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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-06-10 · 24 (10.6.1936) · page 5

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
24 (10.6.1936)
Date
1936-06-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Beilage IO. Juni 1936 Beobachtungen auf einer Paläftina-Reife Nun MAX DIENEMANN H. Jerusalem, im Juni. Palästina ist eiir kleines Land, aller so wie es auf geringer Bodenfläche eine Fülle der klimatischen Unterschiede in sieh birgt, so bietet es auch im Religiösen und Kulturellen eine Fülle der Unterschiede, viel mehr als beider Kleinheit des Landes zu erwarten wäre. Es war im vorigen Aufsatz von Haifa die Rede. Haifa ist, wie es sich heute darstellt, eine neue Stadt, nicht nur in ihrem Rau und der Gliederung des Stadtbildes, neu auch vor allem in der Begründung ihres kulturellen Lehens. Und das Leben in ihr wird in einem erheblichen Umfang von den aus Deutschland kommenden Einwanderern geprägt. Ein völlig anderes Bild bietet sich in Jerusalem dar. Man darf sich daher nicht von der Neuheit des Stadtbildes gefangen nehmen lassen, von den modernen W ohnhäusern in Rcchawja und Talbije. die allen Komfort heutiger europäisch-amerikanischer Zivilisation bieten, von dem neuen Bild der Jaffastraße mit ihren, keiner europäischen Mittelujul Großstadt nachstehenden Geschäftsbauten, oder gar von den Hochhäusern mit sieben Stockwerken, die man zum Entsetzen jedes nicht an die Bodenrente Denkenden auf der ’ König- Georg-Straßc erbaut hat, iind die alle Schrecken und Sünden westlichen Bauens verewigen. Trotz diesem äußerlich modernen Anstrich ist Jerusalem in seiner Kultur eine Stadt voller Tradition, voller alter Gewohnheiten und Sitten, die in ihrer Schwerkraft und, ihrem Eigengewicht ihr Leben haben und das Leben der Menschen beeinflussen und prägen. Dabei darf , man sich das' Alter solcher Gewohnheiteil und Einrichtungen nicht als gär zu weit hinaufragend vorstellen, sie ragen noch nicht einmal ins Mittelalter hinein.' es sei denn, man gehe .von der richtigen Erwägung aus, daß 17. und 18. Jahrhundert, soweit es Juden angeht, Mittelalter war. und man gehe von der. wieder richtijen,- Erwägung aus, daß die Juden, die im 17., 18. upd frühen 19. Jahrhundert das Judentum begründeten und gestalteten, selbst in ihrer Lebensafrm von den im Mittelalter konstituierten religiösen Gesetzen geprägt waren. So merkwürdig das für jemand klingt. «1er an europäische Form des Gcinciudclchcns gewöhnt ist, Jerusalem hat keine Kehilla in dem Sinne, in dem wir von einer Kehilla sprechen. D. h., es hat wohl eine, «leim die Keneßet Israel ist seit dem Gesetz über die Religionen aus der englischen Herrschaft die Zusammenfassung aller Juden, soweit sic nicht ausdrücklich aus ihr austre cn, und also sind alle in Jerusalem wohnqndcii Juden, wenn sie nicht aus der Keneßet Israel ausgetreten 'sind, Glied ihrer Jerusalemer'Abteilung, und diese stellt also eigentlich die Kehilla dar. Aber «tiesc Kehilla erfüllt keine «1er Aufgaben, «lie wir als ‘ Aufgaben - einer jüdischen Gemeinde anzuschen gewöhnt sind, f ist jetzt unter dem Einfluß neuer Mrnsi-hcn und neuer, für-Jerusalem neuer. Ideen laugt sie an. sich an solche Aufgaben, wie Erziehung, Beerdigung, soziale Fürsorge. Schechita zu betätigen. Davon, «laß s c sic in die Hand nimmt und in sieh zentralisiert, st noch lange keine Rede. Die B e - erdigung ist das Vorrecht — Chasaka, «I. h. ersessenes