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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-07-08 · 28 (8.7.1936) · page 4

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
28 (8.7.1936)
Date
1936-07-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
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II, BEJ« EDS ß)EO X^EftTSGGßMi5 Der Wettbewerb ist frei Der. Prä-ident'der B«*rliuer Ibindcl-kommcr. Swialstitl Rrinh .*« rd f , nahm /.««• Fr«"r der Freiheit <!«•* kaufmünm-ehe» Wrlt- Jh-v.oiI» auf riunn Empfang Stellung. Kr erklärte. «laß •J**r \\ «‘tthcwrrh in «l«;n (Grenzen. <Ii»- An-tnmlmul Ehrbarkeit dem s«di«l««n Kaufmann -<-|/.i««m. frei nn>| um«ntbehrlbh .sei. Nur «lunii «len Wettbewerb und H’iu«- .\ul»«*rung in «ler Werbung könne «ler Kaufinanu s«*inc Pflichten erfüllen, zu bester um! zwi*rkuiußig«ler \er.-nrmju" der (Gesamtheit zu kommen. Kiu Ausweis für den Großhandel Im Zuge der ()r^aiu>«itii>n>ariH‘iteii zur Krfa*—unu an»-h Jer nieJu iuitulr|sg«*rii*hllicl» eingetragenen (G<;u«*rln‘ln*il»<*mlen hat die Industrie- und I Inuilebknmmrr in Berlin uinuuehr amii die Attsgab«* eines he-«»ndereti Aiisvx-isCs für den (Gnißhamlel beschlos-en.. Aus Zwcekfiiäßigkidlsgrfimlcn * hatte die Ilandetskauiiner bemts früh«*:* anderen (G«'urrh«'grupp<'ii wie <lt*n Einzelbau« Hern. «len \ <*rkidirs^iruerlHM reihenden., «!i*u I lamlelsvcrtr«*tcni usw. (Geweih'*. au.*>uei?e'-5uis”idiämlii:t. Nunmehr g«*lnng«*n solch«* Ausweise ai^ch für den (Großhuiulcl zur Ausgabe. In diocu sind u. a. itielilliinen für den Begriff (Großhandel eiilhall«u. IN M ferner darin zum Ausdruck gebracht, daß aus diesem Ausweis kein lieelit. auf .Anerkennung der (GmßhMid»*Iseig«*nMhnft ln*rge.!eite| werden kaum 'Hierzu 1*1 \ieliuehr eine lic-undi'p* Bestätigung der'betreffenden Kneh’irujijie hzw. des mnrklregelml«*u Verbau«!«** erfurderlieli. für di«*.*« Ausfertigung der Bestätigung i*l . in dein Au*w«i* ein besonderer Baum vor)»chnllcu.<' Wichtigfür, Ciesrhaflsverknufe' Die (iesehäftsverkanfe der. letzten Zeit Italiendi r B«*rliuer -Handelskammer (Gelegenheit gcg«*h«*n, auch gulnehtlhli zu wirbliiieu Streit flauen der (G«srhäfl*v«*rkätife Stellung zu nehmen. In einem jetzt v«;röff«*ulhYhl»'ii praktisch wi«hlig«*n (»utachlcu heilst es, daß eals sclbstv«TslfmtIli«*hc Ihilingimg angesehen wird, daß ln*im (iesehflflsverkauf «Er Kaufvertrag erst gültig wenh-n kann, wenn aueh der HI a u s e i g e n t ü m e r d i e Zustimmung: zu dem nirr»aiju des verkauften (»e«.ehafles grg«*hrn hat. Selbst ju «len Källen. iii Menen eine vertragliche VerhauGmöglh-hkeil allgemein—vorg«*s«4M’u bl, muß der Hauswirt von dem Kaufabschluß uiiterriehlej und um seine Zustimmung ersucht werden. Wird dies« verweigert, mi ist der a!»g«*schl<isM*iic G«*s<;häfl*v«;rhauf gegcnslauddns bzw. ungültig. Jeder (Ic.-rJiafLsverkaufsmakler und aueh die Vertragsparteien, Käufer und Verkäufer eines Geschäfte.