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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-06-10 · 24 (10.6.1936) · page 4

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
24 (10.6.1936)
Date
1936-06-10
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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mim m l« Hillen bei Anwendung dieser Grundsätze des Reiclisgcrichts die gesamten Umstände des Einzclfailcsl des Vertragszwecks und die Beweggründe der Parteien berücksichtigt werden. Erst nach der Gesnmlg<\*laltung des Rechtsgeschäfts ist zu prüfen, ob ein Verstoß gegen diese Grundsätze vorliegt.;RG Nr. 558A' 184 35.) Keine vorläufigen Genehmigungen für L:««l<*ngc»rhnrt.* \4iu teilen «h*r HaudeKkntutiicrii wird auf folgende’» aufmerksam gemacht. In "der Ictzicn /eil i-t i‘» wic«lerh«dl .v«irgi*k«uinin*n. «hiß l-*d«‘ngc-»elififle eYrichtc! oder ühcniomiiicn worden sind, ohne «laß die hierzu crforöerlh'iu* behördliche Geiiehiiiiguug vorhutldeti war. Die Folge *olchcr UhcrlnUungcn der b.\sli*)ieud:*n Vorschriften ist. «laß der uu«*rlutibt eroffiiele «ider ühcriwmmicuc Betrieb unverzüglich um der P«diz«*ivcrwaltung wieder g.**clih»»>en wird. Attßcr<h*m wird ein gerichtliche* Strafverfahren eingelcitet. Die Ansicht. «laß <•* möglich *ci, bis zur endgültigen Eitl*ciiridimg eine vorläufige Genehmigung zu hekommeu. i»l nur-in >dir beschränktem Umfang zutreffend. Eine <*i»*tweilige_ Erlaubnis kommt in ktdunn Falle ilanu in ,Frage, wenn da* Geschäft bereit!» begonnen worden i*t. bevor der Antrag auf Zuhi**ung zum Einzelhandel eingereieht ist mul die- Behörde sieh an*drüeklieh .«.ehriflüeli mit «ler vnrlnufigirn Führung de* Ge*chfifl«*s einverstaiulen erklärt hat. Die Frlauhui* zur vorläu/igeu G«**cli5flsfdM*.ruabnn* kamt tu dringenden' Füllen erteilt werden, jedoeh nur. weuti «lie» zur Vermeidung größ«*rcr Vcriiiög«*ns'crlu*lc unerläßlich notwendig crseheinl. 'Vor allen Dingen aher mir s*o w«*il. al* der ordnung*-. mäßige Antrag auf Zulassung. ge.*te||i ist und es sich um ein au— siehlMiiche* Verfahren handelt. Da* heilst, es muß sieh auden dum Antrag licigrftigteir Unterlagen <*rgcl>en. daß mit besonderen Einwendungen wegen fehlender Sachkunde, mangelnder Zuv:*rlässigkeit «»der mißergowöhnlnher rherscizung in «In* fragluhen Geschäftsgegend, nicht gerechnet zu werden braucht. Häufig *ei zu heohaehten. daß iYr*oiicu. die ein G«**«-häfl uhernriiiucu wollen. IxTeit* den Kaufvertrag ahsclilieBeu. und sogar eine Anzahlung leisten, bevor sie die Genehmigung l»esi(zcu. Stellt sielt daun bei der Prüfung heran*.