Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 12 (1932-1933)
- Issue
- 5 (1.6.1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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K,i-. ■ ■; u . - I: 1: ' :'J ■ 'j ,'*"{■ - i! 1 ^'e Möelichkeit 211 geben, der Orgel Wahrhaft jüdischen ' Ocisj.ielnzübanehen. Dann wird auch das leidige Vorurteil, die Orgel als Fremdkörper in der Synagoge zu betrachten! bet ulen] andächtigen Betern schwinden und der Erkenntnis weichen, [daß -die Orgel sehr wohl zu einem organischen Bef standteil ides jüdischen Gottesdienstes werden kann. -j; Ganz, unabhängig von irgendeiner, religiösen Partcieinstellung, sel isie liberal oder konservativ. soUten in Zukunit soweit irgend möglich jüdische Organisten berücksichtigt werden. Es ist noch! zu betlenken. daß diese niemals eine Anstellung if Kirchen finden können: daß sie auf Anstellung in Synagoge) unbedingt angewiesen sind; daß es andrerseits z. B. kathoif sehen Kirchenorganisten untersagt. ist. in nichtkatholischi Gottesdiensten aktiv mitzuwirken. Jene mußten schon hä, flger ihre Nebenstellung in der Synagoge aufgeben, da dje Kirchenbehörden: ihren Organisten das Örgelspiel dort nicht gestatteten. —. Ich brauche hier nicht näher die sozialen Gründe: zu erläutern, die für den jüdischen Organisten sprechen. —die i religiösen, ideellen Gründe sprechen vollauf- ^lür‘ihn und sind hier maßgebend. ' ii 1 Hans Samuel, Essen. SH* Arbeitsnachweisen, Siedlungen, aber auch in der, Betätigung bei der Abwehr der immer weiter um sich greifenden Boykottbewegung. Ueber all diesen gemeinsamen Fragen müßten kleinliche Parteistreitigkeiten zurücktreten, wobei der Redner die unliebsamen 'Vorgänge in der letzten Tagung des Preußischen Landesverbandes anlührte. Der Redner schloß mit dem Hinweise, daß die Religion verpflichtet sei, an der sozialen Gestaltung mitzuwirken.— An - den Vortrag schloß sich eine rege Diskussion. j Das Jli-Programm i Berlin. Gemeinsame Veranstaltungen. - Donnerstag, den 16: Juni, abends 8% Ubr. Singstunde bei Paul Löwenstein. Jagowstraße 1. _I ■ Griippen-Veranstaltungen. ' Savlgny. 1. Juni. 8 llhr, Heimabend bei Lore Bergmann, Dortmunder ' Straße 4. Thema: Materialismus. Mitglieder werdeniKarten am Abend selbst vor Beginn der Sitzung noch ausgegeben. Ab Dienstag. 7.J u n 1. trefien wir uns wieder an jedem |Dienstagabend ab 8 Uhr im Gartenlokal am Neuen See Im Tiergarten! Jüngeren-Gruppen. a) Friedenau. Wiesbadener Str. 85, Jeden Dienstag, nachm. 4 Uhr, Zusammenkünfte bei Frau HoBmann. bj Jobannisstr. 16.; Jeden M i 11 w o c h, hacbm. 4 '/• Ubr. Zusammenkünite im Heim. - Ausflüge in beiden Gruppen nach Vereinbarung! ... Gäste zu allen Veranstaltungen herzUch willkommen. m; Artikel und Berichte für die 111-Rubrik sind jeweils 10 Tage vor dem 1. und 15. jedes Monats an Dr. Ellen Llttmann, Cbarlottenburg 9, Bayernallee 27, zu senden. j » Aus der Bewegung Stetttu. (BCiun0 Woyda spricht über »Jüdische Qegenwar tspro-bJeine"‘.) Für den 25. April batte die hiesige Ortsgruppe der -Vereinigung für das liberale Judentum Herrn Bruno;Woyüa ' (Berlin)~zu emem_VoTtTagt über das Thema; „Jüdische | Gegenwartsprobleme“ gewonnen. Einleitend machte der Vorsitzende, 'Rechtsanwalt Dr. Auerbach, aufschlußreiche Ausführungen über das; Wesen i des Liberalismus. Herr Woyda hob in seinem Referat drei 'Punkte; als besonders wesentlich für die praktische Arbeit pes j liberalen Judentums hervor. Erstens müsse die Religion von Lebens?; näbe erfüllt sein. Nicht bloß die Feiertage sollten an. das Judentum | erinnern, vielmehr müsse die ganze Lebehsgestaltung von iüdisch-; religiösen Gedanken durchzogen sein. Der Redner wies dabei auf parallele Bewegungen bei den christlichen Kirchen hin, auf die Stofckholmer Kirchenkonferenz, die katholische Aktion usw.. Besonders feei tonte: der Redner die Wichtigkeit der religiös-sozialen Tat, die ihm -! als wahrer Gottesdienst erscheine, der täglich geübt werden scjlle.; Zweitens verlangte der Redner loyale Staatsgesinnung von den deut-:; sehen .liberalen Juden, die sieb bewußt als deutsche Volksgenossen i i fühlen! müßten. Von hier ausgehend, kam der Vortragende auf Ueni! dritten Punkt seiner Ausführungen, nämlich auf die Wirtschaftskrise,! der Juden. Diese habe zu einem weit um sich greifenden