«* müssen wissen. «laß mit dem Hauseigentümer «-in rechtsgültiger Mietvertrag imrh ge-ehlnSM«n oder di*r Mietvertrag durch einen Nachtrag übertragen w«w*h;ii muß. um <l«*u (G«*s«‘liaftsverk:uif wirksam wenden zu lassen. Dazu i-l die Hinsicht in den Mietveitrag des Verkäufers nicht einmal erforderlich, weil 'die (Genehmigung des Hauswirts zum (Gcsrhaftverknuf immer notwendig sein wird. Das^ gilt aueh als vcrkchrsfildirh; und sogar der Makler sHb-l wird sjeh darum brimiluii. -die (Genehmigung des I Inushc-il/.cr.* . zum Gesrhaft'crhniif zu erlangen. Pr«M->trigerimg«*ii imlcr-agl Mit Zustimmung der beteiligten Miui-lerieu ist vom B.*rJ«i..*i‘ Staatskonimi—ar eine A Yrordumig zur Verhütung von l’reis^t.dg--- MUigej; erlassen v.ordeu. auder hier «las Wiehtig-Ie hervnr- ‘ gehohrii sei. Danach dürfen für d|i- Zeit bizum GH. \ugu-t * die .I'ivi-e für alb* (Güter und Leistungen deir Stand vom 30. Juni 1036 nicht überschreiten. Hallvergleichbare Preise zu die-em IVimin iiielit vorliegen, 'darf der \ erkaufspreiden tatsächlichen Kinkai.f-preizuzüglich der liaiulelsüldielieii oder amt lieh le-t geju fzlru Zo-eJifage. \'erarhej(migs- oder \ erdietistpaiineu nicjit ülu«rse',i'n iö«u. Jeder Kaufmami. Handwerker. Händler usw. i-l verpfliehiet. auf Verlangen uaelizuweiseu. 'welche Preise -er s-«it dem Gflt. Juni Pttt*_für (Güter «»der Is-istuugen im Kinknuf ge/.nlilt iiat. Klwaig" N eMo|b« gegen die_\uordmingen werden Mifnrl mil Unlumigs^iralen. - notfalls mit Seh!ie|>nng des Geschäft', geahndet. Aufbringung-umlagr P)J6 ~ . Dun h ein (Ge-etz über die W ritercrhfliuiig <b*r Aiifbriuguiigsiimlnge "i-t «lie Aulhringuiig-umlage weiter verlängert uord-u. Obwohl Uwe Gültigkeit ui-diesem Jahve aldief. hat mau. wie ein der Uegründuug heilst, sie verlängert, weil au-f bestehende l*mlagen und Steuern niehl vi-r/.iehtet werden kann. Sie wird in die-em Jahngrundsätzlich nach dem Stand de- .Vermögenvom I. Jauurir PKlti erhoben. Der er-te Teilbetrag der Auflage wird am Hk August erhoben. . Zur Zilis-enkmig rür.irvpnthckeii Zu dem (Ge-etz über I lypothekeuziuseii. das in tler Tage-- pres-e bereits erörtert worden i-l. sei noch folgendes bemerkt', im Zii.-amuH nhang. mit iler ge-r|zliehrn Ileralisetztmg tler Verzinsung von - Pfandbriefen trat eine ..allgemeine und entsprechende \ erhilligung der Hypotheken ein. Allerdings nur für solche Hypotheken. die der (Gnmdlic-it/.rr hei I lypolhekcniiislitiitcu. Sparkassen um! \ cr>irherimgsge>cl|sciiaftcn aufgeuomiui n hatte. Bei diesen ,-og. lustitut-hypothekeu sind fast durchweg die Jahre-- zin—ät/.e lüi* die erst«* Hypothek auf •” his Ti1 Prozent ermüL'igi 'wonli n. W ahi-her noch fehlte, war eine Knila-Iung hei den Privathy|iotlieken. Die (Ge-aint-iimm«* dieser Privnlhvpnihcken wird auf mehrere Millionen UM ge-i-hätzt. -ii* hilden für viele Privatleute die oieJiligsle Art der Kapitaisanlegtutg. Die Zinssätze liegen angenhliek)ie]j, ./.wiseimu-7 und B v. IT. und werden jetzt für er.-lr Hypotheken ü v. Jl. und für zweite llvpolhrkrji ]>i- (i v. U. |»i?tragen, lalldie im .