«laß die Voraussetzungen de* Gen-tzes niehl 4*rfülli sind und die Erlaubnis uielt'l erteilt werden kann. *o entstehen jedesmal «*rhehliche Schwierigkeiten, die aller, weil sr)h*t verschuldet, nicht behoben weiden können. Jedenfalls wild' hierin kein ausreichender Grund für die Krlcihmg einer vorläufigen Genehmigung gesehen. Eidesstal I L’rhr Versicherungen .Die Deviscnstellen fordern bei Anträgen für .Schenkungen oder Uutcrstützungs/ahluugrn in «h*r Regel die Reihringnug einer ..ctde&staUlichcu \ crsii4»cning*k. Die Empfänger der Schenkungen u:»w. geben jedoeli häufig mir eine ausdrückliche Versicherung o«Ier eine Erklärung nach lx*st«*m W issen und Gewissen ab. Die Reiehsstelle für Devi*enbewirlsehaftuug weist in einem Schreiben darauf bin. daß dir Devisenstellen die Auweistiug haben, sieh rcg«*lmäßig mit ausdrücklichen Versicherungen zu hcguiigcu und die Ahgabe einer cidr,s'slat(lirh<*u Versicherung »ne daun verlangen sollen, wenn begründete. Zweifel, au ' der Richtigkeit einer Erklärung bestehen. d)us gilt auch für die Erklärungen iulämliseiier Empfänger iiueutgeltliiher Zuwendungen aus Sperrguthabenihvv. la-hrlinge in Eiiiht*il*pmsg;\*rhuftrn Die Jhmdebkamnieni veröffentlich«*!! ein Urteil eine* V«»rumudschaflsgeriHils. das sieh gegen die Resehäftigung von Lehrlingen in Einheitspreisgeschäften wendet. Die Ausbildung in di.-srn Gesehäfteu »<*i lückenhaft wegen der geringeren Güte der Waren »md der mangelnden Reichhaltigkeit der Warenlager. Außerdem enthalte sie keine Itürohrsrhäftiguiig und sei. daher nicht mit der Gründlichkeit der mishthlrndcu Faehgesehä’fle vergleichbar. Der Jährling aus dem Kinhrilspreisgr.sclfafl sei deshalb auch am Ende seiner laduziit noch üiH*rwiegeud ein ..ungeh*ruler Kaufmann" und alie deutschen ludu-triemid llandelskamiuern ließen daher Milch«: Lehrlinge aurh niehl zur Knufninnusgcluircnprüfiiug zu. Das 4’rwähnlr 1 rteil spricht den Grundsatz aus. daß «ler Eintritt von lahrliugeu in Einheitspreisgeschäfte grundsälzlieh nieht zu r geiirhmiürn sei. . Neue Vuurdiiuugeu für Abzahlungsgeschäfte Die Finigungsämti'r für Wctthcucrhsstrcitigkcucu haben zu den Ahznhlungsg4'*ehnrten jetzt erneut Stellung genommen. Alis den Gutachten sei als besonders wichtig hervorgeliohen. daß Abzahlungsgeschäfte, die sieh über mehr als Jünf Jahre erstrecken. ni<*hl handelsüblich sind. Regrümlet wird dieser Standpunkt damit. dnl> da* . I'.m/clhandclsgrschäfl selbst mir rin beschränkte* Zablimgs/.iel In-kuimne und zur Fnrlführuug des Geschäfte* flüssige Mille! hraueiie. Die Möglichkeit, notwendige EiürirhlJuig>üei:cnstiinde iiaeh fünf Jahren Ralenznhhmg al* .Kig<*uliiin zu erwerben, -ei für den •iiuhrmitirltcu Käufer kein Vorteil, da er durch die Summe der Ralen/.ahlungni erdrückt wir*!. Ungewöhnlich lantifri-tigr Kredilgesehäfte ah/u-eldießen. um «ladunii .den» Um-alz zu steiucru. s«*i hedenklieh. wenn auch nicht sittenwidrig. Ferner ist für unzulässig erklärt worden. Teilzahlungsgeschäfte ..ohne Anzahlung" vorzunebnien. ' Derartige Verkäufe verstoßen nach herrschende» Auffassung gegen die guten Sitten und können imlcrhuiidcu werden. Die Anpreisung ..ohne Anzahlung"!