Recht — bestimmter Landsmannschaften, die die Formen bestimmen, mit denen man über die Gebühren feilschen muß. Erst in allerjüngster Zeit ist die Kehilla daran gegangen, ein Gelände als Friedhof zu erwerben und diesen 'Feil des religiösen Lebens auch, neben den Landsmannschaften, «len sogenannten Kolehim, in ihre Betätigung cinzuhczichcn. ■ So grotesk cs klingt, das Itab bi na t gehört nicht in Selbstverständlichkeit zur Kehilla. Es ist eine Behörde in sieh, deren einzelne Glieder sich teils durch Kooptation, teils aus eigener Machtvollkommenheit in ihre Position .gesetä t haben. W ie das alles gewonlen ist. Kulturbund-Dämmerung? Kritifche Bemerkungen su einem Rechenfchafl\berichl Dr. Singers ..Wir stniuliT» imtl •‘teilen vor «1er Knisje: Sind wir ein jüdischer Hund für Kultur oder ein Hund für jfi d is e he Kn I l u r V** So formulierte im Rnch-Saal der ivi'i]111rl«uiitl-lit:int!«in 1 ,L)r. Si u «• c r in »t inem Heeiien-eii:tft>- hericlit über das dritte, Jahr des KttiturbumJ-T nenler*.- de.-*.*ji- Kernproblem. Oiv Singer beantwortete Uri» die Krane dniifn. «laß sie ..walir.-elieiulicli niemals geluM werden könnte-; Diese Alternative, in der* e* nach Dr. Singer kein;* F.ulsehciduni: gibt. i»l da* zentrale Dilemma de* Kulturbunds Aus dieser bewußten Unenl.-i biedeiiheit re-nltiert -eine nunmehr dreijährige Improvisation: ein Programm.* «las kein ist; ein Spielplan, derzwischen den Theoremen,-verlegen hinluid herpendelt: ein 'Repertoire, von dem man. um es Oherunupl zu kennzeichnen, bestenfalls sagen kann, es s«'*i eine Nachahmung, mit besehnmklen artistischen Mitteln eine Fortsetzung d:> alten bürgerliche!! westeuropäischen, genauer: des deutschen G.~<*11srhnftstlirnicrs. Theater aber i.-t immer und überall, niYIir nur iu der genau definierbaren, einmaligen kulturelleü Siluaium der .Inden in Deutschland, mir möglich: kraft einer klaren, einer . eindeutigen dramaturgischen Idee! Das ist die akute Gefahr, in der sieh heule der Kulturbund ■und sein Theater I*cfiinlen. 1> wäre sinnlos, ja vernntworlnngdos. angesichts der fatalen Möglichkeiten, die heute schon in der Luft liegen, augcsiehls der moralischen, der materiellen, der existenziellen Eventualitäten weiterhin den Kopf in den Sand zu stecken. . Sondern es kommt, im Gegenteil, heute darauf an: dem breiten, von Natur aus theatcrwilligcn. dem geistig-interessierten, dem kulturell-aktiven jüdischen Publikum — insltfsoudrre der .lugend! — ein Theater nufzubanen, das lebensfähig ist. weil es spezifisch ist; das einen klaren Inhalt und ein eindeutiges Profil bat: das zeitgemäß ist: das sein Publikum — denn das i-t die einzigartige Mission der Schaubühne — mit den Schwingungen, den» geistigen Gehalt der Zeit organisch. lebendig verbindet. Man kann gewiß dem Kulturbiind-Tnteudauten darin Anstimmen. daß cs 1933, als sieh zum. ersten Mal auf deutschem Boden eit» spezifisch-jüdisches Publikum zu einer frohen theaterintcrcssiertei» Gemeinschaft ziisamiueufnud. einen spezifischen Spiclplan nicht gab. Es stimmt auch, -daß «las Manko — keine spezifisch-jüdische Kultur, deshalb auch keine spezifisch-jüdischen Stücke — in der Entwicklung des curopäisrhen. insbesondere des deutschen Judentums begründet ist. Aber es ist eine grundsätzliche Fatalität, daß die Kulturbund-Führung .von vornherein-und heilte erstrecht in der Materie, die zu bewältigen' ist, ein kulturhistorisches Problem sicht und nicht das. Was cs für jeden Fachmann nur