Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 1 (2.1.1935)
- Date
- 1935-01-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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gerichtsrat Tuchler sich seinem neuen Amt und seinem großen Aulgabenkreis mit ganzer Seele und ganzer Kraft widmen werde. Die Versammlung genehmigt sodann den Erwerb /von zwei Grundstücken, auf denen Hypotheken der . Gemeinde ruhen. Eine dringliche .Vorlage des Gemeindevorstandes, der Klciderkammer 3000 RM. zur Anschaffung von Kleidungsstücken zu bewilligen,-, wird von Frau .. Fa 1ken be r g (Lib. 'Fraktion) warm befürwortet. .Herr' Gottfeld' und Herr Kauf mann treten für eine Erhöhung der Summe ein. - Die Versammlung beschließt, der Klciderkammcr einen Betrag von 5000 UM. zu bewilligen: Anregungen, dio die "Herren Marcus, Sobotker und Dr. Fleischer (lab. Fraktion) zur Erweiterung der Tätigkeit der Kleiderkammcr der Versammlung unterbreiten, sollen geprüft werden.. " . GemeindegesSngc der Jüdischen Reform-Gemeinde. Difc Itcjorm-Gcmcindo hat soeben ihre. GcmeüldegcBungc im Druck erscheinen losBen. Das Buch enthält neben den Gesängen der allwöchentlichen Abend- und Morgengottesdienste auch die der Wallfahrtsfesto und der Hohen Feiertage sowie die Gesänge der alljährlich im Frühjahr stattfindenden Einsegnungsfcicr, für welcho die Reform-Gemeindo als einzige Jüdische Gemeinde in Deutschland eine, besondere Liturgie geschaffen hat. Die „Gcracindcgesänge" werden neben dem Schallpla'ttchwcrk, das den ganzen musikalischen Teil des Gottesdienstes umfaßt, nicht nur bei außergottcsdienBtUchen religiösen Feiern ein unentbehrlicher Helfer sein, sie werden auch im Unterricht bei der Besprechung der Liturgie zu ihrem Rechte kommen. — Dos „Elternhilfswork für die Jüdische Jugend" hat dem Wunsche . Ausdruck gegeben, auch" mit "der Reform-Gemeinde freundschaftlich zusammenzuarbeiten; diese hat das Anerbieten des Eiternhilfswerkes angenommen und wird sich in dessen Vorstand durch den Vorsitzenden ihrer Repraseritontenversammlung vertreten lassen. Aus den Gemeinden Breslau. Der jüdische Frauenbund, der im sozialen Leben Breslaus eine wichtige Bedeutung hat, beging die Feier seines 25jährigen Bestehens. Seine Schöpfungen hoben für alle Kreise der jüdischen Bovölkeruhg Breslaus Segen getragen. Ein Kleinkindorheim betreut die Jüngsten, Adoptionsvermiftlung und Kjnderfürsprge hilft den Kindern weiter. Das Kinderlandhcun in Fünsberg hilft Alten und Jungen, «ich einige Wochen körperlich und seelisch in der wundervollen Gebirgsluft zu kraftigen. Im. Montessori-Kindergarten. werden ältere Kinder regelmäßig gespeist' und betreut.' Im Beate-Guttmann-Hcim finden Menschen, dio aus irgendwelchen Gründen keine Möglichkeit der eigenen Häuslichkeit mehr haben, liebevollste Aufnahme, und die Paula-Ollendorf-Schule im Heim bringt jungen Mädchen Möglichkeiten der praktischen hauswirtschafthehen Ausbildung. Frau Paula Quendorf j die fast alle diese und andere Schöpfungen mitgeschaffen bat, sprach Über diese Leistungen, sie kam dann auf Probleme der Jetztzeit zu sprechen und betonte immer wieder, daß man gerade jetzt nach Möglichkeiten für dio Jugend, die in Deutschland bleibt, suchen müsse. Musikalische und Theatervorführungcr« folgten. '. R. T.' Dortmund. Hier wurde unter großen Ehrungen das yer diente , Ehrenmitglied des Vorstandes, Herr David L e