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Ben Chananja · 1865-12-13 · 50 (13.12.1865) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
50 (13.12.1865)
Date
1865-12-13
Page
– (sequence 8)
Language
German
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901 902 richtet. Diese hätte sich der Verfasser jrdenfall» ersparen können; wen» aber seine GesinnungSgenoffeo einen ähnlichen orthodoren Verein gründen «erden, so werden sie sich dadurch ohne Zweifel viel höhere Verdienste erwerben, al« durch aste Verwarnungen und Negationen. Die Drohung wit Denunziation am Schluffe der kleinen Flugschrift bätle sich der Verfasser vollend» ersparen sollen. Schulwesen. א. Pest, 5. Dezember. Folgender Auszug au« den Statuten de« LehrervereinS dürfte Ihnen willkommen sein: Der 3. Paragraph des CtatnIenentwurfeS lautet: Der Verein besteht a) au« VereiuSgründern; b) au« DereinSbe^örderern; c) au« Ehrenmitgliedern und 6) au« wirklichen mitgenicßendrn Mitgliedern. §. 2. Wer dem DereiuSfoude einmal für imm-r wenigsten« fünfzig Gulden spendet, ist ein AereinSgrnnder. Wer da« VereinSkapital durch fünf anfeinanderfoigende Jahre mit einem Jahresbeiträge von mindestens fünf Gulden vermehr«, ist ein Dereinöbeförderer. Wer sich um die DercinSliitereffen im allgemeinen oder inSbdi'onder« Verdienste erworben hat. soll zum Ehrenwtlgliede ernannt werden. Jeder an einer öffentlichen isr. Schule angestellte Lehrer, der den Dereinsbebing^nzc n entspricht, ist ein wirkliches Mitglied des Verein«. §. 5. Pflichten der wirklichen DereiuSmitglieder: I. Jede« wirkliche Mitglied ist verpflichte», jährlich vier Gulden zu zahlen, welcher Jahresbeitrag in vier Raten, und zwar in den Monaten JLiicr, April, Juli nnd September entrichtet werden kann. II. Jedes VcreinSmitglied ist ferner verpflichtet, die Verein«« zwecke nach Kräften zu fördern, nothleidende alte Lehrer, dürftige Leh, rerwilwen und Lehrrrweisen in seiner Umgebung aufzusuchen, deren HilsSbedürftigkcit zu ermitteln, für die unentgeltliche Unlerdringung der Waisen bei wohllhätigen Familien Sorge zu tragen und ncthweudigen Falldie DeieinSdireltion von jedem die Vereinsinteresscn betreffendeu Ereignisse sogleich zu verständigen. §. 6. Erreichung des Zwecke«. Zur Erreichung de« Vereins« zwecke« dienen fclgente Mittel: a) tu rdlcu Spenden der Vereinsgründrr, Verrinübesörderer, Lehrrr und Schulfreunde; b) die entfallen« den Jnlereffen des LereiiiSstammscude«; er) die Neliierträgniffe von deu durch den Verein herauszngebenden Schriften und Jahrbüchern. Anmerkung Nachdem <S rm Jutercffr der Gemeinden und ihrer Schüler liegt, ihren allen dleustuusähig gewordenen Lehrern, sowie deren znrückgeblicbeuen Witwe» und Walsen eine möglichst sorgenfreie Eristenz zu gründen, so ist um sc sicherer zu erwarte,., daß dem Lehrer« vereine von Seiten der Gemeinden die wärmste Theilnahmc und Unter« stützung zu Thetl werden wird. Literarische Anzeigen. Bericht an den Minister dt« öffentlichen Unterrichte« über die htbräi. scheu Manuskripte der Firkowitz'schen Sammlung. Aon Adolf Neubauer, mit den hierüber in der Akademie der Jui'chrislrn und der schönen Literatur gemachten Demerkungen. Von S. Munk. Pari« 1665. 8. 27 (Franzöflschrr Soudrradbruck au« dem Journal Asialique Nr. 5.). (Schluß.*) Der zweite Bericht Neubauer« hat mehr ein negatives Jutereffr, indem er darthut. daß die Erwartungen, welche man von der Peter«» bnrger Sammlung hegte, überspannt waren. In Wahrheit enthält dirselbe nicht« Karaitliche« und nicht« RabdauilischeS. da« nicht anderwei« tig bekannt wäre. Nichtsdestoweniger werden sich die Petersburger qsand« tchriflen aläußerst nützlich bewähre», sobald der Zeitpunkt ei,״rill, wo man geneigt iein wird, di, olreu karaitischen Werke kriliich zu ediren. Ein Forscher, der die fraglicheu Handschrifteu iu einem vrr« hältnißmäßig kurzen Zeiträume dw.chgtht. wird