Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 65 (14.8.1934)
- Date
- 1934-08-14
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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„Rassenunterschiede sollen nicht durch Glaubens Bekenntnisse verdeckt werden“ Ein Wort zur Judenfrage Es wird Aus Deutschland gemeldet: Aus dem Ausland In einer „Die Bekehrung der Juden“ überschriebenen Notiz wendet sich die „Deutsche Zeitung“ gegen Ausführungen in dem in Meitingen bei Augsburg erscheinenden „Christkönigsboten“, in denen es als gerade in der Gegenwart aiigezeigt bezeichnet wird, sich zu besinnen und „an der Stellungnahme des Christen zu jenem Volk, das heute von national Gesinnten so bitter bekämpft und abgelehnt wird, seine-eigenen christlichen Gesinnungen auf ihren Gehalt zu prüfen“. ■ - Hierzu bemerkt die „Deutsche Zeitung“: „Die Stellungnahme genügt uns. Eine bewußte Kirche wird also nunmehr jeden christlichen Volksgenossen auf seine christliche Gesinnung prüfen. Wehe dann, wenn derselbe auf Unterschiede der Rasse hinweist und aus diesem Grunde eine andere denn die christliche Stellung zum Judentum einnimmt und zu vertreten wagt. Die Herren vom „Christkönigsboten“ scheinen da einige Jahrhunderte verschlafen zu haben. Auf jeden Fall aber mögen sie doch künftig achtgeben, ehe sie wieder solch eine Stellungnahme öffentlich kundgeben. Wir haben absolut keine Veranlassung, die nunmehr klare Judenfrage von neuem mit dem Mantel der „Liebe“ verschleiern und Rassenunterschiede durch Glaubensbekenntnisse verdecken zu lassen. Wir empfehlen darum auf das Entschiedenste, Glaubensfragen von nationalen Fragen streng zu trennen. Um des. lieben Friedens wegen.“ Das Rassenproblem auf dem Baptisten-Kongreß Auf dem Weltkongreß der Baptisten, der in der vergangenen Woche, in Berlin tagte, kam es zu einer lebhaften Aussprache über Rassenfragen. Rev. C. E. Wilson (England) war der Ansichtj daß der Mensch von Natur keine Rassen-, unterschiede kenne. Jede Rassenunterdrückung sei eine Beleidigung Gottes. Der Londoner Generalsekretär Rushbrooke betonte mit Nachdruck, daß auf der Berliner Tagung der politische Nationalsozialismus und seine .Behandlung des Rasscnproblems gänzlich außerhalb der Diskussion stünden. Wie aus Frankfurta. M. gemeldet wird, wurde anstelle des kürzlich verstorbenen Dr. Baerwald Sanitätsrat Dr. Albert E111 i n ger, der Vorsitzende des Freisinnigen Vereins für jüdisches Gemeindelcben, zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes der Israelitischen Gemeinde Frankfurt a. M. gewählt. * In einem Erlaß des preußischen Unterrichtsministers wird nachdrücklich darauf hingewiesen, daß die Hauptaufgabe auch des Schulunterrichts, die Erziehung zu nationalsozialistischer Weltanschauung und Staatsgesinnung durch die Rücksicht auf Angehörige anderer Anschauungen niemals gehemmt werden dürfe. Wieweit etwa Nichtarier von einzelnen Unterrichtsstunden und Schulfeiern befreit werden sollen, sei dem pfJichtmäßigen Ermessen der Schulleiter überlassen. , * - In der Gemeindesynagoge in Leipzig mußte aus Ersparnisgründen der Morgen- und Abendgottesdienst an den Wochentagen eingestellt werden. * Die „Fränkische Tageszeitung“ in Nürnberg veröffentlicht einen Bericht der dortigen Gewerbepolizei über die