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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-10-23 · 43 (23.10.1935) · page 6

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
43 (23.10.1935)
Date
1935-10-23
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Auch um der Erhaltung •" de» Judentums willen kann sio nicht das Gesetz übernehmen. Aber da nach <lor Meinung dieser Jugend viele der Formen, unabhängig von oller gedanklichen Überzeugung, - auch wahrhaft ■■ jüdische;: Lebensformen woren, glaubt sie eben, als Formen jüdischen Lebens. , viele der Gesetze auch für sich selbst wieder lebendig und jüdisch ■ fruchtbar machen zu können; Sie ist sich dabei bewußt;* daß sie damit die Formen zu etwas-anderem macht, als was sie in .unserer Religion bedeuten, sie nimmt sie auch nicht mehr in ihrer Gesamtheit, 'sondern greift aus der Fülle der Formen die heraus, dio auch für sio noch oder wieder sinnvoll sein können- Sic hegt dabei die Hoffnung, daß damit auch wieder'manches von dem religiösen Gehalt offenbar wird und sie so auch allmählich, das Gesetz wieder Werten lernen kann als das, was es ursprünglich im Judentum war und heute noch sein muß; :-Es ist selbstverständlich, daß wir Alteren diese. Ehrlichkeit der Jugend achten mösen, auch dann, wenn wir sie nicht! ganz verstehen: oder als falsch betrachten müssen. Wir glauben, daß wirklich vielen unserer Jugendlichen auf diesem- Wege ein Zugang zum Religiösen wieder geöffnet werden kann, wenn sie, überzeugt vonjlcr Notwendigkeit der Form, das Gesetz — so kraß-C3 auch klingen mag ^— vorerst des Religiösen ganz entkleidet und au- Iflngt zu tun. Als Autorität, als Gesetzgeber mag dann wirk-' lieh im Anfang der Bund stehen, der ja seine Mitglieder zu jüdischen und, so glauben wir,,.auch zu gläubigen Menschen crziohen will, unddem deshalb das. Recht der Erziehung nach;zu, religiöser Verpflichtung zusteht. Gefordert werden ober muß mit allem Nachdruck, daß man den Anfang macht. Und wenn immer wieder .gefragt wird: Weierles Gesetz eigentlich sollen wir tun?, »oll dio Antwort, immer wieder lauten; Gewiß nicht alle, gewiß sollen keine neuen Richtlinien'aufgestellt werden, aber . -■' ■ ■'" r ..'',''■■1'. ,' -' '' . "' ' ' - ■.,- ' ' .anfangen soll jeder, Ernst machen mit dem Gesetz, mit der Form, dio ihm am klarsten und seiner Überzeugung: ., nach am einleuchtendsten. zu erfüllen ist. Auf einer Tagung des Verbandes der jüdischen Jugcndvcreino Deutschlands im Jahre 1922 sprach der Verfasser dieser Zeilen in diesem Zusammenhang: „Ein Jeder fange an, und bemühe sich, irgend ein Gesetz zu cr- .. füllen, er wühle sich dos aus, meinetwegen, wob ihm' besonder» einleuchtet,' und erfülle es mit ganzer Kraft und ganzer Seele, erfülle es mit neuem Inhalt, neuem Leben, und ich .glaube bestimmt, in dem Augenblick, da der erBto Schritt getan ist, da er sogar reiche Befriedigung für sein Gemüt und sein Herz in der Erfüllung des -von ihm gewühlten Gesetzes . fühlt, ■ wird er den Weg. langsam weitergehen, langsam und allmählich . . .v Iis mag sein, daß das scheinbar willkürlich aussieht,, als ob jeder »ein eigenes Gesetz