(Gesetz vorgesehene freie \ ercjnlomuig /.wi-eiieu «lein SeluiUlu«-r und dem 1 Ivpothekenglfuihiger nicht zuslainlrkommt. soll. durch Vcrlragshilfe’ des lieiiheeine Senkung herheigrführt werden. Hervorgehohen sei noch. «lal> di«- Senkung nur für den hmgfrisligeiL.Kn-dit (Geltung hat. . “ ""v Die Hirmruzusät/e ..deutsclp1 um! „tmrdisrlr* In d««f letzten Niiiiiiikt »ler ..Juri-tiseheit Wochenschrift“ wird die jetzige llrrbt-lage auf dem (Gebiet <ler Firmeuzu-üt/.c zusjunmengestellt. Im Hrgehniv»ir*l darauf verwiesen. dal> his zum Imhrueh «las Wort ..«leutseh“ nur als farMo-cs . ltei.worl angesehen v\«u«h*n sei. Jetzt habe dic-cr Begriff einen rassp- [»oHliseheii uml vvirlse]iafts[Mdiüseheii Inhalt bekommen. Der rasseiHHiIitiseh deulsehe (Gharakter eine.- (Gesrhäft** weixh* durch die D e u t s «• h s t am m i g k e i t «los L ule-rnehmers persöuliiJi bestimmt. A\ ii'(seliaftsjM»Iiti-eh hingegen dürfe eine («‘irnui daun «len Zusatz_ „deutsch** fülttru. wenn sie in der Wirtschaft. hislies«mdere auIseiiiHtlitiseh. im Kampf mit ausländischer Konkurrenz der Hebung der deulsdVu Wirts,«hilft dient. Im übrigen wird eine Ziisammctistelhmg der Jiisher < atif dirsem Gebiete ««rgangenen Kutsehcidungen gegelH-n. von «lenen «lic meisten auch in «ler ..Jüdischen Allgemeinen Zeitung“ besprochen worden sind. Gegen den Firmenzusalz ..n o rd i s e h‘* ist ebenfalls wiedorliolt Stellung genommen worden, msltesomlerc im llinldiek «larauf. «Inlv eine Täuschung über die' lul»al»crvorlmUmsse des Geschäftes möglich sei. Das Landgericht Berlin stellt in einer neuen Entscheidung dieselben Grundsätze auf. Kiu Pelzgesehäft halte sieh „Nordisches Pclzhaus4genannt. Das (Gericht stellt fest, duts eine '«delie Bezriehnung nur daun zulässig -ei. wjym vorwiegend nordi-ehe Pelze, d. h. sohhe aus den skamliuav iNeheu I.äml-Tu ««der «I««r Arktis vertrb-heu werden. Ist «lies aber nteliL der Kall, ilann -lellt eine -olrhe Bezeichnung eine Tüusi hung dar und ist. unzulässig. Kür *!ir Zulä—igkeit de- 1‘irmcnzusatzcs ..deutsch“ sei, wie AtntsgerjYhl-ral (Gro-elm/f in der „Juristischen Woeiiensehrifl“ au-führl. «ia- Merkmal der „DeutsehsLfunmigkeit“ uussehlaggehend. \'on G5l*D I Kinnen, die in der Hirmenkartei des Berliner. Hegistergenehl?« «len Zu-atz „deulMrlt“ gclinhl iiätten, seien uugcwohuhYh vi-Ie. iiämlieli 2769, gelöscht, wol>ci dalunge»telll . hleihc. ob c- -ich uni freiwillige Abmehlungen oder um LeJsehungen v» egen t n/.ulf^«*»gkeil bündle. Nicht ausgemitz(e Kiiizclliüiidclsgenelimigiutgeii l iir viele Kaulleiile, «he ihr Geschäft aufgelöst, verkauft oder •.fillgclegt haben, i-l «lic Frage .von'-Bedeutung, ob die Genclmiiguiigeii nach «lern Kinzelhaudebsebulzgesel/. auch daim noch vollen Piceblbr.-inml halten, wenn von ihnen längere Zeit kein Gebrauch gemacht worden ist. Eine Veröffentlichung der Berliner Handelskammer beschäftigte sieh kürzlich mit diesem Problem. Darin wird gr-agt. dalA grundsätzlich auch im Kinzcliiundclssclmlzvcrfahmi «ler Grundsatz (Geltung hat, dal» eine einmal erteilte Genehmigung au- (Gründen der Rechtssicherheit vollen und dauernden Becht.