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Ben Chananja · 1865-05-17 · 20 (17.5.1865) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
20 (17.5.1865)
Date
1865-05-17
Page
– (sequence 7)
Language
German
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341 342 Versammlung de« Monat« August der Jahresbericht an die Distrikt«. Großloge verratheo werden. Auch sollen in dieser Versammlung die Repräsentanten zur DistriktS.Großloge gewählt werden, deren Dienstzeit am nächstfolgenden ersten September beginnt. V. Don Suspension wegen Nichtzahluogd» »Beiträge und von der Wiederaufnahme einen su«peudirten Bruder«. 8- 1׳ soll die Pflicht de« Sekretär« sein, der Loge viertel« jährlich die Namen aller Brüder mitzutheileo, welche ihre Beiträge von zwölf Monaten schulden. Nachdem der Sekretär die Rückständigen be« richtet hat, soll er solche schrisllich auffordera. längsten« bi« zur zweite» solgendeu regelmäßigen Versammlung zu erscheinen und darzuthun, warum sie nicht suSpcndirt werden sollten. Wenn sie unterlassen, die« zu tbun, so soll der P. die Frage stell,o: ״Weiß irgend rin Bruder einen Grund anzugebrn, warum Bruder-nicht suSpendirt werden soll?" Wenn der Loge kein genügender Grund vorgelegt wird, so soll der P. den Bruder für suspendirt erklären. §. 2. Ein Bruder, welcher wegen Nichtzahlung der Beiträge suspendirt worden ist. kann um Wiederaufnahme nachsuchen, wen» er Lurch einen Bruder der Loge die Summe, die er zur Zeit seiner SuS- Pension schuldete, einsendet, und nur die Rechte eine« neu aufgenommeiitu Bruder« zu erlangen wünscht. Wen» er aste Ncchle und Privilegien, deren er vor seiner Suspension lheilhascig war, wiedererlanzen will, hat er den bi« zur Zeit seines Gesuche« um Wiedereinsetzung fälligen vollen Betrag einzusendcn. Die Loge soll da»» ein UiilersiichungSkomilö ernennen, und wenn in der darausfolgendeii Versammlung nach Anhö« ru»g eine« Berichte« die Mehrheit der anwesenden Mitglieder zu Gnusten stimmen, so soll der ansucheudc Bruder wieder eingesetzt werden. §. 3. Wenn die Npplikaiion zu dem Dehuse gemacht wird, sich einsr andern Loge anzuschließen, so soll der so nachsuchende Bruder eine schristlichc Erklärung Lurch einen Bruder an die Loge ergehen lassen und statt aller Rückstände die Summe von fünf Dollar« gleichzeitig einschicken, wenn leine Klage gegen ihn anhängig ist, sost ihm eine Abgangskarte bewilligt werden. §. 4. Ein Bruder. dessen Karte verloren oder abgelaufen ist. kann sich an seine frühere Loge wenden, um ein Zertisikat zu erhallen, welches nachweist, daß er auf gesetzlichem Wege mittelst einer Karte au« der Loge geschieden, und die Zeit angibl, wann ihm die Karte bewilligt worden, wofür er nicht über zwei Dollar Gebühre» entrichten soll. Vl. Von Graden. §. 1. Kein Bruder soll zu einem Zrrtisikat für den zweiten Grad berechtigt sein, bi« er wenigsten« einen Monat Mitglied de« Orden« ist. 8- 2. Kein Bruder soll zu einem Zertifikat für den dritten Grad berechtig» sein, der nicht vorher zu dem zweiten Grade wirtlich zugelassen worden und solchen erhalten hat. (Forts, folgt.) K. London, im Mai. Hier hat sich ein Verein gebildet, welcher Palästina im Interesse der Aufklärung dunkler biblischer Stellen erplorirrn wist. I» dem veröffentlichten Programm wird unter Anderm behauptet, daheutige Jerusalem stehe auf 60 Fuß tiefem Schutte, in welchem sich noch viele Münzen finden müssen; auch seien der Moriah Abrahams, da« Thal Sichem. wo Jakob zuerst gewohnt, und da« Grab Josef« noch nicht gesunden. L. London, 5. Mai In der biesigeo Synagoge fand am ver« flössen,» Sabbalh elue erhebende Trauerfeier für Abraham Lincoln statt. Da« Gotteshaus war in allen Räumen gedrängt voll, als der Rev. Dr. Adler. Laub« und Seerabbiner von England, die Kanzel bestieg und mit Hinweisung aus Gen. 8. Xll. mit tief «mvfundeneu Worten den verrwigleo Präsidenten Nordamerika« mit jenem Patriarchen verglich, der dem Ruf de« Herrn folgend, hinauszog, um eine welthistorische Mission zu erfüllen und da« Werkzeug Gotte« zur Erlösung einer ganzen Menscheullasse wurde. Die warme Rede verfehlte ihre Wirkung nicht, uud so manche Thräne wurde da vergossen für Abraham Lincoln, der al« Märtyrer eine« mosaischen Prinzipe« fiel. .Nun find die Schwarzen frei* äußerte Sir Mole« Montefiore .und werden e« bleiben; o. ver« möchte ich da« auch von Israel zu sagen!