Zahl der Einbürgerungsgesuche. Daraus geht u. a. hervor, daß durch die Regierung von Mittel- und Oberfranken in der Zeit vom 14. Juli 1933 bis 31. März 1934 1 5 Einbürgerungs w i d e r ru f e - verfügt wurden. Die Zurücknahmen betrafen in der Hauptsache Ostjuden und Angehörige der KPD. ■ Die Stadt Saarbrücken hatte für ihren Ehrenbürger, den verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg, eine Trauerfeier vor geladenen Gästen veranstaltet, zu der u. a. auch an den Vorstand der Saarbrücker Jüdischen Kultusgemeinde und an die dortige Ortsgruppe des RjF. Einladungen ergangen waren. Beide Organisationen, nahmen an der erhebenden Feier teil. Nach einer Veröffentlichung der „Rathauskorrespondenz“ hat der Wiener Volksbildungsreferent mit Rücksicht auf die Zahl der jüdischen Bewohner Wiens eiii eigenes jüdisches Referat im Wiener Volksbildungswesen ge-, schaffen. * In Paris ist im Alter von 78 Jahren der langjährige Generalsekretär der Alliance Israelite Universelle, Jacques B i g a r t, gestorben. Bigart hat am Aufbau und der Tätigkeit dieser Organisation einen wesentlichen Anteil gehabt. .. Wie aus Kairo gemeldet wird, werden dort große Vorbereitungen für die im März des kommenden Jahres stattfindende Feier des 800. Geburtstages des großen jüdischen mittelalterlichen Philosophen und Kodifikators Maimonides getroffen. Die Feier soll im Opernhaus stattfinden. Außerdem sollen Gottesdienste in den Synagogen abgehalten werden. . * In'den letzten Tagen haben sich in Lodz wieder antisemitische Ausschreitungen ereignet, nachdem etwa zwei Monate ohne Zwischenfälle verlaufen sind. Dort wurden, jüdische Passanten' von Huligans angegriffen.' Dabei wurden 42 Juden verletzt. * Nach einer Meldung aus London bereitet der dortige Tagore-Verein einen Besuch des großen indischen Dichters und Nobelpreisträgers Rabindranath Tagore für Anfang September in Palästina vor. ■ * Zum 60. Geburtstag des jüdischen Philosophen Ernst Cassirer, der bis zum vergangenen Jahr an der Hamburger . Universität las, wird unter Mitwirkung von hervorragenden Gelehrten aus Deutschland, England, Frankreich, Holland und Italien eine Festschrift vorbereitet, die im Verlag der „Oxford University Press“ in englischer Sprache erscheint. Die Aussprache befasse sich nicht mit dem innerrassischen ' Problem eines einzelnen Volkes, sondern mit der Weltfrage: Sind alle Rassen, die weißen, braunen und schwarzen, vor Gott als gleichberechtigt anzusehen? _ Fortsetzung von der ersten Seiten einer bestimmten Arbeit tauglich ist. Aber soziologische und individuelle Umstände führen die Verwirrung herbei. Der Mensch strebt aus seinem Kreis heraus, er wird exzentrisch, sucht planlos Weg um Weg und findet nicht den seinen. Ein solches Verhalten aber höhlt die Existenz aus,'die Kräfte zersplittern, statt sich auf einen Punkt zu sammeln. Der Mensch schweift aus, wird zum Vaganten, zum ruhelosen Abenteurer. So gewöhnt er sich, auf das Wunder zu hoffen, gleich Ibsens Nora, trotzdem er mit mathematischer Gewißheit weiß, daß es keine Wunder gibt. Er weiß vielmehr, daß mir die Initiative den magischen Zirkel brechen kann, in dem er gefangen ist. Sie allein hat die Macht, Unlust des Lebens und Trägheit des Herzens, die Begleiter dieses Zustandes, zu verjagen. So