Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 28 (8.7.1936)
- Date
- 1936-07-08
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage 8. Juli 1936 JÜDISCHE ALLGEMEINE; ZEfTUMC Dichter aus jüdifchem Gei ft Zu Beer-Hofmanns 70. Geburtstag am 11'Juli /Von Dr. KUNST FJIAKXKKL Blüte-Frucht und wieder Samen. Was Ist Anfang — was Ut Ende? Nicht um ewiges Blühen hebe Flehend Du empor die HSnde. - (Beer-Hofmann: Altera) Leben ist Wanderung durch die Welt und durch die Zeit, ist inmitten der Gebundenheit Sehnsucht nach der Losung vom Tage und der Stunde. Tag und Stunde verlangen Pläne, Entschlüsse und Taten, die zeitgegeben und zeitgebunden sind. Kühe. Einkehr, Horen auf die Stimme im eigenen Innern sind, besonders in dieser Zeit, da nur allzuoft die Gedanken an die letzten Dinge zurücktreten .müssen hinter den Sorgen für das,. was, irdisch gesprochen, „Wirklichkeit“ ist, nur jenen seltenen glücklichen, erhebenden Stunden bcschicdcn, da, was der Tag erheischt, -vor der Größe des Zeitlosen schweigen darf. Zu solchen Stunden führt uns der Dichter, wenn seine Werke mehr sind als zeitlich •eng begrenztes Wirken, wenn hinter-der Worte und Handlungen Vorüberrauschen das Blcilxuide, das nie Verwehende erscheint, wenn hinter allem, was Menschen tun und leiden, „der Mensch“ sichtbar wird, wenn Kraft des Glaubens und Macht schaffender Phantasie eins werden und „der Worte vergänglicher Klang“ zum Gebet wird. Ist cs verwunderlich, daß jüdische Menschen heute mehr denn je nach dem schöpferischen Gestalter ihres Seins ausschaucn, nach dem Künder ihres Schicksals, nach der prophetischen Dichtung, in der der Strom ihres Lebens rauscht, nach dem Sinndeufcr dessen, was für sic Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, was ihnen nicht nur „farbiger Abglanz“, sondern dos Leben selbst ist? Ist cs nicht schicksalhaft gegeben, daß jüdische Menschen aus tiefstem Herzen nach der „Dichtung aus jüdischem Geist“ verlangen? Gesetzes, ..nach dem Du angetreten“. Im letzten Grunde geschieht kein Unrecht, notwendig erscheint alles Lcul wie alle Seligkeit' mit allem Vorhergehenden, mit allem Kommenden Acrkimpft. Der unermeßliche Inhalt der Stunde, da das Gesetz, nach dem dus Judentum seinen Weg zu gehen hat, zur Verheißung und zur Verpflichtung wird, erblickt Becr-Hofmuun in visionärer Sclum . in „Jaakobs Traum“. In der Nacht.vou Bcih-El auf ehrsamer Höhe beginnt das jüdische Mysterium durch Verheißung und Auserwühltscin. Im Bingen mit Sanracl malt ihm dieser die Last aus, die auf ihn und sein Geschlecht durch Seuduug und Verheißung in alle Ewigkeit gelegt wird: ..Wohl darfst Du wandern! aber rasten? Heimat? Sie wird Dir Wort — Du sinnst ihm ewig nach! Volk wirst Du, draus sich alle Beute lioleii! An Dir zu freveln? wem wär’s nicht erlaubt?“- Noch zweifelt Jaakob, noch schwankt er, al>cr im Kampfe mit Gott wird ihm die Erkenntnis' der wahren Bedeutung seiner Sendung. Geprüft darf er bereit sein: ..Herr, was Dein Wille mir auch auferlcgc! Wie Krone will icli's trugen, nicht wie Joch.“ Von dem Berggipfel, auf dem ihm und seinem Geschlecht Berufung in alle Welt uiul in alle Zeit wurde, kann er, den llirtcn.sluh in den Händen, hiiiahsteigeu. und wenn Hm iolzt kduiltauls Stimm'.’ me* der Tiefe ruft: „Kommst Dil Jnukou?". #daim darf er antworten: ..Nicht Jaakob! Nieder Zu Euch steigt, der mit Gott rang —* „Jism-El“! Bccr-Ilofmmms Werk und die Ganzheit?ciucr Gedanken In’tlarf vielleicht feiner geistiger Analyse — und bedarf «loch gleichzeitig keiner. Im Ahnennur und. Fühlen'erkennen wir M'inc Größe, erleben wir Dichtung aus jüdischem Geist, der. in ihm wirkt: ^.Ich darf nur horchen dem, was in mir, Blut m'einer Ahnen, rief!" Der Dichter' Imt unter dom Aspekte mythischer Vergangenheit die .ludetifrage als Mcnschheitsfrage gestellt. .Weil er sie so stellt, weil er sie losgelöst von Zeit und Kaum stellt, deshalb gehört Beer-Hofmatm »lein ganzen Judentum und zum ganzen Judentum. Erhala*n über Differenzierungen und. Gruppierungen' innerhalb der jüdischen Gemeinschaft, nicht Hnlt machend vor Grcnzcu irgendwelcher Art, so wurde er zum dichterischen Ge- ' stultcr letzter und tiefster Mcnschheitsfrngen —* aus jüdischem Geist! ln dem beglückenden und befreienden Bewußtsein des Dankes, daß er uns in dieser Zeit, geschenkt ist, grüßen wir ihn uiul sein Werk mit' den. Vf orten Bulle* aus J)er junge David“: ,.Kr ist „erwfihlt"! — so wird er einmal klagen: „Wo blich der Segen — welches Glück war mein?!"' Laß dann ihn ahnen:.Elter allen Segen Thront noch ein Sogen: Andern Segen, sein!" Beobachtungen auf einer Paläftina-Reifb Von MAX DIENEMANN Wenn wir in diesen Tagen, da Richard Bccr-llofmaim sein ‘ siebentes Jahrzehnt beendet, seine Werke, vielmehr sein Werk überschauen, dann wird uns bewußt werden, was mit jener Bezeichnung: Dichtung aus jüdischem Geist, die zugleich Forderung ist, umrissen werden muß. Nicht darauf kommt es an. daß jüdische Probleme geformt werden, jüdische Menschenin ihrer Vielheit und geistig seelischen Kompliziertheit inmitten der Umwelt dargcstcllt werden. Dichtung aus jüdischem Geist, jüdische Dichtung, sic müssen gleichsam wie manche ncmbrandtschcn ' Bilder von innen her* erleuchtet werden, ans ihnen muß unsere Lebcusanschauung, ■ unsere Gotterkenntnis, unsere ethische Verpflichtung sprechen. In jüdischer Dichtung als Kunstform besonderer einmaliger Prägung muß das Leben rauschen, bewegt vom Rhythmus unseres Blutes. Bccr-Hofmann ist der Dichter aus jüdischem Geiste. Denn . .„Entscheidung bringt hier das Bewußtsein; daß sein Blut selbst es war, das zu ihm geredet hatte, und darauf zu horchen hatte ihn das Leben gelehrt“. Bewußtsein fordernder Vergangenheit und Verpflichtung zu verheißener Zukunft vermählen sich in ihm und seinem Schaffen zu höherer Einheit: Ufer nur sind wir — und tief in uns rinnt Blut von Gcwcs’nem, zu Kommenden rollts! Blut unserer Väter von Unruh und Stolz! In-uns sind alle! Wer. fühlt sich allein? Bcer-Uofmann kommt, wenn man für Einmaliges und Originales überhaupt eine typisierende Bezeichnung wählen darf, aus der Wiener Gruppe der „Neuromantiker“. Schnitzler, der Gestalter des leichtsinnig-melancholischen „Anatol“, der „Liebelei“ und des skeptisch ironischen „Reigen“, Ifugo von Hofmannsthal, der ästhetisch müde Dichter des trotz aller -Farbenpracht blutleeren „Tor und Tod“, sic waren Weggenossen seiner Frühzeit. Aber bald steigt er aus jener Wiener Atmosphäre eines „verrauschenden Duftes und