>ede«te für die X4’rhraiichersehaft einen Anreiz zunt Scluildenniaehen. Die Reste4*hmigen gingen heute dahin. Kreditverkäufe möglichst zu vermeiden, daher sei es besonders wirtseliaftssidiädlieli, wenn fcolehe Kreditverkäufe ohne Anzahlung »»geboten werden. \\renn es ain-h in Fiuzelfällen tatsächlich manchmal im Gesciiüftslehru zu erkaufen - kommt, ohne daß eine; Anzahlung gefordert wird, so ist dies itn Eitizclfalle nieht ohne weiteres zu beaustunden. Etwa*. anderes sei es aber, wenn die Bereitwilligkeit zum Abschluß dieser Verkäufe in der Werbung ausdrücklich angckündigl tuid damit «ler Anreiz. Milche ungesunden Käufe zu tätigen, ausdrücklich geschaffen wird. Begrenzter Sommerschlußverkauf Nach 4’iii(;r im ..Reichsanzcigor“ veröffentlichte» Anordnung de* Reiehswirt*euaftsmiui-ter* dürfen Jiei den diesjährigen Sommer-" Schlußverkäufen eine ganze Anzahl V4in Waren, mshes.m«hrfe Textilien, nicht zum Verkauf gestellt vyrrdeu. Aus den nicht zugelas*enen Ware» M-ien als wichtigste hervorgeliohen: W ä*ehe- *toffe. Ilandlüelur. ReU\vas<li<“. IIrnculiülr. Reruf-kleidung. Pelze. Teppiche. Si*hirme. Retten. Matratzen, Inletts. Die genaue Li*le i*l au* der auillieheu Rekanntmaelning zu enluehiueu. Die Aufwcrlungshvpotheken ■... Auf einer \ erliamlslagung der Hausbesitzer wurden wirblige Mitteilungen über das Verhältnis zwischen Hausbesitzern und I lypntlickcugläuhigcrn gemacht. Vor allen Dingen ist danach für die Frage der Aufwcrtimgshypolhckcn mit einer, Lösung zu rechnen. Das Dezemher-Moralorium umfaßt bekanntlich die Aufwertiuigsliypolhekeu nicht, mi daß diese am 31. Dezember 1^136 fällig werden würden.. Nach «len getroffene» Vereinbarungen sollen aber die Aiifwcrtungshvpnlhrkrii nur fällig -werde», wenn triftige Gründe, die* in «ler Person des Schuldners oder in der mangelhaften Sicherheit' des Objektes liegen, eine. Kündigung ul* angebracht erscheinen lassen. Eine Kündigung «ler Aufwertung*-' Hypothek h»H nieht ausgesprochen werden, wenn der Schuldner auf die wegen der Verlängerung ihm gestellten Redtugungcu niehl «•iugehen will. Es soll im Rclieben des'Schuldners stehen, ob eine Fc*ischrcjhuug auf längere Zeit erfolgt. Eine Verlängerung «ler Hypothek ilureii Ncrsieheniiigsgesellsebafteu miII niehl vom Ahseliluß v«m \ ei*iehenni“*ve»'trägen abhängig gemacht werden. Bei längerer,. I'e*tse]ir<-ihuug durften nicht höhere Kosten erhöhen werden als hei Goldimirkhypothckcu üblich ist. Wenn die Zinszahlung jetzt nachträglich erfolgt, darf sie bei Verlängerung nieht im vfirausverlangt werden. Darlehen und W’iihUahrtsunlrrstüt/ung Na«*h «len einschlägigen Vorschriften muß der Empfänger von W'4ihlfaiirlsutitcrstül7.ung dem Wlohlfnhrlsumt jedes Einkommen und jede Einnahme millcileu. die ihm ziifulll. Zti diesen Einnahmen, die gemeldet werden müssen, zählen aurh freiwille Zuwendungen. In einer neuen Entscheidung wir«! fcstgestellt, daß auch Darlehen unter diese Vorschriften fallen. Ein Bezieher von Wohlfalirtsiinterslützung halt ein Darlehen, «las er erhalten hatte, im*ht dem Wohlfahrtsamt mitgcteill. Das Gericht hat ihn wegen Betruges bestraft. In «ler