Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 8 (1865)
- Issue
- 8 (22.2.1865)
- Date
- 1865-02-22
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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außbrüftlidf emäljnea za müssen, -aß eia sehr großer Theil der unterstützten Studenten anS Ungarn stammt. Ein ähnlicher Verein wirkt seit 1861 in Leipzig unter dem Namen MeudelSsohllS-Stiftung. Alles aber, was bisher aus dem Felde deS jüdischen VereinSwesen angestrebt und erreicht wurde, übertreffen die Leistungen der ^Uianev i8rne1!te universeNs in Paris. Gründer dieses Vereins waren: Aristides Astruc, RabbinatS-Adjunkt deS GroßrabbinerS zu Paris; Isidor Ca- Heu, Professor am Rabbiner-Seminar zu Paris und Redakteur der ״Archive- JsraeliteS"; Julius Carvallo, Ingenieur der Brücken und Chausseen; Narzissus Leven, Advokat am kaiscrlicheu Gerichtshöfe zu Paris; Eugen Manuel, Professor an der Universität; Karl Netter, Kaufmann. DaS großartige Wirken der Alliance in dem kurzen Zeiträume von fünf Jahren ist Ihnen Allen bekannt. Sie stimmen daher mit mir ein in den Ruf: Hoch lebe die Alliance universeile mit ihren Zweigvcreinen! Hoch lebe ihr Präsident, der vormalige französische Justizminister Adolf Cremieur! V. Z. Ueberblicke» wir die Gestaltung und die Wirkfamkeil deö VercinSwefens in Israel seit drei tausend Iahren, so gelangen wir zu der erfreulichen Einsicht und Erkcniuniß, daß der Assoziationsgeist sich in unserem Volke zu aUri, Zeiten geregt hat, daß er sich aber zu keiner Zeit so frnchtbar und schöpferisch zeigte, wie in der Gegenwart. Denn wenn eS auch die fortgeschrittenen politischen und sozialen Verhältnisse der Jetztzeit mit sich bringen, daß sich die Inden verschiedenen nicht konfessionellen Vereinen anschließen, und verschiedene nicht konfessionelle Institute unterstützen; so war doch die Zahl der konfessionell jüdischeu Vereine in keiner Epoche d r Geschichte so groß, wie in uuseren Tagen. Die jüdischen Vereine der Gegenwart beugen sich in tiefster Ehrfurcht vor dem ehrwürdigen Profetenvereine der heiligen Vorzeit. Sie würdigen die Fürsorge, mit wetcher die talinndischc Periode den veränderten Zeitbedürfnisseu Rechnung zu tragen verstand. Sie sind unbefangen genug, einzusehen, daß die Mangelhaftigkeit deS jüdischen Vereinswescns im Mittelalter in den politischen und sozialen Zuständen jener Zeit ihren ErklärungSgrund habe. Freudig danken sie eS aber der göttlichen Vorsehung, daß die Sonne unseres Jahrhunderts auch auf dem Boden deS JudcnthumS edle Früchte deö Vereinswescnü zur Reife bringt. Svichor, gestalt ist die Entwicklung deS VereinöwescnS in Israel ein trrneS Spiegelbild des biblischen AlterthumS und seiner hei« ligen Ideen, der talmndischen Zeit und ihrer Fruchtbarkeit au Institutionen, des Mittelalters und seiner Unduldsamkeit, der Gegenwart und ihrer vielseitigen Kulturbestrebungen. Diese Gegenwart ist einerseits eine Frucht der Vergangenheit, anderseits birgt sie aber auch Keime der Zukunft. Manche wollen nur die Frucht genießen, und Genuß fordert Ruhe. Sie, v. Z., gehören aber sicherlich zu denjenigen, welche, indem sie die Frucht genießen, auch die Keime zu entwickeln wünschen, und diese Entwicklung fordert Thätigkeit, weise, treue, beharrliche Thäligkeir. Die Sdjirfifafe and Lestrekmigm der israelitische» Zemeinde z« Ztechaij. Sin Beitrag zur Geschichte der ungarisch,« Israeliten im 17. «ob IS. Jahrhundert. Dsa Dr. M. Z i p s r r, Oberrabbiuer. (Schluß.») ' Gegen den Scheidebrief von Körmend wurde von Landau auch daö auSgesetzt, daß er darin den ״Stromweiblich benennt (נהר דמתקריא) und dadnrch seine Unwissenheit to der hebräischen Sprache an den Tag legt (לא ידע מקרא). R. MoseS Sofer schmerzte nicht wenig dieser beleidigende Ausdruck Landau'S, da er in allen Scheldebriefen, die seine Vorgänger in Vreßburg vorgenommen, die weibliche Benennung deS ״Stromes״ vorgefunden. Sie alle wären also als Ignoranten der hebräischen Sprache zu bezeichnen! .