Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 1 (2.1.1935)
- Date
- 1935-01-02
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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iL CO ®EE JCfl^OBSE) Die ,Jüdifche Allgemeine" Jetzt hier die Ausfpradie fort über das Thema Bund — oder nicht? Schule und Bund Von ERWIN HOSENTHAL, ^, Lehrer an der Knabcnvolksschulc Kaiserstr a Sjß In unBeren Togen stellt der Bund für die jüdische Jugend eine notwendige soziale Funktion dar: das Prinzip der freiwilligen Einordnung in ein Kollektiv, die Hinwendung zu einer zweckbewußten Lebensgestaltung tragen zweifellos bedeutende erzieherische Werte in sich, welche der Lebensform des jungen Menschen ihren Stempel nufdrOcken. Die Freiwilligkeit eines Lebens im Bunde findet nun scheinbar einen Antipoden in der Zwangsgemeinschaft des Schullcbens, einem Zwang, welcher von außen her die Tätigkeit unserer Schuljugend zu bestimmen und.fest geprügtp intellektuelle Inhalte an sie heranzutragen sucht. Dabei kommt es in diesem Zusammenhange nicht so sehr darauf an, ob diese Inhalte „gelernt" oder* „erarbeitet" werden, als auf die Tatsache, daß in ihrer Beherrschung eine Notwendigkeit für das spatere Leben erblickt wird und die Schule über die Machtmittel verfügt, ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Es ist nun zuzugeben, daß der Bewußtheitsgrad dieser Situation bei unseren Schülern zunächst ein verschiedener ist, aber eine Reaktion ihrerseits ist in dem Augenblick besonders zu verspüren, wenn der Lebensrhythmus deB Bundes den jungen Menschen erfaßt hat, eben jener anders gearteten freiwilligen Gemeinschaft, in welcho man eintreten oder die man verlassen kann, ganz wie man will. Hinzu kommt noch, daß auch der Bund die jungen Menschen erzieht, aber in einem von ihm erstrebten Sinne; auch der Bund trügt geistige Inhalte an sie heran: diese haben aber stets einen bestimmten Zusammenhang mit der BundeBidcologie, mit der gedanklichen Formung eines bestimmten Erziehungszieles, welches man frciwilllig bejaht und Bich ihm unterordnet. Im Bewußtsein dieser freien Willensentscheidung empfindet der Jugendliche den ZwongBcharakter der schulischen Allgemeinbildung recht deutlich: er will wissen, wie sein Lehrer über die ihn bewegenden Fragen denkt und urteilt; er wird erfüllt von, einem gowissen Fanatismus für seine Idee, welcher die „allen Recht gebende" Schule seiner .Meinung nach in nicht genügendem Maße Rechnung trügt. Hier setzen nun überaus wichtige Erziehungsaufgaben der Schule sowie des OundcH ein. Die Schule ihrerseits soll nun keineswegs die Probleme meiden, welche unserer Jugend in so starkem Maße am Herzen liegen, in der Besorgnis etwa, der innere Friede des Schul- I e b e n s könnte durch eine gewisse Offenheit der Mcinungsüußerung gefährdet.werden. Gerado diese Offenheit ist von einem bedeutenden moralischen Bildungswert und in hervorragender Weise dazu angetan, den Geist der gegenseitigen Duldsamkeit in die jugendlichen Herzen zu Benken. Hier ist es eine selbstverständliche Voraussetzung, daß bei alldem der Lehrer auf eine bestimmte Beeinflussung in seinem Sinne verzichtet; ihm obliegt hier nur die Aufgabe, die manchmal recht regen Temperamente zu zügebi und die oft ziemlich verwirrten und krausen Gedankengange sachgemüß zu ordnen; es muß ihm gelingen, in den jungen Menschen die Oberzeugung zu wecken, daß es nicht darauf ankommt, einander zu bekehren, vielmehr zu einem gegenseitigen Verstehen zu gelangen, welches bei aller Berechtigung einer jeden individuellen Meinungsäußerung die kameradschaftliche Gesinnung weckt. Wir alle wissen nur zu genau, daß die Schule diese Grundsätze einer sittlichen Sozinierziehung nur dann gemeinsam mit den Bünden durchführen kann, wenn sie in ihren Bestrebungen Gegenliebe, wenn die Notwendigkeit ihrer Erzichungsfunktion von Seiten der Bünde Anerkennung findet-, und hier können wir wohl mit Recht sagen, daß die Mehrzahl unserer Bünde zu diesem Zusammengehen bereit