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Nahalat tsevi · 1934-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1934) · p. Seite 61

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1934)
Date
1934-10-01
Page
Seite 61 (sequence 63)
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nehmen, daß diese religiösen Werte im Gegensatz zu den Rabbonim oder zu den Arbeitern geschaffen werden. Wäre es nicht an der Zeit, auch außerhalb der Aguda und des Misrachie in voller klarer Ehrlichkeit der großen Masse der deutschen Juden, welche sich in irgendeiner 6i Weise am Aufbauwerk Palästinas beteiligen, die Frage vorzulegen, ob auch sie gewillt sind, solchen jüdischen Arbeiterorganisationen eine dominierende Stellung zu gewähren, die Briefe ungeöffnet zurückgehen lassen, wenn der Absender das Rabbinat ist? Bücherschau. Die Politik der Mystik von Prof. Gerhard Scholem, Verlag der ״Jüdischen Rundschau64, Berlin. Die bereits im Leitartikel der letzten Nummer des ״Nachlath Zewi44 gewürdigte Rezension des neuen Kusari von Scholem schien dem Autor so bedeutsam, daß er sie als Sonderdruck publizierte. Diese Rezension steht immerhin in sachlicher Beziehung auf einem wesentlich höheren Niveau als die beängstigend dumpfe, inzwischen im Hamburger Familienblatt von Dr. Joseph Carlebach veröffentlichte. Im Gegensatz zujCarlebach geht sie immerhin auf die Grundtendenz des Buches ein und bemüht sich sichtlich, nur das Werk, nicht aber den Autor, und zwar das ganze Werk und nicht bloß einen Teilausschnitt, unter die kritische Lupe zu nehmen. Gleichwohl besteht zwischen der Bewertung des neuen Kusari durch Scholem, resp. durch die ״Jüdische Rundschau44, dem Organ der deutschen Zionisten, und der Bewertung, die in Nummer 45 des ״Haolam“, des Zentral-Organs der Zionistischen Organisat i o n, Breuers Buch zuteil wird, ein solch klaffender Unterschied, daß man wohl annehmen muß, daß Scholem ebensowenig als Wortführer der Zionistischen öffentlichen Meinung betrachtet werden kann, wie etwa der Altonaer Oberrabbiner als Wortführer der Orthodoxie. Zum Beweis dessen seien einige Stichproben aus der sechs Spalten großen Rezension des ״Haolam44 in deutscher Uebersetzung wiedergegeben. Der Autor ist der Haupt- Schriftleiter des Blattes, M. Kleinmann. Er schreibt u. a. folgendes: ״Es ist zu bedauern, daß das Buch nicht hebräisch geschrieben ist Es ist zwar richtig, daß es in hebräischer Sprache an jene deutscher. Juden nicht gelangt wäre, an die sich der Verfasser wenden will. Er hätte statt dessen aber einen anderen Kreis von Juden beeinflußt, der vielleicht für die Zukunft der Judenheit noch wichtiger i!s!t... Wir erblicken in dem Buche eine außerordentlich bedeutsame Erscheinung, eines der hervorragendsten Bücher unserer Zeit. Es besagt dies keineswegs, daß wir alle seine Prämissen oder gar alle

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