sein kam», nämlich — eigentlich überraschend einfach— ein Theatcrproblc.m! Man sollte «loch nicht so tun. als hätte jemals ein eigcirwilliges Theater, das aus speziellen ' Vcrhälrnkseii o«Ior mit speziellen Absichten ins Lehr»» gerufen wurde, einen fertigen Spielplan yorgefumlcn! Das gab es niemals und nirgends. Ob man an das Theater des deutschen Sturm und Drang denkt, oder an das Russische-Theater, oder an «lie Bühnen wie Junges Deutschland. Freie Bühne u. a.: immer stand am Anfang'eine spezielle dramaturgische Idee; erst in systematischer dramaturgischer Arbeit entstanden (durch Anregung, durch''bestimmte Auftragserteilung, meist in kollektiver* Zusammenarbeit der Dramaturgen.. Autoren. Regisseure: bei Reinhardt etwa — auf Grund von Reinhardts Initiative — in einem Kollektiv aus Reinhardt selbst, aus Hollacnder. .Uofmannsthal, neuerdings Werfel und anderen^ zunächst das erste Stürk. dann das zweite, schließlich derjenige Spiclplan. der dem speziellen Zweck, dem speziellen .Theater, dem speziellen dramaturgischen Milieu entsprach. Für de.« Fachmann sind dies keine Probleme, erst recht keine kiiitiirgesjrhirlitliehcii Fragen. U'l saelilieb begründete Selbst \ erstand lieb keilen* Armutszeugnis, wem» mau angesichts «lei •«‘heu Tliealer-Inspiralion. angesichts eine-, - ja > lleirlilmus und seiner Ausbreitung angegrif- Taleute-UeserNoirs aus «len» Mund «Irr Kulinr- M’ioleni lachlieh im Es klingt hie ein imponierenden jiid gerade 'wegen* sein frni-u — jüdi-clien hmul-Füluimg die ain-r wenig werbe jüdischen Theatri*.- Khrii.-o wie der ui wenn er von drrsc ans techniselicn, i\ halb bedauernde, halb resignierend:’, jedenfalls de ri.es«- Muiumml: das Zcutralpioblcm eines in Dnilscldaml sc» überhaupt unlösbar! ende Fachmann nur den Kopf sehnlich» katm. iben Stelle hört: die-cs oder jenes Stück könnte i is hühnenlccimischeii Gründen nicht gebracht wenlen. (eine hoffentlich uiiiicgrüixlcte Bankcrotlerklänmg der lechnikcr, dir wi*.ci» oder «loch wissen müßten, «laß man heule, im- Zeitalter «ler Licht-Maschinerie, auf Nu<K‘lhretlcni \irl anspruchsvollere Iijagen gelöst, daß mau etwa auf «len» Büliiiclicu <le*r Berliner „Komödie'- Ue\uc» mit 1*2 und 1T> Bildern mit sensationellem Erfojlg aufgeführt hat, «laß KrinhanlL liier szenis« h sof gewichtige Werke wir den „Schwierigen** \ou Ihirmnutislhal. om Teufel geholt“ von Hamsun inszenierte, «laß auf der noch ► BcnaissaiK-e-ThcaliTs Offcnbaehs - ..Pariser wurde, daß selbst in «ler „Tribüne“ große. Iwraiiskamcn, und jetzt zum Beispiel in Wien das Offenbneh-Slüe'; „Pa»sage de Prinee4*. mit einer ganzen Reihe von Veruaiullungei]. “ “ ‘ Bühnenhaus in «ler I-Vstspielbülme »st) «ler Theoretiker — Praktiker zudeekt, engeren Bühn«* dtp Leben“ ein Erfolg wclszenige Dramen hurt, «las gestellte nachdem mau doch in vielen Thcoiorzeiit in Wien und Pran) aus"el«*»st bat. so auf Brell«‘ni gebracht wird. g«-g«,n die «las Berliner Kimnnainlaiitat-traßc' eine pompöse — ebenso wie in fließen technischen Dinge» um nicht zu sagen: der Dogmatiker — «l**n . genau so möchte man \un einer fixen Idee, freilh’l» von einer i:»jt negativem \ or/eiclt<*u .sprechen. wenn mau dramaturgisch«: Problem sei »liebt zu bWn. weiß, daß «las jiolilisebe jüilisrhe Problem r«*n «ler Welt (in L«m«!on. Paris, New York, ein«* nusg«>proch«:ne jüdische Tlieaterbewi’gung aß man seh«iu heute von «•inem uiiivi'rwcll interessierenden, nh rigens ganz neuen jüdischen SpiYlplaii r«*d<-n kann. Iiuhs; mmilt :tt einer Thcalvrsladt par exrcllrnre, inmitten einer jmli-rhrm Bevölkerung von mindestens. 