sind. Wir wissen weiterhin, daß noch manche berechtigte Forderung der Schule durch die Bünde erfüllt werden muß: so geht es nicht an, unsere Jungen und Mädels durch Veranstaltungen des Bundes einen großen Teil des Tages dem Elternhanse fernzuhalten; jene engste und natürlichste Erzichungsgcmeinschaft wird, ihrer Verantwortung bewußt, über der körperlichen und geistigen Entwicklung ihrer Kinder wachen und Bich das Erzichungsrecht keinesfalls nehmen lassen; ferner Btellt die Schule an den häuslichen Fleiß ihrer Schüler bestimmte Anforderungen, zu deren Erfüllung einige Stunden der Ruhe und Sammlung unbedingt nötig sind. Vielfach wirkt Bich auch im Schullcbcn die Tatsache verhängnisvoll aus, daß unsere Kinder in den Bünden einer Führerschaft anvertraut sind, welche ohne das geringBte sachlich fundierte Wissen Inhalte verschiedenster Art an die jungen Menschen herantragen, ohne auch nur selbst klare Begriffe mit diesen Inhalten zu verbinden. Dies wirkt sich dann in der Schule ganz entsprechend in den Äußerungen der Kinder aus, welche vielfach glauben, durch den Gebrauch einer phrasenhaften Sentenz, eines Schlagwortes eine besondere geistige Leistung vollbracht zu haben. Wir müssen hier wiederholt der Forderung einer intensiven Fuhrerschulung Ausdruck verleihen, einer Forderung, von der wir allerdings wissen, daß manche Bünde in hohem Maße auf ihre Erfüllung bedacht sind. Wir sind der Überzeugung, daß Schule und Bund nicht Gegensätze sind, Bich vielmehr in der gegenseitigen Durchdringung ergänzen müssen; der nach bestimmten Ideen orientierte Geist des Bundcslehens und die naturgemäß allumfassenden Erziehungsgrundsätze der Schule müssen zu einer Einheit ver- "schmcUen, deren Wertvolle Ausprägung der von seiner Idco begeisterte und doch auch allem Andersgearteten zugängliche junge Mensch ist, der mit einer gewissen Weite des geistigen Horizonts die mannigfaltigen Erscheinungen jüdischen Lebens zu erfassen strobt. Bund fiir alle? Ein o Entgegnung Wenn ich mich hier zu dem in Nr. 93 der „Jüdischen Allgemeinen" veröffentlichten Aufsatz eines „Außenseiters", „Bund für alle", äußere, bo mächte ich ganz allgemein vorausschicken, daß es ja schon immer „Bünde" gegeben hat, dio ihre Aufgabe zu jeder Zeit erkannten, daß es auch flltero Jugendliche gegeben hat, dio diesen „Bünden" angehörten und Bich tatkräftig für die Verwirklichung ihrer Ideen und Erreichung der Ziele einsetzten. Wenn wir Älteren im „Bund" hior das Wort ergreifen, so müssen wir uns entschieden dagegen wehren, daß der „Bund" hier als Sammelplatz für diejenigen angesehen wird, die sich, ganz gleich welcher Altersstufe, nach dem Umbruch einen neuen Kreis von Menschen suchen mußten und nun glauben, diesen im „Bund" gefunden zu haben. Ich glaube einerseits nicht, daß mit diesen Erwartungen Menschen lange im „Bund" bleiben werden und glaube andererseits auch nicht, daß dem „Bund" beim Wegfall diesor Menschen etwas verloren geht. Unsere jüdischen „Bünde" haben heute mehr denn je dio Aufgabe, den jungen Menschen das Judentum noho zu bringen und das Gcschichtabewußtscin in ihnen zu wecken und zu stärken. Ich glaube daher kaum, daß man dem „Bund" das Recht absprechen darf, auch die ältere Jugend, d. h. die jungen Menschen von 16—22 Jahren und' darüber, zu erfassen. Wenn nun hier vom Totalitätsanspruch des „Bundes" die Hede ist, so meine ich allerdings, daß der Pimpf von dor Totalität des „Bundes" anders durchdrungen ist als der Altere, und doch ist bei beiden die „Bereitschaft" vorhanden, im „Bund" aufzugehen. Der Ältcrq wird das, was er früher sein Privatleben nannte, aufgeben, um dafür das Leben im „Bund", d. h. das „Gemeinschaftsleben", zu leben. Was den „Führergedanken" anbetrifft, so gehört dieser ja eigentlich nicht zum inneren Gehalt eines jüdischen „Bundes'. Natürlich muß eine gewisse Disziplin herrschen, und die wird der Pimpf wie der Ältere halten. Disziplin ist aber nicht gleich „Führergedanke" zu setzen. Zuletzt wird in dem Artikel die