Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 12 (1932-1933)
- Issue
- 5 (1.6.1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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t der Jüdischen Gemeinde zu Berlin übernommen und als Zweiebibliothek in der FasanenstraOe. untergebracht wurde, war sein Werk. — Fürwahr, ein Mann schöpferischer Ideen, selbstloser Tat, rastloser Arbeit, eine Zierde; der Gemeinde und des liberalen Judentums; er soll sich und uns und seinem Werk noch lange erhalten bleiben. Ha ns Adam. Blumenfeld prophezeit. Kurt Bluihenfeld sprach auf einem Vortragsabend der Zionistischen Vereinigung über jüdische und politische Probleme des Tages. Ausgehend von der durch die Emanzipation .der deutschen Juden bedingten Einordnung in deutsch-politische Parteien,' begründete er die Entscheidung der Juden zur Demokratie und ihr Eintreten fflr den Liberalismus. Die Zeit des Liberalismus sei. heute vorbei, und somit auch, politischen und jüdischen Liberalismus in Paranthese stellend, das Ende jüdisch-liberaler Bewegung zu erwarten. . Eine neue Form der Demokratie, die Diktatur, werde die Ausdrucksform neudeutscher politischer Orientierung sein.- Nationalsozialismus sei eine aus Urinstinkten heraus geborene emotionale Be? wegung, gegen die jeder Abwehrkampf nutzlos sei; denn emotionale Bewegungen ließen sich nicht durch Apologetik bekämpfen, weil man heute nicht mehr diskutieren, sondern handeln wolle. Gegen Judennot gebe es nur eine Lösung der Judenfrage; Palästina, und somit die neue Volkwerdung der jüdischen Gemeinschaft Die Ausführungen Blumenfelds über Abwebrkampf und jüdischen Liberalismus sind uns nicht neu und -wenig überzeugend. Wir sehen mit Ruhe dem Ende der jüdisch-liberalen Bewegung entgegen, die allein zu einem Wahlakt in Berlin 42 000 Anhänger zu aktivieren wußte und die neu gestärkt durch Ereignisse dieser Tage in die Zukunft sieht. Daß Blumenfeld den Abwehrkampf mißbilligt, ist uns verständlich; aber nie hat einer der Herren - seiner Prägung es gesagt, wie s i e sich denn den Kampf der in ihrer Existenz bedrohten deutschen Judenheit gegen den Nationalsozialismus vörstellen. Wo die Gesinnung, die zum Abwehrkampf Voraussetzung ist, fehlt, werden die Möglichkeiten, ihn zu führen, nicht vorhanden sein. Etwas ernüchternd auf die Behauptungen, die zionistische Bewegung sei die einzige und einigende jüdische Bewegung; wirkt die Erinnerung an die Ereignisse auf dem Baseler Zionistenkongreß und die Stellung, die Blumenfeld dort eingenommen hat- Auch kann von einigender Kraft des Zionismus der nicht sprechen, der es .sich gefallen lassen muß, daß zionistische Revisionisten vor Beginn der Veranstaltung Flugblätter verteilen, in denen, der Austritt aus der Zionistischen Vereinigung empfohlen und Sturm gegen die „a n t i zionistische Jüdische Rundschau“ und ihre Politik gelaufen wird. Und daß Palästina eine oder gar die Lösung der'Judenfrage bringen könne, darüber brauchen sich ernsthafte Leute wohl nicht mehr zu unterhalten ... N. W, Die neue liberal-religiöse Bewegung in Holland. Von Rabbiner Dr. Joseph Norden (Elberfeld). Der Bitte der Schriftleitung der „Jüdisch-liberalen Zeitung“ einen Bericht über die neue liberal-religiöse Bewegung in Holland zu schreiben, komme ich gern nach, wiewohl ich dabei genötigt, bin, auch von meiner eigenen Rerson zu sprechen. In der holländischen Judenheit liegen die Dinge heute so, wie sie in Deutschland noch vor etwa hundert- Jahren lagen. Offiziell herrscht auf der ganzen Linie die Orthodoxie: orthodox ist der