Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 50 (11.12.1935)
- Date
- 1935-12-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage 11. Dezember 1935 JÜDISCHE AUGEMEME •'■ IEnUNC .;\ Rabbiner Dr. Caefar Seligmann ßlböl im «/ Die Sidra Waiischlaeh (I. Buch Mos. 32.4— Zu feinem 75. Geburtstag I Von MAX DIENEMANN Die Sidrn Wajiachlacli (I. Buch Mos. 32,4—36,43 schildert Jakobs Hingen mit dem Engel und die Begegnimg zwischen Jakob und Esau. In dem Torjinbschnitt, der am kommenden Sabbat vorgelesen ■Wird, in dem Abschnitt wajischlach, wird der Name „Israel" zu •unserer Kenntnis gebracht und unsorem Bewußtsein eingefügt. Unser Urvater Jaakob erhült den Namen nach seinem Kampf mit «lern unbekannten Mann, den schon der Prophet Hoschca als „Bote" 'Gottes, als Engel, bezeichnet. „Israel soll dein Name genannt werden, Stroitcr Gottes, denn du hast gekämpft mit Gott und mit Menschen." Was vom Urvater, der am Eingang der Stammcsgeschichtc steht, berichtet wird, wurde von Anfang an auf den jjonzen Stamm, auf das ganze seinen Namen tragende Volk bezogen, jeder in unserer Mitte soll ein Israel, ein Gottesstreiter sein, -hat nur seine Berechtigung als Glied des Ganzen, wenn er als ein solcher, als Träger des Erbes sich, fühlt. Was aber heißt das: -„Du hast gekämpft mit Gott?" Kann der Mensch mit Gott kfimpfen? Ist es nicht geradezu gotteslästerlich, solch ein Wort zu sprechen? Man hat dem Ganzen dio Wendung gegeben, es Jiedcutc, für Gott kämpfen, u m Gott kämpfen, so versteht man «das Wort, und man versteht es richtig so, Israels ganze geschichtliche Existenz war von Anfang an ein Kampf um die rechte 'Gotteserkenntnis. Aber genügte diese deutende Wendung? Und Nach einer Zeichnung von Arthur Oalllner Rabbiner Dr. Cäsar Seligmnim schließlich lautet das Wort doch: du hast mit Gott gekämpft, so ist der Wortlaut, und von ihm muß man zunächst ausgehen, •er muß doch auch seinen Sinn haben. Vielleicht onntc es einmalig, bei der dort geschilderten Begebenheit, bedeuten ein JCümpfcn wider jemand, so aber trugen wir es nicht in unsere Geschichte und unser Leben hinein. Vielmehr das bedeutete es ■uns, daß es Aufgabe ist, kämpfend Gott inuns heimisch zu machen, ihm die Wohnstqtt in unserer Mitte, der Gemeinschaft und des Einzelnen zu erkämpfen. Es kommt hier ein Stück der uralten jüdischen Vorstellung zum Ausdruck, daß Gottes Sichherniedersenken, sein Kommen zu uns zwar Gnade und Geschenk ist, aber daß der McnBch darum ringen undkämpfen muß, und daß Gott sich selbst zugleich von der Tat des Menschen abhängig gemacht hat. An das Bibelwort und seihen Sinn denken wir, wenn wir an •diesem 14. Dezember Rabbiner Dr. S e 11 g m a n n ■ zu seinem 75. Geburtstag, der gerade auf diesen Sabbat füllt, beglückwünsohen. Sein Leben und sein Wirken ist getragen von diesem Verantwortung begründenden Gefühl, ein Gottesstreiter zu sein, daß jeder Jude und ^der zur Führung Berufene erst recht, einen Kampf mit Gott und um Gott, mit Menschen und um Menschen zu führen hat. Es liegt uns besonders nahe, ihn als den I i b e r a \ e n Rabbiner, ,als den Wortführer des religiösen Liberalismus zu •würdigen, und gewiß ist er das in einem repräsentativen Sinne, •aber es ist das Tragende und Bestimmende seiner Persönlichkeit, daß er Rabbiner sifilechthin ist, der Gcsamtgemeindc verantwortlich, mit