— Er führt darüber eine gewaltige Polemik mit David Deutsch aus Neustadtl a. d. Waag. Einen Beweis, daß נהר im Hebräischen auch weiblichen Geschlechtes ist, will er in der MehrzahlSbildung**z (NNW)sehen. (V. אה״ע ,ח״ב .לט, DT» *) S. v. 3. Nr. 17. 20. 2l. 23. 2V. 27. 2S. 30.-38. 39. 46. ß 47. 49. imb oben 3. 4. **) Daß R. MoseS Soirr im Talmud einheimischer. ali« , תנ״ך gkwcsen »lid büß ihm oft dir hebräische Giammatik eine torr» inc0£nita war, trotzdem er selber srkr häufig grammatikalische Regeln zur Begründung seiner Lehrsätze ousziistelleu such«, werde« ganz gewiß leine eigenen Schüler und Verehrer cingestehen. wie dieau« mehrere» Stellen seiner vielen rabbimschen Gniachlen hervorgehl; wacht er ja selber aus seiner Geringschätzung gegen die □2<!?' מרקדקי kein Hehl! Wir wollen hier nur zwei Beweise für dl>!en Ausspruch anfibren. Za obiger Slreitsache. von welche.-.r Gcsch'.echn da- Wort נהר >m Hebräi« schen. beruft sich 9t. MoseS Sofer, um dir Schreibart seiner Borgänger zu rcchlscriigen. aus dir Bildung der Mehrzahl, wobei ihm jedoch der llmsiand eiilgaiigen z» fein scheint, daß im H.bräitcheu die Mehrzahl-, bildung auf da- Geschlecht keinen Einfluß übt. So hat z. B. אב io der Mehrheit אב(ת, während □נשי in der männlichen Form steh». Ebenso wird das Verbum selbst. wo da« Hauptwort in der Mehrheit (!נהרור) sich befinde!, in mänulicher Form gebraucht. al» נהרורת נהרות לא ישטפוה ,;8 .98 .!(11 ימחאו כף (H. L. 8. 7!. fcr»rr 3es. 43, 2, Ps. 93. 3. 5". 4V. 7. Einen ganz ähnlichen Fall biete« »»« da« Won .שרר. das cbeusalltlucn doppelten Plural hat und dennoch den w. Eharakler besitz!, wie schon Sisra und 3alkut zu III. B. M. 27, 21 beinrrki. בצאתו ביובל מגיר שהשרה קרוי לשין וכר, was gewiß auch von נהר der Falt. Wir wollen nun zu unserer zweite» Stelle schreite». Es c״P. א״העור V"N) stellt •». Mose« Sofft die grauimatikatische Kegel auf, baß der im Hebräischen vorkomnienvr Eomparaiiv (;2> היתרו) blo« durch den Buchstadru V. aber nicht durch das vollsiänbige Wort 2ן gebildet werden kann. R. Mose- Sofer iiiniuii sreilich seine Zustucht zur Coiikordanz und zu den Wnrzrla voll .siimchi, die ihn aber hierbei leider in Stich laffco. Er ist zwar »och etwazaghaft, ob sich nicht eitt Eomparativ mit מן einmal in der Bibel vorfindcn möge, doch muthig schließt er, daß dirweder zu sehr», noch zu sinden ist. Hält, ״,jedoch חנ״ך zu Hände» geaomme«, er wäre eincs Befferru belehrt worden. Wir wollen hier blofünf Stellen zitieen. die alle gegen obige Voraussetzung spreche»: ר,טיבי2ם הממלכות האלה (Am. 6. 2)גריל יהיה ככור הבית הזר, האחרון מן הראשון (Ch-gg. 2. 0) טובים השנים מן האחד OP(4.9 .*״ ל3) כי לכלב הי הנא טוב הן האריה המת• s. 4) לא בהכנלה רי איתי בי מן כל הייא (Dan. 2, 30). Nun bandelt r« sich hierber! nickt blos um die Ausstellung grauimalikatlscher L׳hr׳ä-e, di, SU. 3Hoit/ : okiikbi.« nur für geringfügig bält und sogar oft drlächrlt, sondern er ' sucht aus diese von ihm ausgestellten Kegel» eine Hatacha zu begrünj de״ und stehet nicht an. grstntzl aus obige vermelutttche Unirrscheidunz zwischen 2 und p, rineu Sd^doctrirf für ungilrig zu erklär,» un» > einem anieknlichen Raddmer ans den Pranger zu stellra, weil ia «ine» i von Ihm errheilieu גם statt מן קרבת רנא dir Fo.mrt מקדמת דנא gestanden, wir wieder anderieii« zur Ehrenrettung seiorr Vorgänger ihm da- Wort נהר durcha« weidlich getteu muß, wenn auch die« >*!