Begründung, die vom Olierlandesgerieht in Düsseldorf zu «lieser grundsälzlieh wichtigen Frage gegrlxm wird, heißt t?s: Alles, was der Bedürftige von dritter Seil«* oder «liireh eigener Arbeit erlangt, muß dem Wohlfahrtsamt angezeigt werden. Es Kt niehl Sache «les W^ohlfahrtscmpfämiers. zu prüfen, oh eine Einnahme anmeldepflichtig ist »der-■ niehl. Eine Ililfshedürfligkcil wird daun nicht als gegeben angesehen.' wenn. «Irr Bedürftige «len notwendigen Lehenshedarf von amh*rer Seite, und sei «*s auch mir «larlelm*weise. erhält. aus BRASILIEN zurück: Herbert Frankenstein Wirtschaftsberater Berlin —Sao Paulo Dozent «1. Wirtschattswtssensch.l. Radio SaoPaulo Brasllisn-Auswanderungs-Boratung durdi Jurist und Wirtschaftswissenschaftler — Uebersledtung - Vermögenstransfer — Geschäftsgründung — Wirtschaftsberatung — Ständige Korresp. u. Vertreter I. Brasilien BERI.IN CIIARLQTTENBURQ. ScIilüteistraUe 37 Sprechstunde nur nach telefonischer,Voranmeldung:»C 1 Steinplatz 33*3 RtiEfeisTF m imm<& Neue (ie*.*t/e ln «lje*en 'lagen i-l ein Maß- und (i «• w i e b i * « e s e I z mid eine .\>i-lühnuig*\ei'orduung dazu veröffentlich! 'w-nrdrit. - Prakti*eh wieiiiiu i*>t «l irau*. daß \|eß“eräte in N .*rk«i:if**i.*l|e<i VMlUvommi-n frei und übei-ieiulhh aufgestrlll werde'* mü*-en. Sie dürfen von Geg:'ii-l:iiid.‘n tnnl vom Verkäufer nicht verd«'* kl vu*rdeu. damit «lie ksiiltre «lie \\ nage»- «dm:* we*eiilliehe I ni*l:iude le «>b:.ehleu könix n. Jede \\ aaze in Läden muß hei Nielilheniilzuu” tmhela-lei *em und -i«*n vor «len Augen der Käufer <*iu*pirlen. Meßgeräte, die niehl geeiehl sind, «lie keinen <iülli»e:j Jahr«*—leiupel tragen, deren Stempel v;*rw i*cnt «»der enlw ei let *iud. um*»cn an* ih*m V.-rkelir u«'Z«»geu v««*i,deü. Mit «lern 1. Juli Irrte n wichtig«* n«*ne B e * i i m m u n r n über, dir!>'«■ u r k uii d n u g v,«».r k' «> n * ii I :i t e n in Wirksamkeit. die be-onder* für Auswanderer von Wichtigkeit sind. Danni'h *iud deutsche Beiufskoiisnln zur ('iff(’ut!ieh«'U Bi*urkuiidiiug v«ir ihnen;ihg«*ü«*lM*ner Evkläniugeu. auch von Auflas*iiti»eu. zuslaiulig. aul't rdem können ♦h*ut*eht*. Sl-aalsangeimriee vor ihnen Testamente mm Lrhvertrüge’- errichtrn. Benifskoiisuln können aulw'rdeiii dir l.rhtheit in Deutschland ausgestellter öffenilirlirr l rkuudeu he*uitigi*ii; Da* siaudesaiutliehe V«*rfalm*u vor «h*n K«iii*ulai'heh>>rdeu ist rheufallin wichlizen Piiukie» ahgeäudert vvor«h*n. Die Regbitiliigimu einer luMiselirifi «*rfcdgt künftig ohne umständliche* Vti'biincn «liireh einen \«*rm:rk nach «h*n \Urschriften «h*> (.e*«tz«t über fr«*iwiilige <b*rieii|sharkeit. Die Beglaubigung kann durch jeden Konsul erfolgen. Au» «Irin Bnnkrci'ht In «l«*r ..Denisehen JiMi/i* >vir«l ein grundsätzliches Urteil «le* Riiehsgerieht* über die Frag.