e s e r; zr Grabe getragen, der im 82. Lebensjahre verstorben ist. Von „1904—-1929 hat r er . die Syna^ogengemcirideals Vorsteher vorbildlich geführt und ist jederzeit lebhaft für den Gedanken des religiösen Liberalismus eingetreten. Ihm ist die Bewährung der Gemeinde vor Zersplitterung und die Erhaltung ihror Einheit zu danken. Dio Lauterkeit seines Wesens, die' unantastbare Ehrenhaftigkeit, sein starkes Gerechtigkeitsgefühl und der Respekt vor seiner Persönlichkeit hatten das vermocht. Er war Stellvertreter des Vorsitzenden des Verwaltungsausschusses im Verband der Synagogengemeinden Westfalens, Mitglied des Vorstandes vom Israel. Altersheim in Westfalen und gehörte u. a. dem Vorstande der^ Zentralarmenkasse in Bochum an. In der ersten Legislaturperiode' des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden war Leeser Abgeordneter für Westfalen und Mitglied der liberalen Fraktion. Als_ der Fünfundsicbcnzigjährige seines Alters wegen von der Gemeindeführung zurücktrat, ernannte ihn die Gemeinde zum Ehrenmitglied des Vorstandes, das Rabbinat verlieh ihm den _-Cbflwoxiitei,_das_Altersheirn, in Unna benannte ein. Zimmer nach ihm. In Dortmund errichtete man eine Stiftung, die seinen Namen trägt und ihn in der Gemeinde fortleben läßt. ( Gjeiwitz. Die Gleiwitzer Synagogen-Gemeinde beging in v festlicher Weise den 70. Geburtstag ihres Vorsitzenden, des .Justizrats Arthur Kochmann, über dessen Persönlichkeit und vielseitiges Wirken bereits berichtet worden ist. Im Rahmen des Sabbat'gottesdienstes fand die religiöse Feier statt, bei der Rabbiner Dr.' Ochs den Jubilar als vorbildlichen Menschen, Juden und Staatsbürger . würdigte. Am Sonntag folgto im Gemeindesitzungssal ein Festakt, _ an dem die Gemeindekörperschaften, die Vertreter sämtlicher einheimischen Organisationen und die Delegierten der Vorbände, denen der Jubilar angehört, teilnahmen. Für den Gemeindevorstand sprachen Rechtsanwalt Dr. Ernst K o h n , für die Repräsentantenversommlung Sanitätsrat Dr. Schlesinger, für die Jugend und als Seelsorger Rabbiner Dr. Ochs, für die Reichsvertretung der Deutschen Juden Rechtsanwalt Dr. J. L., Solig söhn, für den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden Kammergerichtsrat W o 1 f f , für den oberschlesischen Synogogengemeindenverband Apotheker Kunz (Bcuthen). Ansprachen hielten ferner Rabbiner Prof. Dr. G o 1 i n s k i (Beuthen), Oberkantor Richard Cohn, Obermagistratsrat a. D. Guttmann . .(Breslau) und Justizrat Skaller (Beuthen). In einem deutschen und hebräischen Gedicht brachten zwei Kinder herzliche Wünsche zum Ausdruck. Im Verlaufe. der Ansprachen wurde die Errichtung einer „Justizrat A rthur-K-ochmann-Stift ung" bekannt gegeben, deren Zinsen der Jubilar nach eigenem Ermessen alljährlich zur Verteilung bringen wird. Justizrat Kochmann dankte mit bewegten Worten für die zu seinen Ehren veranstaltete Feier und gelobte, solange ihm ein gütiges Geschick Kraft und Fähigkeit gebe, die ihm anvertrauten hohen Pflichten zu erfüllen. Die Feier endete mit dem von Oberkantor Cohn machtvoll zum Vortrag gebrachten Gesang: „Dio Himmel rühmen" (Beethoven). Die Feier legte Zeugnis ob von der Verehrung, dia man dem Jubilar im deutschen Judentum weit und breit entgegenbringt. Hamburg. Frau Dr. Katharina Leimdörfer, die Witwe des vor zwölf Jahren verschiedenen Ober-Rabbiners des Tempels, feierte in