einem Worte Rabbiner im Klal Israel ist. In frühester Jugend schon in der Tora unterrichtet und auf sie hingelenkt!, heimisch in dem Judentum der schlichten und selbstverständlichen Frömmigkeit und Frömmigkcitsbctütigung, hat er immer «lastiefe Verständnis für alles Konservative und die Konservativen gehabt und ihr Recht in den Gemeinden anerkannt. Man kann, ohne sich von der Wahrheit zu entfernen, sagen, daß, wenn in .jenen kritischen Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts ein Mann wie Seligmann mit seinem Respekt vor der Überlieferung und' •seinem Verständnis für die Ansprüche der Konservativen in der Gemeinde eine Gemeinde oder Judentum in Deutschland zu führen .gehabt hätte, es nicht zu der traurigen Abspaltung gekommen wäre, dio mit ihren Kämpfen so viel Kraft lahmgelegt und von Wichtigerem abgezogen hat. Man braucht nur seine so klar und überzeugend geschriebene „Geschichte der jüdischen Rcformibewegung" zu lesen, um das bestätigt zu finden; Sein Liberalismus ist nicht der einer Negation, eines Kampfes :g c g c n etwas, sondern ein Kampf um eine rechto Scelenhaltung, Jim ein rechtes Verständnis Gottes und seiner Forderung, ein Kampf darum, Gott in den Seelen der Vernachlässigten und Entfremdeten wieder heimisch zu machen,' ihm dort die Wohh- '•statt zu bereiten. Darum ist er ein Kampf mit Gott und um und für Gott ündv zugleich auch ein Kampf um Menschen. Er ist ein Kampf darum, das Wort dor. Tora sc unmittelbar zu uns sprechen zu lassen, daß. es in seiner Einfachheit und erhabenen Größe und der Gradlinigkeit der Forderung verstanden werde, unverivisclit und nicht abgebogen durch das Prisma einer bestimmten Zeit, der einmal , Genüge zu tun war; zugleich aber auch ein Kampf um den Willen der Juden selbst, ihn in der Richtung auf «das Judentum in seiner Einfachheit und Schönheit und in seiner ■Gegebenheit zu lenken. So Viele waren durch Vernachlässigung seitens der Eltern . oder seitens der nur im Alten Wurzelnden und das Alte anerkennenden Erzieher dcB vorigen und vorvorigen Geschlechtes gleichgültig, unwissend geworden; es war oin gut Stück seiner Lebensarbeit, sie der Gemeinschaft Israels, der für Gott Streitenden und die Sendung wcitcrtragcndcn Gemcinschoft, wieder innerlich zuzuführen; diese Wiedergewonnenen nicht nur oinem inhaltlosen Gemcinachaftsbcwußtscin einzugliedern, sondern sie mit der Ahnung Gottes zu erfüllen, sie Gott zuzuführeit, ihre Herzen für den Anruf Gottes aufzuschließen und empfänglich zu machen. Ein gut Stück seiner Lebensarbeit war es, die Menschen, die unter dem Einfluß einer falsch ausgewerteten naturwissenschaftlichen Denkweise mechanisiert worden waren und ein Bewußtsein von Gott verloren hatten, Gott wieder finden zu lassen; für die Menschen, die, weil sie die alten Formeln des Sich-Gott- Nahcns nicht mehr verstanden, und, soweit sie sie verstanden, nicht mehr bejahen konnten, die neuen Formeln und Worte zu finden, in denen sie ihr Beten-Können wieder entdecken konnten. All das ist nicht nur ein Kampf um und für Gott, ein Kampf um Menschen gewesen — warum gewesen?, ist er nicht fort und fort notwendig?, und Gott sein Dank führt ihn Soligmann heute in alter Frische —, sondern auch ein Kampf mit Menschen, ein Kampf gegen viel Mißverstehen und Nicht-schcn-wollcn, ein Kampf wider Trägheit und Bequemlichkeit