* Bankier lind Kunde \eröffeulliehl. In diesem Urteil heißt e*. daß da- Bankgeschäft in ganz he*on- «lenrnt Maße Vrrtraiu*n*ge»ehäfi *<*i. * Mehr niu*!i al* sonst im g«*M'liäftIicbeu Mn;n i*i im Bankg«**eliäft «ler Kunde von .seinem Cieseliäftsgegner. «ler Bank, abhängig. In «len sehvrierigeu. verwickelten mul für. den Außenstehenden schwer üher*ehhareu Verhältnissen «les Geldnmi W ertpapierhamlrl» ist «ler Kumlr darauf ang«*w irs«,n. «laß seine Bank nicht nur ihre eigenen, sondern '“auch die Belange de- Kunden bcrücksuditigl. ins|u**omh*re. «laß sie ihn aofklärl. wo «*s nötig i-t. ihn vor Schaden zu bewahren. In einer anderen, dieser Tage veröffentlichten Entscheidung heißt es. daß «Irr begründete \ erdacht, ei» Bankkunde mtßhra*.i(*he *rine V oSImaelit. die Bank verpflichtet. Erkundigungen filier da* iuuruvcrkfdlni* zw i-clint dem Bankkunden und *eim'm VOlIm.ieiitgelier «•it»zu/iehet». Dioe /Etkundigimgen «lürften auch nivhl deshalb uutrrla*»en v»erden. weil «*iv\a «ler Bankkunde in «ler nffeullieltk.'il aU zuvcrlä-siger (b*ehfifl*m:iiin bekannt i»t. RG. 1 347 34.; e \ ervierriieher Eigennutz — neue Rechtsprechung Durch «las Gesetz vom -3. Juni 1*133 war heim Reiehsgeririil ein großer Senat Ifir Zivilsachen gehihlel wortlen. «ler Ents«*hvidiingen üIhu- Zivilsachen von grundsätzlicher Redrittinig entscheidet, über. di<* Zweifel hesleiien. Als erste Entscheidung nacii der Rihlimg hat «lieser Senat ein Urteil übe«* die Nichtigkeit von Vertragen weg«*» u »statthaft «• n E i g c n n ii l z «* s gefällt, da* von allgemeiner und grundsätzlicher Bedeutung i*t. Danach ist ein Reiditsgcschäfl. hei «h*m I.«*islitng ’uuti Gegenleistung in auffälligem Mißverhältnis zueinander stehen, ohne daß die Merkmale «les Wuchers vorlicgeu. nichtig, wenn außer «lern Mißverhältnis-eine solche Gesinnung «les «lie filtcrmäßigrn V«»rleile heauspiliebenden Teil* fcstzusteMen ist. daß «las Rechtsgeschäft nach Inhalt. Rew<*ggniml und ..Zweck gegen «las gesunde Volkst'inpfiiiden verstößt. Auf «liese. (b'sinming kann unter Umstäiuleu aus «lein Mißverhältnis geschlossen wenlen. Wenn sich ein Teil böswillig oder grohfahrlässig «ler Erkenntnis verschließt. «laß si«*h «ler andere Teil au* «ler mißlichen Lage heran* auf «lie schweren Redingmige» einläßt, so kann dies in Verbindung mit dem Mißverhältnis da* R«*ehtsgosehäft nichtig machen. Wer im Wirtschaftliche.». so führt «las Reichsgericht aus. «lie schwächere Lage eine* anderen bewußt aiisnutzl. um übermäßigen Gewinn zu erzielen, zeigt unstatthaften Eigennutz uml handelt also"verwerflich. Ebenso handelt, vier si«*h mit l.eiehtfertigkeit «ler Erkenntnis verschließt, «laß sieh «ler andere nur au* «len Na«-hteil«*n seiner Lage heraus auf «lie ihn beschwerenden Bcdingiiugen entläßt. fn der Praxi* SPORT Berliner Umfchau Ausgi'/richncler Sport in den Tcnnis-Vcrhandsspielcn Di«*, von den Reriiaer Tennisvereinen eingerichteten Runden- Manusehaflsspiele halt«*» am letzten Sonntag .ihren ''Höhepunkt in «ler Begegnung der ersten Herrenmannschaften des ISG. 33 und «les TemiKklubs ..GrunuwnhFb Wie nicht anders erwartet, gelang den •.