Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 20 (17.5.1865)
- Date
- 1865-05-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2542917-2543219-2543240--4226-2548180- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
S39 340 W. 10, 2. Jrs. SS. IS. Jzak. 27. 13. 32, 26. 38, 2. 39, 1.) Da«. s,lb, gilt auch von pp, welcher Name foreot von Personen (I. M. 4.), 01« auch von Städten (30f. 15. 57) vorlöomt. Nun führt, ein Sohn Lemech« diese beiden Namen ,חובל <ןץ. zugleich (I. M. 4, 32). Al« ,weite« Beispiel die der Name מלך L11 (Sechar. 7. 2). obwol auch hier jeder Name allein, und ,war Oll (1• Ehr. 2, 47) und מלך (ibid. 8, 35) vorkömmt. Ebenso führte eine kutäische Gottheit den Namen 11) נרגל• König 17, 30). Ein Sohn de« König« Sanhtkib (ibid. IS, 37. 3es. 37, 38). wie auch rin hochgestellter Israelit (Sechar. 7, 2) hießen wieder שראצר uu» mit diesen beiden Namen zugleich wird ,in Kroßmagier am bablonischen Hofe benannt (3er. 39, 3). Dasselbe gilt auch von אחיחוסל, wovon der eine Name I. Ehr. 15, 5. der andere V. M. 1 vorkömmt, wir auch von noch vielen anderen mit אחי zusammengesetzten Namen (1. Sam. 14, 50.) Schon im Talmud (Ehulin p. 65, a) wird die Frage über den Namen כררלעמר aufgeworfen und lautet die Entscheidung, daß dieser Name getrennt al« zwei Wörter, jedoch nicht auf zwei Zeilen zu schrei, ben ist toergl. hiermit die Massora). Eine Stellt im jerusalemischen Talmud (Megilla <5. 1, p. 72, a. ed. Kr.) lautet wie folgt: Folgende Namen werden nicht getrennt, wie צור,“HD. folgende aber werden ge« trennt, wie ׳סוטי׳סרע;צסנתיסענח zu denen noch der Verfasser dc« טנחתשי die Namen: מלכי»צדק;בעל־הנן hiuzufügt. (S. B. Sam- 129 Ende. Aus all dem ist ersichtlich, wie häusig die Doppelnamen in der Bibel Vorkommen.* *) IV. Nr. 28 wird eine Frage über den weiblichen Namen רביא gestellt. R. MoscS Sofer weiß sich diesen Namen und seine Abstammung nicht zu erklären, jedenfalls sollte derselbe nach seiner Ansicht mit ח am Ende und Zurückschicbung de« י nach dem ריבה) ר) geschrieben wer» den, wenn nicht etwa eine Versetzung der Buchstaben bicr deshalb ge« schehen, weil dieses letztere Wort ״Streit" bedeutet. Er will endlich diesen Namen von רות ableiten, wobei ihm entgangen, daß dieser Name von ״ רעיתFreundin" abstammt. Wir wollen jedoch sehen, was obiger Name רביא bedeutet. Der hebräische Name ,רpרב bedeutet im Semi» titischen ״Junges Mädchen", wofür auch der Talmud das männliche Hauptwort ״ הרקJüngling" hat, wie auch in Scheltoth von Acha Nr. 4t die weibliche Form מרוקחא. oorkümmt. AuS dem GattungS« Name» wurde also der eigene Name הpרב gebildet, wie dies ja auch mit מ(רה der Fall, welche« Wort ebenfalls als eigener Name erscheint (!.Ehr. 4, 5). Nun Wird נערה vonOnkeloS und Jonathan sehr häufig mit ריבא oder durch רביא gegeben, daher also obiger Name, der in seiner Bedeutung nichts anderes, als die eigenen Namen מ!רה oder רבקה bezeichnet. Daß aber dieser Name mit א am Ende geschrieben werden muß. ist auch richtig, weil er aramäisch ist. (S. Eden-Haezer Rr. 129, 34.) Dergleichen au« Gattungsnamen des Alter« und Ge. schlechtes abgeleitete Namen kommen in der Bibel häufig vor, al« בבה, Erstgeborene (I. M. 46. 21)-, נבר , Mann (l. König. 4, 19): עלמת Jüngling. (I. Ehr. 7, 8.) V. Landau (Noda-Bihuda II, אה״ע Nr. 105) erklärte einen zu seiner Zeit in Körmend ertheilten Scheidebrief deshalb für ungültig, weil darin der Strom weiblich (רמתקריא) bezeichnet wurde, da doch diese» Wort in der ganzen Bibel männlichen Geschlechle« ist. ״Dieser Idiot", so lauten Landau« Worte gegen den Ordner de« ScheidebriefeS. ״kennet nicht einmal dir heilige Sprache, um zu unterscheiden zwischen der männlichen und weiblicheu Form." Diese Streitfrage wurde später abermals zwischen R. David Deutsch und R. MoseS Sofer (,ח״ם אה״ע. ה״ב, לט) verhandelt. Letzter» schmerzte nicht wenig obiger bk« leidig,״der Ausdruck Landau'«, da er in allen Scheidebriefen, die seine Dorgänger in Preßburg ertheilten. den Strom mit weiblicher Benru« nung (המתקרא) gefunden, die also alle nach Landau Ignoranten in der hebräischen Sprache gewesen sein müßten. R. Mose« Sofer sucht sich oder vielmehr seine Lorginger auf folgende Weise aus der Klemme zu ziehen. Ersten« da der Strom Donau, von dem dort