Ost und West
- Journal
- Ost und West
- Volume
- 13 (1913)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1913)
- Article
- Gabriel Riesser in Bild und Karikatur
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 57 - 58 (sequence 6)
- Language
- German
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57 Dr. Max Grunwald: Gabriel Riesser in Bild und Karikatur. 58 Gabriel Riesser. $ Gabriel Riesser. 13. Brustbild e. f. n. r. 4° Lith. Chin. Pap. 12'2"—12' 7". ünterschr. J14. Hüftbild e. f. n. r. Gr 4°, Holzschnitt in der „Laubhütte". Unterlinks: M.Oppenheim, rechts: Gedr. v. Ed. Gast. May in Fraukfurt a. M. Schrift: Dr. Gabriel Riesser. Moritz Oppenheim. 0. Palcb sc. (tfacs. G. Riesser). beschlossene Gothaer Programm, das durch die Auslieferung Schleswig -Holsteins an Dänemark diskreditiert wurde. In demselben Jahre 1850 eröffnete Riesser eine heftige Polemik gegen die politischen Zustände in Kurhessen, wo der Erzreaktionär Hassenpflug wieder daran ging, alle Errungenschaften der Revolution zu zerstören. Ungefähr um dieselbe Zeit begannen in Hamburg Versuche, die Verfassung der Hansestadt den modernen Zeitströmungen anzupassen. 1859 wurde Riesser in die „Bürgerschaft", das Hamburgische Abgeordnetenhaus, gewählt und von dieser zum Vizepräsidenten ernannt. In dieser Körperschaft sowie in Zeitungsartikeln, wie über „Die kurhessische Frage und das hamburgische Votum" u.a., nahm Riesser zu der H a m b u r - g e r Verfassungsfrage Stellung. Sie wird in der Karikatur „Kabale und Liebe eines modernen Staatsi nannes" vom 23. Juli 1860 kritisiert. (No. 9). Nocli durch eine andere Ehrung zeichneten ihn seine Harn bürge r Mitbürger in demselben Jahre 185!) aus, indem sie ihn zum Redner bei der S c h i 1 1 e r - feier wählten. Seine „Festrede", die er im Stadttheater gehalten hat, ist in zwei Auflagen erschienen. Auf seine Beteiligung an dieser Feier bezieht sich ein Bild in meinem Besitz: Lithogr. 53V2—34V2 Ueberschrift: „Der Schillerfestzug in Hamburg am 18. November 1859". Unterschrift:. „Nach Photographien lith. v J. Puschkin" „Herausgegeben von Chs. Fuchs, Ness No. 'W Mm Ätr(üja|«B; ö&ergeri#; jlfeÄltt KVf? * .•7J*iSÄs*&-iBi Riessers Wahl in den höchsten Gerichtshof der Hansestädte. Hamburg." „Eingang zum Festplatze (Heiligen Geist- Feld)". In dem „Comitedes Schiller - Festzuges" marschiert in der zweiten Reihe, dicht hinter dem Banner, Gabriel Riesser. T Die höchste Genugtuung; wurde ihm aber dadurch zuteil, dass er, der in seiner Jugend als Jude nicht hatte Referendar werden können, im Jahre 1860 als der erste Jude in Deutschland Richter, ja sogleich Mitglied des höchsten Gerichtshofes der Hansestädte wurde. Seinem Eintritt in diese angesehene Behörde, die Krönung seines Lebenswerkes, begrüsst eine Karikatur in der „Reform", 24. Okt. 1860 (No. 15) mit der Prophezeiung: „Der macht ein grosses Loch. Da können nun bald mehr hindurch." Die Gefolgschaft, die Riesser, als Gourmet