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Jüdische allgemeine Zeitung · 1934-12-05 · 92 (5.12.1934) · page 4

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
14 (1934)
Issue
92 (5.12.1934)
Date
1934-12-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Cfef* . JUDISCHEN AUGEMEINEN # Wir meinen: Kim*" V«;r5ff<*irtlittliiiti^ 'tli:* ' «ImiUcIicii Mitkkalii-Krtisrs. «Ii-r nach «kr KuMtin cli:s Mukkalu Hu/air mit ilcm jfnüsrlieii I'fa.lfinilcrliunil die Anzahl tli:r Mitjilit'd« r tlirsvs Yirliawlcs hv\ 136 <>rl^nij»|n:n mit clwa 21 501) lieziffcrl, frilil uns Vvraii.ass.in?. einmal lüi; ungefähre G^sümt/altl der organisierten jüdischen Sportler und S j» o r 11 e r i n u e u zu ermitteln. Zu diocin Zwecke müs-srii wir tlVr angeführten Zahl den Milgliedeihe^taud dr-i Sjiorthuiide.*. des 11. j. F., der mit etwa 1G0UU Mitgliedern in 147 Vereinen und den von ihm sjujrtüch betreuten 'JÜ.JO Mitgliedern des Hundes Deutsch-jüdischer Jugend, der in der letzten Zeit einen mächtigen Aufschwung genommen hat, hinzufügen. Bleiben imrh der Bayerische Kinheitssjiurtt'«rJ#.*i/id, dcvMrj* Yvrvhiti iiiH»v*umi etwa Mitglieder aufzuweisen hahcii. -und die noch keinem Verhande anguschiossciieii Vereine und .Sjmrlgtiipjtcu, die vorsichtig geschätzt noch einmal 1501) Mitglieder führen. Diese Zahlen addiert ergehen 52 0011, da\on 10 u'0 abgezogen, die durch Dop]>elniitglied*jcliaft auch doppelt in unserer Aufstellung gezählt worden sind, bleibt mit 46 000 Snortlerii noch immer eiue höchst ansehnliche Anzahl von Menschen. Dj»s heißt also, etwa 10 ",'u der gesamten Judcnheit Deutschlands treiln*!) organisiert Sjiort. Wir meinen, dati wir uns dessen nicht zu schämen brauchen, und daß diese Feststellung" bester und untrüglichster Beweis ist für den ungeheuren Aufschwung, den der jüdische Sport" in den letzten zwölf Monaldi genommen hui. Mitteldcutfchland meldet: ^Schilde-Leipzig in Dresden Der Leipziger" „Schild""besuchte mit zwei Handball- und einer Fußballmannschaft in Dresden den dortigen Bruderverein zu Gesellschaftsspielen. Während die Leipziger im Hauptspiel des Tages zwisrhcir den beiden ersten Fußballmannschaften mit 5: 1 jederzeit ülwrlegen die Oberhand behalten konnten, verloren in den Handballspielen die erste Männermannschaft mit 4:8 und die Frauenmannschaft in letzter Minute mit 1:2. Bar KocJiba - Leipzig gewann in Chemnitz . Die Leipziger Bar Kochbaner konnten ihr fälliges Fußhall- Verbandsspiel gegen den Chemnitzer Makkabi- Verein nach beiderseitigem iuiren Spielverlauf überlegen mit 3:0 gewinnen. WieMbadcn meldet: R*j.F.-Schwimmfeft in Wiesbaden Lolo Bact geschlagen Das ernte rcichiwtlcnc Wettschwimmen de» Wiesbaden tuih vor etwa 500 Xunehaucm gtu.i7.cmlc LcAnluiigcn, die trotz Uli gewohnt er- Bahnlnngc durch die Gleichwertigkeit der einzelnen Teilnehmenden zustande Kamen. 14 Vereine hatten über 100 McUui^tii ubgcgclxm, von denen die erfreu Ii eh sie» ilie der noch zwei Alunoic allen Schwimmuhlvilunp «Jeu Jt.j.K Stuttgart worendic iii al/cn Uameiistaffetn dicht hinter „Scfii/d*4-Franfcfurt endete und in Frl. Marx eine noeh junge, aber sehr veranlagte Crawlschwimtneriu haben. Cbcrrasehend kommen die Niederlagen, die "Xolo Ha er diesmal einstecken mußte. Sie verlor sowohl im Brustschwimmen, in dem sie den Sieg der stark verbesserten Loni Guttnanu (München), die sie vor einigen Wochen in Herl in noch glatt zu schlagen