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Ben Chananja · 1865-12-13 · 50 (13.12.1865) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
50 (13.12.1865)
Date
1865-12-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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bleibe, vorg,kaffen habe». Ebenso wird erzählt, daß diesem Rabbi von €>. A. Ujhely auch rille Einladung zu einer Nabbiuerlonskrenz zu Preßburg zugekommru sei; er ober dieselbe, weil deren Zweck und Gegenstand geheim gehalten blieb, zurückgewiesru habe. Zn dieser letz« lern Konferenz soll ausgesprochen werden: daß der uog. isr. Schulfoodstruer zur Liquidiruug de« fallitra Herzog« von Jerusalem verwendet werde» soll. M. Stetnamanger, Ans. Dezember. Al« Seitenfiück zur offeuen Antwort Deäk« diene di, Aeußerung eine« intimen Freunde» de« großen Patrioten. S« ist die« der durch seine statSmännische Weis, heit sowol, als auch durch sein ausgezeichnetes Redr.rrtalent rühwlichst bekannte, nunmehr zum Vertreter de« hiesigen Wahlbezirke« gewählte Balthasar Horväth. — Bei Gelegenheit denach der Wahl am 30. v. M. zu Ehren de« Gewählten veranstalteten Banket',* der Wähler, schast konnte e« nämlich ein allgemein geachtete«, sehr intelligentes Mit, glied unserer KultuSgemrinde nicht unterlassen, dem Gefeierten in einem Toaste seine Hoffnung,'ja Neberzeugung auSzudrücken, daß er der Judenemanzipation. wenn ff» demnächst zur Verhandlung kommen wird, ein Volum gewiß nicht entziehen würde, trotzdem diese Frage in seinem meisterhaften Programme vom 23. Oktober*) gar nicht erwähnt wurde. Horväth antwortete hierauf mit einer ihm rigenrn Liebenswürdigkeit: ״Ich habe diesen Gegenstand deshalb nicht in mein Programm ausgenommen, weil ich mich geschämt haben würde, die Judenemanzi, pation überhaiivt noch als eine Prinzipienfragr zu betrachten. Ihre Lö, sung ist, als naturgemäße Sache von sich selbst verstanden, — nur noch eine Frage der Zeit." Die Berührung diese- Themas ist übrigens von der zahlreich anwesenden, zum g-oßen Tbeile intelligenten Wählerschaft mit sichtlicher Theilnahmc aufgenoniinen worden, so daß ein sehr geachteter Bürger unserer Stadt, Herr Josef Meier, unmittelbar nach dem erwähnten Toaste ganz begeistert au-rief: Redner habe ihm aus der Seele gesprochen, und wenn kein anderer diese«» Gegenstand erwähnt hätte, so wäre er der erste gewesen, der der loufeisionellen Gleichheit — wie ec glauben kann, >m Namen der ganzen hiesigen Bevölkerung — sein Ligen aus» gebracht hätte. A Preßburg, im Dezember. Die neuen Wunder, die Ihr B-Korrespondent in Nr. 47 vom 22. November aus Preßbnrg zu erzählen weiß, haben hier allgemein überrascht — nein, untkrhallen. Und so bin ich denn im Name» des Vorstandes der Resormgemiinde beauftragt und ersucht worden, dem hier wolbekannten Herrn B. einen kleinen Spiegel vorzuhaltrn. zu seinem Niitzen. zu aNgemeiiier Belehrung. Herr B. bat Recht, wenn er bei der Eristenz der Primärschule das Weil ״goiilob* hinzusetzt; denn weder er, noch die ihm ähnlichen GeisteSritter verdienen es eigentlich, zu eristiren, da Denunziant,», die bei dem kleinsten Borfallc auf ihr Dekret pochen» und den Vorstand beim Schulen-Oberaussrher verklagen, noch nie ein gutes Ende nahmen, da« möge sich Herr B. gesagt sein lassen. — Nun Herrn B. und Kon, fort,״ können wir — und mit Recht — unter dir ״mannigfachen Schwierigkeiten* zählen. — Also Herr Bunzl schenkt rin Parochel ״und die Predigerstelle ist noch nicht besetzt.* Ei. ei Herr B. mit der einen Hand streicheln und mit der andern kratzen Sie; wem wollen Sie denn da rigelltlich ködern! Und Sr. Ehrw. Herr Dr. Brüll! Doch ja wir ver, qaße», daß Rivalen (risum teneatis) nie gut aufeinander zu sprechen find. — Waren Sie denn nicht, Herr B., der anno dazumal bei rinn» Requiem für weiland Herrn TeteSco eine Rede!?! hielt, dir Steillr erweichen. Menschen rasend machen konnte?* Waren Eit u»d Ihre Konsorten e« nicht, dir dem Rkformthum alle nur möglich,» Hi», deraisse in de» Weg Irgten? Und Sir wagen e« unter der Firma der Aufklärung, unter der F-Hne de« edlen ״Deo Ehauaoja* in nichtSsa, genden Worte» Ihre hämischen Angriffe loSzulaffen? Eie wiffeu r« also nicht, daß da« Reformlbum in Preßburg mit Herrn Dr. Brüll steht und fällt? Warum erzähle» Sie den» nicht dem Redakteur de« ״Den Ebauanja*, dem in ganz Ungar» für allr« Edle Kämpfenden, von der fast in überschwenglichen Ausdrücken verfaßten Dankadresse, dir der Vorstand a» Sein» Ghrwürde» jüngsthin richtete? Doch davon wisse» Eie Herr 8. wahrscheinlich nicht«, wollen auch nicht« da« von wissen, den» Sir wolle» ja — da« Geheiwniß ist stadtbekannt — Prediger der Rtformgemeinde werden. Die Jungen bekehr,nde», de, Akte» predigen und al« hocherhaben,« Tugend,remp,' einhrrschreitead, r« mit keiner Partei verderben — nicht wahr Herr 8., da« ist Ihr Plänchr», ist so Ihre Weise. — Nun ״sehe Zeder, wie er'« treibe, und wer steht, daß er nicht falle!