mache, seinen eigenen Schulchan Aruch, aber ich glaube'diese Willkür'verantworten zu können, wenn nach dem . ersten Schritt, der getan ist, man langsam zur Tora kommen wird, . zur Tora des Judentums." (Jüdische .Blätter, Mitteilungen des Verbandes der jüdischen Jugcndvereinc, Juli 1922.) Damit ist auch ein anderes gesagt. : _ . In der .religiösen Form prüg^sich nicht nur das Sehnen des Einzelnen nach der, Verbindung mit Gott aus, sondern zugleich' auch- " ■'■■•-, '•■• der Wille zur Gemeinschaft. Die, Zeit des schrankenlosen Individualismus ist vorbei. Wir sind in eine Epoche eingetreten, in der der Mensch von heute in starken Maße zum Kollcktivwescn wird. Wesen und-. Begriff der Gemeinschaft aber — auch darauf Iiut Dienemann auf der Tagung unserer Vereinigung im Januar; dieses Jahres hingewiesen — muß heute anders aufgefaßt-werden als früher, nämlich als Gegebenes und Vorhandenes, als ein Ober-Individuelles, als etwas, das da war, bevor der Einzelne da war. Heute handelt es .sich darum, den Einzelnen in die Gemeinschaft einzuführen und in ihre religiöse Formcnwclf, und wir möchten meinen, daß um der GemcinBchaft, um der. Erhaltung der Judenheit willen, n u eh d ie : Älteren leichier als früher den Weg zur Form finden können, donn alle worden erkennen müssen, daß nichts anderes Judentum und Judenheit zusammengehalten hat als die-Religion mit ihrer Form. . ' Bekenntnis zur Gemeinschaft aber bedeutet zugleich auch llckcmitnis züm E i n h e 11 s g c d a n k c n unserer Gemeinden. Man Bolltu meinen, daß heute wahrlich kein Raum mehr ist für schwere Kämpfe zwischen Liberalismus und Orthodoxie (die Trcnnungs-Orlhodoxie sei dabei ausgenommen., da-»it anscheinend auch heute nichts gelernt hat, und aucli hcut<! noch den Kampf gegen , den religiösen Liberalismus mit. allen Mitteln fortsetzt). Wir glauben auch, nicht, daß die Jugend, in welchem Lager sie auch stehen mog, irgendwie -Verständnis für diese Zerrissenheit hat, und wir Bind der Meinung, daß auch wir Liberalen — sofern wir es nur mit unserem Gewissen, mit unserer religiösen Überzeugung vereinbaren können — nllos tun sollten, um dem Kinhcitsgcdunkon in unseren Gemeinden immer mehr zum Durchbrach zu verhelfen. Es wird sieh vielleicht hie unu da eine Notwendigkeit ergeben, da wo es um die Einheit gehtauf die Orgel im Gotteshaus zu verzichten. ' Nicht etwa, daß wir Liberalen nun zugeben sollten, daß sie religiös nicht zu rechtfertigen sei, sondern lediglich darum handelt ea «ich, Schwierig. keiten, .die gelegentlich für dio Einhoitsgcmeindo'- heut entstellen,. fortzuräumen. Dosist lediglich eine jüdisch-politische Frage. Wir sind davon überzeugt, daß die .ältere liberale .Generation, dio in der- ,Orgcl; vielleicht; noch ein- Wahrzeichen solch religiös-, liberalen: öeistes sieht^mit .Entrüstung\dXcscn' Vorschlag ablehnen,• wird; sio-wüd ihn gar violleicht als Verrat an der, liböralcn Saclic betrachten. Die Jüngeren ober, werden 'für 'den Vorschlag; Vorstundhi» haben, weil die Orgol für . sie, weder .in historischer, noch . in. .anderer..Beziehung,' ein Schibbolot der Partcicn;dnrstollt. .Sie.- ..ist keine grundsätzliche Frage .für. Bio.. 