-lic-iand besitzt. Nur besondere Umstände vermögen diesen (Grundsatz im Kinzelfallc zu durchbrechen. Die Tatsache.- dal» von «ler Genehmigung längere Zeit kein Gebrauch gemacht worden ist, kann mangels entsprechender Bestimmung des Kinzclhnndrlssrhulzg^sctzes niehl schon als solche den Fortbestand in Frag«*, «stellen. Das Krlös«-hcn der Gcnrlunigung kann vielmehr nur daun eintretrn. wenn infolge dieser Tatsache die orhediugtmgen für die Erteilung der Ccuelimiguug fortgcfallen sind. Dii-s ist z. B. daun der Fall, wenn die Erteilung der (Genehmigung von der Voraussetzung abhängig war. dal» eine äuLkTgewölmliehe rhersctzmig des Handelszweiges im Kaufhcreich nicht vorhanden war. Hat sich dies in der Zwischenzeit geändert, so kamt «Be (Gem-Iimiiimig nicht ohne weiteres fortliestehcn. Um diese Unsicherheit* zu belieben, wird vorgesehhigen, "daß in die Genchmigi:ii“surkumle nach dem EmzeHiandelssclmlzgesetz aiifgenommeii werden «dl, hinnen welcher Frist vou der Genehmiguiig. bei \ erm«*i«Iung ihres Erlöseiicns G<‘hrauch gemacht werden muß. Noraiis/ahlutigeii auf die Einkommensteuer Dm- Beielisfinanzminister hat sich in einem neuen Erlaß mit den Vonuisznhhuiucn auf die Einkommensteuer beschäftigt. Nach den Bestimmungen könne» Einkinmnensleuer-Vorauszahlungen herabgesetzt werden, wenn die Einkünfte, die nicht «lern Steuerabzug vom Arbeitslohn »mlerliegvu, im laufenden Jahr erheblich niedriger -ein werden als in «ler letzten tyrnulagimg angenommen worden i-l. Alei lielilieh gilt, wenn «las Einkommen sieh um ein EünUcl. mimh-slrus al>er »m R100 UM vermindert hat. In dem neuen Erlaß wird darauf hingewiesen, «laß Änderungen «hv-j Familien- >lar.des. Gehurt eines Kindes «der \ erlnriratung der Tochter usw währungsaciuihlveraehreihungeu erlassen, dessen wichtigster Inhalt i»l, daß für VT ä h r u n g s s e h u I d e n der Tageskurs gilt. Lauten auslimdi^elie W ertpapiere. unbescliudet ob mit oder oluie Goldklausel,' auf eine ausländische Währung, so ist iih Falle der Abwertung dieser W ahrung für den Umfang' der Zahlungsverpflichtung des Schuldners ‘die abgewertete W ährung maßgebend, Hecht^kräftige Entscheidungen steilen der Aiiweuduttg dieses Gesetzes nicht entgegen. Durch ein (Gesetz zur Änderung des B e f ö r d c r u n g s - s t e ti e r g e s e t z e s sollen Eiimnhmcipicllcu für den Bau der Heichsautobaluien, insbesondei-e für die Tilgung und \*erzitisiun: der eingegangen«.’» Verlnndliehkeiten' erschlossen werden. Das R c i e h s u in 1 e g*u ii g s - E r m ä o h t i g U n g s g e s e t z bezweckt di«; Zusummenlegung verspliitcrtcn ländlichen Grundbesitzes, um den Erfolg der Meliorationen mehr zur W'irkuiu: kommen zu lassen. Für die neue R e i e h s u n 1 e i h e hat die llcichsstellc für Devisenbewirtschaftung I>cso»derc Erleiditerungea für die Inhaber vou Sperrguthaben erlassen. Durch einen Runderlaß hat sie