vermochte, über lassen mußte, als auch im Crawlen, in dem sie nur auf dem dritten Platz hinter Frl. Sommer, Frankfurt,-und. Frl. Marx endete. Die Berliner Sport-Gemeinschaft 1933, die fünf ihrer besten Schwimmer noch Wiesbaden entsandt hatte, konnte einige nette Erfolge erringen. Sic siegte im Rückenschwimmen überlegen durch den Olympiakandidaten Mcysel, im Crawlen durch Ernst Flörsheim, in der Hruslstaffcl mit großem Vorsprung vor Köln und Frankfurt und im Wasscrhallturnier. Da* schönste Hennen des Tages war die Lagenstaffel.-die I-evin durch glänzenden Endspurt den-Bertinern vor dem JTV Köln sicherte. ' . Berliner Sport Die JTSC-Fraüen retten die Ehre Der JTSC 05 hatte sich am letzten Sonntag für seine ersten beiden Männer- und Fraucn-Handballmannschafteji den N.S.G. Cimbria zu Gesellschaftsspielen verpflichtet. Die Neuköllner entpuppten sich als äußerst gute Mannschaften! so da 15 es allein der 1. Frauenmannschaft vorbehalten blieb, dem JTSC 03 wenigstens einen Sieg zu retten. ' 'Im „Treffen der ersten Männermannschaften, das der JTSC mit 2 :6 Toren verlor, lieferten die flinken, jungen Cimbrialetitc von Beginn an ein lemporciclies Spiel, dem die Gastgeber nicht ganz zu folgen vermochten. Der Sturm,« das Glanzstück der Mannschaft, zeigte ein Zusammenspiel, dem zuzusehen für die Zuschauer eine reine Freude war. Das war modernes, nur -auf Erfolg eingestelltes Slürmcrspiel, von dem die JTSC-Fünferrcihc, die ihren Namen „Sturm" diesmal zu Unrecht trug, hoffentlich viel gelernt . hat. Die ersten Frauenmannschaften dagegen licf>cn auch vor diesem Gegner, dem ein guter Ruf vorausging, keinen Respekt erkennen. Ganz im Gegensatz zu den Männern war es bei ihnen der Sturm, der das Spiel mit 7 :4 Toren gewann. Frl. Goldwasscr, deren Schnelligkeit und Durchschlagskraft dem Gegner mächtig imponierte, schoß sämtliche 7. Tore, aller nicht nur sie verdiente sich ein gutes Prädikat, denselben Anteil nm Siege haben ihre Sturmkolleginnen, insbesondere Frl. Henoch und Frl. Dr. JolSmann, die ihr das Torschießen erst durch glänzendes Freispielen und genaueste Vorgaben ermöglichten. JTSC 05 II — Cimbria II 2 :5 JTSC 05 2. Frauen — Cimbria 2. Frauen 0:6. Triton fchlagt Frankfurt a. Oder Zu einem Gesellschaftsspiel hatten sich die ^Tritoncn die Frankfurter Rtidcrmannschaft nach Berlin verpflichtet. Die Berbner, die durch weit größeren. Spielverkchr routinierter und ausgeglichener spielten, gewannen den fairen Kampf knapper als erwartet mit 7:4 Toren, nachdem .die Gäste bis zur Halbzeit schon mit 4 : 1. in Führung gelegen hatten. Vorfchau zu Sonntag, 9. Dezember Fußball : Hakoah Ib — Hagibor Ib (Schäfersec, 2 UhrV I.S.K. I — F.C. Sperber I (Britz. 2 Uhr). Handball: JTSC 05 ] — Triton I (Schönholz. 2 Uhr); JTSC 05 1. Frauen — Damen H.C. 23 II (Grunewald» 9.30 Uhr): »amen B.C. 23 I — JT-SC 05 IV (Grunewald, 10.30 Uir-; JTSC 03 1. Krauen — Garbaty 1 (Garlialv-Sporlpluiz, 12.30 Uhr). Hockeyturnier des Tennis-Clubs Bar Kochba Der Tennis-Club Bar Kochba trägt am kommenden Sonntag auf dem GruiiewaldsiMirlplatz ab 11.45 L'hr Gesellschaftsspiele gegen den liar Kocbba-llamburg aus. Das llunplspicb in dem die beiden ersten Mannschaften zu einem Revanchespiel zusammentreffen, und das die Hamburger glatt und überlegen gewinnen dürften, nimmt um 1 L'hr seinen Anfang. Sportliches Allerlei Inland In Chemnitz haben sieh der Schild-Sportverein und der liar Kochba in gemeinsamer Arbeit einen Sportplatz geschaffen, der unter großer'Beteiligung der jüdischen Bevölkerung eingeweiht werden konnte.' « - Iii Berlin standen sieh in einem T i s c Ii t c n il i s - \V c 11 - Kampf .Mannschaften des J.S.C.