Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 13 (1913)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1913)
- Article
- Gabriel Riesser in Bild und Karikatur
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 55 - 56 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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55 Dr. Max Grunwald: Gabriel Kiesser in Bild und Karikatur. 56 Gabriel Riesser. Gabriel Riesser. 10. Brustbild e. f. n. 1. 4° Lith.'13' lS">iit''der Unterschrift: Grothwohl 11. Brustbild. Stahlstich 7'8'—8'3". Unterschrift: Oppenheim pinx. pinx. * Küstner Lith. Frommel u. Winckles dir. Facsimile: G. Riesser, Dr. Darunter in vier_Beihen Biessers Ausspruch:'"„Lasst uns nicht ermüden, so lange wir Kraft haben; der Glaube an die Macht und au den endlichen Sieg des Beeilten und des Guten ist unser Messiasglaube: lasst uns fest au ihm halten". in die Arme and der Gesandte II a m h u r g s bei der Zentralgewalt wurde beglückwünscht, dass Hambarg einen solchen Redner geboren habe. Trotzdem siegte die Gegenpartei: Friedrich Wilhelm IV. von Preussen wurde die Kaiserkrone angetragen und Riesser zählte zu der Deputation, aie sich unter S i m s o n s Führung mit diesem Auftrage nach Berlin begab und bekanntlich ohne Erfolg zurückgekehrt ist. Am 9. Mai trat das Ministerium Gagern zurück, nicht lange darauf schieden Gagern, S i m - son, Riesser j. a. aas der Partei der Gemässigten aas. In der Rechtfertigung dieses Schrittes in seinem „Rechenschaftsbericht an meine Wähler zur deutschen Nationalversammlung, Bonn 1843" unterdrückt er die Namen derer, denen er die Schuld an der Gestaltung der Verhältnisse beimass mit der einen Ausnahme Heinrich von Gagerns. Die Aufstände in der , Rheinpfalz und in Sachsen in eine heilsame Richtung zu leiten, sei an Gagerns entschiedenem Widerspruch gescheitert. Persönlich blieb er jedoch mit Heinrich von Gadern 'befreun- 12. Riesser und Mohl. det, den er, nebst M a t Ii y, im Oktober 1849 in Hamburg festlich zu begrüssen die Gelegenheit hatte. Aus dem Jahre 1849 stammt auch das Blatt „Der verlorene Sohn" (No. 3). Julius Heckscher, der bekannte Hamburger Politiker — aus jüdischer Familie —, hatte als Reichsminister des Auswärtigen an. dem Zustandekommen des schleswigschen Waffenstillstandes mitgewirkt und die Erbitterung der Linken in der Paulskirche derart auf sicli gezogen, dass er öffentlich misshandelt wurde. Er musste seinen Posten als Reichsminister mit dem eines Gesandten am T u r i n e r -, Hof vertauschen. Unser j Bild zeigt ihn in Pudelsgestalt vor der Tribüne, auf der Riesser den Präsidentensitz einnimmt. Das Bild, wahrscheinlich von Popper gezeichnet, erschien im Hamburger „Mcphistopheles", No. 44, der 1850, No. 124, noch eine Riesserkarikatur gebracht hat. Sie trägt die Aufschrift: „Die Gothaer in Schleswig - Holstein und ihre Kriegstaten" und bezieht sich auf die von M a x von G a g e r n für den 26. Juni 1849 nach Gotha einberufene Versammlung von Parteifreunden, zu denen auch Riesser zählte, und das von diesen