und Herrschsucht. Zeugnis dieses Kampfes um die Menschen, um und für Gott ist die mustergültige Art, in der er in einer Zeit arger Verwahrlosung den Religionsunterricht in den Frankfurter Schulen ausgebaut und so zum erstenmal in einer modernen Großstadt alle jüdischen Kinder für diesen Unterricht erfaßt hat, ist seine eigene Lehrtätigkeit, in der er im Laufe einer langen Amtszeil! Hunderte und Hunderte von Kindern dem Judentum gewonnen und in ihm erhalten hat; Zeugnis ist das von ihm für seine spezielle Gemeinde, die um die Westend-Synagoge Geschalten, hergestellte Gebetbuch und seine leitende Tätigkeit bei der Abfassung des liberalen Einhcitsgcbctbuches. Man kann einen solchen Kampf nur führen, wenn man in der eigenen Seele, im eigenen Denken ständig ein Ringender ist. Seligmann ist nicht nur ein Mann, der auf ein einmal aufgestelltes Dogma festgelegt ist; er hat sich allen (Wandlungen, die im Denken und in den Grundlagen* des Gescllsohaftsaufbaucs sich vollziehen, offen gehalten. Darum ist sein Liberalismus nioht in ein einmal aufgestelltes Schema eingespannt, sondern voll der Wandlungsfähigkeit; ' die gerade dem auf Entwicklung sicli gründenden liberalen Gedanken zu eigen sein muß, wenn er nicht selbst erstarren und zu einer — sit venia verbo — liberalen Orthodoxie werden soll. Frühzeitig hat er, um nur c i n Beispiel hier zu nennen-, erkannt, wie sehr der Liberalismus der früheren Jahrzehnte mit einem rationalistischen Denken verschwistert war, daß aber in aller Frömmigkeit ein Irrationales unentbehrlich ist, und daß man diesem Irrationalen alB einer berechtigten und legitimen Grundhaltung Raum geben muß. Gerade in einer Zeit, die völlig entgegengesetzt ist der Zeit, in der der röligiöse Liberalismus zu seiner klassischen Grundlegung und seiner klassischen Ausprägung kam, ist es von besonderer Wichtigkeit, daß an führender Stelle ein Mann steht, der um die Wandlung der grundlegenden Begriffe weiß, und indem er ihnen Rechnung trägt, dem Liberalismus neue Möglichkeiten eröffnet und neue Wirkcnsfcldcr aufschließt. Ein solcher Kampf um Gott in den Seelen und um die Seelen der Menschen hat zur. Voraussetzung ein Wissen darum, daß dem Bedürfnis der Menschen itach Selbständigkeit, dem Streben nach „Persönlichkeit" eine Grenze gesetzt ist, daß der Mensch in der Vereinzelung des Halts entbehrt, der unentbehrlich bleibt. Er siv'.it ihn heute in der stärkeren Anlehnung an die Gemeinschaft, c» sucht ihn in einem Sichwcgwcndcn von der Regellosigkeit und in einem neuen Sichhinwcnden zu Regel und Ordnung. Es ist nicht schwer, heute diesem Zuge zu folgen, wo das gesamte Leben von ihm beherrscht wird, keiner sich ilun entziehen kann, wo der Pendel stark nach dieser Seite ausschwingt. Aber es war Weisheit und Voraussicht, war ein Stück des Kampfes um eine rechte gottverbundene Scelenhaltung, dieser Notwendigkeit Rechnung zu tragen in einer Zeit, in der die meisten in einer solchen Ordnung des Lebens ein Stück autoritären Zwanges erblickten. Seligmann war der Anreger und der Führende bei der Erarbeitung der sogenannten „Richtlinien". Daß sie damals den Widerspruch der Orthodoxie *und ihrer Mitläufer fanden, war begreiflich, denn diese wollten nur eine dem Wortlaut und dem Umfang des Gesetzbuches, des Schulchan Aruch,. gehorchende Ordnung anerkennen; daß aber auch die