-llagibor und des Bar Kochba gegenüber. Nach ausgezeichneten Spielen gelang es der Uagihor- Mannschaft, die in Schatzo, Fachlcr und Sprung ihre llati|itstützen zu haben scheint, Bar Kochba unerwartet glatt mit S : 1 Spielen zu schlagen. # In der westdeutschen M a k k u b i - F u ß b a 11m k i s t e r s r h a f t, deren erste Serie . beendet ist, führt die illlllMlillM Unsere Bilderseric Jüdische Sportler Ufr tJ&PSS» .€ befähigte. Holl, Alfred Michclsohn wurde 1904 in Berlin geboren. Mit jungen Jahren wandte er sich schon dem Sport zu und begann seine sportliche Laufbahn als Turner in der Berliner Tiirncrschaft, Ain . der er seinerzeit der beste jugendliche Kunstturucr Berlins war. Neben dem Turnen betrieb er das damals in der Deutschen Turnerschaft sehr beliebte Ringen mit großem Erfoh*, denn neben seinem Sieg in der Jugcndnicistcrsrliaft endete er in fast allen . von ihm bestrittenen Kämpfen und Turnieren vorn. Als 17-jährigen entdeckte man ihn dann als Boxer. Im Box- Club .,Alt-\Vcdding" erhielt er seine erste gründp ' _ liehe Ausbildung, die ihn bald auch in Jugendboxturnieren ' eine führende ipielen. .Mit 18 Jahren entschied er sieh . für den Berufssport, wurde begehrter Sparringspartner von Prcnzcl, Naujoks. Sasse usw. und machte selbst 26 Kämpfe, die ihm zum großen Teil schöne Erfolge über beste deutsche Klassen einbrachten. Obwohl der „eisern schlagende Wirbelwind", wie ihn eine Zeitung einmal nannte, oft hoch favorisiert in Mcistcrschaftsausscheidungen stand, gelang es ihm doch nie, sich den so begehrten Titel eines Deutschen Meisters zu erbosen. Seine besten Kämpfe waren sein Sieg über Meister Friedemann und ein Unentschieden gegen den damaligen Meister im Bantamgewicht, Köhler. Etwa 1024 entschloß sich Michclsohn dann, Trainer zu werden. Er übernahm den J. B. C. „Maccabi", und man darf wohl behaupten, daß es Michclsohn gewesen war, der den Grundstock zu den großen Erfolgen dieses Klubs gelegt hat. Viele deutsche und hrandenhurgische Meister, wie Fuchs, Malz, Prciß, Buchbaum usw., hat er in seinen Händen gehabt und aus ihnen das gemocht, was zu einem Meister gehört. Mit dem Eintritt des J. B. C. Maccabi in den Deutschen Makkabikrcis schied Michclsohn aus den Diensten des Klubs, dem er zehn Jahre in Treue gedient hatte. Mit vielen aus dem gleichen Grunde ausgetretenen Kameraden gründete er den J. B. C. Berlin und schafft hier wie bisher im Maccabi iu rastloser und aufopferungsvoller Arbeit an der Verbesserung der Kamnfmannschaft und an der körperlichen Ertüchtigung der Jugend. > iiiiiiiiiiiiiuiiuiiiiiira Mannschaft des ,,Itus"-Duisburg mit einem Punkt vor dem Makkabi Münihen-Gladbach. * Der JTSC 05, Berlin, wird mit seinen ersten beiden Männtrhandballmaiinschaften während der Weihnachtsfcicrtage eine Wcttspiclreise unternehmen, die ihn voraussichtlich nach Wiesbaden und Darmstadt führt. ~ Der Deutsche Makkubikreis veranstaltet zu Weihnachten in Berlin ein großes F u ß b allturnier, an dem neben den Berliner Vereinen. Mukkabivercine aus Würzburg, Breslau usw. teilnehmen sollen. Ausland Palästina hat nach neuesten Mitteilungen eine Beteiligung an den 