* Ihr übrige« Gefasel zu widerlege» — nein, Pa« Pier und Tinte kosten Geld und — my tlwes is wy money. Lasse» ׳ wir also Ihre Drücke für heute unbesichtigt. Aerarische Vrückeu wollt!» wir Sie Herr B. nicht bauen lassen. Und ob di, PböbuS-Brücke sich bewähre» wird — die Zeit mag« lehren. — Auf Ihre Entgegnung bi» ich gefaßt, ja ich erwarte sie und werde mit meinem vollen Name» für meine Behauptungen eintreten, wen» Sie Herr B. die Maske fall,» lassen. Wozu auch soll sie Ihnen? Kennen wir un« doch auch so! E. Oberungarn, 1. Dezember. Ihre geehrte» Ltser werde» sich des Monstre-ProtesteS Seiten« der oethodoren Rabbiuen gegen da« zu gründende Rabbinerfeminar z» erinnern wissen. Nun wird die That» sache, daß dir diesbezüglichen Weilern Verhandlungen wirklich ad acta gelegt wurden, von Len Nabdiucr-Proteflanten dahin anSgebeulet, daß fi, diese Sistiruug als eine Wirkung ihres Protestes und ihremaßge« benden Einflusses kolportiren. Die nächste Konsequenz diese« große» Siege« ist nun die, daß Se. Heiligkeit der Rabbi zu Szikßü auf Au« trag seines Minister« des Aeußern und des Kriege-, de- Rabdi zu St. Püter, mehrere GesiiinuiigSgenoffcn zu einer Konferenz nach N. Mihäly berief, um zu berathen: welch, Mittel anzuwenden seien, um dieEnthnllungen des ״Ben Chan an ja* über nachgewie« jene Jrrthümer des R. Moses Sofer, zurückzuweiseu und den Verfasser vor der Welt zu bestrafen. — Nachdem es aber bei de» diplomaiilchen Konferenzen üblich ist. daß den Haupt» trakiairn noch geheime Punktationen beigeleg» werden; so wird auch in N. Mihäly nur dir ״B- Cb."-Frage öffentliche Besprechung flnden- Des Pudel- Keru und geheime BeralhungSgegenstände werden folgend» zwei Fragen bilden: 1) welche Scheitle sind zun, Heil de« JudenthumeS thunlich um die Emanzipation zu verhüten?*) 2) Ob nicht ein erneuertes Memorandum bei der hohen Regir« ruiig Und bei dem ungarischen Reichstag, einzureichcn geralheu Wäre, nm den eiwaigen Wünschen für die Wiederavsiiahme der Seminarfragr den Weg abzuschneiden? Drm Vernehmen nach wird das Resultat dieser Konferenz seiner Zeit in einer Kclleklivliole von hundert Nabbinen Veröffentlicht werden. v. Pücska, im Dezember. Die hiesige, ungefähr 50 Familie» zählende Gemeinde hat sich dem Arader Oberrabbinale angelchloffeo» und der Einfluß deverehrten und gelehrten Herrn Oberrabbiner« Steinhardt tritt bereits auf eine sehr ersreuliche Weise hervor. Dir Schule hat sich bereits gehoben und der Neubau einer Synagoge ist auf Anregung unseres ehrw. Serlenhirten bereit» Gegenstand ernstlicher Beraihung und Verhandlung. B. Ofen, Auf. Dezember. Der Ezegediner Kanfmann, Herr Mar Patzauer, ist wegen seiner bei mehreren FiuerSbrüufteu bewährten ״menschenfreliiidlichen und edlen* Hingebung vom k. uog. Slatlballereiralhe belobt Word,». Groß-Küllo, Ant. Dez. Ein Herr Weiß hat au den Alsölder Verein zur Verbreitung be« Ackerbaues und der Handwerke unter de» Jsrarliteo eine in ungarischer Sprache geschriebene Verwarnung ge« *) Diese TollhäuSler'Idee — worüber die Wiener ״Kirchen« zeitung* gewiß ein dreimalig,« salbungsvolle« Hoschlaoa! auSrufe». und zu einem großen Leitartikel benützen wird — ist jedoch llicht au«« schließliches Eigenthum de- Red Hillel. Mit einem ähnlichen A». trag baden sich vor mehreren Jahren einige Preßdurger Orthvdoren unsterblich macken wollen. Daß aber ein solcher Nuflnn auch heute Wiederholung finden kann, wird begreiflich, wen» man bedenk», daß dieser Red Hillel flch nicht enidlödet. in einer Maekt-Drascha (wie mir von einem Obrenzeugell witgelheilt wurde) seinen Zubörern zuzu« rufen: ״So lang» ihr lebt, wie di, D'hemolh (Vieh), s« taug, auch seid ihr glücklich, well» ihr aber werdet auf» geklärt und lesen könnt, dann — komm» ihr in dir Hölle!!* Anmerkung d-« Korresp. *) Ist in ungarischer und deutscher Sprache im Druck erschiellen.

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