Gottesdienst, orthodox der Religionsunterricht, orthodox sind die .Gemeindeeinrichtungen, orthodox die Rabbiner, die aus dem Amsterdamer Rabbinerseminar nach sorgfältiger Ausbildung hervorgegangen sind. Anders die einzelnen Gemeindemitglieder: nur ein recht geringer Teil bekennt sich zur Orthodoxie, die große Mehrheit hat sich längst von ihr abgewandt Für diese Mehrheit ist bis jetzt nicht gesorgt , worden, weder von den Rabbinern, noch von den Gemeindebehörden. Im günstigsten Fall läßt man sie links liegen und kümmert sich nicht um ihre religiösen Bedürfnisse. Nicht selten aber geht man mit einem geradezu mittelalterlichen Fanatismus gegen die „Ungläubigen“ vor: religiöse Trauungen, die in einem andern Land von einem liberalen Rabbiner vollzogen worden sind, werden nicht anerkannt, man verlangt eine nochmalige Trauung auf holländischem Boden. Dem Mohel wird untersagt, die Beschneidung an einem Knaben zu vollziehen, der in der Ehe eines jüdischen Mannes mit einer christlichen Frau geboren ist, auch dann, wenn die Frau zum Judentum übergetreten ist Kindern aus einer solchen Ehe^ wird die Teilnahme am jüdischen Religionsunterricht verweigert Die trüben Folgen solch kurzsichtiger Unduldsamkeit sind nicht ausgeblieben. In weiten Kreisen der holländischen Judenheit herrscht eine höchst bedauerliche Gleichgültigkeit gegen alles Jüdisch-Religiöse. Sie bleiben, auch an den hohen Festen,' .dem Gotteshause fern; die Kinder wachsen ohne Religionsunterricht auf; in den Häusern wird des Sabbaths und der Feiertage nicht gedacht usw. Ja, es gibt Männer, die die höchsten Ehrenämter in den Gemeinden bekleiden, ohne sich das ganze Jahrhindurch auch nur im geringsten jüdischreligiös zu betätigen. Die jüdische Verwaltungsmaschine arbeitet ausgezeichnet; das jüdisch-religiöse Leben jedoch befindet sich, abgesehen von den orthodoxen Kreisen, in einem trostlosen Zustand. Eine kleine Gruppe einsichtiger Männer und Frauen, in der Hauptsache aus dem Haag und Amsterdam, fand, sich nun vor einiger Zeit zusammen, um durch eine religiös-liberale .Bewegung der immer weiter um sich greifenden Gleichgültigkeit und Abtrünnigkeit'Einhalt zu gebieten. In der Person des Herrn Levi Levisson ans dem.Haag besitzt die neue :Bewegung einen Führer, der jüdische Kenntnisse und organisatorische Fähigkeiten mit frischer Tatkraft und jugendlicher Begeisterung verbindet. Ihm und seinen Freunden {ist es gelungen, die besondere Aufmerksamkeit des Vorstandes der „World Union, for Progressive Judaism“ auf die holländischen Zustände zu lenken und der jungen Bewegung -diel finanzielle und ideelle Unterstützung des Weltverbandes zu erwirken. Im Juli vorigen Jahres fand in Berlin eine Vorstandssitzung des Weltverbandes statt Man beschloß dort, mich zu bitten, nach Holland zu übersiedeln-und an die Spitze der dortigen liberalen Bewegung zu treten. Ohne Zwfeifef wäre dies eine reizvolle und verlockende Aufgabe gewiesen. Aus schwerwiegenden Gründen, die hier nicht zur Erörterung stehen, mußte ich, wenn auch schweren Herzens, |die ehrenvolle Berufung ablehnen. Dagegen habe ich mich defn Wunsch, der liberalen Bewegung in Holland von Deutschland aus als religiöser Berater Su dienen, nicht zu entziehen vermocht Nun sei ein kurzer Ueberblick gegeben über, das, was in den wenigen Monaten versucht und was erreicht worden ist: Schon bei meinem ersten Aufenthalt in Holland im August vorigen Jahres mußte-ich zu der Erkenntnis gelangen, ■ daß die liberale Bewegung mit sehr großen Schwierigkeiten werde zu kämpfen haben. Steht sie doch zwischen