Liberalen jener Jahre kein Verständnis für sie hatten, war Zeichen dessen, daß sie noch völlig im Individualismus wurzelten und daß sie nicht ahnten, wie aufgelockert der Roden war, in dem diese Wurzel haftete. Wie sehr er aber bei allem Verständnis für dio Notwendigkeit einer Regel und einer Ordnung auch des religiösen Lebens im engeren Sinne des Wortes um die Notwendigkeit einer liberalen Haltung gegenüber dem Begriff Ordnung und Regel im Religiösen weiß, das bewies eine Abhandlung, die er ganz kürzlich über den Unterschied von Gesetz und Gebot im Bezirk der Religion schrieb. Einen Kampf um Gott und um die Seelen der Menschen zu führen, hat zur Voraussetzung ein Vertrautscin, mit dem, was in den Seelen der Menschen lebt, mit der Richtung ihres Denkens und Urteilens, wie es aus dor Denkform einer Zeit und einer bestimmten Umwelt geprägt ist. Der Jude soll sein Denken am Wort der Tora orientieren, aber er kann diesem Wort nicht die Formkraft verleihen und Geltung schaffen, er kann sich von ihm aus nicht mit der Zeit auseinandersetzen^ wenn er nicht diese Zeit von innen her kennt und begreift. Noch ehe Scligmann auf den Rabbinatssitz von Frankfurt gerufen wurde, hat er in einer Zeit, in der die Menschen der Moderne mit jener naiven Gläubigkeit gegenüberstanden, die sie im Religiösen längst abgestreift hatten und verlachten, in einer Vortragsreihe, die sich dann zum Buch verdichtete: „Judentum und moderne Weltanschauung", mit dem damaligen Zeitgeist sich auseinandergesetzt und ihm das wirkliche lebendige Judentum gegenübergestellt, einem Buch, das seine Geltung auch heute hat trotz den Wandlungen der Weltanschauung, die sich inzwischen vollzogen haben. ' Einen Kampf, noch dazu einen um Gott und für Gott, kann man nicht in leidenschaftsloser Ruhe, in der Distanz akademischer Erörterung führen, ein Kampf verlangt Leidenschaftlichkeit ' und1 innere Bewegtheit. Daher das starke sittliche Pathos seiner Rede, durch das die innere Bowcgtheit seiner eigenen Seele, seine Ergriffenheit, seine Uberzeugungstreue hindurchschimmert, und in dem man die innere Festigkeit und den starken Willen hindurchspürt, der ihm bei aller persönlichen Liebenswürdigkeit, bei aller Überlegenheit zu eigen ist. Zu einem solchen Kampf aber gehört auch der fröhliche Glaube an die eigene Sache, das Vertrauen, das durch alle Enttäuschungen, die man in den eigenen Reihen erlebte, nicht erschüttert wird; ein Glauben und Vertrauen, das ein Liberaler von heute erst recht braucht, da der Liberalismus in seiner- Grundlegung in die Verteidigungsstellung gedrängt ist, nicht von Seiten seines alten Widerparts, der Orthodoxie, hör, sondern von seiteri der Gesamthaltung der Zeit, die, selbst auf den Schultern des Liberalismus stehend, an allen Voraussetzungen w ' \ •ffa 7^ät^"^«(4j; , nS> a^ja^ara'ro-cft \y jfCTTSi WT9PW> -n?a '""-"w^^-tt^' .;-.{ k$a; . YÄn'^y^/;.^ -f?»-, w^.arw.vw ' "tVa 1 ' •■ftVp ^^vvitivxs', - ,. ■w» Tpirfln^in «1 ^aS^öm^ ' t- ■ l>- "'SW\WJ >to ' 7 Uli <*r- .