•.Cruneuühlern“ ein zahlenmäßig einwandfreier Sieg mit 7:2 Punkten. 15:6'Sätzen uml 119:93 Sjiiclen. Die einzelnen Spiele nahmen jedoeh durchweg einen spannenden, keineswegs einseitigen. Verlauf, die JSGer leisteten vielmehr hartnäckigen \Yi«ler*luml uml gaben sieh erst nach heftiger Gegenwehr geschlagen. Chemischem! kommt vor allem «Irr Sieg des jungen, stark verbesserten Sachs. «Icr in zwei Sätzen I*evin»Go)dschmi«It 7:5. 6:3 schlug. W'olff dagegen gewann in kürzester Zeit gegen Jau«*h 6:0. 6:0. Interessant ging es am*h zwischen den ersten Herrenmannschaften von Tenui*clul> Rar Koehha und Tcnmsiduh „Kaiserallee" zu. Auch liier «las gleiche Bild: Bar Koehha gewann, mul zwar* mit &:3 Punkten, 15:B Sätzen uml 116:96 Spielen, hatte jedoch weit schwerer zu kämpfen, als es «las nackte Ergebnis besagt. Tii «len nmlrrcu .Spielen waren «lie ersten Damenmannschaften «lc‘s Tennislcluhs ..Grum-wahP1 «ler «les Temusrlubs ..Kaiserallee1* haushoch ^»erlegen. Das''Ergebnis: 9:0 Punkte. 18:1 Sätze. 118:61 Spiele. Die. I)amenmanns«*haft «les TSK. unterlag «ler zweiten Damenmannschaft «les Rar Ko«4d>a mit 3:6 Punkten. 7:14 Sätzen uml 70:113 Spielen, mul «lie dritte Herrenmannschaft «les Tcumsklul».» ..Grnnewahp* schlug Tcnmselnb Bnr Koehha 3. Herren mit 6:3 Punkten. 15:8 Sätzen uml 119:95 Spielen. Berliner Yorfchau Endrunde um die Hamlliallmeislerseliafl des RjF.-Spnrtbumlcs Am kommenden Sonntag ' wird die mit Spannung erwartete Endrunde um «lie Ilaudhallnicislersehaft des RjF.-Sportbundes zum Auslrag kommen. ISG. 33 und RjF. Aachen, «Iic sieh durch einen Sieg über «len al* spielstark bekannten RjF. Darmstadl in der Vorschlußrunde für dieses Spiel «pialifizieren konnten, sind die Gegner. Die Berliner sind. Favoriten, trotzdem dürfte cs ein spannendes Spiel gehen. «las nach den Bar Koehha — ISG-Bcgcguungen zu «hm Höhepunkten der Saison gehören «lürftc. Dem Spiel. «Ins um 17.15 Uiir beginnt, geht ein FrauenspicI voran. In der Zwischenrumle um «lie Ifamlballmeisterschaft, «ler Frauen des RjF.-Sportbmides stehen sieh TSG. 33 und RjF. Krefeld, gegenüber. Schon lim 14.15 Uhr treffen sieh in einem Fußball-Gesellschaftsspiel ISG. 33 Berlin und RjF. Krefeld.. Verhandsspielc im Tennis Die Vcrhandsspieh* im Tennis wenlcn mit einigen wichtigen' Begegnungen fortgesetzt. Auf «len- Plätzen in «Icr Leihnizstraße treffen si«*h «lie ersten II«Trcninannsehaften von Tenniselub Bar Koehha Mn«! Timniskhih ..Grunewahl“. Der TSK. empfängt in der" Wittclsbneher Straße «Re erste Herrenmannschaft des Temnscluhs ..Kaiserallee11 und in «1er Kaiscrnllcc stehen «len ersten Damen des gastgehenden Velins die starken zweiten Damen «les Trnnis«*lubs Bar Koehha gegenüber. Sport im Reich Bar Korhha Berlin IlainlliaHineisler «les Deut»c)icji Makkahikre'ses Nach einem Vorspiel, «las ein«: zweite Mannst'iiafl «les Bar Koehha Leipzig gegen Bar Koehha Ifalle I mit 9:0 gewann, standen si«*Ii in Leipzig «lie erst«*» Münncrinnnnschnrien «les Bnr Kneliha