Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 1 (2.1.1935)
- Date
- 1935-01-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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1. Beilage 22. Januar 1935 JÜDISCHE AUGEHEME IfITUNQ Judentum—Judenheit I Von HANS SÄMTER In der Diskussion der Probleme, die der Umbruch der Zeit vor uns aufgeworfen hat, ist vielfach und mit tiefem Ernst gefragt worden, ob diese oder jene Handlungsweise, die eine oder die andere neuartig anmutende Maßnahme nicht dem Judentum schade, ob es nicht durch sie in neue* ihm nicht gemäße Dahnen gedrängt würde. Und es ist wahrhhftig kein schlechtes Zeichen, daß die neue theologische Debatte, die in allen Kreisen mit heiligem Eifer gefuhrt wird, die ühcr die Gestattung der wirtschaftlichen Existenz hinaus wieder zu eigenem Denken fähig sind, dies zu ihrer ersten Aufgabe zu machen scheint: festzustellen, wie die Notwendigkeiten unserer Zeit mit den ewig unabänderlichen Gegebenheiten in Einklang zu bringen sind, auf denen der Bestand der jadischen Gemeinschaft beruht. Vieles von dem, was wir nicht nur um uns herum, sondern in uns gesehen haben, war in der Tat neu und vielleicht i fremdartig, und es ist begreiflich, daß mancher sich verpflichtet fühlt, die Frage nach Wert und Unwert solchen Geschehens für das Judentum zu stellen. Der Einwand, der so erhoben wird, ist wohl ernster Prüfung wert. Aber nicht und niemals kann es dabei um eine Betrachtung der Maßnahmen selbst gehen; hier ginge der Widerspruch neben den entscheidenden Dingen vorbei. Denn wir müssen wissen und erkennen, daß von allem, was geschieht, was wir tun und was wir Beit dem 1. April 1933 an uns sich abspielen gesehen haben, dos Judentum in keiner Welse berührt worden ist. Die Kultur der Menschheit wird von einigen wenigen großen Gedanken getragen. Der Humanismus, das Erbe der Griechen, ist einer von ihnen, das Judentum ein zweiter. Und so wie der Humanismus als Idee vielleicht bekämpft oder unterdrückt werden kann, aber niemals wieder verschwinden wird, weil er in tausend Strömen das menschliche Leben beständig und immer neu formt, ist auch das Judentum ein ewiges Gut. Weil es sovieTe Gedanken zur menschlichen Kultur beigetragen hat, die auf den verschiedensten Wegen sich durchgesetzt haben, daß man bei den meisten von ihnen kaum noch sagen kann, woher sie kommen. Es war nur ein äußerliches Symptom und doch von tiefinncrer Bedeutung, als bei der feierlichen Beisetzung des Reichspräsidenten von Hindenburg, in einem Augenblick, als alle Deutschen in der Trauer einander verbunden wuren, der Feldbischof am offenen Grabe den alttestamentarischon Priestersegen sprach, den wir Juden in den heiligsten Augenblicken unseres religiösen Seins empfangen. Es ist fast zu selbstverständlich, als daß man es aussprechen wollte, weil es unser Stolz und unser unverlierbares Gut ist: daß wir Juden der Welt den Gedanken des einen einzigen Gottes geschenkt haben, daß bis in alle Ewigkeit das „Schma Jisroel", das Bekenntnis zu diesem einzigen Gott, die letzte Grundlage unserer Religion sein wird, auf der aber alle Bpäterc Religion aufbaut. Und wie so Judentum einmal der Glaube an die Unterwerfung unter die Macht des Schicksals ist, ist es zum anderen die erste Lehro vom in sich selbst guten und darum aus sich selbst verantwortlichen Menschen. Das ist alles andere ols Kncchtsmoral, wenn es im Morgengebet heißt „Mein Gott, die Seele, die Du mir gegeben host, ist rein". Das besagt im