Pessimis-; r ffliis geführt, der unbedingt abgelöst werden müsse durch ein mutiges - Angreifen ries Problems. In allererster Linie sei die Berufsstruktur I der . Juden zu ändern, schon deswegen, weil es unter uns weniger; j Erwerbslose, als vielmehr überhaupt Berufslose gäbe. Herr Woyda , wies auf die Bemühungen des Preußischen Landesverbandes in dibser,! . Beziehung hin und auch auf die Wandlung, welche die Wertung der einzelnen Berufe, besonders des Handwerks, in den letzten1 Jahren; erfahren habe. Wenn die Krise auch ein allgemeines deutsches {Pro-, blem sei, so müßten trotzdem auch von jüdischer Seite 'spezielle Maßnahmen ergriffen werden zur Gründung von Darlehnskassen, Pankow-Osten. Dienstag, den 7. Juni, abends 8% Uhr. Heimabend bei Ilse Saalfeldt, Schönhauser Allee 134 b. Thema: Otto: «Das Heilige**. ' f _■ - | Oliva. 1. Juni. 8 Ubr. Heimabend bei Hildegard Neumann. Prlnzrezentenslr. 7. Thema: Die Beziehung des Humanismus zum modernen Denken. j - Die Berliner Gruppenlübrer.- werden gebeten. Ihr Programm jeweils bis zum 5.' und 20. eines Jeden Monats an Helmut Galllner, Charlottenburg 4, Sybelstraße 19. zu senden. Jugendgruppe des Liberalen Vereins Bezirk Osten. ' Die Jugendgruppe Im Osten erireut sich eines regen Zuspruches, was besonders i hervorzuheben Ist. da der Osten ein schwieriges Arbeitsgebiet darstellt An unserem nächsten Heimabend, den 7. Juni; findet ein kontradiktorischer Abend mit Zionisten statt Am 14. Juni spricht Ruth Israel Ober „Reiormgemelnde“. Gäste herzlich willkommen! Die Heimabende finden im Jugendbelm. Frankfurter Allee 40. statt Auskunft erteilt Gerhard: Neumann, O 112, Wühlischstr. 15-16 und Ruth Rabow. O 112. Gärtnerstraße 12. [ Jugendgemeinschaft! der Jüdiscben Reiormgemelnde. Donnerstag, 2. Juni! abends 8 Ubr, Im Sitzungszimmer 'Jobannisstr. 16 i Mitgliederversammlung! i (Neuwahl des Vorstandes). Stimmberechtigt sind nur diejenigen Mitglieder, die sich im Besitz einer Mitgliedskarte befinden. An unsere säumigen s ■*—————»L—^ Lehrgänge für Jüdisch-soziale Ausbildung und Fortbildung veraostaltet von der Zentralwohlfahrtsstelle der deuti j sehen Juden, der Hochschule für die Wissenschaft des . Judentums und dem Wohlfahrts- und Jugendfürsorgeamt der jüdischen Gemeinde Berlin. S. Lehrgang Sommer 1932. .Gegenwarhforderungen an dla jüdische Wohlfahrtspflege u. Sozialpolitik.'' Geistige Lase; Religion ln der Krisis (Rabb. Dr. H.WienerJ, Gesellschaft i. der Krisis (R.-A. Dr. Georg Lubinski).- Arbellsnot und Ihre Bekimplung: Arbeitnebraer(AIfred Berger). Beruflich Selbständige (einschließlich Hittelstandsfragen und Wirtschaftshilfe) (Dipl -Ing. B. Woyda), jugendliche (S. Adler-Rudel), Fragen der Wanderung* (Binnenwanderung u. Auswanderung), ] der Siedlung und des frelw. Arbeits- 1 dieustes (Dr. M. Kfeutzberger). Finanznot und Ihre , Milderung: Aufbringung der Mittel u. Verteilung der Lasten in der Jöd. Wohlfahrtspflege (Landger.-Rat Dr. A. Lilienthal), Neugestaltung d. Zusammenarbeit (öfientl. u. jüd., gemeindl. u. vereinsmäfilge Wohlfahrtsarbeit).a. Rangordnung d. Wohlfabrtsanfgaben (Dr.F.OUendorf: Allgemeines—Dr.F.Lamm: Bes. Berliner Fragen), Wirksame Planwirtschaft bei den geschlossenen u. balboffenen Einrichtungen (Frieda Weinreich), [Sonderfrsgen rationeller Gesundheit«. . (Qrsorge (eiuschl. Krankenbausfragen u. Erholung«. iQrsorge (Prof. Dr. E. Seligmann and Dr. H. Stahl.) Dauer: 26. Mai bis Anfang Juli 1933. Zeit: Montag und Donnerstag! 18—30(6)Uhr. Ort: Charlottenburg, Kantstr. 158/11. Auskünfte, Lehrpläne: Zentral, wohlfahrtsstelle tfer deutschen Juden. Kantstraße 158, Fernsprecher: J l Bismarck 1063- 6S. Teilnahme jam Lehrgang unentgeltlich. BERLIN tmpfefdm&iaecte J^zzuq&quetleit BERLIN Autobereifung ]j Autoreparatur | Briefumschläge | Fuhrgeschäfte ~| Kartonfabriken Möbelpolierereien- WilhelmGrabs - ■ Vertrieb samtL Retfeafftbrikate i Autozubehör . -; Reifen - Reparatur-Werkstatt Spezialität: Auto-Oele ' Ersatzteile für Fordwagen . BERLIN SW68, Frfedricfastr. 249 Nahe Befle-AUisace-PUix! Fernsprecher:' F 5 Bergmann 4735-36 Aatoreparatarcn allerSrsteme GeudtBravagcnkatonerlen, (Neubau a. Reparaturen »Antofedern . Sdunlede Albert Dtirgelob, Berlin S 42 Watsertontr. 66/67 Ff MorJ1* Gegründet 1897 Robert JUling! 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