* Inland. — Wien, 11. Mai. Jellinel'« GedLchtnißrede aus Mann» heimrr ist iu zweiter Auflage erschieueu. Da« vierte Heft der Zeitschrift für Völkerpsychologie ist soebeu an-gegeben worden. E« enthält unter Anderem Lazaru« RektorSrede .über di, Ideen der Geschichtet Beide Reden sind Apokogieen de« jüdischen Geiste«, welcher di, religiöse Ver« tiefuog der Menschheit angebahnt hat. — Wien, 12. Mai. Die Mechiltha.Etitioa von dem gekehrt״ Bet Ha-Midrasch-Lektor I. H. Weiß hat in herrlicher Ausstattung sorben die Presse verlassen. (Wir werden darüber ou-führlich berichten. Red.) Die liturgische Kommission, von welcher in Ihrem Blatte dir Rede war, wird vielleicht niedcrgesetzt werden; vorläufig ist die« noch nicht geschehen. Der Beth-ha-Mld'rasch-Drrein hat allerhöchsten Orte« die Sanktion rrdalteo. /*. Altofen, 9. Mai. Zn unserer Gemeinde hat sich eio Lese« verein gebildet, dessen Mitglieder zumeist der arbeitenden Klaffe äuge« hören. Um die jungen Leute zu erheitern, werden Saphir« humoristische Vorlesungen reproduzirt. Um aber der Heiterkeit gewisse Grenzen zu setzen, wird den jungen Leuten hebräische Grammatik vorgelrage»! Bi«« her zeigten dieselbeo zwar nicht viel Lust zu diesem Studium; man glaubt aber, die« werde sich mit der Zeit schon geben, vorau-gefetzt, daß der Lescverein so lange besteht. Da R. Mose« Soser nachdrücklich erklärt hat, daß da« Studium der hebräischr» Grammatik deu Ketzern überlassen bleiben müsse, und kein frommer Jude sich damit beschäftigen dürfe, bleibt e« immer merkwürdig, daß selbst unser verehrter Herr Oberrabbiner de» Dikduk-Leseverein protegirt. Graz, 8. Mai. Durch da« geehrte Großhandlung«, und Ban« quicrShau« Karl v. Grcinitz hier ist u»S im Namen der Verehrung«» würdigen Frau Bett i v. Rothschild io Parider Betrag von 200 fl ö. W. zur Eerichlnng eine« Friedhöfe« für Israeliten eingehän» digt worden. Wir-künncu nicht umhin, dieser edle» und großherzigen Wohllhäterin hiermit öffentlich unser» heißesten Dank auszusprechen. Wir werden dieser hochherzigen Dame stet« nur segnend gedenken, und ihr Name bleibt in den Annalen unserer Gemeinde mit unauslöschlicher Schrift verzeichnet. Im Namen de« Komilö« der israelitischen Fried» hosoerwallung: Leopold Ritter. J. Hcrneanmcstcc, 8. Mai. In Nr. 18 vom 3. d. M. wird in einer Korrespondciiz au« Kolli» zur allgemeine» Kenntnißnahme .mit» gcthcilt, daß dortort« ein israelitische« Gemeindemitglied in den Be» zieksausschuß gewählt sei. Dieser Fall soll nach weiterem Bemerken de« Brrichterstatler« bi« jetzt noch beispiellos sein. Der Gefertigte ist jedoch in der Lage, dem gegenüber einen zweiten Man» zu nennen, der eben« fall« dem Iudenlhuuie angehörig, einer gleiche» Ehre theilhaftig wurde. E« ist die« Herr Joies Porge« in Nekitna — Böhmen — ein Bruder Le« hiesige» Herr» Juda Löb — der daselbst vor Kurzem zum Bürgrr» meister und in neuester Zeit in den Bezirksausschuß gewählt wurde. — Am 7. d. M. ist in der hiesigen Synagoge La« Andenken de« ver» ewigten Mannheimer gefeiert worden, wozu sich auch au« benachbarteu Gemeinden zahlreiche Theilnehmer eiiigesunden haben. Unser verehrter Rabbiner bewährte auch diesmal sein ausgezeichnete« Reduertalrnt, iu« dem er, Ps. 24, 3—6 zum Terte wählend. M.'S Leben und Wirken auk eine ergreifende Weise schilderte. Der in hiesigem Ort, im Werden de« griffen, Gewcrbevorschuß.Verein wird Mannheimer« Namen trage». A. An« dem Aeograder Komitate, im Mai. Es ist «in goldenes Wort Kant'«: ״Dir Menschen arbeiten sich von selbst nach und uach au« der Roheit herau«, wenn man nur nicht absichtlich künstelt, um sie darin zu erhalten.* Die Gemeinden diese« Komitate« und der angreozendeu Komitate wür« den längst aus einer höher» Stufe der Kultur stehen, wenn die Rad» biner und deren sanatisirte Anhänger nicht alle ihnen zu Gebote ste» heuden Mittel in Bewegung setzru würden, um jeden Fortschritt zu ver« hindern. Es ist daher erfreulich, daß der Rabbiner Goldzieher in dem benachbarten Sohl gewählt wurde. Die Orthoton» hat gegen ihn agitirt, um so treuer wird er hoffentlich der Sache de« Fortschritte« diene». Vor Kurzem hat er in seiaer früher» Gemeind» zu Losonz ge« predigt, und trotz dr« Interdilte« einiger seiner Kollegen dem Gotte«» dienste beigewohnt und an demselben Thril genommen. Der dortig» Kirchenseelsorger Singer wacht jetzt Spektakel wegen der Barhäuptigkeit der Knaben iu der Schul,. Vorläufig bedecken die Kinder ihr Haupt uur beim hebräischen Unterrichte. Damit ist aber Herr E. nicht

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