Gegenteil, daß der Jude wohl mit allem seinem Tun Gott unterworfen ist, daß ihm aber nur um so größere Verantwortung auferlegt ist, nach der er sein ' Leben einzurichten hat. Das war der zweite der großen Gedanken, die das Judentum der Welt gab, und würdig steht daneben der dritte: die jüdische Sozialmoral. Dies ist Judentum, dies neben vielem anderen. Und mit diesen Dingen hat es sich in dor Geschichte der kultivierten Menschheit den Weg in dic-4!ukunft geschaffen. Dieses Judentum ist auch heute weder ernstlich angegriffen, noch gefährdet. Und wir haben weder Ursache, noch Verpflichtung, „das Judentum" zu schützen. Uns ist aufgegeben, den Bestand der jüdischen Religionsgemeinschaft zu wahren, dio selbstverständlich der lebendigste Träger der ewigen Werte des Judentums geblieben ist. Aber es kann daran kein Zweifel bestehen, daß es ein Judentum noch gäbe, wenn selbst im Lauf der Emanzipation alle Juden zur christlichen Kircho übergetreten wären. Und es ergibt sich hieraus unsere Aufgabe in dieser Zeit. Zwar brauchen wir uns nicht zu sorgen, daß auf der Welt vergehen könnte, was wir in ihr als jüdisches Gut wissen. Aber es bedarf andererseits kaum der Erklärung, warum heute, in einer materialisierten und überall in ihren Grundlogen erschütterten Epoche, alle Aufbauworte dieser Welt und unter ihnen auch das Judentum besondere Sorge und Pflege verlangen. Es ist notwendig, gerade in dieser Zeit immer wieder auf diese ewigen Fundamente menschlicher Existenz hinzuweisen, und es ist dies für uns als Juden jahrtausendealte und heutige Pflicht. Es ist zwar nicht so, daß uns nur die Kulturwertc des Judentums etwas angehen. Aber als jüdische Gemeinschaft haben wir Uns zu dem geistigen Gedanken des Judentums zu bekennen, der in seinem Inhalt festgelegt ist, in seiner Form nur sich wandeln kann. Damit aber ist unser Leben nicht nur in seinem innersten Gehalt, sondern mit allen Anforderungen des Tages festgelegt. Einerseits müssen wir dafür Sorge tragen, daß im Sturm dieser Zeit in uns dor Gedanke des Judentums lebendig bleibt, damit wir ihn aus ihr heraus in die Zukunft tragen können. Zum anderen aber muß jeder von uns in jedem Augenblick sagen können: ,,Ich bin ein Jude, dem ewigen Gedanken des Judentums iBt mein Leben unterworfen. Seht mich an, ob Ihr on mir etwas auszusetzen findet, bevor Ihr daran geht, den Gedanken anzuklagen, dem ich diene I" Wir haben zu erweisen, daß der Geist des Judentums in keiner Weise dem Geist Deutschlands oder desjenigen Landes widerspricht, das dem Einzelnen Heimat- und Vaterland ist, weil eben hierin der letzte Vorwurf liegt, der uns immer wieder entgegenklingt. Das aber kann sich nur an der Gesamtheit der jüdischen Menschen zeigen und darum ist jede Bemühung um den jüdischen Menschen auch Dienst am Judentum. Es bleibt also den jüdischen Gemeinschaften der ganzen Welt nur die eine gleiche Aufgabe, der Dienst am Gedanken des Judentums, der fest Bteht, den wir nicht auszulegen und nicht zu verändern haben. Dieser Dienst allein gestattet uns, eine besondere geistige Existenz in unsqrer Umwelt zu führen. Die Erfüllung dieser Aufgabe aber ist der Judenheit in jedem Lande auf ihre besondere Art allein möglich. Und es ergibt sich hieraus unsere besondere Stellung als deutsche Juden, denn ea ist für den Gedanken des Judentums nicht gleichgültig, an welcher Stelle wir ihm dienen. Das Schicksal, das uns an diesen Platz gestellt hat, verlangt von uns, daß wir auch hier unsere Pflicht tun, daß