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Ben Chananja · 1859-01-01 · 4 (1859) · p. Seite 157

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
4 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 157 (sequence 13)
Language
German
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167 — Erklärung erfreute sich jedoch tu der Provence, wo hierüber heftiger Streit entbrannt war, keines allgemeinen Beifalls. Er sucht daher in einem zweiten nach Montpellier gesendeten Gutachten seine Ansicht zu rechtfertigen (Nro. 413). Für die Forschung über das Verhältniß Maimuni's zum Thalmud hat dieses Sendschreiben nicht geringe Bedeutung. Ausführliche Vorschriften zur Anfertigung von Amuleten sinden sich zuerst in den Zusätzen des Buches Rasiel (S. 41, b ff.). Die Erklärung der daselbst vorkommenden Zeichen ist noch nicht versucht worden. Sie scheinen nicht symbolisch, sondern phonetisch zu sein. Einzelne derselben (44, b Ende) geben sich sogleich als hebräische Buchstaben kund, andere wird man versucht, für samaritanisch zu halten. Jedenfalls harret diese efesische Schrift noch ihrer Enträthselung, wie es denn auch ergründet zu werden perdient, welche Bücher Maimonides im Sinne hatte, als er gegen die Amuleten- Literatur polemisirte. Hier genügt die Hinweisung auf das Buch Rasiel, welches bei den Kabbalisten in hohem Ansehen steht, und als ein Erbstück von Adam angesehen wird. Nimmt man nun noch hinzu, daß der Schulchan-Aruch, für dessen Integrität erst vor Kurzem mit so vieler Leidenschaft gestritten wurde, die Wirksamkeit der Amulete ausdrücklich anerkennet^'); so wird man es begreiflich finden, daß die Rabbiner! gegen den Amuletenschwindel keine Einsprache erhoben. Die Ujhelyer Therapie ging also unangefochten ihren Gang. R. Moses Teitelbaum erfreute sich nicht nur der stillen Konnivenz vieler seiner Kollegen, besonders in Ungarn, selbst laute Huldigungen wurden ihm entgegengebracht. Unter den Huldigenden befand sich der allgemein verehrte Oberrabbiner zu Preßburg: R. Moses Sofer. : (Fortsetzung folgt.) -") O. CH. 301, 25. 57. 307, 7. I. Dea 179, 12.

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