht und Tiefe. Nach diesen Richtlinien erziehen «Ue Lehrer _ tu ■Selbstverantwexaing ab Menschen und .Juden, zur Vielseitigkeit, zu geistiger und manueller Fertigkeit immer im Hinblick auf die Erhaltung -des geistigen Erbes. Werkstätten für Tischlerei, Buchbinderei und Schneiderei scnne'.sportiiche Ausbildung gehören au den charakteristischen Einrichtungen des Philanthrop ins. — Im Philanthropin *hat die Jagend das Wort, aber nicht das große, so sagte iialb im Scherz sein Direktor. Sie hat Dr. H. Weil bei den organisatorischen und künstlerischen Vor- ' bereinmgen zur Veranstaltung^ tüchtig unterstützt; sie hat sich unter Leitung von Dr. Hans Epstein -das .Laienspiel vom „König Saul" selbst verfaßt, "hat bei der Zusammenstellung von Ausstellungen 'geholfen, bat selbst «Lac Ausstellung der Jugendbünde besonders geschickt «schaffen und hat, sich offen .und frei im Gesomt-Unterricbt mS ährem Direktor besprochen, hat durch ihre Freitagabend-Feier der Tagung religiöse Weihe und Abschluß «geben; sie hat sieh .im Laufe der Woche diszipliniert und ilfsbereit und bescheiden .gehalten, «eil sie wußte, worum es in diesen Tagen ging. . - Die einzelnen Tage brachten Untenichtsproben, Referate und bedeutsame Aussprachen der Teilnehmer aber »die gebotenen Stoffe und ihre Probleme. Schon am ersten Tag wurde die dringendste und brennendste Frage angeschnitten, der sich die jüdische Schule heute stellen muß: die Knsis in der Gestaltung des Deutschunterrichts, geroessen an seinen natürlichen Zielen. In lebhaften methodischen und weltanschaulichen Auseinandersetzungen, in die- Rektor fä Dr. H. Stern richtunggebend eingriff, kam man zu dem Ergebnis: Jüdische Stoffe und Motive müssen beute weitgehend berücksichtigt und mit . den deutschen verbunden werden, in einer Form allerdings, die Extreme nach jeder Richtung ausschließt. Die /nsammrnitellm'X J°!d &&&mw J!*m*'fSI^Qf$& dieser 'grundsätzlichen Aussprache und Fnnlimgnähmc in Frankfurt zu den nächsten Aufgaben der Deutschlehrer gehören. Ein fast ebenso dringliches Problem tauchte bei der Frage nach dar .Methode, lebende Sprachen zu unterrichten, auf, und .man war sich, Kenn auch nicht grundsätzlich, doch einig über die großen Votteile und .erstaunlichen Ergebnisse der auditiven Me- - tbode, die vor allem Dr. Julius Plaut an Hand von Schallplatten vertritt. Im Mittelpunkt der Unterhaltung über die besten Stoffe und Methoden stand weiterhin die Frage, wie weit das Hebräische heute vom rein sprachlichen Standpunkt 'des Jwrith oder in Form von Bibel- und Gebetainterpretation gelehrt weiden soll. Man hob' dabei nicht nur die -erneute .Notwendigkeit des hebräischen Unterrichts hervor, sondern 'begrüßte die gute Gelegenheit,-die gerade heute zur gründlichen Ausbildung gegeben ist. Der Tag, der judischer Bildung .gewidmet war, .brachte neben einer ganz besonders klaren und exakten Pentatcuch-Interpretation unter der bewahrten Leitung I. B. Levys, biblischer Geschichte, Palistinakunde und der von Oberstudiendirektor Dr. Otto Driesen geleiteten Arbeitsgemeinschaft „Probleme des Judentums" eine besonders schone Rchgümsstunde von Rabbiner Dr. Lem-le Ober das Thema „Propheten und Führer". An der Gestalt des Jeremias wurden die Probleme der Prophetie, Erwachen und Entwicklung der prophetischen Bewußtseins herausgearbeitet. Besonders erfreulich wickle der Tag unter dem Motto „Erziehung rar Freude als sittlicher Grundhaltung", der außer dem schon erwähnten Gesamtunterricht die „Psychologie der jugendlichen Aussage" in einem vorzüglichen Referat von Dr. Hermann Weil, die gemeinsamen und verschiedenen Ziele der Jugendbünde, soziale Schuljugendarbeit und Schulpflege sowie S p o r t .berücksichtigte. Eine wirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft zeigte die Möglichkeit, Schüler der Oberstufe auch mit kaufmännischen Begriffen - bekannt zu machen. Auch ein Licbuildervortrag.Dr. Galliners über „Jüdische