Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 40 (sequence 42)
- Belongs to
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46 — siehe ״Szukath Sehalom“ von Chaim Hirschenßohn — war der erste und einzige chassidische Rabbiner auf deutschem Boden. Nachum Sokolow verdanken wir folgende Anekdote von Elijah Gutmacher: Ein Chossid aus Galizien kommt als Gast zu Rabbi Gutmacher. Nach seiner Heimat zurückgekehrt, wird der Chossid nach seinen Eindrücken und Erlebnissen im Hause des Rabbi gefragt. Der Chossid berichtet von einem Sehabbath, wie schön er im Hause des Rabbi begangen worden wäre, von der ״Dritten Mahlzeit“ (Sa’uda schlischith), die bei den Chassidim eine große Rolle spielt, es hätte Brot gegeben und Challe und vieles andere Gute. Erstaunt fragt man den Chossid: ״Und Fleisch habt Ihr nicht bekommen?“ Worauf der Chossid antwortet: ״Es gab Fleisch, aber ich habe keines gegessen, er ist doch ein Preuße!“ In einem heftigen Streite, der den alten Jerusalemer Jischuw in Aufregung versetzte und sogar zur Einmischung der Behörden und der Konsuln führte, wandte sich die eine Partei — so berichtet Joschua Jellin — an Rabbi Elijah Gutmacher, die andere Partei aber an Rabbi Zwi Hirsch Kalischer, um durch das Gewicht so wichtiger rabbinischer Autoritäten der Sache R. Schaul Benjamin Kohens oder R. Fischei Lapins zum Siege zu verhelfen. Dinaburg spricht in seinem Buche ״Chibbath Zion“ auch von einem Zentrum der Chowewe Zion in Frankfurt an der Oder und erwähnt in diesem Zusammenhänge den Namen Dr. Chaim Lorje, Lurje oder L u r j a, ein Mann, der in Verbindung mit Rabbi Hirsch Kalischer und wahrscheinlich auch mit Moses Heß war. Aufmerksam zu machen ist auch auf Samuel Straus aus Karlsruhe, ein Mann, der mit einer Reihe agudistischer und zionistischer Familien verwandt ist. Straus verdankt Jerusalem den Bau von sieben Häusern in den Bathe Maehasseh und in der Nähe des Nablustores, zusammen mit dem Mainzer Rabbiner Markus Lehmann. Eine Reihe anderer Namen wurden schon oben als Förderer des Kolel ״Hod“ aufgeführt. Schließlich sei noch vermerkt, daß in den letzten Jahrzehnten unter den Einwanderern aus Deutschland auch zurückgebliebene oder schwer erziehbare Kinder ins Land kamen, sei es, daß die Eltern glaubten, die Luft Palästinas mache weise (talmudisches Wort), sei es, daß sie glaubten, Landarbeit erfordere