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Ben Chananja · 1865-05-10 · 19 (10.5.1865) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
8 (1865)
Issue
19 (10.5.1865)
Date
1865-05-10
Page
– (sequence 4)
Language
German
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SIS 316 lehrt — irotzdtm hat diesetheosofische Nebekgebllde bei dm jüdisch,a Filosofen von Gabirol und Maimuat öiS Josef Aldo, sowie bei den Kabbalisten von R. Asriel und Melr den Gubbai bis Mose JsserlS ") und Jonathan Eibenschütz '״) herab die Runde gemacht. Gegen die in der Filosofie der Araber herrschend gewordene Theorie, die Engel mit den separaten Intelligenzen zu identifiziren, polemisirte der christliche Scholastiker Albert der Große. Doch wird auS dessen Polemik ersichtlich, daß er die arabische Filosofie nnr zumeist durch das Medium jübischer Autoren kannte, da er diese Jdemifizirung nur eben jüdischen Gelehrten zuschreibt, während dieselbe bei allen arabischenFilosofen heimisch war"'), und erst von diesen in die jüdischen Denkerschulen überging, (s. 6s Causis et proccssa naiversifatis, lib. I, Iract. IV, cap. 3.) 3sak Arama polemisirt gegen die Theorie, welche die Engel als Sphärengeister erklärt. Er sieht hierin eine Herabwürdigung und ein Verkennen der erhabenen Engel-Mission (S. Akeda, Pforte II: כיציאות המלאכים שהזכירה אותה התורה הוא ענין מעולה מאד מהיותם נפשות או מניעים לגלגלים - ווהן הטעם שלא נזכרו בסי׳)• Auch kommt Arama auf die sehr vernünftige Idee, auf physikalischem Wege die Kreisbewegung der Himmelskörper erklären zu wollen und denselben mithin Leben und Beseeltheit abzusprechen. Allein theilS ist Arama zu wenig selbstständiger Denker und theilS ist die Autorität MaimuniS zu groß, als daß er eS wagen sollte, gegen eine maimunische Behauptung den Fehdehandschuh zu ergreifen. Auch ist er so glücklich, in JesaiaS 42, 5. eine Stelle zu finden, die ihm für die Annähme von Sphärengeistern spricht (DtVDUl בורא השמים) — und so lenkt er am Ende wieder ein, um auf der einmal brritgetretenen Heerstraße weiter zu gehen. Heber das Wesen der Engel machten sich verschiedene Ansichten geltend. Saadia, bei dem oft eine seltsame Mischung wahrhaft großartiger silosofischer Tiefblicke mit den primitivsten überkommenen Ansichten zu finden ist, waS eben seiner NeligionSfilosofie daS Gepräge der Frische und Ursprünglichkeit gibt, kann sich bei geschaffenen Wesen zu der Idee einer völligen Jmmatrrialität nicht erheben. Ihm ist nur Gott allein über jeden Begriff von Körperlichkeit erhaben. Alle Wesen außer Gott, die Seele, die selbst dann noch unS unsichtbar ist, wenn sie vor unfern Augen dem sterbenden Körper enteilt, die Sphären, — in denen nach Ansicht der Alten die Sterne befestigt sind —, die von unS nicht gesehen werden, und ebenso die unS unsichtbaren Engel, eS sind lauter feine, ätherische und darum unS unwahr« uehmbare Stoffe (Emunot IV, 1. VII, 2. 4.) Der Engel, den Gott sendet, zwischen Seele und Körper zn scheiden, zeige sich dem Menschen in der Gestalt eines tiesgrünen FeuerS, voll mit Augen, denen jedoch eine andere Farbe eigen sein muß, da dieselben sonst von der übrigen Gestalt nicht zn unterscheiden wären. Durch den Schrecken dieses Anblickes entstehe bei den Menschen der Tod (I. <5. VI, 6.) — Bachja sagt: Es hat Filosofen gegeben, die die HimmelSkörper und die Engel (ישים עליונים!«) als Produkte des FeuerelemeuteS sich dachten, ähnlich dem bekannten Auöspruche Davids (Choboth Ha-Lebab. I, 6.) Dasselbe "1 So schreibt noch brrfelbr im Thorat ha. Olah HI, 4.: בריאה ראשונה היתר. ענין רוחני וממנה נשחתו כל תלקי העולם '*) E. Zosnath Paaneach von Jsak Miss,« ״od di, Anzeige dieser Schrift im ״tt,n Ehauauja- 1863. E. 275 ff. von Herrn 3. Ster». ") Drgl. Echmölder«, Essai sur les £co!es philoBophiqaea che» les arabes, pag. 236. — Mnuk. Es gaide N p. 60 zuiri ebenso «u«dr« חהאסת אלסלאבסה d.