wir die Besonderheit des Seins deutscher Juden gegenüber dem der Juden anderer Länder erkennen und daraus unsere Folgerungen ziehen. Gewiß, wir glauben an eine religiöse Aufgabe der Judenheit der ganzen Welt, aber wir erfüllen die unsere, die der deutschen jüdischen Gemeinschaft. Und wir wissen, daß wir nur dann der uiib auferlegten Verpflichtung nachgekommen sind, wenn wir an dieser Stelle das Judentum durch alle Not und Gefahr getragen hoben. Und das ist in der angedeuteten doppelten Bedeutung die richtige Frage, die an unser Sein und an jede unserer Handlungen zu stellen ist. UNSERE OEsafiam 1914—1918 Vor mir liegt das schmale Buch, schwarz, unscheinbar, beinaho häßlich in seiner betonten Schlichtheit: „Kriegabriefe gefallener Deutscher Juden". „Meine Lieben", „An meine lieben guten Eltern 1", „Liebo Mutter". Kurz, knapp wie Atemstößc, wie Rast nach fliegender Eile, wie die Stille im Sturm sind die Sätze. Hier und da ein pathetischer Ansatz, noch dem ersten Taumel der Begeisterung entliehen, aber sonst von jener strengen Nüchternheit, die nur der wahre Heroismus hat. In all diesen Zeilen voll Hoffnung, Liebe, voll herber Zärtlichkeit und verhaltenen Tränen hämmert der gleiche entschlossene Rhythmus, wie ihn nur die Weise vom Siegon und Sterben lehrt. Mut? „Was heißt, Mut bewiesen?", schreibt einer, „Ich bin Soldat. Ich bekomme den Befehl und lege ruhig Minen weiter, nicht um Mut zu beweisen, sondern weil ich Befehl habe." Gefahr? „Was heißt Gefahr im Kriege!" steht an anderer Stelle. „Gefahr wird zur Alltäglichkeit, zur Gewohnheit; man achtet sie nicht, wie man Wunder nicht beachtet, obwohl sie täglich uns umgeben. Gefahr? „Dem Tod entrinnt, wer ihn verachtet) doch den Verzagten holt er ein!" . . . Ganz gewiß gehöre ich nicht zu denen, die Phrasen machen, denen der Heldentod fürs Vaterland höchster Wunsch ist. Ein Heulen leben ist wahrlich vorzuziehen, aber ich .verachte den Tod. Er ist mir Pflicht, wie es das Leben ist." Das ist dos Lied vom wäckren Kriegersmonn. Einer setzt ea unter seinen Brief. Wo der große Ernst des Endes beginnt, da ist kein Platz, für billige Romantik. So voll Todesnahe, voll Blut .und Wunden, sind dies« Briefe, daß es einen frieren möchte, aber auch so voll zarter Sehnsucht, voll guter Mannes-Kameradschaft und standhafter Gläubigkeit, daß es einem wieder warm ums Herz wird. Gläubigkeit! ja dos ist es, was aus jeder Zeile spricht, jene Gläubigkeit des „Stirb und werde", der Erinnerung und der Hoff- . nung, des Abschiede und des Wiedersehens, dos sie alle, alle sprechen läßt, wenn es auch einer nur schreibt: 4 Ob auch die Mutter weint, Daß ich das Dinghob' fangen an, Tch hab'o gewagt., Was ist es nur, das uns heutige deutsche Juden so ungeheuer an die Seele greift, wenn wir dieses Buch lesen? Die wenigsten der jungen Generation haben im Graben gestanden, haben das Erlebnis der Front in sich. Nun, vielleicht ist «las nicht einmal nötig. Aber es gibt eine andersartige Front, die längs der Linie der Gefahr läuft. Von ihrem heißen Atem hat jeder von uns heute etwas zu verspüren bekommen. ' Trotz dieser Gemeinsamkeit gehört dieses Buch darum schon zu „unserer" Geschichte, zu jüdischer Geschichte. Ist es nicht ein Stück deutscher Geschichte, erlitten und erlebt von deutschen Juden? Freilich, so scheint es. Die deutschen Juden haben 1914 keinen jüdischen Krieg geführt. „Nach unseres Kaisers Ausspruch rollte es ja keine Parteien mehr geben, nur noch Deutsche, dach da Zurücksetzungen