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Spielenabgclehnt. # Im russischen Sport spielen jüdische S p ortlcr eine große Bolle. L j u I k o ist mit internationalen Leistungen Rekordhalter im 100-m-, 200-m- und 400-m-Lauf, und Hocblin hält den russischen Itckord im Hochsprung mit 1,90 m. Bei einem Sjiortfest der „Young Men Christian Associatton". das vor kurzem in Jerusalem stattgefunden hat, konnten die jüdischen Teilnehmer einige nette Erfolge erringen. Sowohl in den leichtathlctischen Kämpfen als auch bei den Schwimmwertkämpfen konnten sie die meisten Sieger stellen und besonders im Schwimmen mehrere neue palästinensische Höchstleistungen schaffen."'' Keine Sondermaßnahmen gegen jiidifche Einwanderer i Eine amtliche französische Erklärung Paris. Von amtlicher Seite geht der Jüdischen Telegraphen- Agentur folgende Mitteilung zu: . Im Ausland kursieren Meldungen, von denen einige auch in die jüdische Presse Eingang gefunden haben, denen zufolge gewisse iu Frankreich durch Gesetzgebung oder administrative \croidnung «ctroffene .Maßnahmen gegen die hier lebenden j ü di - sc heu .Einwanderer gerichtet oder auf antisemitische Gedankengänge zurückzuführen sein sollen. Für eine solche Auffassung besteht keinerlei Grund. Es handelt sich bei diesen Gerüchten anscheinend nicht nur um Ebel treibungen, sondern um den ausgesprochenen Wunsch durzutun, daß selbst das freiheitlichste und duldsamste Land Europas die Notwendigkeit einer Art von „Schutz" vor den Juden erkannt a '^Es gibt keine einzige von den französischen Behörden getroffene Maßnahme, die gegen die Juden; seien es eingewanderte fremde oder einheimische, gerichtet wäre. Die in Bezug auf die ■Vrbcit von Ausländern in Frankreich getroffenen Maßnahmen sind ausschließlich-mit Rücksicht auf die steigende Arbeitslosigkeit in Frankreich beschlossen worden und finden gegenüber allen Ausländern, gleichgültig welcher Nationalität oder welchen Glaubens, Anwendung. Antijüdischc Diskriminierung gibt es in Frankreich auf keinem Gebiete, weder de jure "och de facto. Hinzuzufügen ist, daß die Behörden jeden Einzelfall, in dem eine Ausnahme von der allgemeinen Uegel,,ohnc daß dadurch die allgemeinen Interessen des Landes geschädigt werden, möglich sein könnte, auf das sorgfältigste prüfen und größte citncrzigkeit aus Gründen der Menschlichkeit walten lassen. „Kein Plate für Antifemitismus" Paris. Der auch dem jetzigen Kabinett angehörende frühere Ministerpräsident Hcrriot hat der New Yorker Tageszeitung „Der Tog" eine Erklärung über die S t e 11 u n g d e r J u d e n l n Frankreich gegeben, iu der er u. a. erklärt, in Frankreich sei kein Platz für Antisemitismus. „Die .luden", heißt es in der Erklärung, „haben sich in das französische Volk völlig eingefügt; sie arbeiten auf allen Gebieten loyal mit, ihre Söhne haben mit unseren Söhnen auf den Schlachtfeldern geblutet; nicht nur. im Weltkrieg, sondern auch in allen Kriegen seit der Emanzipation der Juden durch die fronzösische Nationalversammlung von 1789. Die französische Kultur wurde durch Leistungen von Juden bereichert, und wir smd den. Juden für ilicsc Leistungen dankbar. Wir werden Zurücksetzung oder Bedrückung unserer jüdischen Mitbürger nie und nimmer zulassen. Die Juden bilden einen organischen Teil unserer Gesellschaft; wer sie anrührt, "reift die Souveränität des französischen Volkes an, und das wird nicht geduldet." . Antisemitische Malkolonne Ohne