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Ben Chananja · 1858-01-01 · 2 (1858) · p. Seite 76

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Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
2 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 76 (sequence 28)
Language
German
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76 — Operation durch ein solches Individuum hervorgegangenen Gefahr für die Gesundheit oder das Leben des Operirten, noch insbesondere die Behandlung nach dem allgemeinen Strafgesetze zu gewärtigen habe. Unchbcmerlrung der Ucdnlltkim. Zn Folge dieses Erlasses wird im Pesth- Ofner Statthaltercigebiete die herkömmliche Meziza!בסל nicht mehr angewendet. In Frankreich und in einigen Gegenden Deutschlands ist dieselbe seit mehreren Jahren außer Gebrauch. In Österreich unterblieb sie unseres Wissens zuerst in Wien ans Anordnung des Rabbiners Horowitz nach eingeholtem Gutachten des sel. Preßburger Oberrabbiners Moses Sofer. M. E. Stern in Wien hat dieses Gutachten veröffentlicht, und unterliegt die Echtheit desselben nicht dem geringsten Zweifel. Zu bedauern ist es aber, daß die Herausgeber der Soferischen Gutachten sich nicht bewogen gefunden haben, die Entscheidung rücksichtlich der Meziza in die Responsensammlung aufzunehmeu. Diese wäre für die Rabbinen in Ungarn ohne Zweifel maßgebend gewesen; Stern's ״Kochebe Jizchak" kamen den wenigsten derselben zu Gesichte. Hieraus erklärt sich, daß Simon Kunitz, Rabbiner zu Ziffer, in seinem 1850 zu Preßbnrg erschieneuen Buche Oth Berith nicht nur mit dem Altonaer Rabbinen Jakob Öttlinger ') die herkömmliche Meziza beibehalten wissen will, sondern auch in Abrede stellt, daß der sel. Sofer, sein Lehrer, für deren Abstellung gestimmt habe^). Die Herausgeber des Soferischen Nachlasses werden überhaupt das Verdienst, das sie sich um die jüdische Literatur erwerben, nur erhöhen, wenn sie kein ertheiltes Gutachten unterdrücken. Die Arbeiten des sel. Vers, haben neben dem halachischen auch religionsgeschichtliches Interesse, und ist namentlich in dieser Rücksicht die vollständige Mittheilnng seiner Gutachten sehr wünschenswert^). Über die verschiedenen hebräischen Senennunzen der Schal- und Mnschelthiere, ein philologischer Beitrag zur biblischen Zoologie von Ar. M. Zipser, Rabbiner in Stuhlweißenburg. (Schluß). Eine fünfte Benennung ist das Wort המט (in. M. 11, 30) welches Kimchi mit limazo, caracol (beides sp. für Seemuschel und Schnecken) giebt. Das Wort המט bedeutet im Thalmud ') Sch. Zion 1848 Nro 5. '0 O. Br. S. 17. a) Für jüngere Rabbinen, die in den vierziger Jahren an den Tagesfragen noch nicht Theil nahmen, bezeichnen wir hier noch die wichtigsten Monographien der Beschneidungs-Literatur: Dr. Bergson, die Beschneidung. L. Aust. Berlin, C. E. Braune, 1843. XII. 143. Dr. Gideon Brecher, die Beschn. d. Jsr., Wien, 1848. 78. Vorgedrnckt ist ein Approbationsschreibeu Fassel's, worin stch derselbe gegen die Meziza erkärt. Dr. M. Dnschak Peria, Sabbath nnd Doppelfeier. Wien 1846.

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