voller -körperlicher und geistiger Frische ihren 75. Geburtstag. Der Vorstand des Tempel-Verbandes ließ durch eine Abordnung seine Glückwünsche aussprechen. Frau .Dr. ' Leimdörfer hat sich lange Jahre als Vorstandsmitglied des hiesigen Humanitären Frauen-Vereins betätigt. — Im Jüdisch-libe- . ralen. Gemeinde Verein hielt Frau Lilli Me y e r - Wed e I über das Thema: „Die Aufgaben und Leistungen der sozialen ■ Gemeindearbeit" einen sehr interessanten Vortrag. — Oberkantor Alter aus Hannover gab im Curiohaüs ein Konzert. Er erhielt reichen Beifall. E. F. . .. '■ Lotte Leonard ist von Bruno Walter als Solistin für dio Hlndelfeier im Concertgebouw in Amsterdam verpflichtet worden Die Künstlerin wird ferner in der Silvesterfeier des Luxemburger : Senders Lieder und Arien in deutscher und französischer Sprache nun Vortrag bringen. Wie die Pofener Bericht für dio ,,Jüdischo Allgemeine" von JULIUS WALTER Posen, im Dezember. Bei dieser Frage worden wohl manche erstaunt einwenden :: Gibt es denn noch der ungeheuren Abwanderung der'Jahre 1919/1920 überhaupt noch Juden in der Provinz Posen? Jawohl. Ihre Zahl — ohne Pommercllcn — wird mit etwa 7000 angegeben. Davon sind etwa 2500 deutsche Juden. In etwa zweieinhalb D-Zug-Stundcn ist die polnische Grenzstation Zbaszyn' (Bentschcn) erreicht. Ben tschon, heute keine selbständige jüdische Gemeinde mehr, gehört jetzt mit Grätz, Neustadt d. Pinne, Buk, Wöllstein, Birnbaum, Rockwitz und Zirke auf Grund des neuen polnischen Judengesetzes, das die früheren 125 jüdischen Gerneinden Posens in 19 neue aufteilt, zur jüdischen Gemeinde Ne u to misch e 1. Es ist dies heute eine jüdische Gemeinde, die von der deutsch-polnischen Grenze bis noch Posen reicht, und wohl eine der entvölkertsten der Provinz. 1 unterstchen der Aufsicht des zuständigen Kreisstarosten (Laridrat), der auch jede zwangsweise' Eintreibung jüdischer Steuern zu genehmigen hat. Gottesdienste finden wieder in fast allenposen- Bchcn Gemeinden statt. Sie werden durch Gemoindemitglicdcr selbst abgehalten, da infolge der Finanzlage dor Gemeinden die für alle Synagogen auf Grund des Judengesetzes vorgesehenen Kantoren noch nicht angestellt werden konnten.' Diese-Juden sind ganz auf sich allein angewiesen, wenn sie zum Teil auch noch Mitglieder einer Anzahl deutscher Vereine sind, während die Frauen dem Deutschen Frauenvcrcin angehören. Viele dieser Familien pflegen häusliche Geselligkeit und hegchen weihevolle Freitagabende. Die in die Provinz Posen zugewanderten Ostjuden, meistens Handwerker, können Bich offenbar nur schwer an die neue Heimat gewöhnen. Das alteingesessene Judentum ist überaltert, bestand doch ein großer Teil der abgewanderten Optanten aus Jugendlichen. Das erste Ziel dor Reise ist Posen, dessen alte jüdische Gemeinde — jetzt 2500 Seelen, davon 500 deutsche Juden — schwer zu kämpfen hat. Obwohl sich dio dortigen deutschen Juden bemühen, in ihrem ölten Kulturkreis weiter zu leben, hat es den Anschein, als ob der OBtjüdische Einfluß immer stärker wird. Nachdefrrder geistige^Führcr,-der-letztcrOberrabbincrr Dr.