Bewährungsfrist in Basel verurteilt Basel. Vor dem Baseler Strafgericht fand ein Prozeß gegen sieben ehemalige Mitglieder der antisemitischen sogenannten „Fronten" statt. Die Angeklagten, die Straßen, Brücken und die Synagoge mit antisemitischen Symbolen bemalt hatten, wurden zum. 1 eil zu G c f fi u g ni s s t r a f e n ohne Bewährungsfrist, zum Teil zu hohen -Geldbußen verurteilt. Die Beschmierüng der Synagogenwand -wird in der Urteilsbegründung als freche und rolle Büberei bezeichnet, durch die. das religiöse Gefühl der Juden empfindlich verletzt worden sei. Deshalb -habe die Zubilligung einer Bewährungsfrist nicht in Frage kommen können. Die Verurteilten wurden gemeinsam verpflichtet, der Israelitischen Gemeinde einen S c h ade n e r s a t z. zu zahlen. Juden in der päpillichen Rechtsakademie Rom. Der unter dem Protektorat von Papst Pius XI. in Roni abgehaltene erste internationale katholische;Kongreß für römisches Recht hat u. a. den Beschluß gefaßt, in Rom eine Internationale Päpstliche Akademie für römisches Recht ins Leben zu rufen, der die hervorragendsten Gelehrten auf diesem ^Gebiet ohne Rücksicht auf ihre Konfession angehören sollen. Wie eine hochgestellte Persönlichkeit aus vatikanischen Kreisen dem römischen Jtar Vertreter mitteilte, „werden der Akademie Fachgelehrte ohne Unterschied des religiösen Bekenntnisses und daher selbstverständlich auch jüdische Gelehrte angehören können.' Auf dem letzten Kongreß haben jüdische Gelehrte sich durch Referate von besonderer Tiefgründigkeit und wissenschaftlicher Originalität ausgezeichnet." Die Tragödie der jemenitifchen Jnden Jerusalem. Aus Aden traf in Jerusalem. eine telegraphische Mitteilung ein, daß mehrere jüdische Familien aus dem südarabischen Staat Jemen auf ihrer Durchreise nach Palästina, wo sie sich anzusiedeln gedachten, von der englischen Polizei in Aden festgenommen und zurück nach dem Jemen abgeschoben wurden. Man ist um das Schicksal dieser jüdischen Familien besorgt, da im Jemen das Svstem der Judenverfolgungen andauert. Schon seit einiger Zeit gellen die englischen Behörden . in Aden, das unter englischem militärischen Protektorat steht und dem Vizekönig von Indien unterstellt ist, scharf gegen nach Aden kommende jemenitische Juden vor. Die Konfeffionen in Heften Das Hessische Landesstatistische Amt veröffentlicht das hessische Ergebnis der Volkszählung vom 16. Juni 1933 unter dem .Gesichtspunkt der Religionszugehörigkeit. Danach verringert sieh von Zählung zu Zählung die Zahl der Gemeinden, deren Einwohner nur einem Bekenntnis angehören. Vor allem bewirkt die Wanderungsbewegtuig eine ständig voranschreitende Mischung-der Konfessionen. Innerhalb eines Beobachtungszcitraums von über 100 Jahren wird der Rückga'ng im Anteil der Juden deutlich. Es gab in Hessen: im Jahr 1828: Ev. 70.3 v. H. Kath. 26.4 v. H. Isr. 3.1 v.H. 1871: 68.6 27.9 3.0 1910: 66.1 31.0 1.9 1925 : 66.2 30.8 15 1933 : 65.3 30.8 1.2 Hauptscariftleiter: Dr. Enses Tanne abaum, Berlin-Wilmersdorf. Leiter der Anzeigea-Abteilung oad verantwortlich für den Inaalt der Anzeigen: Hans Ehrlich., Btrlin W 15, — D..A. III. Vj. 5000. Zur Zeit ist Freisliste Nr. 2 ffültig. Verlag: Verlagsgenossenschaft in Deutschland ansässiger Juden eGmbH. (in Gründung), Berlin W15, Uhlandstrafia 158. Druck: JSonneadruclirrei GmbH. (Felix Wolf), Berlin-Charlotteoourg.

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