'Selbstverständlich darf. - dadurch die ,'Würdo,.'idas.: Ästhetische in .unseren. Gottesdiensten,, keinen Schaden nehmen. ■ Nicht im einzelnen wurdehier, dio Stellung: zum Gesotz dar-, gestellt,,sondern nur das Grundsätzliche boIHo hervorgehoben und die Voraussetzungen klargelegt werden. Es wird darauf ankommen, ob es möglich sein wird, unBcro Menschen., von heute wiedor für religiöses Erleben empfänglich zu machen, und das ist gleichbedeutend für ein einfaches, Bchüchtcs Glauben. Was nun;dic religiöse Form anbelangt, so sahen wir,-daß sie in weitem Maße in Auflösung und Abbröckolung begriffen ist,- daß insbesondere: die ' Jugend, noch kein innores Verhältnis 2ü ihr gefunden hnt. Aber 1 wir haben houto geistig ein anderes Verhältnis zum Irrationalen. . oder besser zum Spezifischen in dor-Religion.' Schon betont heute der-religiöse Liberalismus, trotz Anerkennung , der-Entwicklungsidee , corado. dieeigenen; spezifisch jQdischcn Elemente der Religion, das Hebräische wird-neu gewettet, die Tradition tritt mehr, in den Vordergrund, und-insbesondere, das Sehnen der Jugend nach Bindung, -Autorität und Gemeinschaft«! Aber auch das kann, dieliberal verstandene Religion, nicht aus ihrer Erstarrung jiorausrcißcn; es gilt, sie wieder in einen lebendigen jüdischen-Lebens-Zusammenhang zu bringen; es gilt, nachdem das Dogma gefallen ist; < einen rcligiöfl-scbüpferischcn -Untergrundzu schaffen, . dem die Religion zum selbstverständlichen Ausdruck inneren Lebens wird. Und diese Lösung drängt, -weil, nicht nur für eine -kleine Schicht des - westeuropäischen Judentums; -eondertv. für j.das gesamte Judentum das: Problem dor Einung der Religion mit modernem Fühlen und Leben brennend geworden ist; es gilt, kurz gesagt, nouc roligiöso Lcbcnsformcn zu finden, eine , neue religiöse Gemeinschaft - aufzubauen.'. Das. Entstehen religiöser Lebensformen aber setzt eine lebendige Gemeinschaft voraus; und gerade diese befindet sich in Europa, in stetem Abbau. Es gibt meines Erachtens eine Hoffnung:'es-ist : der Auf bau.einer neuen jüdischen Gemeinschaft in Palästina. Hior, wo der Versuch gemacht wird, von Grund aus neue Lebensformen zu finden, eine neue Gemeinschaft aufzubauen, hier ist die größte Hoffnung, wenn nicht jetzt, dann in. ferner Zukunft, daß auch eine neue religiöse Gemeinschaft,. neue Lebensformen entstehen können, und damit auch die wichtigste Voraussetzung für ein neues Erlebnis und einen lebendigen Glauben. - Für dieses religiös-liberale Judentum ist jetzt, darüber sind wir uns alle einig, eine Zeitwendegekommen, undcino neue Chance ist uns - gegeben. Alles wird darauf , ankommen, diese Chance - zu nutzen, indem: wir. wahr zu machen versuchen, .was Leo Bacck einmal. bo formuliert hat: „Judentum heißt ernst nehmen, ernst machen, sich nicht mit dem Worf begnügen; denn einem Wort; das bloßes- Wort bleibt, fehlt eben der Ernst, einer Rede, die nur Rede bleibt, fehlt das Jüdische. Sich-Einsctzcn, etwas sein mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mitganzer Kraft, nicht nur hingehen, um sich zu begeistern, sondern etwas : leisten, nicht nur Eingehen,' um zu reden oder um zu hören, sondern etwas erfüllen, Opfer bringen, das ist Judentum, das ist jüdische Religiosität,. - das , ist uns das liberale Judentum." <i„ . Zuschriften zu dieser Rubrik an .Herrn, Rabbiner ' , Dr. Max-Dienemann. Offenbach a. M.,, Körnerstraße 12, erbeten. ^totteatöailtt ■ in den Synagogen mit neuem Ritus Frc i tulg, 25. Oktober.. Lindenstraße• und. Friedcnstcmpcl: -17 Uhr.: -Jf$ue Synagoge; und. Lützowstraßo: 18 Uhr: . Fasanen-.'