Motive .in der findenden Kunst verdient besonders erwähnt sa werden, der dos dualistische Wesen des Juden, den Wanderweg der jüdischen Seele durch die Zeiten, beleuchtete. Alles überzeugte von der großen erzieherischen Leistung dieser Schule,, die -ihren -Gästen in einer Woche nicht mehr und nicht weniger als -den Ablauf ihrer täglichen Arbeit -zeigte. Wer sie «riebt hat, schied mit dem beruhigten 'Bewußtsein, daß hier eine Arbeit an der Jugend geleistet wird, gut und fruchtbar in Form und Inhalt, eine Arbeit, die den Nöten der Zeiten gewachsen ist, die vor allem im Hinblick auf die Erhaltung jüdischer Gegenwart und Zukunft getan wird. Sie zeigte die heutigen Schwierigkeiten des Biraunaxproblems, aber auch die Möglichkeit, ihnen zu begegnen. Una das gehört .zu ihren schönsten, wesentlichen Erfolgen. Sie zeigte sie alle, Direktor, Eltern und Bünde, Schuler und Lehrer aus Stadt und Land, Behörden, Gemeinden, Landesverbände und ReichsvertretunK -an der beglückenden Arbeit an der Zukunft der jüdischen Jugendbildung Deutschlands. Und dafür: Dank! Lieselotte Höxter. Berliner VeranAältungen Wieder „Bilderbogen" im Knltarband Dci Kieinkuntiabciid des Kulturbundes „Berliner Bilderbogen — Ustlicher Bilderbogen" hatte bei der Premiere einen so.durchschlagenden Erfolg, daß er am Sonnabend nochmals wiederholt werden mußte. Der erste Teil ist unter dem Titel „Berliner Bilderbogen um die Jahrhundertwende" einer Umarbeitung unterzogen worden. Daß dies mit gutem Gelingen geschah, bewies die angeregte Stimmung im Haus. Sie wurde hervorgerufen durch das „Etablissement Orpheum um 1900" mit seinem piekfein-geschniegelten komischen Conferencier (Emst l.cnart) und dem ausgezeichneten Orpheum-Ensemble Nclly llirth, Ruth Anselm. Else-Jeanette Dublon, Eva Bochm, Holt Ray und Herbert Grün bäum, unterstützt durch! die lustigen Regieeinfällo Nicolai Eljaschoffs und den mit primitiven Mitteln-wirksam erfaßten parodistischen Bühnenbildern Heinz Condells. „Freude im Winter" für Groß und Klein Den größten Erfolg, den die letzte Veranstaltung der Abteilung Winterhilfe der Derliucr Jüdischen' Gemeinde zu verzeichnen hatte, hatten Kasperle und der „Onkel Ballon" zu verzeichnen. Dem Kindernachmittag folgte ein Bunter Abend für die Große i. Auch hier dankbares Publikum. Nach den Ilegrflßungs-, Worten Max Gundersheims trug Hildegard Caspary u. o. Carmen Sylvas „Moses" vor, sang Karja. Schapiro Lieder von Richard Strauß und Schlager von Meisef,;. mit dem sie besonderen Beifall erntete Dann kam Ruth Mandus, jüngster Nachwuchs, mit Tänzen, die alle begeisterten. Berger-Baflans Zauber- und Gedächtniskünste, die Chansons von lledi Haas und die Lieder Rolf Nllbers wurden ebenfalls dankbar hingenommen. Nicht zn vergessen die witzige Conference Heinz Ganthers. ■ J. WC* Im Zeichen des Chanukka-Festes Die vierte -Veranstaltung der Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde, die in der Synagoge P r i n z re ge n t e n s t r a ße stattfand, stand im Zeichen des Chahukkafesles. Nach einleitendem Orgelspiel fies Organisten May hielt Max Gundersheim eine ' Ansprache, in der er auf die Bedeutung des Chanukkafesteii hinwies. Wie einst in den Tagen der Makkabier, so mögen auch in unserer Zeit, in dar viele Glaubensgenossen der Verzweiflung nahe, sind, diese Lichter neuen Lebensmut, neue Hoffnung_Jn manches jüdische Hau* bringen. Oberkantor Hann! John "'entzündete das erste Ohanukkallcht; gemeinsam wurde die Chanulrkahymne gesungen. Ilse lnfrator-Davidsohnr eine charmante VortragskOnstlerin, bewies ihr Können in drei dem Sinne des 'Abends vorgetragenen Rezitationen, während Lern Ginzberg-Ssehdy, -von Erna Fenchel am Flügel begleitet, biblische Gesinge von Doorzah und die Arie ..Höre Israel" von Mendelssohn - mit kultivierter Stimme zu Gehör brachte. Hans Baer spielte am'Flügel, und Oberkantor John beschloß den in jeder. Weise wohlgelunarnen " Abend. 