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Ben Chananja · 1865-09-27 · 39 (27.9.1865) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
39 (27.9.1865)
Date
1865-09-27
Page
– (sequence 4)
Language
German
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687 888 2. Stand keiner dieser Altäre in der Mitte des TempelS, wie auS den Quellen nicht schwer zu ersehen ist 1®). 3. Weiß der Talmud nichts von der Doktrin, daß die Einrichtung deS jerusalemischen Tempels in der Syna» goge nachgeahint werden müsse; ja, diese Nachahmung wird im Talmud sogar verboten •״)! Auch ist dieselbe nichtSwe, Niger, alS geeignet, sich mit der oben beschriebenen Destimmung der talmudischen Synagogen zu vertragen. jj Zur Steuer der Wahrheit muß ich jedoch erwähnen, ן daß R. MoseS Sofer selbst sich nur der Translokation deS z bereits in der Mitte stehenden AlmemorS widersetzt, ohne;jedoch über diejenigen Gemeinden den Stab zu brechen, die in ihren neuerbauten Synagogen die dezentralisirte Bima! unter daS Panier R. Jo.es Karoö stellen. Als zweiten in der Reihe der Alerandriner muß ich den sel. Szerkahelyer Rabbiner Lipman nennen, welcher 1843 eine mit vieler Heftigkeit geschriebene Streitschrift über die Position der Bima herauSgab ""). Er berief sich auf die Kabbala, nach welcher der Berg Sinai durch die Bima ^symbolisch dargestellt werden soll"'), woraus aber für die ^Position derselben kein Schluß zu ziehen ist. Nm seine Anschauung auch der Vernunft plausibel zu machen, trägt tx ein sehr geistreiches Gleichniß von einem Manne vor, Oer daS abgebrannte PalaiS eines großen Herrn wieder er- Manen wollte, nm demselben Freude zu machen. Um der Er- 1 Eichung seines Zweckes gewiß zu sein, gönnte er sich keine Ruhe, biö er von alten Leuten über die Bauart deS abgebrannten Palastes genau unterrichtet war. Der Eigenthümer deS Palastes war auch mit dem vollendeten Bau sehr zu- Mieden, und er schloß mit dem Erbauer einen Freundschafts- ^btind für Kind und KindeSkind. So weit daS Gleichniß. Wie Anwendung, sagt R. Lipman, ist leicht zu machen. Wollet ihr dem Heben Gotte ein HanS errichten, so studirt wie Baupläne der Mosaischen Etiflshütte, deS Salomonischen »Tempels, der aleeandrinischen Synagoge. Der Kundige wird Nber die Kühnheit staunen, mit welcher hier diese Synagoge Wen heiligen Bauten der Bibel an die Seite gestellt wird. Wer orthodoxe Rabbi zu Szerdahely hat offenbar nicht eravogeo, wie gefährlich die Apotheose der Alerandriner der ^Orthodorie werben könnte. Die Alerandriner, nach deren Morbilde die Bima in die Mitte der Synagoge gestellt wer» sden soll, haben nämlich die Gebete nicht in hebräischer, son- ^dern in griechischer Sprache verrichtet""), die ihre Mutter» And Umgangssprache war. Gegen eine solche Neuerung würde mch aber die Orthodorie nachdrücklich verwahren! I Am eifrigsten vertritt den synagogalen AlerandriniSmuö der Bösinger Rabbiner Israel David Schlesinger in "> Ltl>ü die Thannait'U. die von einer »Milte" sprechen, fofltn blo«: ממוצע ועומד באמצע העזרה Iowa 16. a. und nicht, wir R. Most« lagt: באמצע הביךן• Ukdrigiv« kiwwt diese Stuichauuag wilder reppleten Beuvrridnua de« Tempel« nicht überein. ") Noich da׳Schana 24. a. S. B. Cd. VIII. Nr 33 S. SSO j קונטרס בענין השנית הבימה Preßt,. 1843. Echmid. 8' 16. fehlt in Fürü's Bidlioarapdie. ") Sohor H 206. & III. 164, b. **) 3er. €010 7. I., woran« erdrltt, daß setbü dir nach Cäsaren «u«grwa»vrr,rn Alerandriner da« Schema in ihrer hrlteuischeil Mutier» Iprache last».,. einer 1859 zu Preßburg herausgegebenen Streitschrift. Er meint, daß jeder Israelit, der in eine nach dem Herkommeo erbauten Synagoge tritt, sogleich an Israels Zug durch die Wüste erinnert werden müsse, indem die Synagoge vollkom» men darnach eingerichtet ist, jenen Zug abzuspiegeln. Sie sehen hieraus, verebrteste Herren, zu welchen fantastischen Willkürlichkeiten die Alerandriner ihre Zuflucht nehmen müssen, um ihren Standpunkt zu vertheidigen. Andern, daS Verbältniß deS Zentrums zum alten Tempelkultuö besprechenden Unsinn, womit Herr Schlesinger seine Leser unterhält, glaube ich mit Stillichweigen übergehen zu müssen. DaS Gesagte reicht hin, den Geist derjenigen Rabbinen zu charakterisiren, die ihre Pietät für daS Alterthum zur Schau tragen, und nicht bedenken, wie wenig sich ihre willkürliche, ungereimte Behandlung der alten ehrwürdigen Quellen mit dieser Pietät verträgt. Herr Schlesinger beruft sich darauf, daß der Vorbeter nach dem Talmnd auf keinem erhöhten, sondern auf einem tief liegenden Orte stehen müsse"), während die betreffen» den KodiceS ausdrücklich hcrvorheben, daß einem erhöhten Orte der Vorzug cigeräumt werden muß, sobald akustische Gründe dafür sprechen *4). ES ist mithin klar, daß selbst der Orthodoreste keinen Anstand zu nehmen braucht, in einer Synagoge seine Andacht zu verrichten, in welcher die Bima unmittelbar vor der heil. Lade steht, indem durch diese Einrichtung keine orthodoxe Vorschrift verletzt wird. Indem ich vom Herzen wünsche, daß der Allliebende Sie und Ihre ehrenwerthe Gemeinde bei dem Eintritte deS neuen JahrcS mit den Segnungen deö Friedens und der Eintracht beglücke, zeichne ich voll Hochachtung Szegetin,!9. September 1865. Eines löbl. Vorstandes stetS ergebener Diener Leopold Löw, Oberrabdiner. lleber die Wichtigkeit und verschiedene Sedeutung der uralten großen (rv,פתוה) und kleinen (סתומוח> Absätze im Urterte der heil. Schriften. Bon Dr. Hochstädtrr, Bezirksrabbiner zu Bad Cm« Vorwort. Wenn eine kritische Beleuchtung der EntwicklungSgeschichte deS Massorelhi scheu TerteS der heiligen Schuften — worüber unser sehr gelehrter Freund und Kollege, Dr. Geiger, in seinem Werke von der ״Urschrift und den Uebersrtzungen der Bibel" zuerst geschrieben hat — gewiß für jeden Forscher iu den biblischen Urkunden von großer Bedeutung ist; so dürfte nachstehende Abhantlung über die ursprünglichen Absätze der biblischen Urschrift, wor» über ich in meinen ״religionSfilosoflschen Erläuterungen" (Nr. 55) zu der von mir schon früher herauSgeg,denen ״biblisch reinen Glaubens- und Pflichtenlehre" die nölhigste ") Beroch. 16. b. ") O. Chajj. 90. 1. Ha.Mandia 19. a. Nr. 67: ׳בתסלה pl כול להיות על הבימה ולהשמיע לרוב הקהל

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