Frage der hündischen Form aufgeworfen. Natürlich sehen die beiden Menschen, dio ich hier wieder gegenüberstellen muß, der Pimpf und der Ältere, jeder ctwnB anderes in der bündischen Form^ Etrwini wohl heute kaum mehr einer von den Alteren das Tragen, ich will absichtlich nicht sagen „Herumlaufen", einer kurzen Hose gerade ab „Zumutung" erfipfindcn. Im Gegenteil wird wohl mancher den Wunsch bnben, die innere Verbundenheit auch üußerlich zu betonen. Niemals aber hat es sich ein „Bund" angemaßt, jungen jüdischen Menschen im „Bund" das Gotteshaus ersetzen zu wollen. Wenn im „Bund" ein Oneg Schabbat und ein Feiertag gehalten ■> wird, bo haben lediglich die jungen MenBchcn selbst den Wunsch, mit ihren Kameraden diese Stunden zu begehen. Keinesfalls kann uns aber ein Vorwurf des Eingreifens auf dio Rechte des Gotteshauses gemacht werden. Wob die Art des Weitcrlebcns der aus der Jugendbewegung kommenden Menschen anbetrifft, so wird sich dos in Zukunft erweisen. Die Vergangenheit hat uns ja in hinreichendem Maßo gelehrt, daß man für die Zukunft nicht aussorgen kann. Hildegard Ncumann-Berlin. BIUWSK UM B)[Q W[^TF8€l]!M^? Die Wirtschaft an der Jahreswende Zwei Tatsachen waren für die Entwicklung der Wirtschaft in fast allen Ländern der Welt im jetzt abgelaufenen Jahre bestimmend: einmal die immer größer werdende Einflußnahme des Staates und seiner Organe auf das Wirtschaftsleben und zweitens die fortschreitende Einstellung der Wirtschaft auf dio Deckung des Inlandbedarfs. Dicbc beiden Erscheinungen hoben zu einer Schrumpfung des allgemeinen Welthandels geführt und darüber hinaus grundlegende Wandlungen auf allen Gebieten des Wirtschaftslebens, in Industrie und Handel, Handwerk und Landwirtschaft verursacht. Bei der Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland im Jahre 1934 traten dio beiden erwähnten Tatsachen besonders deutlich in Erscheinung. In einer großen Anzahl von GeBetzen und Verordnungen wurdo eine Neugestaltung des Wirtschaftslebens in die ..Wege geleitet. Die Landwirtschaft wurde zu einer Intensivierung und Verbesserung deir Erzeugung veranlaßt, die Industrio mußte sich in großem Umfang auf den Inlandsmarkt und die . Versorgung der deutschen Wirtschaft einstellen. Die Devisenknappheit führte zu einer Einschränkung des Bezuges von Roh- . Stoffen aus dem Auslande sowie zur Herstellung neuer deutscher Rohstoffe. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern blieb Deutschland von Schwankungen _<3er Währung verschont und nach den Erklärungen zuständiger Stellen ist auch für dio Zukunft mit einer Abwertung der deutschen Mark nicht zu rechnen. Eine jüdische Wirtschaft und ein jüdisches Wirtschaftsleben, das ein irgendwie geschlossenes Ganzes in Deutschland bilden würde, gibt es bei uns ebensowenig wie in anderen Ländern. Die deutschen Juden, die in der Wirtschaft arbeiten, sind auf alle Zweige der Produktion, des Vertriebes und Verbrauchs verteilt und untrennbar mit der wirtschaftlichen Tätigkeit der' übrigen, in Deutachland ■ lebenden Bevölkerung verbunden. Es sind deshalb nach den amtlichen Kundgebungen auch keine Unterschiede im Wirtschaftsleben zwischen der jüdischen und dor nichtjüdischen Wirtschaft zu machen. Wenn trotzdem die Logo der wirtschaftlich tätigen Juden in Deutschland sich im letzten Jahre weiter verschlechtert hör, so ist dies wehiger auf' wirtschaftliche Gründe zurückzuführen als auf die starke Propaganda nichtamtlicher Kreise gegen die Geschäftsverbindung mit, Juden. Insbesondere der Einzelhandel, der nach der Struktur der jüdischen Bevölkerung eine große Rolle spielt, hat schwere Einbußen erlitten. Schwierig ist aber auch . die Lage der jüdischen Angestellten. Wahrend die übrige Angestellten- und Arbeiterschaft in der Deutschen Arbeitsfront eine Organisation gefunden hat, die sich mit großer Tatkraft der, beruf buchen und sozialen 'Interessen annimmt, blieben die. Nichtarier von Her Zugehörigkeit ausgeschlossen. Die jüdischen Arbeitnehmer blieben zwar im Besitz