die Siede ist» *) Dir angri'nhrten Doppelnamen sind meisten« nichijüdischeu Ursprung«. Die Häufigkeit der jüdischen Doppelnamen scheint mit der Eilte zusamnirnzuhängen. die Neugeboruen nach dahingeschiedenen Per׳ sonen zu nennen und gefährlich Kranke mit einen neiieu Namen zu de. reichern. Red. im Deutschen weiblichen Geschlechle« ist, s» kann da« Wort דמחקריא darauf sich beziehen. Zweiten« finden wie נהר auch weiblichen Ge« schlechte«, nämlich in der Mehrzahl נהרות. Ma« den ersten Punkt be. trifft, so ist e« gewiß aulfallend. welche Konzession hier R. Mose« Sofer, der Derachler aller fremden Sprachen , der deutschen Sprache bei einem so wichtigen chald. Dokument rinränmt. Allein zu welchen Konsequenzen müßte diese Theorie führen! Nehmen wir den Fall an, daß in zwei an beiden Usern der Donan gelegenen Städten, in der einen deutsch, in der andern ungarisch dir Volkssprache wäre, wie dir« mit Allofen und Pest wirklich der Fall ist, so müßt« in letzterm Orte, da die ungarische Sprache gar kein Geschlechtswort kennet, die mann» licht Form רמתקרי. im erstem hingegen die weibliche Form gebraucht werden. 3u Betreff de« zweiten Punkte«, so scheint R. Mose« Sofer der wichtige Umstand entgangen zu sein, daß iw Hebräischen die Bil« düng der Mehrzahl auf da- Geschlecht gar keinen Einfluß au-übt, so von אה der Plural אב1ת; hingegen נשים in der männlichen Form fleht. Daselbe Derhältniß findet auch beim Worte שרה statt, welche« eine doppelte Mehrzahlbildung, nämlich in שרינו und weiblich שרות hat, dabei aber stet« männlichen Geschlechtes bleibt. Al« Beleg hiefür führen wir folgende Stelle au: והיה השרה. בצאתו ביובל מלמה שהשרה לעוון ובר (®«fm und 3alk״t zu m. M. 27. 21.).•) Wenn also au« dem Suffir בצאתו da« männliche Geschlecht de« Hauptwortes zu deduziren ist, um wie viel mehr muß die« bei נהה gelten, wo selbst bei der weiblichen Bildung der Mehrzahl da« Zeitwort stets in der männlichen Form steht (Ps. 98, 8. Hohesl. 8, 7). Sonderbar bleibte« immer, wie diesen beiden großen Talmudistrn, Landau und Sofer, fol« gende Talmudstelle entgangen. Chulin p. 135, a kömmt in der Mischna der Ausdruck רהלות vor. den Jffa bar China (ibid. p. 137, b) in dir männliche Form החלים korrigircn will, weil es in der Bibel so heißt. R. Jochanan jedoch erwiderte: לשון תורה לעצמה, לשון חבמים לעצמן. Schon Jbn Esra (Ester 8. 17) macht auf diese Stelle auf» merksam und sucht hiermit den talmudischen Ausdruck תורמין zu ver. theirigen, obwol die hebräische Wurzel רום lautct. Ebenso findet sich in der Mischna (Pcsachim p. 9, a) חולרה in weiblicher Form vor. obwol dieses Wort in der Bibel (III. M. 11. 29) männlich ist, hinge« gen חולרה der weibliche Name einer Profctin war. (II. König. 22, 14.) Wie leicht wäre es also Sofer gewesen., die Reputation seiner Dorgänger gegen Landaus Tadel zu retten, während er seine Zuflucht zu ganz unstichhaltigen Marimen, weil נהה in der Mehrzahl נהרות, nehmen mußte. Wir wollen noch auf eine Stelle Hinweisen (B. Balhra p. 74. b) wo der Ausdruck: ארבע נהרות wirklich auf die weibliche Form hinzeigt. , (Schluß folgt.) , Korrespondenz. Ausland. L.J. New-Bork, im November. (Fortsetzung der allgemeinen Gesetze. *) IV. Don Derfammlungen. 8- 1. Jede Loge soll eine regelmäßige Dersammlung jede Woche an dem von der Distrikt«.Großloge bei Ertheilung de« Freibriefe« dazu festgesetzten Tage abhalten und kein Wechsel solchen Tage« kann statt, finden ohne ausdrückliche Einwilligung der DistriktS-Großloge. $. 2. In besonderen Fällen kann die Loge eine Dersammlung suSpeudirru und zu irgend einer beliebigen Zeit eine Spezial-Dersamw. lung abhalten. Z. 3. In den regelmäßigen Derfammlungen werden dir Geschäfte nach der vorzeichneten Ordnnngsregrl verhandelt; in den Spezial.Der. sammiungrn können jedoch nnr solche Geschäfte vorgrnommen werden, zu welchen dir Versammlung berufen worden. $. 4. In -den ersten Versammlungen der Monate November, Februar, Mai und August sollen die regulären Quarlalberichte an dir DistriktS-Großloge verlesen und berathen, und ebenso soll in der ersten •) Diese Bemerkung scheint dem Umstande ihren Ursprung zu verdanken. daß ,שרה >m Talmud wirklich als Femininum gebraucht wird. Ketdub. 1. 6. Gilt. 47, a und tonst häufig. Red. •) S. die vorige Nummer. .