Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 20 (17.5.1865)
- Date
- 1865-05-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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337 336 Umschreibung vou י־י אלהעו. — Noch eutschirbenrr gegen derartige Gebete spricht sich Abraham Ha-Levi auS.-") Auch beantwortet er die Frage, warum Josua (das. Kap. 5, 4.) sich vor einem Engel niedergeworfen, anders al Aldo, welcher angibt, I. habe dem Engel, in dessen Eigenschaft eines Abgesandten GotteS, mit Recht solche Ehre erzeugt. Abraham Ha-Levi dagegen meint, I. habe sich gar nicht vor dem Engel, sondern nur vor Gott, der ihn der Zusendung eines Engels werth gehalten, niedergeworfen. Analektcn ans den gutachtlichen Werken des U. Moses Loser. Lou Dr. M. Zipfer, Oberrabbiner zu Rechuitz. ES ist nicht eine pilpulistii'che Kontroverse gegen diesen Talmud- Heroen der Neuzeit, was wir in dieser Abhandlung den Lesern dieses geschätzten Blattevorzuführen gedenke»; dazu ist weder die Tendenz Lieier Zeitschrift geeignet, »och mögen die meisten Leser derselben Nei-! gung oder Muße genug besitzen, um sich mit dem Schreiber diese« in die unabsehbaren Tiefen des Talmud-OzcanS zu versenken. Wir. habe» vielmehr mit B'l'cilignng aller, ausschließlich der talmudilch» j dialektischen Doktrin, allein oiigehöecnben rabdinischen Gutachten bloS solche Stellen hcrausgesucht, wobei ück N. MoseS Soscr in scineu'Eni« scheidungeu auf eine Bibclstcllc, einen Sprachgebrauch oder grammatikalijcheu Grundsatz beruft, um seinen NnSsprüchen Geltung zu verschaffen. Freilich wird dadurch da- Gebiet uiiserer Forschungen ein viel beschränkteres »'ein müsse», als wenn wir den echt pilpulistischen Theil!einer Werke zum Gegenstände unserer Betrachtung genomnien; allein 1» dem Maße, als der Stoff sich verringert, wird der Kreis der Leser sich vergrößern. Zu diciim Bebuse habe» wir für diese erste Srndung den zweiten Theil über den Code! Eben-Ha-Ezer gewählt, und hoffen, mit der Zeit solche Blumenlcscn auch aus de» übrigen Tbeilen liefern zu können. I. Bekanntlich führe» viele Städtenameu die Vorsylbe ״Kroß" an der Svitze. um sie von andern Ortschastru gleichen Namens zu unterschciden. Auf solche UutcrschridunaSzeiche» . wodurch allein die Ver- Wechslung der Oerler;11 vermeiden ist. müßte ganz gewiß bei wichtigen Dokunienlen, wie z. Bin Scheidebriesen, ein besonderes Gewicht gelegt werden. Aber wie überrascht uns die Ansicht des R. MoseS Soker (ibid. Nr. 14), der auf diese« Uiitcrichkirung-,eichen nicht dageringste Grwicht legt. Doch hören wir seine Bewei-griuide dafür. ״Da diese Sylbc (Groß) nicht zum eigentlichen Namen gehört, sondern bloS ein Beiwort ist. so ist darauf in einem Scheidebrief» kein besonderes Gewicht zu legen, so wird z. B. Konftaiitinopel, d. h. .,Großkonstantin", weil Nopel in jener Sprache ״Groß" bedeutet, in Scheidebriesen bloS Konstantin geschrieben." Zu welchem Zrrtbnme wurde da R. MoseS durch seine Unkenntuiß der fremden Sprachen geführt! aber wie rächte sich auch an diesem Talmudgelehrten seine oft zur Schau getragene Keringschätzung fremder Idiome. ״Ich begreife nicht", äußert er sich in einem Schreiben an den seligen Schwab nach Pest (ibiä. Nr. 11), ״an« welchem Grunde ihr selbst in Privatbriesen vom Lateinischen Gebrauch machet, wovon unsere Väter und viele Rabbiuen, die euch vorangegangen, nicht« wiffeo wostten; wol waren sie der krrmden Sprachen kundig, dir sie jedoch absichtlich zn verwirren suchten (אך בכוונה ישבשו הלשונית)“• Würde k« sich in obiger Abhandlung nicht um die Giltigkeit oder Ungiltigkeit eines Scheitebrirfe« handeln, wir wären ebenfalls zu der Annahme versucht, daß R. Mose- Sofer hier absichtlich die grie« chlschr Sprache zu verwirren gesucht und ״Stadt" (jtoIic) mit ״Groß" gegeben. Bekanntlich wird diese Stadt nach ihrem Begründer, Konstaiilin mir der griechischen AnhängS>ylde (pvlis—Stadl) so benannt; dir Araber hingegen nannten sie ganz einfach ״Eonstantiuje". wir sie bei den Griechen vorzugsweise dir ״Stadt" (polis) geheißen ha». Welche« qui pro qao ist hier R. Mose« bei einer sehr wichtigen Rech,«« 37 (יי der Schrift: הוראה אל שאלת המלאכים, abgerruckt im Kerew Chemed IX, C. 141 ff. frage unter die Hände gekommen! Würbe er noch so geurtheilt habe»; wenn er gewußt, daß die Endshlbe obiger Stabt nicht ״Groß", sonder» ״Stabt" bebrüte? Oder welcher Nadbiner würde einen Scheidebrief für gültig erklären, wenn darin z. B. ״Wardein" statt ״Greßwardeia" stünde? Wir wollen aber noch Nachweisen» wieso R. Mostzn diese« Jrrlhume gekommen. 