der gesetzlichen sozialen Einrichtungen, insbesondere der. Arbeitslosenversicherung, haben aber durch die Nichtzugehörigkeit berufliche Nachteile. Wenn einzelne Verbände heute nur Mitglieder der Arbeitsfront einstellen, so heißt dies in der Praxis die Ausschaltung t'üdischer Bewerber. Wie schwer andere Berufsgruppen und insicsondere die Jugendlichen zu kämpfen haben, Tjraucht nicht im einzelnen belegt zu werden. Wenn wir daher am Beginn eines neuen Jahres als deutsche Juden wirtschaftlich Bilanz ziehen wollen, so tun wir dos nicht in Bitterkeit, sondern im Vertrauen auf die Tatsache, daß wir in Deutschland leben wollen und den wirtschaftlichen Lebensraum, den wir für die Sicherung der Existenz in Deutschland brauchen, uns auch werden erhalten können. Darum nehmen wir auch tätigen Anteil an allen Bestrebungen, die allgemeine Wirtschaftslage zu bessern und stehen nicht zurück, wo man im Interesse der Arbeitsbeschaffung oder der Hilfe für wirtschaftlich Schwache unserer Mitarbeit bedarf. Die Eingliederung der jüdischen Einzelpersonen und Unternehmungen in dio neugeschaffenen Berufsverbünde, wo Nichtzugehörigkeit oft gleichbedeutend mit Ausschluß von der Berufsausübung ist, hat sich im großen und ganzen reibungslos vollzogen, wenn auch einzelne Verbände über die endgültige Zulassung noch keine Entscheidung getroffen haben. Hierbei ist vielfach die schon bei den Angestellten erwähnte Nichtzugehörigkeit zur Deutschen Arbeitsfront auch bei den Unternehmern eine Schwierigkeit. Die starke Verknüpfung des Betriebes mit dem nationalsozialistischen Staat hat in Verbindung mit der Tatsache, daß Juden Betriebsführer sein können, in der Praxis mitunter Konflikte mit sich gebracht. Wenn die deutsche Judenheit ihrer Zukunft in Deutschland trotz ihrer schweren seelischen und wirtschaftlichen Sorgen mit Festigkeit entgegensieht, so beruht dies in erster Linie auf den! Erklärungen des RcicliBwirtschaftsministers und des ReichsinnenministerB, daß eine weitere Ausdehnung der Ariergesetzgebung auf das Gebiet des Wirtschaftslebens nicht stattfinden soll, und daß entgegengesetzte Betätigung nicht im Sinne der Reichsführung gelegen ist. . Von den gesetzgeberischen 'Maßnahmen, die sich im kommenden Jahre auswirken werden, kommen dem Einzelhandelsgesctz sowie der geplanten Neuordnung des Handwerks für jüdische Kreise die größte Bedeutung zu. Daß die kürzlich erlassenen Vorschriften über Preise, Wettbewerb usw. genauestens beachtet werden, hat die Praxis gezeigt. Die ZurQckdrängung der Warenhäuser und Einheitspreisgeschäfte wird im kommenden Jahre weitergehen, wobei aber zu bemerken ist, daß nur * ein sehr geringer Teil dieser Betriebe heute in jüdischen Händen ist. {Nach wie vor ist der überwiegende Teil der jüdischen Kaufmannschaft in den mittleren und kleinen Betrieben beschäftigt. . . ■ Eine der dringendsten Sorgen ist ober die um die. wirtschaftliche Zukunft der heranwachsenden Generation, die ihr Leben in Deutschland verbringen möchte, und für die Ausbildung»- und Existenzmöglichkeiten zu finden, auch im kom- Die Oeburt ihres 2. Sohnes Gerd zeigen hocherfreut an Rechtsaniealt Dr. Weber und Frau IUe, geb. Grabotcer Breslau/Ratibor, den 24. Dezember 1934 z. Zt. Breslau, Hohenzollernstr. 96 Auf vielseitigen Wunsch meiner Oiste veranst. ich am 3t. Daiember 1834 einen # /'«••llaaLBflMLaaJ verbunden mit Tau und U6SGIISCnOnSaDGIIO •OniUoi.lscIion Darhlahingtn unter Leitung des Herrn " unter Leitung d Opernsänger Nlkola Schwarb.Um gütigen Zuspruch bittet Restaurant RaMnsteln, lnMm™m* TlBtfib* «tollung rechtxaltlg arbatan 41 Tal. J1 Bismarck 1JJ2 Bilanzsicherer Buchhalter für Dauerbeschäftigung stundenweise gesucht Angebote unter O 102 an die Exped. dieses Blattes II Pension Waldesruh Bes. W. Stern Ravensbrfick bei Fürstenberg (Mecklenburg) II HERMANN ZBRNIK ' MI* Papier, Bflrobedarf, Drucksachen, Zeichenm., QastwIrtsartikelÄjÄ Charlottenburg, Kantstraße 128, Tel. C 1. 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