- Freimann, nach Berlin übergesiedelt ist, wird der Poscner Rabbinotsstuhl, auf dem einst Akiba Eger saß — dessen Stuhl und Betpult übrigens im Lötzschen Alten- und Siechenheim stehen — von Dajon Sender verwaltet, der leider zu wonig Kontakt mit den alteingesessenen Juden hat. Wer Posener Verhältnisse kennt, weiß, wie das Poscner Rabbinat zu allen Zeiten geistiger Mittelpunkt der dortigen Juden war. Männer wie Dr. Feilchenfeld, Professor Bloch, Dr. Steinthal und zuletzt Dr. Freimann waren Repräsentanten des Posenschcn Judenturas. Wohl kein jüdisches Haus,, ihres Amtsbezirks war ihnen unbekannt, in Freud und Leid waren Bie in den Familien anzutreffen. An einem Freitagabend besuchto ich das schöne, 1907 erbaute Gotteshaus am Teichplotz. Die Synagoge war nur wenig besucht, fast, ausschließlich von alteingesessenen Juden, wahrend die zugewanderten polnischen Juden anscheinend — außer an hohen Feiertagen — dem Gotteshaus fornbleibon. Dio schöne Orgolsynagoge in der Schuhmacherstraße ist schon seit etwa acht Jahren geschlossen. Die Gemeinde unterhält noch das Jüdische Krankenhaus, ferner das Latz'scho Alten- und Siechenheim, dos sich erfreulicherweise aus eigenen Mitteln erhält, und dos jüdische Knabenwaisenhaus. Besonderes Interesse verdient die aus städtischen Mitteln erhaltene jüdische Volksschule, die von über 200 jüdischen Schülern beBucht wird. Die Unterrichtssprache ist polnisch. Großen Zuspruchs erfreut Bich die Gemeindebibliothek mit der Lesehalle, sowie' die hebräische Lehranstalt. Vortragsveranstallungen finden nur selten statt, was in Posen außerordentlich bedauert wird. Selbstverständlich gibt es auch verschiedene jüdische Vereine, in denen reges Leben herrscht, n _^®'0 sehlechte wirtschaftliche Lage der Posener j\J^duaen und der Juden im übrigen Polen wirkt sich natürlich ouch in der Finanzlage der jüdischen Gemeinde Posen, der jetzt die früheren Gemeinden Schwersenz-, Stenschewo und Pobicdzisko angeschlossen sind, nachhaltig aus. Personal mußte abgebaut werden; mehrere Amter wurden in einer Hand vereinigt. Viele Gemeindegrundstücko bedürfen einer Renovation, doch sind hierfür keine Mittel vorhanden. Dio jüdische Kaufmannschaft hat große Sorgen und leidet teilweise infolge mangelnder Kredite an Warenmangel. Von einem, vom „Joint'- über die „Bank Gospodarstwo" gegebenen Kredit entfielen ganzo 5000 Zloty auf die Provinz Posen. Wie gering dieser Betrag ist, kann daraus ersehen werden, daß «ine einzige jüdische Firma dieses Gebiets Kredite von 5000—10 000 Zloty benötigt, wofür erste Sicherheiten, wie fast unbelastete wertvolle Grundstücke, geboten werden. Und trotz dieser Sicherheiten ist leider die Beschaffung von Krediten und Hypotheken nicht möglich. So führen diese Menschen, die fast alle seit Generationen dort ansässig sind, * einen furchtbaren Existenzkampf. Wie lange werden sie aushalten?! Warschauer jüdische Sejmabgeordnete, die nach Posen kommen — so hört man -r-, lächeln bei dor Schilderung der Loge der Posener Juden und erwidern: „Betrachten Sie(die Nöte der Warschauer Juden, und Sie werden dann die Posener Juden für Millionäre halten". Jedenfalls ist man sich darüber im klaren, daß die Schaffung jüdischer DarichnsknsBen für die gesamte Provinz Posen dringende Notwendigkeit ist. 95 o/o der polnischen Juden Bind arme Menschen und nur 5 o/o Besitzende. Wie groß die Not ist, wurde an folgondem Beispiel aufgezeigt. Hat jemand in Warschau ein Zweizentnerpaket in die entfernteste Stadtgegend zu transportieren und will einen der vielen, in jedem Hausflur anzutreffenden jüdischen Lastträger gegen ein Entgelt von 25 Groschen (etwa 12 Pfennig) damit beauftragen, so kann er sicher