dreht sich das Rad immer weiter; Entschlußlosigkeit ist das nächste Stadium. Zugegeben, daß nicht jeder Mensch unserer Zeit, der. sich der ungeheuren Vielfalt der Erscheinungen gegenüber sieht, wissen kann, welche Möglichkeit seinem Wesen gemäß ist. Doch das Eine dürfte man von ihm verlangen, daß er in sich hineinhorcht und sucht, bis er den rechten Weg findet. Sonst gleicht er einem, der den Schlüssel zu einem Zimmer hat, ohne die Tür aufzuschließcn. Es ist für ihn lebenswichtig, zu erfahren, was sich in diesem Zimmer befindet, ob cs leer ist oder voll von Schätzen. Von diesem Befund hängt alles für ihn ab. Aber Furcht und Zittern ergreift ihn, da es gilt, sich selbst zu sehen. Tausend Vorwände hält er bereit, um der Entscheidung auszuweichen. Was sind schließlich die Künstlercafes anders als Treffpunkte für Leute, die einen mächtigen geistigen Aufwand treiben und eine unerschöpfliche Betriebsamkeit“’, entfalten, nur um die innere Stimme zum Schweigen zu bringen, die die Entscheidung verlangt. ■ Man bedenke, was es heißt, daß es junge Menschen gibt, die jeden Abend, den Gott werden läßt, viele Stunden im Kaffeehaus zubringen, eine Herberge, die ihnen eingestandenermaßen nichts anderes als Zerstreuung und Ablenkung bietet, während sie gerade das Gegenteil nötig haben. Aber sie hoffen hier, daß das Unmögliche möglich wird, daß ihnen das zufällt, was sie begehren, und wissen doch heimlich, daß nur die Selbstbegegnung, die Auseinandersetzung mit sich selbst, ihr Leben rechtfertigen kann. Aber das ist es eben, dem sie sich nicht zu stellen getrauen. Wie ’ beglückend ist es demgegenüber einen Menschen zu gewahren, der unter allen Umständen wissen will, was mit ihm los ist, der sich von einem Tag zum andern alle Narkotika versagt, und die Zwiesprache mit sich beginnt. Denn was auch bei diesem Dialog herauskommen -mag, er wird immer fruchtbar sein. Wenn nichts anderes, er gibt doch* Aufschluß über Kräfte und Möglichkeiten. Aber -indem der Mensch ewig „Ausflüchte“ macht, ergreift er die Flucht vor sich selbst. Und da er sich in seinen vier Wänden nicht entrinnen kann, sucht er Unterhaltung auf fremde Kosten. Aber dieses verzweifelte Aufgebot, das von der Angst diktiert ist, plötzlich vor dem eigenen Nichts zu stehen, befreit i ihn keineswegs von der Beantwortung der Kardinalfrage, die (..an jeden Menschen — zumal an den jüdischen — gestellt ist: ■ Wozu bist dü auf der Welt? Er stelle sie nur herzhaft, •. daun wird ihm die tröstende Gewißheit werden, daß sie noch : .In keinem Falle negativ beantwortet worden ist. Wenn er v nur den Mut hat, sich dann zu sich selbst zu bekennen, ihm die Erfüllung seiner Aufgabe nicht versagt bleiben. Die zahlenmäßige Entwicklung des Judentums „OhneZuwanderungkeineJudenfrage“ Das R as sen pol i tische Amt der NSDAP hat, w'ie wir der Preußischen Zeitung in Königsberg i. Pr. entnehmen, die zahlenmäßige Entwicklung des Judentums in Preußen von 1816 bis 1925 untersucht. Im Jahre 1816 gab es 124 000 . Juden unter 10,35 Mill. Einwohnern in Preußen, also 1,2 v.H. Fast genau die Hälfte dieser Juden besaß kein Staatsbürgerrecht. Bis 1865 stieg der jüdische Anteil auf 1,4 v. H., um dann auf 1,0 v. H. im Jahre 1910 herunterzugehen. Dabei handelt es sich um diejenigen Juden, die sich