eines lächelnden Rührens . an wehe verborgene Dinge*1 zu jener Höhe empor, in der die Luft. reiner weht, die Brust freier -atmen darf und der Blick über das Ganze in die'Weite bis in die Unendlichkeit schweifen kann. Ein paar Novellen, besonders .die formschöne und gedankenschwere ..Der Tod Georgs**, sind nur als die wenn auch in manchen Sätzen und Einzelheiten* schon die Richtung des Weges zeigenden Ausgangspunkte für den Aufbruch einer dichterischen Sendung zu vermerken. - . „Miriams S c h 1 a f 1 i e d“ wird zur Dichtung von zeitloser Herrlichkeit. Hier ist nichts .mehr von einem Zuviel an Worten, von einer -Freude am Wort nur um seines Glanzes und seines Klanges willen, nichts mehr von der Begeisterung, die so oft den Arbeiter packt, wenn unter seiner schöpferischen Hand das Material zur geprägten Form wird. Hier wird die Sprache, die deutsche Sprache, zum Ausdruck tiefster und erschütterndster Aufgewühlthcit. Ei n Vater spricht, was in endloser Kette von Generationen einem jeden zum Erlebnis wird, ohne aus dunklen Tiefen sich auf den Lippen zum Worte formen zu können, was im „Graf von Charolais“ sterbend Desire erkennt: „Vater- Kind —' das bleibt.“' Am Bette des Kindes versinkt der ängstigende und müde Gedanke des Alleinseins: ..Blinde, so gehen, wir — und gehen allein, Keiner kann keinem Gefährte hier sein.** und leuchtend steigt das Wissen von der unlöslichen Verbundenheit der Menschen untereinander empor, deren Herzen im Glcichklang eines Uranfanges und einer Sehnsucht der Seele in aller Ewigkeit .schlagen: ■ In uns sind alle, wer fühlt sich allein? Dein Leben ist ihres — ihr Lehen ist Dein.“ * Wir sprechen heute so oft und soviel von einer ..jüdischen Benoissanec“. Am Anfang dieser neuen Bcwußtwcrdung eigenen Wertes und eigener Aufgabe, gleichsam als Führer des jüdischen Menschen zu sich selbst; steht Bccr-Hofmann, der. seherisch, unbewußt-bewußt die Zeit vorausahnt und ihr mit seinem Dichterwort den Weg erleuchtet, auf dem sie wandelt. Die Tragik des innerlich zerrissenen Juden, „des roten Itzig“,;,durch’ dessen verzerrtes Lächeln, durch dessen trockenen aus den Tiefen aufsteigenden Hohn eines Menschenverächters der Dichter ahnen läßt, welche Qualen dieser Abseitige gelitten hat“, dessen verhaltene Wut-nach' Ausdruck ringt, und der alles Schwere und Wehe, das in ihm lebt, hinausschreien möchte, die Tragik dieser symbolhaften, menscligewordencn Mahnung nicht an den einen Grafen Charolais. sondern an eine Welt, die Tragik dieses jüdischen Schicksals wird auf dem Wege zu Jaakob und dem „jungen David** überwunden. An , Stelle zeitbedingter Zerrissenheit tritt zeitloses und sieghaftes Ringen um ein Ewigkeitsproblcm: Auscrwähltheit und Sendung. .*• Aller Weg ist Schicksal — alles Leben ist Wirkung des 'V. Einen breiten Raum in der Praxis des religiösen Lebens nehmen die Speisegesetze ein. Es ist nicht festzustellcn, ob und mit welchen Modifikationen man sich nach ihnen richtet.. Mau kann nur fcststcllen, daß durchaus nicht die Mehrzahl der öffentlichen Restaurants und Spcisehänser rituell geführt wird, mul hei den nicht rituell geführten wird sehr häufig Fleisch aus arabischer Schlachtung verwandt. Die offiziellen Anstalten, wie etwa die