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Ben Chananja · 1865-05-10 · 19 (10.5.1865) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
19 (10.5.1865)
Date
1865-05-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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317 318 Irbra Hntrr bm hirfigen Zuden ii*fe Bestürzung hrrvorgerufeu. Dasselbe wird in ganz Frankreich der Fall sei», da der Verewigte al« Gelehrter und Geistlicher allgemein verehrt wurde. Das Leichenbeqäogniß wir-, wie ich härr, kommende» Molltag am S. d. M. stattfinden. Frirdr still» «ich»! L,. >1. New-Vork, i« November. (Fortsetzung der allgemeinen Gesetze.) U. Boa Beawttll vll «rrgrordllkltr Logen uvd ihrer Dienstzeit. § 1. Jede Loge kann, wroo fie »« für nöihig erachtet, nebst den regelmäßigen Beamten, welche die Konstitution vorschreibt» einen F. S., eiaen H. und »inen asfistirendru M. ״wählen. z 2. Zeder P. soll nach Ablauf stiller Dienstzeit einen Termin al« M. dienen, und soll al« solcher, weull die Loge keinen Assistenten erwählt, da« Recht haben» einen Alfist'Nien permanent oder in jeder Versammlung temporär, zu ernennen. Der assistirende M. soll, wenn er einru vollen Termin dient, auf dirsrlbeu Rechte und Ehren, wir alle andere» Beamten, Anspruch haben. $. 3. Kein Bruder «oll zu irgend einem Amte gewählt oder er« oannt werden, der nicht die vollen Trade ha«; nur in dringenden Fällen lauu dir DistriktS-Großlcgr Brüdern, welche dir volle» Grade nicht erhalten haben, Dispensation ertheile», um irgend ein Amt, auSgenom« wen da« de« P. oder B. P., zu d,kleiden. §. 4 Die regelmäßige Dienstzeit aller Beamten in untergeord« llkteu Loge» soll volle sechs Monate sein. $. ö. DisteiltS-Großlogen haben jedoch die Macht, bei der Or» ganil'ativn neuer Loge» denselben auf eine beschränkte Zeit, und läng« firn« für ei» Zahr, Dispensation zu ertheilr», daß drei Monate für eine volle Dienst;,!» gelten; aber die Dispensaiio» muß immer für eine Zeit sein, deren Ablauf mit dem Anfang eine« regelmäßige» Termin« zusammensällt. §. 6. Die regelmäßige Amtszeit in untergeordneten Logen soll in de» erste» Bersamoiluugrn der Mouate August und Februar aufangeu. $. 7. Kein Bruder ist wählbar für da- Auit des P., der nicht vorher einen Teemi» als B. P. gedient bat und kein Mitglied soll zum B. P. erwählt werden, da« nicht vorher zwei untergeordnete Armier bekleidet Hai. Da« Amt d,S S. oder das des F. S., wenn unrntgeltlich versehen, zählt für zwei Teruriue. 8 8. Die Wahl der Beamten findet in der letzten Versammlung de« Termin« nach vorhergegangener Nominativ» statt; dir Znstallatiou erfolgt jevoch erst in der ersten Versammlung de« neuen Termin«. §. 0. Nominationen für die zu wählenden Beamten sollen in den der Wahl vorangehenden zwei Versammlungen gemacht werden, und nur wen» alle für rin Amt rroanuleu Kandidaten adlehnen, können Ernennungen für dasselbe uumiltetbor vor der Wahl flatifiudro. 5- 10. Wenn ei» Beamter verabsäumen sollte, ia drei auseinan« der solgenltn Versammlungen zu erscheinen, so kann seine Stell» durch Deichluß Lrr Loge für ledig erklärt Werdru. 5- 11. Zeke Vakanz währrud de« AmtSlermine« soll sogleich au«« gefüllt werden, und der Beamte, welcher dirselbe aussüllt, hat bi« zum Ende de« Termin« zu dienen und ist daun zu den vollen Ehren und Rechten dr« Amt,« zuzulaffen. Hl. Von deu Pflichten der Deamtro. 5- 1- Außer den Pstichiru, welche den Beamten gemäß der Ge» setze und Regula,i-nen de« Orden« uud der Nebengesetzr der Log« ob« liegra. sind sie noch besonder« verbunden, dir Koustiiuiion und Gesetze zu wahren und dir treue Aussührung aller Verordnungen ihrer Distrikt«» Großloge, sowie dir der KoustitutiouS-Großlogr zu überwachen. Z. 2. El ist dir besondere Pflicht de« P.» V. P. uud der Sekre» täre, die regelmäßige» B.richi, au d,e Distrilt«׳Großlog, auSzuserligrn. dieselben zu zeiihnru uud da« Sirgrl der Log, an,»füge». (Foets. folgt ) F. Verkitt, tat April. Der Zufall führt» mich dieser Tag, mit »iurm Greise zusammen, der in deu Zahlen 1818—1820 in Kem« pru im Herzogihumr Pos,» t.dle. Folgend» Notizen, die er wir ge» sprächswnsr miiiheiltr, düiften für viele Ihrer Leser von Interesse sein. Der damalige dortige Rabbiner war eia Neffe R. Ezechiel Laad״'« und hieß Israel Zoos«; still Werk Npv