und muß viele Spezia. *) S. die »orige Numw.r. lititeu unbeachtet lassen, die für deujenigeu. der sich mit einzelne» theologischen Disziplinen beschäftiget, nicht selten bedeutende» Jotereffer babrn. Mir selbst strht leider nur eine sehr geringe Auswahl karabische Werke zu Gebote. Gleichwol werde ich im nächsten Jahre Gelegenheit haben, den Lesern de« .B Cd." zu zeigen, daß deutsch» Forscher erst», Range« da» Karäerthum sehr mangelhaft beurtheiiteo. und daher gegen die Karäer parteiisch und ungerecht waren. Ja Betreff de« Dichter« Mose« b. Abraham Darai (d. ,. au» Fez), welcher für PinSker und Geätz eine fatale Persönlichkeit gewor. den ist. indem sie denselben im 9. Jahrhundert leben ließen, weist Herr N. S. 20 au« dessen Divan nach, daß er Zeuge der Kreuzzuge war, und zu einer Zeit lebte, wo Jerusalem bald den Sarazeoen, bald de» Ehristen gehörte. E» war Herrn N. unbekannt, daß Scharr du Zeit, genoffenschaft Darai'« und Jebuda Alcharifl« mit unumstößlichen Grün, den bewiesen bat (He-Ebaluz 6. 59. 39); wa« auch Munk unbekannt blieb. Wenn nun aber Darai auch im 13. Jahrhundert lebte, so ver» dienen doch seiue Poesieen de» Freunden der iiiillelalterlichen hebräischen Poesie näher bekannt zu werden. Daß in denselben mancher Verstoß gegen die hebräische Sprache vorkommt, PinSker S- 49 . lhut ihrem Werth, im Ganze» keinen Abbruch, da viele der vou PinSker witge» thcilieu Stücke sich kühn den bestru Erzeugnissen der maurischen Schule an die Seile stellen dürfen! Unter den Bidrlübersetzungen hebt Herr N. schöne und alte Tar. gum-Manuskrivte hervor, derrn Benützung er für eine neue Targum. Edition empsiehlt: ferner eine lrimisch-lüikiiche Bibelübersetzung au« neuerer Znt. welche in Konstantinopel zum Gebrauche der Schute» ge. druckt wurde. Wir erlauben un«. die Freunde de« vergleichenden un« garischen Sprachstudium« auf diese Uedersetzung aufmerksam zu wachen. Indem wir diese Anzeige schließen, bitten wir unsere gelehrten Mitardriur, Herrn Neubaurr. Lrn ״B. Eh." zur Mittheilung derjcnigeo in PelcrSburg gesammelu» Spezialitäten zu benütze», denen er iu sei» ncm Berichte an die ,'.׳anzösifche Akademie keiiien Raum gönnen konnte, die aber vulen Lesern des ״B. Eh. sehr willkommen sein werden. Meinen sehr vereheicl, Verwandten, Bekannten, Freunden und Kollegen bringe ich es zur angenchmen Kenntniß. daß ich mich mit der Witwe Frau Rosa Lander, ged. Brrlt au« Pest am 5. d. M. למ״ט verlobt habe. Fünskucheu. fjtrael Back, Musteihauptschullthrer. Für den vrruuglückien Lei,rer Leopold Stern speuteteo: Ucbertrag vou Nr. 48: 18 fl. Beitrag der Redaktion de« ״B. Eh." 5 fl. Herr Direktor Nobl iu Steinanianger 2 fl; der Lehrkörper der it'r. Hauptschule in Steinamangrr 2 fl. — Zmamnuu 27 fl. ö. W. Bemerkungen. Herrn D . . . . o aus Ujhcly. Anonyme Zuschristrn kann ich nicht berücksichtigen. Inserate, Konkurs. <33־> In der hiesigen Kultu-gcmeiude ist die Stelle »ine« Rabbiner», verbunden am dem JahreSgehalte von 800 fl. ö. W.. freier Wohnung und üblichen Emolumenten, dann ein MöblirungSpauschate von 300 fl. ö. W., vakant. Vollständige talmudische NabbiuatSbesähigung, angemessen» wo. dernr Bildung, tüchtiges Rednerlalent. sowie pädagogische, didaktische Kenntnisse auch in der deutschen und ungarischrn Sprache, insbesondere ein religiöser und moralischer Charakter werden vou dem zu erwählen, den Rabbiner gefordert. Dir geeignetru Hrrrea Reflektanten wollen längsten» bi» Ende Februar k. I. ihre Gesuche und OriginaljtUgniff, portofrei kiostll» deu. Die Uebersiedlunz de« Herrn Acceptirteu geschieht auf Kosten der Gemeinde, sonstige Spesen aber werden strengsten« vermiede». Szeore«, 21. November 1865. Ignaz Fischer, Vorsteher. 2j-gedin, I Leipzig, Lrlbflvrrlag der ürdadtio». ' I Lommifstous-Vrrlag 00■ £ran! {Safiec. Druck vou Sigmund Burger in Szegrdin.

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