Arheitcrküche, werden rituell geführt. In den Kwuzot, den. Arbeitersiedlungen auf gemeinschaftlicher Grundlage, spielen außer bei den Kwuzot des Misraclii und der Agudas Israel die Speisegesetze keine Rolle. Die angeforderten Eltern haben häufig eine rituelle Küche für sich. -. Die Energie des Religiösen offenbart sieh am stärksten im Sozialen. Es ist mit der Sozialarbeit hier ein Merkwürdiges. Der soziale Sinn ist keineswegs verengt, aber alles ist der privaten Initiative überlassen. Private Initiative aber ist nie ausreichend, nie stark genug, um alle Probleme zu meistern, auch nur in Angriff zu nehmen. Die öffentliche Sozialarbeit aber ist noch ganz und gar in den Anfängen, sie ist oft noch gar nicht vorhanden, der Sinn dafür, daß soziale Hilfe eine Aufgabe der Gesamtheit, der organisierten Gesamtheit ist, muß erst geweckt werden. Man kann ruhig sagen, daß hier auch den aus Deutschland Eingewanderten ein besonderes Verständnis und eine besondere Initiative zugeschrieben werden darf. Sie sind in einem besonderen Maße Träger der Forderung öffentlicher Wohlfahrtspflege im Sinne.moderner Auffassung der Wohlfahrt, die ja die originäre jüdischbibliscne. Auffassung ist. Gegenwärtig arbeitet man in Jerusalem an der Einführung der uns aus Hilfe und Aufbau wohlbekannten Blauen Beitragskarte. Zusammenfassend wird man sagen können, daß huch in der Entwicklung des Religiösen alles im Werden ist, daß aber, wenn nicht ein fortschrittjichreligiös arbeitender Kreis mit Ernst die Aufgabe in Angriff nehmen wird, noch mehr Menschen als bereits geschehen sich von der Starrheit der Orthodoxie, ihrer Verständnislosigkeit- und - ihrem tyrannischen Herrschaftsanspruch abgestoßen fühlen werden und ins Areligiöse hinübergleiten. Das religiöse Problem hat ein anderes Aussehen, je nachdem es sich um Stadt oder Land handelt, und auf dem- Land ein anderes, je nachdem es sich um mittelständische oder um Arbeitersiedlung handelt. Von der Stadt war im wesentlichen bisher die Bede. Alle Probleme des religiösen und geistigen Lehens werden am stärksten in der Stadt mit ihren stärkeren geistigen Anregungen, mit ihren reicheren geistigen Möglichkeiten in Angriff genommen. I n d e'n ländlichen Siedlungen liegen die 'Dinge zumeist anders. In den bürgerlich mittelständischen Siedlungen besteht eine Gefahr.' Alles, was Ala an Synagogalcm und Religiösem vorhanden ist, steht unter der Kontrolle von Rabbinern ältesten Schlages, die pich, wie etwjf ein Rabbiner aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts um die Jugenderziehung, um eine Erwachsenenbildung nicht kümmern, alle Energie ist darauf gerichtet, daß am Ritus des Gebetes, an dem eine Minderzahl teilnimmt, nichts geändert wird. Die orthodoxen Kreise üben eine unbedingte Herrschaft pus, ,der sich die meisten durch Nichtteilnahme entziehen. Nur an wenigen Stellen, immer wo einzelne Persönlichkeiten mit religiöser Energie die Probleme Tortsclirittliih anpaeken, tritt ein Sehnen nach Gestaltung' und nach bewußter nichtortliodoxcr Erziehung zutage. . Gehemmt sind diese Siedlungen durch die wirtschaftlichen Sorgen und Nöte, die ihnen „den Atem beengen“. In den Arbeitersiedlungen liegen wiederum die Dinge ganz anders. Lange war in