augeordnet, daß Sperrguthaben aller Art ohne besondere Genehmigung zur Zeichnung der Reiclisanleihc -verwandt werden können. Lin Gesetz filier die Gewährleistung für den Dienst von S e Ii u l d v c r s oh r e i b u n g e n der Konversionskassc für deiitsehe Auslandsschulden sieht eine Verlängerung der bisherigen Bestimmungen bi» zum 31. Dezember 1936 vor. du eine Besserunst der Deviseulage nicht cingctrcten ist und die Ausgabe verzinslicher 'Schuldverschreibungen an Stelle des Bartransfers von Zinsen usw. notwendig gemacht hat. Keine Amnestie für Prrisvergehcii In einem Runderlaß des Reichswirtseliaftsministers werden Pr(«Lsfiherwaehuiigssttdleii darauf aufmerksam gemacht, daß das Gesetz filier die Gewährung von Straffreiheit auf die von den Preisüberwaehungsstellen festgesetzten Ordnungsstrafen keine Anwendung findet- Unter Straftaten xtn Sinne des Straffreiheitsgesetzes seien nur strafbare Handlungen zu - verstehen,.'deren Beurteilung den ordentlichen Strafgerichten sowie den Sondergeeichten und mit Strafgewalt ausgestatteten Verwaltungsbehörden zusteht. Die Ordnungsstrafen der PreisüberwarhungsstcIIen seien dagegen keine kriminellen Strafen und würden vom Gesetze niehl berührt. SPORT Berliner Vorfchau Sportfest -des Ilagibor Am kommenden Sonntag veranstaltet der JSC. Ilngihor auf dciii Gruuewahlsportplalz ein leichtathletische* Sportfest", das in der Hauptsache Wettbewerbe für Anfänger und Jugendliebe Musiehl. 'Rcidnu: 14 Uhr. ~ ■ ” mn-ii i.iim n Aii'[.rMi!i;mf iiiTaii-i.i/un" iii-r steui-rvorniiszaiiiiin^L-ii Leichtatliletifclie RjFMeifterjchuften zur Folge haben, wenn aueh eine niedrigere' Veranlagung die folge - «lie.-er'Veränderungen i*l. Doeli weist der MinUter in dem Erlaß «larauf hin. «laß in einem solchen Falle die oraiiszahlunge» «^ceehcMieufalU zum Teil ge-(umlet werden können, und zwar m-<iwcil, als Mtrau— iehltirh die Steuer bei der Veranlagung niedriger f««st”eM«t/.i wi«r«len wird. Kleingewerbe Eine, praktisch wichtig«* Entsehehlüng hat. «las Berliner Lundü«*ii«'lit kürzli«h e«*fä!Jl. Ein Kaufmann, der einen Einzelhandel mit I.e«h*rwareu helreibt, wurde zur Eintragung ins Handelsregister unter Au«!rrihmm einer Ordnungsstrafe aufgehmlert. Auf seine Bi«m«Iiwi-rch« slrlilr das Kniiilg«“iii*ht gnuid-ätzlieh fest, daß ein Geweihe, «las kaufmanni-ehe Einrichtungen nicht .notwendig mai hl. «•in K!ein»*werlie ist. aho zum Handelsregister nicht angemeldet zu werden braucht. Niehl die Höhe des Umsntv.es ist entscheidend, soiidi’m «lie Retfiehsnrt. Die Zulassung jüdischer Drvisenberater Auf Gruiul des G«*selzes zur Wrhütung von Mißhrfiu«-hen auf dein Gebiete der R<‘chtshrrutu»g. durch «laaueh die geschäftsmäßige Hilf« h istuug in I)evi-ensa«hen genehmignngspfliehtig getnaihl winl. ist im Bei«*h'ge-etzhlatt eine Dureliführungsverord- .iimu: ei>i-hieiien. Sie bestimmt, daß Personen 'unter 2ö Jahren ^i; aii(l J u <! <: u «Itr ««ntspr.