erschien 1816 1» Dyreosurt. Er war zu jener Zeit ungefähr 60 Jahre alt. und verstand e«, zwei Richtungen ia fich zu vereintgell, die «an sonst selten verei» oiget findet: er war eia gewandter Pilpulist uud zugleich praktischer Kabbalist. Au« den entferntesten Gegenden strömten Krankt za ihm, »« fich durch Amulette heilen zu lassen. Er hielt auch Zeschida; dieselbe war aber nicht bedeutend. Diel besuchter war die Zeschida seine« Echwitgersohne« R. Zsak Nathan Lipschitz, welchem der Wollhandel, den er be» trieb, noch immer Zeit ließ, »almudische Vorlesungen zu halten. R. Zsak Nathan ist gegenwärtig Rabbiner zu SziiniO ia Ungarn, wo ihm die RadbinatSgeschäste Zeit lassen, «inen ansehnlichen Weiohandel zu treiben. Zu seiuen Schülern gehörte ein Bachurlein, welche« man nicht ander«, al« .Schmulche blind Esther«" nannte. Diese« Schmulchr starb al« Dr. Samuel Holdheim, Rabbiner der Reformgemeinde zu Berlin! Holdheim war damals IS—16 Jahre alt, und bezog die Je» schiba zu Saleschin. woher sein Vater, R. Jtzig, der Wollfrüsal war, stammte; seine Mutter war aus einem Auge blind. H. kehrte nach zwei Jahre» von Saleschin zurück, und seine Kennlniß im Ehoschen Mispat und Nrim we׳Thnnim von R. J.׳:׳.>:h2u Cybeschütz, sowie sein pilpu» listischrr Scharssinn machten ungeheures Ausjehc». Der Rabbiner Josef in Kornok wählte ihn zum Schwiegersöhne, wiewol derselbe einige Bil» düng besaß, und dem Manne seiner Tochter die Bibel ebenso fremd war. al« das deutsche ABC. Holthrim« Weib schämte fich der Uuwiffeohelt ihr,« Galten. Letzterer war bereit- 24—25 Jahre alt, al« er bei Elrazar Raschkow, — der damals bei dem reiche» R. LSb Kempen Er» zieher war. und sich später als hebräischer Schriftsteller einen guten Ruf erwarb, — deu ersten deutschru Unterricht genoß. Nicht lange nach» her schied er sich von seiner Frau, welche ihn für rineu Freigeist er» kärte, und ging nach Prag, wo er als großer Talmndist galt. Später lebte er kurze Zeit iu Peoßnitz. Sonstige Schiursager waren: R. Sa» muel R. Baruch'S R. David R. Alrrander«, R. Mose« Goldeublum (Goltenlhals Schwiegervater), R. Jakob Freund. Sal. Sach« au« Ika» lisch, eiu wolhabender und gebildeter Manu, uutrrrichtetr Bachurim im Deutschen und Französischen. David SamuSc, später Schriftsteller in Breslau, war der Sohn LeS RabbinalSdieuerS. Brüder Steuer, damal« Bachurim, wurden später al- Musiker bedeudend. Au» dem .Raivitscher Bacherl", da« damals iu Kempen Talmud studirle, wurdr Dr. Abra» Ham Geiger. Inland. Ü Sm. Wkeu, 27. April. Nebst der Predigerfrage beschäftigt die fij Gemülhrr seit neuester Zeit auch die Reorganisation der Gemeinde. | Man hat uämlich de» Beschluß gefaßt, neue Statuten auSzuarbeiten 8 und dieser Beschluß wurde auch burchgeführ». : Statt aber vorwärt« zu 8 schreiten. gehe» wir zurück. Die neuea Statuten beschränken uämlich | da« Wahlrecht der Gemeinde. Bisher ging der Vorstand au« direkter H Wahl hervor, uud der Gemeinde stand e« frei, za bestimmen, wen sie | zum Vrrlreter, uud wen sie zum Deirathe wählt» welle, | Bon nun au sott der Gemeinde blo« zustehen, Vorstandsmitglieder z» | wählen. Al« Ursache, warum der Vorstand diesen Rückschritt grthan Z hat, wird bezrichnet, daß derselbe damit seine loyale Gesinnung ma* A uisestireu wollte. Der Vorstand wollte nicht. daß die Verfassung der | Wiener jübilchen Gemeinde liberaler sei, al« dir Februar-Verfassung, | welche auch die ReichSrathr-Abgeoidueten au« indirekt» Wahl hervor» Ä gehen läßt. ן v. Wien, 2. Mai. Wa« Jhlltll Zhrr hiesigen Korrespondente» jj über unsere Predigerwahl berichteten, mag, wenn mau die Wünsche und 4 Bestrebungen mancher Kreise betrachtet, nicht ohne historischen Hinter» / grünt sein. Der Gemeindevorstaud ist von einer Zurücksetzung Zellinek« H weit enlserut. Einmal find die Prediger der beiden Trmpel ׳ins»der || koordinirl; dann steht »« fest, daß Jelliuek au« der Leopoldstadt in dl« fi Statt üdersiedelt und Mauuheimer« Nachfolger wird. Der Koukur« iß | mit Dr. Zellinek« Zustimmung beschlossen worden. klr. Pest, 1. Mai. In Ihrem Artikel über .die Fabel von;4 dem Konzil der Juden in Nagy-Jda im 3.. 1650• (f. die vorige Nu». | euer d. Bl.) «eisen Sir, H»rr Redakteur, nach, daß Herr Era««n« E *) Siehe Nr. 14.

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