zur jüdischen Religion bekennen. Es fehlen also die zahlreichen Übertritte zu anderen Bekenntnissen und die Austritte aus der jüdischen Religionsgemeinschaft, mit denen sich so mancher die Vorteile der arischen Bevölkerung im liberalistischeu Sinne zu verschaffen suchte. Man hätte nun annehmen können, daß der Anteil der Glaubensjuden an der Gesamtbevölkerung noch viel stärker zurückgehen würde, zumal bei den Juden seit 1914 ein Sterbeüberschuß festzustellcn ist und die -Zahl der Religionsaustritte recht beträchtlich war. Von 1911 bis 1925 ergibt sich ein Sterbeüberschuß von 18 252 Personen für das Judentum in Preußen. Es ist, so ergab die erwähnte Untersuchung, kein Zweifel, daß das alteingesessene abendländische Judentum, das sozial besonders den oberen Schichten angehört, heute auf eine geringe Anzahl zusammengeschrumpft ist, und daß es in Deutschland, wenn schon in den Jahren vor dem Kriege die Ostgrenze gesperrt worden wäre, heute kaum eine Judenfrage geben,würde. So ist es auch eine Irreführung, von einem deutschen Juden zu sprechen, da es sich ■ praktisch in der überzahl der FäHe um den jüdischen Nachschub aus dem Osten handelt, für den Deutschland das erste Filter darstellte, und das dann in zivilisierterer Form in die westlichen Länder weiterströmt. Trotz dieser geschilderten Verhältnisse ist jedoch bemerkenswerterweise in den Jahren 1900 bis 1925 nicht nur ein Konsfantbleiben, sondern sogar eine Zunahme der jüdischen Bevölkerung zu verzeichnen. Im ganzen preußischen Staat jetzigen Gebietsumfangs hat im Zeitraum von der letzten Friedensvolkszählung vom 1. Dezember 1910 bis zum 16. Juni 1925 eine Zunahme der jüdischen Bevölkerung von 366 876 auf 403 969, das ist um 37 093 oder 10,1 v. H., stattgefunden. Die gesamte Bevölkerung Preußens stieg aber im gleichen Zeitraum und auf dem gleichen Gebiet um rund 3 119 000 oder 8,9 v. H., also erheblich weniger stark an als der jüdische Bevölkerungsanteil. Es zeigt sich also, daß trotz Über- und Austritten; trotz Bevölkerungsverlust durch Sterbeüberschuß und Gebietsabtretungen eine Zunahme der jüdischen Bevölkerung anteilsmäßig und absolut stattgefunden hat. Die Gründe hierfür liegen auch für den weniger Eingeweihten auf der Hand: sie beruhen' lediglich auf der Tatsache einer während und nach dem Kriege erfolgten außerordentlich starken jüdischen Einwanderung, wofür als Abgabegebiet in erster Linie-der Osten Europas in Frage kommt. 80 jüdische Bankbeamte abgebaut Wien. In jüdischen Frontkämpferkreisen war man der Meinung, daß beim Bankbeamtenabbau im Zuge der Zusammenlegung der Creditanstalt mit dem Bankverein und der Eskompte-Gesellschaft diejenigen Beamten, die als Frontkämpfer den Krieg mitgemacht haben, eine gewisse Berücksichtigung genießen werden. Mit Ende des Monats Juli wurden jedoch 80 jüdische Bankbeamte abgebaut, von denen die Hälfte aus Frontkämpfern besteht. Man bemühte sich von verschiedener Seite, zugunsten der zum wirtschaftlichen Ruin verurteilten jüdischen Bankbeamten zu vermitteln. Bis jetzt gelang es jedoch nicht, einen praktischen Erfolg zu erzielen, und inzwischen mußten die auf die Abbauliste gesetzten Beamten bereits ihre Arbeitsstätten verlassen. Das Reichstreffen des Bundes Deutsch-jüdischer Jugend Schulungslager in der Mark . In den ersten August-Tagen hatten sich Führer der Jüngerenschaft des Bundes Deutsch-J üdis ch er J ugend aus, dem ganzen Reich auf dem. märkischen Gute Winkel zu einem Schulungslager zusammengefunden. Das Lager, das unter der Leitung Günter Friedländers stand, war das erste Reichstreffen, das der Bund seit seiner Lehnitzer Gründungstagung im Dezember des vorigen Jahres veranstaltete. Führende Persönlichkeiten aus dem deutsch-jüdischen Kreis waren geladen, sprachen vor der Jugend'und suchten mit ihr die Auseinandersetzung. Rabbiner Dr, Ignaz Maybaum umriß die geschichtliche Aufgabe des deutschen Judentums, Dr. Alfred Hirschberg bemühte sich um die Einordnung der deutschen Juden in die politische, wirtschaftliche und geistige Wirklichkeit der neuen Zeit. Dr. Werner Rosenstock beschäftigte sich mit Fragen der hündischen Arbeit und Werner Simon behandelte die Probleme der Berufsumschichtung, Eine zusammenfassende Rechtfertigung der deutsch-jüdischen Entscheidung gab endlich das Referat von Dr. Eva R ei chm ann-Jungmann. Außerdem wurde eine Reihe von Referaten von führenden Mitgliedern des Bundes gehalten. Die jungen Menschen des Bundes setzten sich mit den Problemen lebhaft auseinander und bemühten sich, in Aussprachen darum, zu eigenen Lösungen vorzudringen. Über die Probleme der hündischen Erziehungsarbeit hinweg gelangte die Diskussion zu den Gegenwartsfragen des deutschen Judentums, die sie jenseits romantisch-jugendlicher Unklarheit zu wirklichkeitsnahen Aufgaben zu formen suchte. Die Ergebnisse des Lagers wurden in Schlußthesen zusammengefaßt; besonders nachdrücklich wurde die Forderung nach einer dem Landjahr vergleichbaren Einrichtung vorgetragen. Das Schulungslager war ein lebendiges Zeugnis dafür, wie der Bund Deutsch-Jüdischer Jugend in geistiger Beweglichkeit und Bewegtheit dem Gebot einer geschichtlichen Stunde gerecht zu werden sucht. Um die Warenhäuser Der Gauwirtschaftsberater der NSDAP des Gaues Köln- Aachen hatte sich, wie wir in der letzten Nummer unseres Blattes mitgeteilt haben, dahingehend geäußert, daß der Einkauf im Warenhaus mit wahrer‘nationalsozialistischer Gesinnung nicht zu vereinbaren sei. Damit, daß gewisse jüdische Warenhäuser eine sogenannte Gleichschaltung vorgenommen hätten, deren Wert zumeist zweifelhaft sei, könne an der grundsätzlichen Einstellung nichts 'geändert werden. Diese Verfügung kommentiert die „Rhein “ NSZ Front“ folgendermaßen: „Das sind sehr offene Worte, die überall da gehört werden sollten, wo man in der letzten Zeit diesen alten Programmpunkt der Bewegung nicht mehr allzu ernst nahm. Wir begrüßen diesen Alarmruf um so mehr, als wir im Gau Rheinpfalz hinsichtlich der Warenhausfrage schon immer eine sehr gerade Haltung eingenommen haben. Es wird überdies auch allmählich Zeit, daß man auch anderenorts dem-Problem Warenhaus wieder mehr Aufmerksamkeit widmet. Denn erst diese.Woche ging die Nachricht.durch die Presse, daß der Umsatz der Warenhäuser zum erstenmal wieder gestiegen ist. Man geht wieder lieber zum Juden oder in die Ramschbude des Warenhauses, wo der Schund, schön auffrisiert, beim Scheine von tausend prächtigen Lampen reizt und lockt. Gediegene deutsche Wertarbeit schätzt man wieder weniger ... Kleiner deutscher Geschäftsmann, wehre dich!“