zwei Feuern: auf der einen Seite ist der. Widerstand der Rabbiner und der Gemeindevorstände, auf der anderen Seite die Gleichgültigkeit der zu gewinnenden Kreise. Meine Besprechungen im Haag mit dem Oberrabbiner und einigen Vorstandsmitgliedern, mein Hinweis anf die Anerkennung der Gleichberechtigung der religiösen Richtungen in anderen Ländern und auf den .unbestreitbaren Segen der „Einheitsgemeinde“, meine dringenden Bitten, man möge unserm Versuch, die weiten Kreise der Abseitsstehenden wieder für das Judentum; zu: interessieren, liebevolles Verständnis entgegenbringen, blieben ohne den gewünschten Erfolg. Bei den Referaten wiederum, Vorträgen und Aussprachen mit denen, die wir heranzuziehen wünschen, wurde von mehreren Seiten der Befürchtung Ausdruck gegeben, wir verträten orthodoxe Anschauungen und stellten ^orthodoxe Forderungen. Das alles durfte-uns jedoch nicht entmutigen und hat es auch nicht getan. Bei meiner zweiten Anwesenheit in- Holland im Oktober wurden Leitsätze („beginselen“) für die liberale Bewegung ausgearbeitet. In einer Versammlung in Amsterdam, an der Mitglieder verschiedener Gemeinden (Haag, Amsterdam, Nymwegen u. a.) teilnahmen; . wurden die Leitsätze nach, eingehender Beratung angenommen, und die neue Vereinigung wurde, unter dem-Titel:'„Vprbojj’.d van Liberaal-ReJig.ieuze J.oden.in Nederland“ gegründet Als etwas sehr'Erfreuliches darf hervbrgehoben werden, daß sich Zionisten und Nichtzionisten in unsere Reihen gestellt haben, daß jene unnatürliche Gegenüberstellung von Liberalismus und Zionismus, wie wir sie leider in Deutschland, besonders in Berlin, kennen, für uns nicht in Betracht kommt Jeder ehrlich religiös-liberale Jude ist uns willkommen, wie auch immer er in politisch-nationaler Beziehung denkt und fühlt (Diese Auffassung über das Verhältnis von Liberalismus und Zionismus hat der verehrte Verfasser des öfteren zum Ausdruck gebracht Die besonderen Verhältnisse in Holland mögen das Zusammenarbeiten .von Zionisten und Liberalen zunächst erwünscht erscheinen lassen; •im ganzem aber halten wir, wie unseren Lesern bekannt ist, den Gegensatz für theoretisch und praktisch berechtigt und für unüberbrückbar. — Anmerkung der Redaktion.) Nach der offiziellen Gründung des Verbandes durften wir es wagen, in die breite Oeffentlichkeit zu treten. Eine öffentliche Versammlung, die wir im März in Amsterdam einberiefen, gestaltete sich zu einer sehr eindrucksvollen Kundgebung. Wir verhehlen uns jedoch nicht, daß das Wichtigste nicht -öffentliche Versammlungen und Vorträge sind, sondern in der Hauptsache fleißige, geduldige,-unermüdliche Kleinarbeit geleistet werden muß. Noch stehen wir ganz in den Anfängen, noch besitzen wir keine eigene Andachtstätte, keine ’ eigenen Räume für den Religionsunterricht usw. Dagegen sind wir in der glücklichen Lage, seit einem Vierteljahr eine Lehrerin gewonnen zu haben, die pädagogisches Geschick mit hervorragenden jüdischen und: hebräischen Kenntnissen verbindet Der Unterricht der Kinder hat begonnen. Auch ein Bibel— kursus iür Erwachsene ist eingerichtet worden, der gleichfalls von unserer Lehrerin geleitet wird. Im Haag und in Amsterdam haben öffentliche Liederabende stattgefunden. Und schließlich ist zum Peßachfest die erste Nummer einer liberal-religiösen Zeitschrift erschienen unter dem Titel "„Nieuw Joodsch Leven“ („Neues jüdisches Leben“). „ - So darf der Anfang unserer Bewegung in Holland wohl als erfreulich und Erfolg versprechend bezeichnet; werden, Mögen unsere holländischen Freunde sich durch. Anfeindung und- Verkennung nicht abschrecken und nicht entmutigen lassen. Auch in anderen Ländern mußten die Vorkämpfer des religiösen Liberalismus ja unter Verkennung und Verketzerung leiden. So berichtet in der neuesten Nummer der englischliberalen Monatsschrift „The West London Svnagogüe Magazine.