- straße:. 18.30 Uhr.., Levctzowstraße und Schmargendorf: 19 Uhr. Prinzrcgcntcnstiaßc: 19.15 Uhr., Ansprachen: Neue; Synagoge; Swarsonsky. Lindenstraße: Warschauer. Lützowstraße: Hamburger. -: Fasanenstraße: Wiener. Levctzowstraße: Lcwkowitz.' .Prinz-- regontcnstiaße: Gallincr. Predigt: Friedcnstcmpcl: Graf.; Liberale Synagoge Norden, Schönhauser. Allee 162, - 7,15 Uhr; 'Zimot. Liberale. Synugogo Osten, Kniserstraße-30, ,7.30 Uhr: Brase». Liberale : Synagoge:■ Nordost, Prenzlauer Promenade 176, 7.30'.Uhr: Adle.- Liberale Synagoge Westend, Kaiserdamm 78» 7 Uhr: Goctz. Liberale Synagoge Wcdding-Rcinickendorf, . Triftstraße 63, 7.30 Uhr: Zucker, Jüdischo Rclrgionsgcnicinde Cliarlottcnburg; Schulslraßc 7, 17 Uhr: Pfingst. Jüdische Roformgcmcindc; Joacliimsthaler Straße 13. 18.30: Uhr: Koppel. .:■ S onn a b« n d, 26. Oktober: Hauptgottesdienst .vorm. ,10 Uhr. ■ Frühgottcsdionst: Iindcnstraßc, Levctzowstraße, Prinzregcnt^natruße ■7.30 TJJir. 'Liberale'.Synagoge Norden, Zimct. Liberale Synagoge Osten: Brasch. Jüdische Rcligionsgcmeindo .Charlottcnburi: 9.30 Uhr. , Sonntag, 27. 0ktober. Jüdische Rcformgcmciudc, .lohnuiiisstroße 16, 10.30 Uhr: Gottscbnlk. FcHtschrifl für Max Dienemann. .Im Anschluß un unsere -kürzlich hier erschienene Besprechung bittct-uiis der Vorstand der Israelitischen llclipionsgcnieindc : Offcnhach. a.,. M. darauf "hinzuweisen,-daß .etwaige Bestellungen: an den. Vorstand der Gcmciiido z. JI. des, Herrn Dr. Guggenheim, Offenbach. a. M., Tulponhofstrfl(Jc;54, zu richten sind.. ' - -,.,: '■.■• - ES SIND ERSCHIENEN: Gerhard Scholemt.Die. Geheimnisse .der Schöpfung. Ein Kn- , pitcl nuS'"dem SoHar. , Bücherei..des..Schoeken-Vcrlages. Bd. 40. •' ."V'.-Der-'So1iftr'>v<IaB-'-'-i,Buch Jcb Glanzes"; ist das wenig gekannte, dafür um . so nicht- - zitierte,^angefeindete .undgepriesene Hauptwerk der Kabbala, ein.-Wierk, voller.': Allegorien und Symbole, da»- dem Laion, selbst- Unter so kluger. -Anleitung " wie -der.; Professor Gerhard Scholen«,- nur, sehr Bchwer. zugänglich ■ ist. SeliQlcm hat •••.•■es unteniommcn, durch eine -Einführung, in-, das, Wesen des Buches, ' schien literarischen -Charakter, seine, lintstchung und umstrittene Autorsohaft den Zaubcrgortcn.zu.erschließen.- Als eine dcr.Früchlo bietet er die mystiSclic'Deutung der ersten Verse der: Schöpfungs- - 'geschiente dar;'die den eigentlichen Sohar einleiten. Das Bändchen ist besonders liebevoll ausgestattet. Martin Stcfnschcin. Jüdische Rhapsodie. Verlag Hamburger Rundschau, Hamburg. ■ .-.> Ein zum Glück nur sohr dünnes Bändchen mit „Vcrson der - Zeit". Eb wäre kein Vcrhrst gewesen, -wenn sie die Welt der DruckcrBchwärzc nicht erblickt hätten. Es. sind teils prosaische, teils „poetische" Worte, zu schlechten Reimen verbunden; mein Worte darüber zu machen, lolmt -sich niclit; ...... .