sein, daß diese sich um den Auftrag schlagen. Die Schwierigkeit beim Versuch einer Hilfe sei: Wo soll angefangen, wo aufgehört werden. Auf meine Frage, weshalb man nicht einige der alljährlich in Polen zur Versteigerung kommenden Güter aufkauft, aufteilt und besiedelt, damit sicli die notleidenden Juden wenigstens auf eigener Scholle ernähren, worum nicht etwa eine produktive Besiedlung der posenschen jüdischen Gemeinde durch die zahlreichen, im vergangenen Jahre nach Polen zurückgewanderten Juden erfolgt sei, mußte zugegeben werden, daß nichts von allem getan sei. Jedenfalls steht fest, daß eine Persönlichkeit fehlt, die mutig an diq Lösung dieser tjroble'me geftt r** Interessant ist, was man Über den polnischen Zionismus erfährt. Die vielfach verbreitete Ansicht, fast alle polnischen Juden seien Zionisten, ist durchaus nicht richtig. Einem großen Teil von ihnen dürfte, es ganz glaich sein, wohin sie auswandern, ob nach Amerika, Australien oder Palästina. Nur von ihrer wirtschaftlichen Not erlöst zu werden, ist ihr Wunsch, nur irgendwo arbeiten können . Wie die polnischen Juden leben und wie ihre wirtschaftliche Lage ist, wird sicherlich' dem „Joint" und dem „Ort" bekannt sein, die, wie man berichtete, Gelder nach. Polen geben. Auch an die Posener Juden müßte endlich gedacht werden, um ihnen die Existenzen und den Besitz zu erhalten. , "In den kleinen Provinzgemeinden Posens ist die Situation mehr oder weniger die gleiche. Wie sehr hat sich das Bild des Juden Posens verschoben, wie schwer kämpfen sie um ihre Existenz! Schöne Synagogen mit wertvollen Vorhängen und Silber, aus einer guten Zeit stammend, werden in zusammengeschmolzenen armen Gemeinden angetroffen, Das neue polnische Judengesetz sieht für Gemeinden unter 5000 Seelen einen neüngliedrigen Vorstand vor. RepräsentantenVersammlungen sind abgeschafft worden. Selbstverständlich sind die . Etats dieser „kleinen" Gemeinden,- von denen eine meistens aus zehn früheren gebildet wurden, groß, Steuern gehen schwer ein. Besetzte Rabbinatssitzo sind: Posen, Gnesen, Bromberg, Hohensalza, Kempen und^Graudenz. Die neugebildeten 19 Gemainden Adreffen der jüdifchen Arbeitsnachweife in Deutschland Die vereinigte Zentrale für jüdische Arbeitsnachweise in DeutscHIonä "teilt ün?'eTn Verzeichnis dcf jüdischen- Arbeitsnachweise mit, das wir nachstehend voröffentlichen: Allcnstein: Jüdische Beratungsstelle für Hilfe und Aufbau, Bismarckstraße 4. Asch o f f enb u r g: Geschäftsstelle der Isr. Kultusverwaltung, Treibgusse 20. Berlin: Arbeitsgemeinschaft der jüd. Arbeitsnachweise, Rosenstraße 2-4, Lindenstraße 48-50. Breslau: Arbeitsnachweis jüd. Organisationen Schlesiens, Schweidnitzer Stadtgraben 28. Chomnitz: Sozialausschuß der Jüd. Wohlfahrtspflege, z. Hd. der Fron Rosa Brod, Ulmenstraße 6. ' Dortmund: 'Jüd. Beratungsstelle für Berufswahl und Arbeitsnachweis, Saarbrücker Straße 3. Dresden: Jüd. Gemeinde, Zeughausstraße 3. Frankfurt a. M.: Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V., Hans-Handwerk-Straßo 30. — Unentgcltl. Arbeitsnachweis und Berufsberatung der weibl. Fürsorge c. v. für Frauen und Mädchen, Hons-Handwcrk-Straße 3. Fürth: Jüd. Gemeinde, Schulhof 6. Haniburg: Jüd. Berufsbcratungsstelle, Jbhnsallce 54, Jüd. Arbeitsnachweis, Gr. Bäckerstr. 