mir widerfahren und Anerkennungen bisher versagt blieben, kann ich das nur auf das Konto meines Glaubens setzen. Ich habe trotzdem meine Pflicht dem Vaterlande gegenüber getan .... Als deutscher Jude habe ich, soweit es in meiner Macht stand, das Vaterland verteidigt, ich wünsche ihm, daß es aus den Schrecknissen und Wirrsalen des Krieges als Siegor hervorgeho und endlich auch dazu übergehe, Manneswert nach! Tat und Kraft, nicht nach dem Glauben festzustellen . . ." Das ist das Zeugnis eines von vielen, die gleiches Recht um gleicher Pflicht willen erhofften. Es ist das Verdienst des „Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten", mit der Herausgabe dieses Buches der Öffentlichkeit nicht nur ein Dokument eigenen Willens, nicht nur des Willens einer Generation, sondern einer Epoche übergeben zu haben, in der die Gleichheit der Pflichten Tatsache, die. Gleichheit des Rechts stets wieder betrogene Hoffnung 'war und die darum nicht ganz zu Recht Emanzipation genannt worden ist. Gewiß: 1914—1918 war deutsche Geschichte, das Fronterlebnis war ein deutsches Erlebnis, und die Kriegsbriefe gefallener Deutscher Juden sind ein deutsches Buch. Aber die Vcröffentlicnung der Briefe, seht, das ist wieder ein Stück jüdischer Geschichte. Für unsere Schwächen hat die Welt ein scharfes Auge, aber für unser Verdienst hat sie oft kein gutes Gedächtnis. So entsteht „unsere" Geschichte. Sie hat uns schweigen gelehrt. Aber immer, wenn die Gegenwart »tili wurde, würde die Vergangenheit lebendig. Immer wenn die Lebenden schwiegen, haben die Toten zu reden begonnen, So hielt das Judentum stets Einzug in seine Geschichte. Sie. war ihm Zuflucht und Rettung in eins. Wie heißt es in dem schönen Brief des preußischen Gefreiten an seine Mutter: „Als Juden müßt Ihr Euch darein ergeben. Die Zeit wird auch hier lindernd Wirken. Weil sie gefallen sind, darum können wir weiter leben." ' , So ist es. Unsere Toten leben. Sie haben das Wort 1 T H. K. DIE BIBEL ERZÄHLT ^m^^KMBHHMnHHWMHMMMnHMMHMHI im Wochenabfchnitt WoSro von der Sendung Mosis. Den Israeliten bringt er im Namen Gottes die Botschaft der Erlösung, doch sie hören nicht auf ihn, weil ihre Glaubenskraft, gering ist und die Arbeit schwer auf ihnen lastet. Dem ägyptischen König befiehlt Mose im Auftrage Gottes, Israel freizulassen. Pharao aber weigert sich zu gehorchen. Da sendet Gott schwere Plagen über sein Land. Sie zwingen den König zu scheinbarem Nachgeben, doch seinen Starrsinn brechen sie nicht. Die Israeliten hörten nicht auf Mose. Seine Worte, die ihnen Befreiung versprachen, drangen nicht an ihr Herz. Solche Stumpfheit der Seele liegt nicht im Wesen des Juden. Unsere Geschichte legt Zeugnis von der heroischen Glaubenskraft des jüdischen Volkes ab. Es wäre längst zu Grunde gegangen, wenn es die Höff^" nung auf Erlösung in seinem Herzen nicht wach erhalten hätte. Die Kleingläubigkeit der Israeliten, von der uns die Thora erzählt, fmdet ihre Erklärung in der durch Jahrhunderte dauernden Knechtschaft, die alle Hoffnung in den Herzen vernichtet hatte. Die Israeliten haben in Ägypten die Kraft des Glaubens verloren, weil die schwere Sklavenarbeit, die sie zu leisten hatten, ihren Willen zerbrach. In äußerer Enge und hartei Not innerlich freie Menschen zu bleiben, uns unsere seelische Kraft zu erhalten, das ist die Aufgabe, die uns jetzt vom Schicksal gestellt ist. „Entlasse mem Volk, damit es mir diene", so spricht Mose, im Auftrage Gottes, vergeblich zu Pharao. Daß