160 000 Menschen.' . eine> c.y'inplarisrh liewäiirten jüdischen ThcnterpiihlikumH. nämlich in -Berlin. heroeht graue Resignation! Wenn an .deren Stelle nicht muh im letzte»» Augenblick eine werbende Initiative, ein thcalerbesessener Elan si« (itbar wird, so ist «:s um. «las Kultiirbiin«l- Tlieaier katastrophal bestellt. Diese Zwangsläufigkeit aufzuzcigen. ist gewiß alles amlerc als billige Kritik am Detail. Es geht "uni Grundsätzliches — ün«I cs gellt um ein Prestige 'aber auch um Existenzen]. I Soll man in Anbetracht «Irr brennenden Zenlralfrage erst noch die Symptome wertet)? Etwa «lie Tatsache, daß zu dieser \ersammhmg «lie iqan siel» heute — wären «lie Dinge nur halbin einer anregenden. geistig-«cla«lein-n Almoriite . von den 20 000 Mitgliedern und 6000 wegs in Ordnung — Sphäre vorstellen im Prozent erschiene füllen konnten V Daß ..Abwcchslenr* des Kulturbunds, bei freiem Eintritt, knapp «Ire r» waren, «lie noch nicht inal «len Badisaal angesichts «Ue.-es ülH^rzeugeiulen Desintere.-^i*- menis «ler Intendant stolz auf „nur“ sechs Hcseliwcrdcbrieb-, verwies mit «ler 'Be »auptiing: dies sei die Bestätigung für die Richtigkeit der Führung, eine Ycrtrniicuskimdgchung, «lie seinen Dank verdiene- — dnd nicht etwa gewissermaßen das zweite Zeicltcn einer Interc? . ziehen sind? sclosigkeit. aus der ganz andere Schlüsse zu JÜDISCHE AUGEMEME — ZEITUNG wer die einzelnen Personen ernannt Imt. darüber 'kann ijian kaum eine ersclHljifende Auskunft i'rfaliiTn. Die Anonialie bestellt, «laß inan Glied «les Rabliinats sein kann, ohne Mitglied der Kehilla zu sein, \\ nbrentl das sefardisehe Rabldnat in -seiner vtdleu Besetzung der Kehilla angeliört und angeboren will und aus diesen Kreisen -keinerlei'■■ Separation kommt, gibt es Mitglieder des aselikeiiasisrlien Rabliinats, die nieht zur Kehilla gehören, aus ihr ausgetreten sind, •ohne daß sie der ßeiiaralgeiiieiiul«-, «lein Ableger «ler Frank- . l’urtei Austrittsortliodoxie..heigetreti-n sind. Ein toller Zustand! Mail begegnet aurli liier'den sattsam, bekannten Aufrufen, «laß es Pflicht jetles Juden, «ler fromm sein will, daß er aus der Geiheinde, in «ler ajueli Sünder und .Gottesleugner sind, austrete und «ler Agudas Israel, der Srimratgemeiiul«-. beitrete.. Daß Vliese Melodie auch in Erez Israel gepfiffen'’ wird, ist eins der selniiery.lii-listoii Erlebnisse. Jenes groteske V erhältnis zwischen ' Kehilla und Rabldnat erfährt seine l>i;soiulere Note noeli «liireh «lie Tatsache, «laß das Rahliiuat eine Relninle von. weitgehenden'bclu'irdlirlirn und gericlitlii-lieii Kompetenzen ist. Niehl mtidaß «*s G«*ri«'lilsliolist. «leii je«l«*riitaini in zivilen Slreitigki:iteu auriifeii kann, es ist für die paläsliiteiisiselieu Staatsangeliörigen in allen familieure«'lifli«-.lieii AngiTegrnlieiteii. lli-irat, S«'livi.diing. I'.rlircclil. Familieureelit die . 