innen, entsprechend - der iireligiöseil, sogar antireligiösen Denkweise der Arbeiter europäischer Herkunft eine allem Religiösen abholde Stimmung. Nur allmählich bricht das. metnpsysischc Bedürfnis durch. Man kann daiti nichts außer hier zu tun. Unter Arbeitern kann in positivreligiösem Sinn nur wirken, wer einer der ihren ist, mit ihnen alle ihre Arbeit verrichtet uiul wer ullc Probleme-des Religiösen, von der gemeinsamen Arbeit, als dem Zentrum ihres Lehens, unpackt. Religiös bewegte Menschen, die mit den Arbeitern als Genossen des Lehens und der Arbeitssorgen leben wollten, könnten viel tun, in mühseligem, geduldigem Eingehen auf die Seele des Arbeiters und in stillem Beispiel. Das Umfochtenc ist auch hier die' Form. In dpr Siedlung der „Werklcutc“ z. B. müht inan sieh in ständigem Tasten um Gestaltung und Form. Man begeht den Freitagabend, zündet Lichter,fliest Bibel und Aguda, aber man lehnt die ßcruchn ah. Man hält einen Scdcr — wer will —, aber'auch hier ohne Beracha, man hat den Weg zu Gott als Forderndem noch nicht gefunden. Eine interessante Merkwürdigkeit ist die I laggadu von Giwa t .Brenner. Sie liegt in einem zugänglichen Druck vor. Um ein Prinzipielles, vorweg zu sagen. Sie ist im Grundsatz der Offenbacner I laggadu von- Dr. Guggcnheim ähnlich, nämlich sic vereinigt allerhand Stücke belehrenden und jüdisch aufmunternden Inhalts, ohne sich an den überlieferten Text zu holten. In ihr sind Lieder und Stücke historischen Inhalts aus der Bibel und aus dem neuesten Schrifttum vereinigt. Stücke aus der alten- Pcsaach-llaggadu und aus dem Midrasch. Schöne Illustrationen schmükken das Heft. Aber keine Beracha ist darin. Man berichtet von einzelnen Kwuzotli, daß man, , in Anlehnung an die alte biblische Vorschrift, aufs Feld ging und den ersten Gerstehschnitt feierlich hereinlirachtc. Man erzählt von dem Seiler in Daganja, wo man eine neue Ma nischtanc mit neuen vier Fragen brachte, etwa der.Frage: Warum gibt es reich und arm? Warum ist kein Frieden in.der Welt? Überall ein Bingen, eini Tasten, ein Suchet;, ein Verlangen nach Neuem. Man will Religion, man will Form uild Regel, aber die alte Form befriedigt nicht, mau lehnt sic ah. Von einer wichtigen Stadt, von X e 1 A w i.vvwar noch gar nicht die Rede, von ihr und dem religiösen Lehen dort ist noch zu berichten. | — Im Anschluß an die Artikelserie Dr. Max rienemanns wird uns aus Jerusalem geschrieben. Gerade die jetzige Zeit der Unruhen in Palästina, «fas mau gegenwärtig wirklich nicht .als Heilige» Land* bezeichnen kann, zeigt mit erschreckender Deutlichkeit, wohin ein säkularisierte», verweltlichtes Judentum föhrt, Palästina gleicht einem Kriegs« Jäger anstatt dem Ideal des Judentums, dem Frieden zti dienen. Mögen die Araber an den gegenwärtigen Kämpfen schuldig’ »ein, aber ' auch diejenigen jüdischen Kreise,. die ' es versäumt hoben, rechtzeitig mit den maßgebenden Kreisen, die für die arabische Politik, verantwortlich »ind, in * Verhandlungen zu treten, sind nicht von Schuld freizusprechen* Anstatt ein lebendiges Juden« ' tum zu schaffen, hat man ein blutleeres politisches Gemeinwesen errichtet. Worauf e» ankotnmt, das ist: die jüdischen Ideale in Palästina zu verwirklichen. Man kann keine jüdische