Uakoah Berlin und «le* Bar Ko«*hha Leipzig im Eiulsi»iel um. «lie Ilnndbnllmristersi'hafl des D«*iils«*hen Afnkkaliikrcises gegenüber. Nach .hartem Kampf g«*wannen «lie Berliner nul 9:,5 /um Schluß fihrrlc*gim. mußten si«*h jedoch stdir anstn*pgen. um die kurz nach Beginn sehn» mit 3:! ffiliremlen und zur Halbzeit mit 3:5 im«*li gb*i«hli«*geinh*n Leipziger zu *«hl'igen. Die Berlim'*r gewannen verdient. Denn gegenüber «fr» Leipzigern, die - nur in Kinzrlaklinuen zu gefallen wußten, ‘zeigten sie «*in s«*hönes KomhinnlitmsspieL da* sich nach mul näi’li «Inreliselzttf. 'Werner Spaiulau war mit vier Toren der erfolgreichste Torsidiüt/.e «les Tage». .; Stuttgart Fußballmeister des R jF.-Sporthi»Klcs Tu Stuttgart standen sich im Endspiel um «li«* Fußballmeisterschaft «le* RjF.-Sporthinnles «lie Mannschaften «les RjF. Stuttgart und des ..Sidiihl" Betilhcn gegenühcr. Beide Mannschaften war«ui *ieh gleiciiwertig mul. Stultgarl konnte ' nur durch A erwandhing ein«**. Elfnif'ter* mit 1:0 .knapp grwinnen. N:u*ii «ler Pau-e gelang dann k«*in«*r Mannschaft mehr ein Torerfolg. trotz«Iem *i«*h lieitlen Parteien .melm*re C!»anc«*n boten. Die Bcttlhcncr 'Mannsehafl kämpft«* außi'rst unglü«*klielimul hätte hei etwa* mehr Olui'k zumiiüh**! fin Unentschieden erziehen können. Feehtinrislrrsehaften des njF.sSportliiindes . Die «*rslen Feehtnieisterschaften des BjF-Spnrtlnuulcs wurden, in Offenliaeh a. M. linier größer Beteiligung durchgeführl. *Bid «len Damen war Li«**! Koch eine Klasse für sieh. Die Frankfurter»! gewann ihre Meisterschaft mit großer Überlegenheit ohne eine Nicilerlage vor der’ Offimbncherin Wolff lind der Frankfurtori» l'rohmann. Bei den Herren gewann itn Florett Wintcrsehweig 'Offenhneh) vor Merzhaeb 'Frankfurt a. Md und Dr.'Meyer . 'Wi«**l»a«len im Degen Stark fOffenhach) nach Stiehkampf gegen Dr. Mever (Wirsba«l;,n) und im Sähel wie«lenim AViutersehweig vor Merzbaeh. Tn den Gefe«,lit«*n «Icr Knnhcn mi«l Junioren, di:* bereits ein recht erfreuliches Können an den Tag legten, dominierten «lie Frankfurter. RjF. Mamihrini im TToekcy ungesclilageii Bar Koehha Frankfurt a. AL veranstaltete ein llockrylurnier. an «lein «i«*h einige «ler besten Mannschaften aus dem Beieli l>eteiligt«*». Im Gesantlergchnis belegte «lie Elf des RjF. Mannheim «len ersten Platz vor Bar Koehha Hakoali Berlin, «he im enls«*hei<len«len Spiel 1:0 ges«*hlagcn wunlcn; untf TTIS Afünelien. «lie im Kampf um den dritten Platz dem Veranstalter mit 3:'0 da* Nachsehen gaben. HauptschrtftleUer: Dr. Eugen Tannenbaum. Berlin Wilmersdorf. Leiter der Anzeigen-Abteilune und verantwortlich für den Inhait der Anzeigen: Werner Heine. Berlln-Wilm — DA 1 Qu. 1936 3033. Preisliste Nr. 3 Verlag: V>rlaeseenrissen«chaft in Deutschland ansässiger Juden zu Berlin eOmbH, Berlin - Charlottenbure 2. Bleibtreustraße 2. .Druck: Sonnendruckerei GmbH «Felix Wnlft. Berlin-Chariottenburg 4.

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