« Al.sazL!«:וכבר חשבו שהמלאכים השמיים חם השכלים המופשטים. scheint auch die Ansicht Gabtrol'S gewesen z» sein.») Je hu da Halevi (Kusart IV, 3) unterscheidet zwischen מלאכים נצחיים, Engeln, die von Gott auf ewige Zeiten geschaffen wurden, und solchen, die Gott nur für bestimmte Senkungen schuf (נברא לעתו). Die letzteren dachte er sich ans feinen Elementarkörpern gebilget, während er bei den erstern schwankt, ob sie ganz immateriell seien oder nicht. Maimnni.'b) der freisinnigste und entschiedenste Kritiker der auf ihn überkommenen Engellehre, denkt sich die Engel wohl, sowie alles Seiende, als Geschöpfe GotteS und daher mit dem Wesen GotteS, als deS Schöpfers, durchaus nicht zu vergleichen, aber dennoch ganz nnkürperlich und völlig immateriell. 20) Wenn jedoch die Profeten in ihren Visionen Engel unter körperlicher Hülle gesehen, so war diese nicht etwas objektiv im Wesen der Engel Befindliches, sondern nur eine Schöpfung der Einbildungskraft. Höchst sinnreich ist die Idee M.iimnniS, woher eS gekommen, laß man den Engeln Flügel angedichtet. Da eS der menschlichen Sprache nicht möglich ist, Gott, den absoluten Geist, noch selbst die von Gott erschaffenen Engel in ihrer vollen Reingeistigkeit zu schildern, so mußte man bekanntlich zu bildlichen Redensarten die Zuflucht nehmen. Um aber nun selbst in diesen bildlichen Bezeichnungen die weite Kluft zwischen Gott und Mensch kenntlich zn machen, kam man auf die Idee, für Bezeichnung GotteS nnr anS dem menschlichen Kreise die bildlichen Ausdrücke abznleiten (AnthropomorfiSmen), für die Bezeichnung der Engel dagegen ein Bild auö dem Kreise der Thiere zu wählen (ZoomorphiSmnS), um dadurch auSzudrücken, daß so hoch der Mensch über daö Thier stehe, so hoch und noch höher steht Gott über daS Wesen der Engel. — Engel wurden daher mit Flügeln gedacht, weil diele eben nur dem Thierreiche angehören, jedoch das Edelste beim Thiere bewirken, nämlich den majestätischen Flug durch die Luftregion. Zugleich deuten auch die Flügel an den Hüften der Engel auf daS plötzliche Erscheinen und Verschwinden, sichtbar und unsichtbar werden derselben hin. Und wenn endlich Jecheökel von vier Flügeln der Engel spricht, so sei dieS auf die vier Prinzipien der Sphärenbewegnng (Rundheit, Beseeltheit, Intelligenz und Sehnsucht) zu beziehen, *') lSchkuß folgt.) So rresponden». Ausland. ParlS, S. Mai. Der Großrabbiurr de« Zentral.Konfistorium«, Herr Salomon rrllmann, ist heute Morgen« um 2 Uhr mit Tode abgrgangen. Wiewol sein seit tangerer Zeit anhaltende« Bru,)leiden lein: gegründete Hoffnung auf feine Genesung zutirß. hsr doch sein «d- ״) Denn er sag! im Aeffer Match.:... מהם חצובי להבות ׳,;מהם מאש וממים מורכבות. aubei Abravau.t,»?. st0n. 8. Dagegen schreibt 3b»-T1ra: ואליעלה על לבן- שהמלאכים הקדושים הם גופות כלל והכתוב עושה מלאכיו רוחות אין פירושו רק הרוחות הם מלאכיו ישלחם למקום חפצו (s. Ozar Nechmad Bd. 2, S. 211.) "1 Dir Hauptquesteu der maimnnischeo Tngellehre find Jesode ha.Thora 11. 4—9; Morr I, 40 und II 3—7. ") Maimuui (More 1.40.) sagt:נקי מן החומר ,ערום מן הנשמות, wa« vielleicht keine bloße Tautologie ist. sondern ein bedeu» luogevoller Gegensatz zu der Filosofie Vabrrol'«, welche selbst uukörpee« lichen Wesen eine Materie zuschreibt. Bekannt ist dir gadirol'sche Tdrie: .כל עצם זולתי האל הוא מורכב מחומר וצורה יי) Aber höchst auffallend ist mir, daß e« Morr 1. s. heißt: ולא יחסו תנועת העופפות לשם בשום פנים .להיותה תנועת בעל חיים בלתי מדבר. »ährend M»r, 1,43 gesagt wird: ולש יזה למלאכים• p-,העניין אצלי הושאל כנח לבות* יח׳

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