'Mi. ' ^hrJjtMrliaf eleu Wöflf-: Wünfche ebne» Vor Intraem wurde die Vtags an- _12 ._ reschnlttea, ah ps mezUch. 'vsw, dU Journalisten au. Uiran Wirken £> der arnsWn Öffentlichkeit ansjzrsrhalteten jüdischon J o<urnaTITsten dem' jüdischen Autbau nutzbar zu machen. - Es wurde dabei vorgeschlagen, man möge diese Jou rnalistsn iu .Scouiu '^^^^s^^^^m^ Es bandelt sich bei den jüdischen jMtrnaUsteo awor unr eines zahlenmäßig mcht sehr großen Teil der jüdischen Akademlkerschaft, aber es befindet sich unter ihnen ein verMltnlamiBijr großer Prozentsatz von Menschen, deren Gewinnung für dieJüdische Arbeit in Deutschland sicherlich - von Nutzen wire. Wenn man von politischen Erwägungen und von dem umstrittenen Wirken einiger politisch hervorgetretener Journalisten absieht, hat die Mehrzahl der auf den verschiedensten Gebieten der Journalistik, insbesondere der wissenschaftlichen und Wirtschafts- - Journalistik, titigen ihre Aufgabe darin gesehen, Wissen zu verbreiten und Verständnis zu erwecken. Die Erfolge, die jüdische Journalisten vor allem auf dem Gebiet des "Fachzeitschriften- Wesens in Deutschland - gehabt haben, beruhten darauf, daß sie eoverstanden, nach .gründlicher Überlegung auch schwierige JHnce allgemein verständlich zu machen. Die meisten dieser Kräfte liegen jetzt brach. Die jüdische Presse in Deutschland ist nicht so groß, daß es ihr möglich sein wird, allen öder auch nur einem großen Teil der jüdischen Journalisten Gehör und Verdienst *u g»W 'Hinzu kommt, daft vielfach auch die jüdischen Zeitungen und Zeltschriften ihre Beiträge der Feder der jüdischen Führer-, Cemcinde- und OrgonisatlonspersonBthkeiten verdanken. Der Berufsjoumalist spielt im Gegensatz zur allgemeinen deutsehen Presse nur eine veshiltaizmiBig geringe Holle. Tum liegt das «rar einerseits daran, daß die-jüdischen Journalisten Im .allgemeinen früher kern -großes Interesse für die linMerjOdisehen AnielegeoheiUn gezeigt nahen. Anderseits (aber ist -ihnen .nach dem Umschwung vonseiten der jüdischen Organisationen nicht das Interesse .und die Unterstützung .gezeigt worden, die anderen Berufst lassen «iteil wurde. Es hingt dies vielleicht anch damit zusammen, dal» gerade die Stellung des jüdischen Journalisten durch die politischen Enitgniser besonder» vielen Mißdeutungen ausgesetzt war. Heute Ist .die Lage so, daß die jüdischen Journalisten sieh gern Iii das jüdische Aufbauwerk einguedera möchten, und -ihre Kräfte der allgemeinen jüdischen Arbeit zur Verfügung stellen wallen, daß aber eine Möglichkeit für sie 'in nennenswert«»» Umfange mcht besteht, Und da» ist nach zwei Seiten hin «* bedauern. Einmal scheint es festzustehen, daß der gesohulta Blick de* Journalisten, der tu den jüdischen Paxteikampfsn nach ■nie*»! Stellung genommen hat, «ende bei den Bestrebungen cur Wiederberstelumg des iaaesjoduchen .Frieden* maaehes Beachteoawerle wehen und .beurteilen könnte. Sein Wissen und seine Kaxmtnje 4er öffentlichen -Meinung wurde oft dazu beitsagen Manen,. M*. verethHlaiase zu Uiran. Es ist nicht mit Unrecht darauf hingewiesen worden, -daß viele Prcilamatiooen .der jüdischen SteUen durch jouruaHstkcben >ilUi" wirksamer httten g~«»Uet «eadj» können. Die jüdischen Journalisten wolle« nicht die Führer der Parteien und Organisationen, nicht die Rabbiner und Syndici aus ihren Positionen verdrängen, sie halten, es aber für wünschenswert, wenn die „jüdische Öffentliche Meinung" auch dem Journalisten ein größere» Ikatigungofeld bietet, es würde vielleicht für beide Teile manche» Wertvolle dabei hersuskeenmen. Man unter lasse es daher, die jüdischen Journalisten «u schulen. Journalismus ist eioe Sache der Begabung, de» Blicke* de» Verständnisses für die Notwendigkeiten des Augenblicks. Die EreigaüsM haben dem Journalisten den . Blick geschärft, auch die Vlel- «estaUiakeit de» jüdischen Leben» wird ihn nicht verwirren. , 8 «Dr. B—Ol. ßauftiau? W>abü,Imnftr.4Z BCKANMT DURCH aUMItm-WAItSN