Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VIII (5698) 1937/38
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 38 (sequence 40)
- Belongs to
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38 R. Nachum Zelniker, Gabbe (Synagogenvorsteher) in der Altstadt, ist zu erwähnen. Ein jüngeres Mitglied der Fa־־ milie ist Chauffeur, im Augenblick Gapir (Hilfspolizist) in Jerusalem. Der Sänger Schlomo Weißfisch teilte mit, sein Großvater Joschua Weißfisch, wäre aus der Mark Brandenburg nach Erez Israel eingewandert, auch heute noch besäße er ererbterweise die deutsche Staatsbürgerschaft. Im Uebrigen will die deutsche Staatsbürgerschaft wenig besagen. Zu Zeiten der Kapitulationen im alten türkischen Reich war es vorteilhafter, englischer, österreichischer, preußischer oder amerikanischer Schutzbürger zu sein. Joschua Jellin erzählt uns, daß Joel Mosche Salomon, Chaim Salomons Vater (Chaim Salomon war vor einigen Jahren stellvertretender Bürgermeister Jerusalems), deutscher Staatsangehöriger war, und ebenso ist uns dieselbe Tatsache von anderen bekannt. Von Einwanderern der letzten Jahrzehnte sind noch zu nennen Preuß (nicht mehr am Leben), und Herr Ernst Hermann, der 1907 ins Land kam und hier ein Vermögen verlor. Emst Hermann wohnt jetzt in Tel Aviv. In Tel Aviv wohnt auch der Studienprofessor David Tachauer, der einen Stammbaum der Familie Mendel Rosenbäum aus Zell verfaßt hat. Ein Abkömmling der Familie Mendel Zell — so wurde er genannt — ist R. Schlomo Wechsler. Wechsler, der aus Unterfranken stammt — sein Vater war Schwabacher Raw — wurde hier im Lande, wo er seit Jahrzehnten in einer der Wohnungen der Bathe Machasseh wohnt, Chassid, und zwar Chassid der Brazlawer Richtung, Anhänger Rabbi Nachmanns von Brazlaw, der in Uman beerdigt ist und zu dem auch heute noch Juden unter den größten Schwierigkeiten wallfahrten. Wechsler ist einer der letzten Empfänger der so überaus dürftigen Chalukka, und es wird wenig Menschen geben, die diese Bedürfnislosigkeit mit ihm teilen wollen. Der Glauben an das baldige Kommen des Maschiach ist in Wechsler lebendig, und neben dem Talmudstudium und der Vertiefung in den Sohar beschäftigt ihn die Gimatrijah, nach der das Kommen des Maschiach berechnet wird. Im Jahre 1906 wurde im Aufträge der Deutsch-Holländisehen Palästina-Verwaltung Rabbi Jonathan HalewiHoro-