^A Jakobs Kampf mit dem Engel -*»^Cfe&3 Darüber: Jakob hinkend und der Himmel mit der goldenen Zweiten Haggada des Germanischen Nationnlöonnc. Aus de muscums in Nüriibcr lMMIIItllllltllEtllMIlinilll......tllltttlllltl......IIIIIIIIII.............IttltllllHIIIII.........IllllllDlIMI].....1...... THEATER, KUNST, LITERATUR Der früher am Frankfurter Rundfunk tätige Komponist und Pianist Erich Itor Kahn wurde zu einer zweimonatigen Tournee mit der Geigerin Viola Mitchell nach Amerika eingeladen. Funkarbeiten von Alfred Auerbach „Die Interjektion" und eine Komödie „Der Star" wurden von der deutschen Abteilung des tschechischen Radio zur Sendung angenommen. * Die Stadt Tel A w i w hat den Dichter Saul Tsohcmieliowski anläßlich seines GO. Geburtstages zum Ehrenbürger ernannt. Tschernichowski, der als Vertreter der neuhebräischen Literatur in das Ehrenpräsidium des Internationalen Pen-Klubs in London gewühlt wurde, hat u. a. auch das finnische Nationalcpos Kaiewala, die Ilias und Odysso, Goethes Reineckc Fuchs und andere Werke der Weltliteratur ins Hebräische über- Aus Anlaß des 100. Geburtstages des französischen Komponisten Saint-Saens hat die Große Oper in Paris sein Opernoratorium „Samson und D a 1 i 1 a" mit den ersten Kräften in den Solopartien und der zweiten Solistengarnitur in den Chören in einer Festaufführung herausgebracht. Der Jüdische Kulturbund Berlin bringt als nächste Premiere Bizcts Oper „Carmen" unter der musikalischen ■ Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Roscnstock. — Für die Kinder seiner Mitglieder veranstaltet dor Kulturbund in seinem Theator zwei bunte Nachmittage am 25. und 26. Dezember. Es wirken mit: Max Ehrlich, der Zauberkünstler Berger-Balan; ferner gelangt Offenbachs Einakter „Hanni weint — Hansi lacht" zur Aufführung. Am 26. Dezembor gibt im Rohmen einer Sondcrvcranstnltung des Jüdischen Kulturbundes Berlin Lotte Lcwy (Leonard) einen Lieder- und Arienabend im Bccthovcnsaal. Ein literarisch-musikalischer Abend findet am 17, Dezember, 20.30 Uhr, im Hause von Frau Toni Frankfurther, Grunewald, Königemarckstraßc 4, statt. Dr. Rudolf Frank liest aus Beinern Werk „Ahnen und Enkel". Edvard Moritz Bpiclt neue Kompositionen (Uraufführungen). Susanne Landsberg-HoUaender sirigt Lieder vdn Moritz, dio der Komponist am Flügel begleitet. und Zielsetzungen nicht das Bleibende und Unverlierbare - w e r - tot, das was sie selbst erklärt und möglich gemacht hat, sondern nur das abwertet, was er nach ihrer Meinung zuviel an Bindungen gelöst hat. Von wie vielem wäre noch Kundo zu geben I Von der Leitung der Vereinigung liberaler Rabbiner, der tätigen Mitarbeit m dem Vorstand der World Union of progressive judaisme, von dorn Wirken in der liberalen Kultuskommission des preußischen Landesverbandes, der Stellung, die er im Vorstand des Allgemeinen Rabbinerverbandes einnimmt, von seiner mustergültigen Führung unserer ' früheren Tribüne öffentlicher Aussnrache, des Liberalen Judentums! Vor allem aber von dem MeYischon, dem tief religiösen, warmherzigen, immer hilfsbereiten und freundlichen, immer von warmem Interesse für jedermann erfüllten, dem klug Ratenden und in jeder schwierigen Lage Mäßigenden und Schlichtenden I Aber es. handelt, sich ja nicht darum, von ihm zu erzählctn, sondern ihn zu beglückwünschen, der, eben von längerer Krankheit genesen, neu in seine Arbeit sich begibt. Wir wünschen ihm und uns, daß ihm Gott weiter die Kraft und Frische erhalten möge zu sein.und zu bleiben; was er war, ein S t rc i t e r G o t tes, der -mit-Gott und Mens ehe n kämpft' und über-, windet. Uns bleibt. er das lebendige Vorbild des liberalen Juden. Türkisch» jjr^MgJj