“, Volume VI, Nr..9, May 1932, Albert J. Beiiska: „Unsere Gemeinde wurde im Jahre 1840 von 24 Männern gegründet, 18 aus den Reihen der Sephardim und-6 aus denen der Aschkenasim.. Jahrelang hatten sie und ihre Nachfolger unter einer derartigen Unduldsamkeit von seiten der beiden orthodoxen Körperschaften der englischen Judenheit zu leiden, daß es schon an Verfolgung grenzte.“ Trotzdem erlahmten die. Führer nicht, und'so blieb der Erfolg nicht aiis. „Die Zahl der Mitglieder wuchs schnell; und als die gegenwärtige Synagoge Imr Jahrfe 1870 eröffnet wurde, belief sich die Mitgliederschaft auf mehr als 600. . . . Wir haben jetzt über 1300 Mit-, glieder; und der Vorstand, der wenigstens einmal alle vierzehn Tage zusammenkommt, tut es selten, ohne daß ihm eine Liste von Bewerbern vorliegt, die um Aufnahme in die Gemeinde bitten“ (daselbst Seite 136). Wenn unsere holländischen Freunde fortfahren werden, sich in ruhiger, geduldiger, zielbewußter Arbeit dem Aufbau zu widmen, dann wird auch dort der Erfolg nicht ausbleiben. Dann wird auch dort die liberal-religiöse Bewegung gute Fortschritte machen zum Segen des Gesamtjudentums. Heinrich Stern in Holland; Aas dem Haag wird uns geschrieben: ' Der Vorstand des „Verbond van Liberaal Reügieuze Joden in Nederland“ hatte Herrn Rechtsanwalt Stern eingeladen, für - die Mitglieder des Verbandes und andere Personen in Holland, die sich für den jüdisch-liberalen Gedanken interessieren, Vorträge zu halten. 'Die Vorträge fanden am 7. und 8. Mai im Haag und in Amsterdam über das Thema „Was bedeutet uns persönlich das liberal-religiöse Judentum?“ statt : . In beiden Städten wareine sehr interessierte Zuhörerschaft zusammengekommen. Der. Redner hat sowohl im Haag als auch in Amsterdam durch seine von innerlicher' Wärme durchglähten Improvisationen die Anwesenden ungefähr zwei Stunden gefesselt- Die Ueberzeugung, die aus seinen Vorträgen sprach, die ehrlichen Auseinandersetzungen, die Schlagfertigkeit des Redners haben einen merkbaren Erfolg erzeugt- ‘Rechtsanwalt Stern hat durch seinen Besuch in Holland der liberal-religiös-jüdischen Bewegung große Dienste geleistet und praktische-Erfolge erzielt Der „Verbond“ hofft im August:wenn der Governing Board des Weltverbandes im Haag- und -in Amsterdam'seine Versammlungen abhalten wird. Herrn Stern wieder begrüßen zu dürfen, und rechnet auch dann auf seine so wirksame und , wichtige Unterstützung bei - der mühsamen Arbeit die der „Verbond“ sich als Aufgabe gestellt hat Darf ein Jude die Orgel im jüdischen Gottesdienst spielen? ”- , Anknüpfend an den Artikel in der Nummer vom 1. April , über die Frage: „Darf die Einheitsgemeinde liberale Beamte anstellen?“, möchte ich eine Seite des Problems berühren, die gewöhnlich nicht beachtet wird: Von wenigen -Ausnahmen (z. IS. erfreulicherweise in Berlin, Breslau, Frankfurt a. M., München u. a.) abgesehen, begegnet groteskerweise der jildj- _. sehe Organist in den Einheitsgcmeindcn, selbst dorr, wo eine klare liberale Mehrheit vorhanden ist, verschlossenen Türen; die Liberalen glauben Rücksicht nehmen zu müssen auf Konservative und Orthodoxe, diese halten wiederum aus falsch verstandener Religiosität grundsätzlich am . nichtjiidischcn Organisten fest, weil ein Jude angeblich durch das