6. ) Hannover: Jüd. Stellen- und Arbeitsnachweis, Lango Laube 46. Köln: Jüd. Arbeitsnachweis, Rubensstraßo 33. Königsberg i. Pr.: Stellenvermittlung des jüd. Frauenbundes, Brohmsstraße 5, Frau Arnsdorff, Vordere Roßgortenstraße 1. Mannheim: Wohlfohrts- und Jugendamt der isr. Gemeinde, Abt. Arbeitsnachweis, M. 6.12. — Unentgeltl. Stellenvermittlung und Berufsberatung für israel. Frauen und Mädchen, C. 4. Ii. München: Jüd. Arbeitsnachweis, Hcrzog-Max-Straße 5,1. Stettin: Arbeitsnachweis des Provinzialverbandes des jüd. Frauenbundes für Pommern, z. Hd. v. Frau Therese Hirsch, Falkenwalder Straße 24. — Jüd. Gemeinde Stettin, z. Hd. von Herrn Sohrmann, Rosengarten 9-10 (f. männliche Personen). Stuttgart: Jüd. Zentralstelle für Berufsberatung und Arbeitsnachweise, Hospitalstraße 36. Tilsit: Kostenloser Arbeitsnachweis des israel. Fraucnvereins, Hohestr. 84. Wu p p e r t ol - Elbe r f e ld: Jüd. Wohlfahrtsverband, Abt. Arbeitsnachweise, Genügsamkeitstr. 7. <MiM.c/m^3ü444Mleu Es verlobten sich: Herr Saly Rothschild (Eppertshausen) mit Frl. Herta Stern (Flieden bei Fulda). — Herr Alfred Silberberg mit Frl. Rudi Zingelbach (Königsborg i. Pr.). — Herr Martin Diamond mit Frl. Margot Hammerstein (Berlin). — Herr Ernst Baum (Amsterdam) mit Frl. Ruth Mosse (Dortmund). — Herr BÄla Brechner mit Frl. Margit Löwinger (Berlin). — Dr. Werner Fraenkel mit Zahnärztin Ruth Freibing (Frankfurt a. M.). — Herr Edgar Rosendorf (Berlin) mit Frl. Erica Heymann (Altona). — Herr Ludwig Sichel (Aub b; Würzburg) mit Frl. Kerry Heimann (Homburg). — Herr Hans Jordan (London) mit Frl. Margot Beiser (Berlin) —. Herr Eugen Berlowitz mit Frl. Gerda Guttmann (Königsberg i. Pr.). — Herr Erwin Hammerschlag (Essen) mit Frl. Cilly Nußbaum (Cassel). — Dipl.-Ing. Hans Kaiser Blüth (Köln-Braunsfeld) mit Drv med. dent. Lotte Steinberg (Essen). — Herr Kurt Liebmann mit Frl. Edith Herrmann (Frankfurt a. M.). Es vermählten sich: Dr. med. Ernst Herz und Frau Ilse geb. Nußbaum (Frankfurt a. M.). — Herr Heinz Hermanns und Frau Lieselotte geb. Bier (Köln-Braunsfeld). — Dr. Martin Lewin und Frau Dr. Lotte geb. Zade (Berlin). — Herr' Günter Kallenbach und Frau Juliane geb. Horwitz (Barcelona). — Gerhart Epstein und/Frau Hildegard geb. Braun (Hamburg). —Herr Hans Berger und Frau Rosi geb. Nachmann (Rastatt). — Herr ImrO Havas und Frau Gerda geb. Gold (Berljn). — Herr Julius Strauß und Frau Erna geb. Schächter (Nürnberg). — Herr Kurt Lilienfeld und Frau Lotte geb. Kaufmann (Köln-Marienburg). —. Dr. jur. Hermann Lehmann und Frau Hilde ' geb. Straus (Bremen). — Herr Rudolf Lehrberger und Frau Erna geh. Fried (Qffenbach am Main). — Herr Eugen Wetzler und Frau Ida geb. Wertheim (Düsseldorf). Ein Sohn wurde geboren: Herrn Rechtsanwalt Dr. Weber und Frau Ilse geb. Grabower (Ratibor). — Herrn Hermann Hirschheimer und Frau Irma geb. Tiefehbrqnner (Pforzheim). — Herrn Harold E. Sußmann und Frau Bella geb. Alexander (London). Eine Tochter wurde geboren : Herrn Kurt Nathaneon und Frau Wera geb. Pauly. EU starben: Frau Karoline Bär (Chemnitz). — Herr Edmund Haas (Frankfurt a. M.). — Herr Gustav Lyon (Köln). — Frau Lina. Schönewald (Duisburg). — Herr Emil Zweig (Breslau). — Herr Salo Bandmann (Bln.-Schöneberg). — Frau Louis Emmerich (Charlottenburg). ,— Herr .Nathan Ucko (Gleiwitz OS.}. — Herr Alexander Herzenberg (Leipzig). — Frau Hannchon Frankel (Urspringen, München).' — Herr Ernst Gottgetreu (Hamburg). — Frau Grete Korn (Berlin). —Herr Jakob .Solinger (Aschaffenburg).