Juden auf fremdem Boden gewaltsam festgehalten wurden, ist ein einmaliges Erlebnis in unserer Geschichte. Dagegen haben unsere Väter wiederholt das entgegengesetzte Schicksal ertragen müssen, aus dem Lande, in dem sie Zuflucht und Heimat gefunden zu haben glaubten, vertrieben zu werden. Beiden Formen des Elends aber haben sie standgehalten. Die ägyptische Knechtschaft hat sie ebensowenig vernichtet wie die Ruhelosigkeit ihres Wanderns. Die Unzerstörbarkeit des Judentums offenbart sich darin, der geheimnisvolle metaphysische Charakter unserer Geschichte. Auf ihn müssen wir uns in der Not unseres heutigen Lebens besinnen, nachdem wir erkannt haben, wie unsicher die wirtschaftliche und politische Grundlage war, auf der wir den Bau unseres Lebens err richtet hatten. Gott sendet schwere Plagen über Ägypten. Doch Pharao bleibt bei seiner Weigerung, Israel freizulassen. Solche Hartnäckigkeit ist zu allen Zeiten ein Merkmal der Judenfeindschaft gewesen. Wie häufig ist die Blutbeschuldigung, die man gegen das Judentum erhoben hat, mit zwingenden Gründen widerlegt worden. Sie wird trotzdem immer von neuem wiederhplt. Solche Unbelehrbarkeit ergibt sich aus dem Wesen der Judenfeindschaft. Sie entsteht nicht aus irrigem Denken, aus falschen Vorstellungen vom Charakter des Juden, die sich berichtigen ließen. Sie ist vielmehr stets gefühlsmäßiger Art, gleichviel aus welchen Quellen die Abneigung gegen uns gespeist wird. Sie ist darum auch durch die intensive Aufklärungsarbeit nicht zu beseitigen. Sie schwindet nur da, wo das allgemein menschliche Empfinden zum Durchbruch gelangt.^ Lewkowitz-Berlin. Eine Einladung und eine Antwort Aus unterem Leserkreis wird uns das nachstehende Interessante Dokument zur Verfügung gestellt. Gotha, 11. Sept. 76. Hochgeehrte Herren und Mitbürger! Sie haben mir eine Einladung zur Feier der Einweihung Ihrer S y n a g o g o zugehen lassen, ich danke Ihnen von ganzem Herzen. Leider bin ich am Mittwoch den 13. d. noch nicht in Bremen und kann also der Feier in Person nicht beiwohnen, .habe aber meinen Amtsbruder Pastor Frickhöfer gebeten, die Geistlichen des St. Petri-Doras zu vertreten und bitte die Herren, demselben eine Eintrittskarte zu senden. ■ Die Einladung Ihrerseits an mich begrüße ich freudig als Beweis jener Toleranz, die alle Culte mit einander in der höheren Einheit des Glaubens an den Finen treuen Gott und Vater, sowie in der Liebo zu einander verbindet. Seit meinen theologischen Studien ist mir die Weiherede des Salomo stets als ein hehres Denkmal weihenden Segens erschienen. Der Gott Abraham? ist auch unser Gott, die Gebote des Herrn unsere Gebote,-die Psalmen Davids — unsere Gebete im Jubel des Herzens, wie im schweren Kreuz 1 ich reiche' Ihnen Allen im Geiste die Bruderhand und bete mit Ihnen und für Sie um Gottes Gnade, um Gnade und Heil für Bremen, für olles Volk, das den Namen des Herrn auf Erden anruft! M. S c h m e 1 z,k o p f, Pastor prim. am St. Petri-Dom in Bremen. - Für die Kleiderkammer Aus der letzten Berliner ReprBfentantenverfammlung Zu Beginn der Sitzung^ findet die Amtseinführung des neuen zum Mitglied des Gemeihdevorttiindes gewählten Und von dor Aufsichtsbehörde besUtigten^Herrn Amtsgerlohtsrats i. R. Dr. Kurt Tuchler statt. Defc Vorsitzende der Versammlung, Rechtsanwalt Heinrich Stern, begrüßt das neue Vorstandsmitglied herzlich und gibt der festen Zuversicht Ausdruck, daß Herr Arnts- "!■'■ l1'!,^11.!!'!.!»"!!■ M"lJIM), .-J^^s'A^Mi^Ai .Vr&i*,/ l,\M