2» einem seiuer spätern Gutachten gibt er da» Wort ״Metropole" mit ,-,2יר הגדול . und scheint also der Ansicht z» sein, daß ״Metro" Stadt und ״pole" ״Groß" bedeute. Sonderbar, daß schon Nascht Lieseletztere Wort nicht klar aufgefaßt. indem er e« (Megikla p. 6. n.) mit der .,Herrschaft" gibt (סולן לעזרן שררה)• Hing,ge, kennt der Midrasch die richtige Bedeutung tieseS Worte« und will nnter בנית ירושלם (Hobest. 1, 6) die Provinzstäbte verstehen. zu denen Jerusalem die Metropole ist. Nebrrhaupt scheint dieser Kuustau-bruck bebräischen Ursprungs zu sein; abgesehen, daß wirklich בנוה für Filiale vorlömm« (4 M. 2l. 25) ,'0 scheint ganz gewiß עיר ואם בישראל (II. Sam. 20, 19) der echte Ausdruck für Metropole zu sein. Wir sehen also. wie bei Raschi die Uukenniuiß brr sremteu Sprachen zur falschen Worterkläruiig, bei R. Mose» Loser aber zur falschen Eutschei» düng einer Rechtsfrage geführt. II. Zur nähern Bcsttnimiiug de« Ortewird in jedem Scheidebriete angegeben, welche Flüsse oder sonstige Gewässer sich iu seiner Mine befinden. Es wird nu» an N. MoseS Soser die Anfrage ge» stellt (ibid. Nr. 14), ob ein Scheidebrief gültig, worin die Formel מים׳ בארות statt מי באריה siebt. Der Fragistcller hat sich auf Bachjas Kommentar zur Thora berufe» . der im Namen SaadjaS die Uiilerscheirnug macht, baß מימי lriukbares, 'כ hingegen unirinkbare- Wasscr bereutet. R. MoseS Soser stimmt inil dieser Eiklärung in so ferne ei», Laß »ach ihm ersterc« Wort (מימי) bloS irinkdarr«, letzterehingegen ohne Unterschieb jede- Wasser bezeichnet »ud gelangt daher zum Schluffe, daß in einem Scheidebriefe nur מי בארוה zu stehen habe, da ean einem Orte veischiedciic trinkbare und untriukbare Brunneu gibt. Schon Zbn Esra (II. M. 7 , 19) bringt diese Ansicht de« Gaon. nur scheint dort hcrvorzugehe» , daß nach ihm מימי nicht blo« trinkbares, sondern Laudwaffer üderhanpt im Gegensätze zum Meerwaffer, welche« כ?י הים heißt, bedeutet, weshalb auch bei der Wasser» plage iu Aeghpien nur der Ausdruck מימי vorkömmt. Nach dieser Ausfassnng müßte im Gegentheil i» linrm Scheidebriese מימי stebe», um so mrhr, da unter den dort spezisizirlen Waffcrgatlunge» auch מקוה מימיה□ vorlömmi, worunter, wie 3bl> Esra erklärt, alle Gattungen Brunnenwasser zu verstehen. Daß jedoch diese Uuterscherduiig ganz haltlos ist, geht aus Jos. 4, 7. hervor, wo in einem Verse beide Ausdrücke מי und מימי ודרק Vorkommen, was die Gleichartigkeit beider dar» legt. Ebenso unrichtig ist die etwa« modifizirte Ansicht d»s N. Mose« Soser. Laß unter מימי »ur trinlbares Waffer zu verstehen, da e« 3rs- 57, 20 heißt: ״Und seine Gewässer ()מימי, nämlich Lei aufgeregten Meere-) »reiben Schlamm und Koth empor." Zm Grunde aber gibt «S keine sachliche, sondern bloS sprachliche Differenz zwischen diesen beiden Ausdrücken. III. Zu Nr. 13 handelt R. MoseS Soser über den Gebrauch der doppelten Namen ad. Eine Stelle in der Tosesta laute« wie folgt; Wenn Jemand sich eine Frau aurraut mit dem Nameu Josef, während er Joses und Simon heißt (ע־־ מ שאני יוסף ונמצא יוסף ושמעון), ist die Trauung giltig, Der Fragesteller erklärt dies» Stelle, daß der Betreffende beide Namen auf einmal führt und von aller Welt so beuauoi wird. Dem widerspricht jedoch R. Mose« Soscr, nach seiner Ansicht »ft die Trauung nur dann gültig, wenn der Belreffeude vou den meiste, Menschen Josef, von einigen aber Simon geoaunt wild. Zur Bekrästi» gung dieser nach seiner Ansicht alleiu richtigen Erklärung führt er Fol» gendeS an: 3״» srühereu Zeiten war e« gar nicht gebräuchlich, doppelte Vornamen zugleich (בבה אהה) zu führen, sondera ist die« eine e,st seit jüngster Zeit ringesührte Einrichtung; ja selbst von unser« Sl-w«» vater Zakob kömmt nirgend« vor, Laß er mit beiden Namen Jakob» Israel zugleich genannt werbe. Auch finden wir puler allen in תנך und Talmud vorkommendeu Nameu keine Doppelnamen." Wir bedauern e« sehr, daß sich R. Mose« Sos.r nicht besser iu הנך nmgrsehen. »eiz er sich sonst eine« Besser» hä», belehren können. Wir wollen hier riaigr Beispiele zitirro. תובל >st g'«'ß "יי!»ldststäubiger eigener Namr (1•