♦. Jüdisches Jugendbuch.. Herausgegeben von. Emil Bernlnnl Colm und Else Rabin., Jüdischer Verlag, Berlin. Unter diesem Titel-'.verbirgt-sich der fünfte .Jahrgang;!>■» •Jüdischen - JugendkalCndcra. Dio. Namensänderung und die. neue hübsche.Gewandung Bind ihm' ausgjszcichnet;bckommen.-. Vor allein überrascht die Zusammenstellung: m ihrer bunten Vielseitigkeit, die keine Langeweile aufkommen, läßt und die Fantaiic gespannt, hält. Humorvolle Schwänko wechseln, mit besinnlichen,, zum Nachdenken anregenden Geschichten, lustige Bilder . .(Heinz Wallcnberg und Georg Brodsky) mit Rätseln Und Denksportaufgaben ab. Hermann Samtcr gibt ein Lebensbild:des englischen Staatsmannes Bonjuntiii Disracli; für die sportlich,interessierte Jugend läßt Felix Pinozowcr dip Gestalt des -ersten jüdischen -Mcisterboxcrs , DanioL .Mcndoza aufleben. ' Seihe Erzftrilcrkunst . beweist E.: B. Cohn mit ehnBsidischen Gcsdiichten und einem "hübschen Erlebnisim palästinensischen-Kinderdorf. Auch .Noten und Gedichte , .fehlen, nicht, ebensowenig das obligate Purimspicl. Das Buch, dcm.ciii illustrierter Abreißkalender mit Preisrätsel und - Stundenplan.. beigegeben ist, wird der jüdischen Jugend viel Freude bereiten. -.... , ' Ein neues Werk von Arthur Silberglcit, Die . K ü n s 11 c r - .ilfo der ,1 0 d i 8 c h c n G o m c i n d c gibt einen; Gedichtbaut des Lyrikers Arthur1 Silberglcit heraus. Das etwa 30 Seiten starke Buch kostet 1 RM- Die durch Subskription bestellten Exemplare sind vom Dichter handschriftlich -gezeichnet; Listcnmotcrial versendet die Künstlerhilfc, BerUh-Charjottenburg 2, Kantstraße ,158, Bismarck 6023, bei der auch, Buchbestellungen erfolgen können. Die Jüdische Buch-Vereinigung, bringt als nächste Neuerscheinung ein. heiteres -Buch trostreicher Vergangenheit und^ Zukunft: „Ahnen und Enkel", einen Roman in- Erzählungen ,von Rudolf Frank. Der:lloman wird Ende November den Mitgliedern der. JBV. zugeleitet. Die Eröffnung des Winter-Semesters der Lehranstalt für die WiüBcnBchnit des Judentums findet am. Montag, den 28. Oktober 193C vorm. 11 Uhr, in der Aula der Lehranstalt, N 24, JViiillericstraßo 14, statt. ' .- : - " Der Kurt Singersche Chor (Berliner Arztcchor) veranaUllct im Rohmen - des Rcichsvcrbandcs der Jüdischen Kulturbünde, zu •Ehren des 50. Geburtstages -seines Begründers am- 24. Oktober, Ö.15 Uhr, in der Philharmonie ein .Festkonzert unter Mitwirkung der Solisten Paula Lindberg (Alt), Hormann Nahm, (Tenor), Julius Peissachowitsch (Bariton), dcB Kulturbund-Orchesters und, - des Kuiiiirbund-ChorB. Es .werden zu .Gehör gebracht: die beiden Bach-Kantaten;,Du Hirtc: Israel, höre", „0; ewiges Feuer, , o Ursprung der Liebe", „Schicksalslied" von Bralims und - „Die _ \Val- •purgisnacht^ von Mendelssohn. " 7 Personalien. .Der langjährigo , Vorsteherder jüdischen Gemeinde Hciligcristadt: (Eichsfeld),.^Zigarrenfabrikant Adolf Cahn, begeht in ,diesen Tagciv seinen. 50. Geburtstag. 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