Orgelspiel gegen das Arbeitsverbot am Sabbat verstoße. — Ich habe bereits im Februar-Heft des ^Morgen“ 1931 (,,Die Bedeutung .der Orgel in der Synagoge“) auf die tiefliegenden Gründe aufmerksam gemacht, warum der jüdische- Organist einem nichtjiidischen -ganz allgemein'vorgezogen werden müßte. Ein Jude ist mit unserem Gottesdienst naturgemäß immer, stärker vertraut , als ein Nichtjude (abgesehen von weniggjj^,Ausnahmen): er kennt die Eigenschaften der synagogaleiTMusik, die hebräische- Sprache, das synagögale Rezitativ — nur er ist imstande., die synagögale Orgeimustk schöpferisch fortzu- 1 entwickeln. Das religiöse Temperament, die Inbrunst des Gebetes wird symbolisch durch eine Tonwelt verkörpert, die in ihrer Originalität von einem Andersgläubigen kaum erfaßt werden kann. Ebenso unmöglich wäre ein nichliüdlsclfer Vorbeter in der Synagoge oder ein jüdischer Organist in -der Kirche. Auch der konservative Synagogenbesucher würde anerkennen müssen, daß bei einem jüdischen Organisten das jüdische Element im Gottesdienst viel weniger verwischt wird und die traditionellen Werte weit besser erhallen bleiben. Was nun die Ansicht betrifft, das Orgclspiet am Sabbat sei als eine „Arbeit“ zu betrachten, so ist dazu zir sagen, daß man Orgelspiel zu Ehren, des Höchsten, zur Verherrlichung des Gottesdienstes niemals ehrlicherweise als eine Arbeit an- . sehen kann, die unter das allgemeine Verbot der Snbbatentweihung fällt. Wir müssen das Orgelspiel als eine Leistung im Dienste des Höchsten, genau wie den Dienst des Kantors oder des Rabbiners, betrachten. Glaubt man jedoch, aus religiösen Bedenken dem nicht beipflichten zu können, so gibt esrr: ja Gottesdienste genug ohne Orgel. Instrumentalmusik im Gottesdienst für zulässig haltenT 'den Juden aber davon ausschließen, ist eine Halbheit, ein Hinken auf beiden Seiten. Es sollte zur Selbstverständlichkeit werden, dem Jüdischen Orga- Au. die AAommtm dec »Jüdisch;Mecaten Zeitung.** Sollte die Zustellung unseres Blattes zeit- - weise unterbleiben oder aber verspätet erfolgen, so bitten wir darum, eine sofortige Beschwerde an ' Ihren Briefträger oder an Ihr zuständiges Postamt zu leiten. 2Jee VectaQ. Unser erster Vorsitzender Dr. James Simon ist am 23. Mai aus dem Leben geschieden. Während dreier Jahrzehnte hat der Verewigte, von . warmer Menschenliebe und unbeirrbarem Rechtsgefühl beseelt. sich für die hohen Ziele des Hilfsvereins rastlos und erfolgreich eingesetzt- Dank seinem Weitblick, seiner Energie und selbstlosen Hingabe wurden die Kräfte der deutschen Juden zusammengefaBt zur Durchführung des großen, vielgestaltigen Hilfswerks des Hilfsvereins, das den unglücklichen, - ' ' um ihres Glaubens willen verfolgten und in ihrer kulturellen Entwicklung bedrohten .Juden In vielen Teilen der Welt unendlichen Segen gebracht hat. Ein dankbares Andenken wird,der durch Schlichtheit - % und höbe Gaben in seltenem Maße ausgezeichneten Persönlichkeit Dr. James Simons bewahrt bleiben. - - __ Hilfsverein der deutschen luden■. KREDITVEREIN für Handel und Gewerbe •.o.m.b.H. - Berlin N 24 « Oranienburger Strafe 3 Am Hadteschen MarKF - Reichsbankgirokonto '• Dresdner Bank Genossensdiaffs-Abfeilung K 52 - Bank des Berliner Kassenvereins - Postscheckkonto: Berlin Nr. 805 Fernsprecher: D 2 Weidendamm 0852 Kassenshinden: 9—?5 Uhr V . Die Bank des jüdischen Mittelstandes Ausführung sämtlicher bankmäßigen Geschäfte . Kontokorrent- und Schedeverkehr . Sparkonten . . .. . An-und Verkauf von Wertpapieren Vermittlung von Hypotheken und . t - Grundstücken Hüuserverwaltung ■