^eheml«* Erhiiibiiis u i e h t erteilt wird. Ihielt situl für Juden und jüdi*«*hc Vereiiiigungeij, die zur I«ör«lemti« «ler ju«liM*heu Ausw atuleruug tätig siiul. Ausnahmen möglich. RECHT m ALLTAG Aus dem, Arbeitsgericht Au- «len in der jüngsten Zeit ergangenen Entscheidungen aus dem Grlurt «l«*s Vrlieit^reelits, soweit sie für uns von Wichtigkeit sind. «*i «las folgend«; hervorgclmben. Nach einer Entscheidung des Rcichstierirhls kann das Recht des ArhcitgebcrsG fristlos z u k ü n «1 i 'Z e u . v «• r w i rkt werden. Ein«* solche Verwirkung liegt dann vor. wenn ein Dienstherr einen Grund zur fristhisen Einlassung hat. je«h»eh d«;m Arbeitnehmer iu Kenntnis des wiclitinen Grutulrs uh*hl fristlos, solidem unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist, kündigt. Ferner wird das Recht auffristlose Kündigung verwirkt, wenn der Berechtigte länger als die snehlieh iiotweuilii:i- Z«*it zur Prüfung «Inruber, oh ein wiehtig«*r Küudigungsgrnnd vorliegl. mit «ler Kündigung wartet, ohne sieh «lie fristlose Kündigung ausdrücklich vorzubchallen. In einer anderen Entscheidung heißt es, daß auch eine vorsorg 1 i r h r K ü n d i g u n g eine echte Kündigung darstellt. Sie zeitiirl alle Rechtswirkungen einer normalen-Kündigung. Es bedarf einer besonderen Erklärung, wenn diese. Reehtswirkungcu nicht i*intret««n sollen. Daher läßt Vieh eine abweichende Behandlung der vorsorglichen Kündigung -nicht rechtfertigen. Auch hei einer vorsorglii-heu Kündigung setzt ihr Zugang und nicht erst die 'spatere Mitteilung, daß sic aufrecht erhalten worden solle, die Fristen zur Einleitung des Kimdigungswidorrufsvorfahrcn in Gang. Nach einer weiteren Entscheuhmg des ' Rcirhsärbeitsgcriclits ist ein«* Ven*inhamng über den allgemeinen Ausschluß -des- K fi u di g u u g s r e e Ii t s aus wichtigem Grunde unzulässig. Wohl aber wird für unzulässig erklärt, wenn die Parteien ein bestimmtes En igtiis als Grund zur Kündigung ausschlicßen. „ Lehrvertrage lahmen nach einer kürzli«*h veröffentlichten Entscheidung des Reiehsarheitsgeriehts im Falle der Konkurseröffnung sowohl von dem Konkursverwalter als aueh vom Lehrling hzw. dessen Vertreter fristlos gekündigt werden. Durch diese Entscheidung sind die Zweifel, die bisher auf diesem Gebiet liestandcu. beseitigt Der BjF-Sportlumd veranstaltete am letzten Sonntag auf dem Gruiicwnldsportplatz s«;iue diesjährigen leii'Jilathletisriieu Reieh.-- meisterseiiafteu. Infolge sehh'ehtcn Weilers — es reaiiele «h-u ganz«;» \ormiitng währeml «ler \‘orkämpfe — Idit'hen der Besurh und aueh einig«* d«*r K<*istungen-hinter den Erwarluntten zurüfk:- Trotz alhun gelang die Veranstaltung glänzend. Die etwa 2flUB Z:is««hauer kamen nach und nach in immer be.-Mwe Stimmung mul auch «lie Leistungen standen zuni Schluß auf großartigem Niveau. Fünf Rekoi«lw*rhessenmgeu kamcn zustamle. und zwar durch Elisabeth Kanu JSG. 3.3}. die die 200 tu iu 27.3 lief, «lie Berliner 4 .100 m . Fraueiistnffel. die auf . 34.2 Sek. kam. durch Preiß (Brolau), der den Speerwurfivkiml gleich um fast zwei Meter auf 49,40 m verbessert«*, durch Schild 'Stuttgart> «ler in schöner M;.ni««r im Wcil.