1-11 lse-ln-i«l«-inI«* und zuständige Behörde. Und viele, «lie iliiii.uii'lil «le facto iinterworlen sind, unterwerfen sieh ihm aus nationaler Solidarität. Wenn mau nun weiß, wie wenig «lie ()rtho«lo\ie das Eh er echt fortzuhildeu verstanden hat, wie wenig sie sieh imstande gezeigt hat.. Recht und Stellung der Frau zu wahren gegenüber böswilligen Männern, so weiß mail zugleich, welche Aufgaben th's Drängens und Forderns, des Kämpfens und ltolireiis hier iiiK'll zu' lösen siml. Viele der Ellegesetze, die als Gesetze an sirh praehtvoll und weit atissehnueiiil_waren, setzen voraus, ilaß dem Gericht eine starke Exekutiv-, gewalt gegeben ist. sie war ihm einmal zueigen, aber sie hat es jetzt nicht mehr. Ein Beispiel aus meiner eigenen Praxis. Eine Kran. Polin ihrer Staatsangehörigkeit nach, khigte gegen ihren Manu, «ler sie böswillig verlassen hatte mul sieh nicht um sie kümmerte, seinen Wohnsitz nach Jerusalem verlegt hatte, heim Jerusalemer lt a h I» In a t s g e r i e h t auf S c h e i «I u n g. Das' Gericht ciitsehieil mul fertigte ein Urteil aus, daß «ler Mann verpflichtet und gehalten sei. der Frau den Srlicidebrief zu gehen. Der Mann kümmelte sieh nieht «lneum, mol «las Jci-osnlemee Rahhinalsgcrieht erklärte sieh außerstainle, ilwv-AInnn zu zwingen. Daß als«» Gesetze., di«* iiiit<’r ilir«‘ii friill«*- •ren Voraussetzungen wuhlliu'ii'l waren.'hier nirlil Fort - geliihh-t wurden, «-erh’ihl ih*rJ Alh-inlierrsf-liall «les rabbinisclicii Gerielites große Geiahrni. Ans den (>«•- l'alimi ereiht sieh «ler Zwang ziir.ForiJeriing «h-r Forlhiltliiiig. Diese Emile rillig ..Innen, ist eine «ler wesentlichen Aulgaheii eiu«;s iortsehritlUeheii .linh-ntiiiiis. das heißt hier, Leln-n und Lehre vereinen, leheiisnalu's .1 iidt-ntum gestalten. Für-G o 11 es'il i ciis'l ist in Jeriisah-ni liherreii'h gesnigl. imgi-zähltc IlelAuhen. Sviiagngeii. Minjaniln sorgen für Gehetsiuögliehkeit. Aber für einen dem Redüriiiis eini-s Westeuropäers geinigenileii Goltes- Ii<-■ i.-( ist in. W . ii'ur'an einer Stelle genügt: in.ih-in Teilipe! der Vereinigung Jrsrliimin. -Tempel ist noi-h nicht richtig. Von dem. gepinnten- Rap stellt zunächst — auch HUIhallifertig — «lie. areliilekloniseh außer- - <ii-ileiitli<'h geglückte. V'ersaiiiiiihing.slialle. In ihr wird gebetet. Dieser Gottesdienst ist. nach unseren HegriflVn,- konservativ, er richtet sieh nach drin' allen Gebetbuch. Aber gegenüber «ler Regellosigkeit, «lein Diirehcinainlcr der sonstigen Bctstulieii und. angesichts der von Natur vorhandenen Kürze «les palästinensischen Gebetes wirkt er mit seiner Ordnung, seiner Ästhetik, demGenieiiulegesaiig und .derTeilnahme der Gemein«!«’ als fortschrittlich, liier in Jerusalem, auf diesem heißen Roden, einen Gottesdienst schaffen zil wollen, der in einem weiteren Sinne . fortschrittlich wäre, das würde bedeuten, einen wahrhaften Kill-- tiirk-uuipf enlfesseln: «len «Ifirfte mau mir beginnen,, wenn so. viele Menschen «In sind, «lenen es ernst mol wahrhaft um eine Refonii des Gottesdienstes zu tim . ist, uinl die regelmäßig'an ihm teihlehineii würden. Oh aber so viele Menschen «hf-sind und Willen haben, das ist zu, bezweifeln. Noch dazu, wenn inan weiß, daß «lie Energie «ler fortschrittlichen lictätigung, che sic zum G<ittcsdicnst sieh wendet, so wichtig cr-iat, noch wichtigere. Aufgaben hat, tiätnlirli die Inangriffnahme «ler religiösen Erziehung überhaupt. Und etwas beginnen, was nicht aiifrerlitcrlialten bliche, wäre 'schlimmer..- als es gar nicht beginnen. Der Jeschurim wird von Amerika aus gestützt, von den Kreisen der Uniteil Sviiagogues, die gegenüber dem amerikanischen Kcförinjiidciitiim ein konservatives Judentum darstellen. Hs hat sich eine Gruppe gebildet, «lie sieh als foitsehrittlieh empindet und die es sieh zur Aufgabe gesetzt hat, um eine religiöse K r z i c h ii ng .«I c r Ju.gcnil in einem nichtortlunioxcn,* uiidoguiutischen

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