Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 39 (sequence 41)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2551369-2551424-2551425--2799-2554327- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
wicz als Leiter der Angelegenheiten des Kolel ״Hod“ eingesetzt, eine für die Altstadt repräsentative Wohnung in den Bathe Machasseh ist der Wohnsitz von Rabbi Horowicz. Seit langem jedoch führen die Geschäfte des Eolel der Arzt Dr. Moritz W all ach und als Sekretär des Kolel fungiert Herr Israel Löbel. Zu den Verwandten Dr. Wallachs gehören die Familien Marx und Stern. Als Theodor Herzl seine Palästinareise, die ihn in Kontakt mit Kaiser Wilhelm II. brachte, durchführte, war er Gast der Marx’schen Familie in der Mamillastraße. Der alte Herr Marx ist erst 1935 in Jerusalem verschieden. Auch das Geschäft Michael Sterns liegt in der Mamillastraße, ein Sohn Michael Sterns, der in Deutschland lebte, ebenso wie seine Schwester Frau Friedmann, sind wieder in ihre Geburtsstadt Jerusalem zurückgekehrt. Rabbi Horowicz, der früher in Frankfurt am Main lebte, ebenso wie Herr Israel Löbel sind ungarische Juden. Auch die Frau von Schlomo Wechsler ist eine ungarische Jüdin. Es scheint zwischen dem ungarischen Judentum und dem deutsehen Judentum in Erez Israel vielleicht infolge gemeinsamer Minhagim, der deutschen Sprache vieler ungarischer Juden, vor allem durch den Kontakt der deutschen und der ungarischen Orthodoxie — Dr. Israel Hildesheimer war Raw in Eisenstadt, der Chatam Ssofer in Preßburg war ein geborener Frankfurter, Rabbi Akiba Eger aus Posen dagegen stammte aus Ungarn — ein engeres Verhältnis geherrscht zu haben, als zwischen den deutschen Juden im Lande und Juden anderer Länder sonst. So galten Wilhelm Groß und Dr. Engel vielen Jerusalemern als deutsche Juden, worauf Sprache, Erziehung, bezw. Studium in Deutschland, hinzuweisen schienen. Der mehrfach erwähnte Chatam Szofer in Preßbürg war der eigentliche Gründer des Kolel ״Hod“ von Europa aus. Vorkämpfer der Chibbath - Zion ־ Bewegung, Rabbi Zwi Hirsch Kalischer aus Thorn (ein jetzt veröffentlichter Stammbaum weist die Verwandtschaft Dr. Arthur Ruppins mit Kalischer nach) und Rabbi Elijah Gut mach er aus der Stadt Graetz (polnisch Greiditz) standen in enger Fühlung mit dem damaligen jüdischen Jischuw. Zwi Hirsch Kalischer ist der zionistischen Geschichte bekannt als der Verfasser von ״Drischath Zion“, ein Buch, das 1862 erschien und großen Eindruck auf Moses Heß machte. Elijah Gutmacher