-prung 6.56 m erreiehie und durch Rudi Marx <B«nm). «ler im S«*i«hskampf vor Klaher 'Stuttgart) und Lewin iHlsit} fast 200 Punkte mehr erreichte. Im großen ganz;*»waren die Leistungen der Frauen hcs-cr als «üe der Männer. Neben dem 200-m-Sieg err«*M*hte E. Kanu über 100 m uml 13.1 Sek. vor Else I.ewv (Aaelwu) uml Magvla Alsbcvg {lbmu\ «.len l.-Platz. . Dreifache Kinzelmristcri» wurde Gisela Selmehler,’ die Rn 1 Ioehs[irung E40 sprang, im Dreikampf vor Finkenstein 'Berlin’, die sii-h dafür im Diskuswerfen -und Weitsprung revanchierte: erfolgreich blich uml auß«T<U*m noch im Speerwerfen mit genau 29 m zu Si«*gcsehmi kam. Inge Mell« gewarnt das Kugelstoßen mit «ler glauzeuden Leistung vou 10,95 m. Au«*h. Gisela Schneider-, war mit 10.37 in als Zweite noch recht hcnchtlieh. Iu den MannerwcUhevverbeii verdient neben den neuen Rekordinhabern vor allem Leo Snlmang (Aachen' hervorgehoben zu wenleu. Tu bester Form gewann er die 100 m in 11,2 vor S«*hi!«l (1!^ und Ballin (11.4). u’ml «lie 201) m in 23,8 vor Ballin uml dem Berliner Heinz Golm. Doppelsicuer ’ wurile wieder Wieuskowitz : Berlin). Cher 1500 in lief er vor Vogelsnng iDüsseldorf) 4:2G1.7 uml die 5000 m vor seinem Kluhkameradcu Laskau In 17:09.GK 400-m-Meister wurde Fröhlich Jlec'in; üher 800 m war, Bergmann 111 Berlin) überlegen. I» den teehntseSteii Cbungen triumphierte Lewin Tilsit) im Kugelstoßen und Klaher _ (Stuttgart) im Diskuswerfen. Schöne Kämpfe gal» es m «len beiden Staffeln. In der 4 400-m-Staffol siegten die stets führcmlen Berliner und iu der Spriutslaffel Stuttgart vor Aachen uml Berlin, nachdem Berlin noch bis zum letzten Wechsel geführt hatte. Ttirnicisehluß hei JSG. 33 Die beiden verspätet - zum-Austrag gelangenden Schlußrunden in «len Doppebpieh*» sahen im Gemiscbten Doppel die „Grüne* .valder“ Koiubinniion Frau Sleinherg Ehrenfried mit’ 6:2, 6:1. üher Frau Bach / Meyer '}ehenfalls ..GrunewahP*) erfolgreich. Im Ilerremlopprb behielt das JSG-Paar Jauch ' Schäfer mit 6:1. 6:4 gegen Ehrenfried Fuelis di«* Oberhand. Im Verlmiidsspiel sehUur Tctmisklub .‘.Gruncwald“- 2. Herren «Ii«* gh'iche Mannseiiafj de» Bar Koeliba hüt 5:4. Habe meine Praxis wieder aufgenommen Dr. Muskat Facharzt für Orthopädie Kurfürstenstraße 124 Druckerei-Verlag HALEMSEE Franz Wiener, Johann-Georß-Strjtfe 20 Bitte rufen Sie an: J 7 567t. Unverbindliche Werbeberatung Inserieren bringt GEWINN r«h*n. Neue Gesetze Dieser Taue hat die Rciehsretiicniiijj ein Gesetz über Frenul- Hauptschriftleiter: Dr. Eugen Tannenbaum. Berlin Wilmersdorf. Leiter der Anzelßen-Abtellunc und verantwortlich tür den Inhalt der Anzeigen: Werner Simon, Berlin W15 — DA!. Qu. 1936 2897. Preisliste Nr. 3 Verlag:Verlagsgenossenschattin Deutschland ansässiger Juden zu Berlin eOmbH., Berlin Charlottenburg 2. BlelbtreustraÖe 2. Druck: Sonnendruckerei GmbH (Felix Wolfl. Berlln-Charlottenburg 4. Ir-' 1

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