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Ben Chananja · 1858-01-01 · 2 (1858) · p. Seite 77

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
2 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 77 (sequence 29)
Language
German
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— 77 — (Sabbath p. 24, a.) ״Sand"; ferner heißt es auch ״krümmen״ (ibicl. p. 54. b). Endlich hat es auch die Bedeutung ״Schale", ״Schüssel" (Maaserotb p. 61.) drei Benennungen, die alle auf die Land-Muschelthtere passen. Eine sechste Benennung ist das thalmudische הלחן. Im Midrasch (V. M. 7.) heißt es wie folgt: R. Eleazar fragte was bedeutet die Stelle: deine Kleider sind dir nicht veraltet am Leibe. (V. N. 8, 4.) Sind sie ihnen denn nicht zu enge geworden? Dieses Wunder, lautet die Antwort, wird durch das הלחן Schalenthier erklärt, dessen Gehäuse mit dem Wachsen des Thieres sich ebenfalls vergrößert. Es ist bekannt, daß die Muscheln sich nach außen durch Ansetzung von kohlensauren Kalkschichten vergrößern, jede neu hinzugekommene Lage ist daher größer, als die vorher gebildete, so daß das Wachsthmn und das Alter der Muschelthiere nach der Schichtenzahl ihrer Gehäuse sich berechnen läßt. Es ist ferner bekannt, daß die Schalthiere in Land-, Süßwasser- und Meer- Muschelthiere eingetheilt werden. Der in obiger Fabel des 6110568 Matmonim gebrauchte Ausdruck גלא רנהרא bezeichnet das Süßwasser-Muschelthier. Ebenso wenn Naim (V. d. Schanf. 2, 2.) angiebt, daß das הרחן in dem ים המלה zu finden ist, so ist hier das gewöhnliche vom Salze geschwängerte Meer, im Gegensätze zum Süßwasser, aber nicht das todte Meer im enger» Sinne zu verstehen. Jrrthümlich hat daher koobart CHieroz. pars II. p. 727) unter diesem Worte das asphaltische Meer, das doch keinem lebenden Wesen Aufenthalt gewährt, verstanden,, und sich zu folgender Äußerung gegen Maimonides Hinreißen lassen: 866 86dra6orum doetissimis, so lauten daselbst seine Worte, qualis fuit Maimonides, solenne est vix quidquam scire praeter sermonein et ritus suos. Alibi tarn peregrini sunt, ut etiam in notissimis impingant et foede labantur. Maimonides hat wahrlich nicht diesen Vorwurf verdient, am wenigsten von Bochart, der ihn so oft zitirt. Lezterer hätte blos an das im Thalmud so oft vorkommende יוליך הנאה לים המלה denken sollen, um sich von seinem Jrrthume zu überzeugen, da der babylonische Thalmud hiebei sicher nicht an das asphaltische Meer gedacht. *) ') Daß Majni. unter ים המלח das mittelländische Meer verstanden habe, bemerkt schon Landau Wrtrb. III. S. 641. unter Berufung ans Abdolatif, Denkw. v. Ägypt. 1, 1. Nücksichtlich der thalm. Bedeutung des יה״מ glauben wir itnferm gelehrten Freunde nicht beistimmen zu dürfen. Eine genaue Vergleichung der einschlägigen Stellen muß zu der Ueberzengnng führen, daß יה״מ bloß das todte Meer bezeichne. Der Ausdruck ist von den palästinenfliche» Gesetzeslchrer» z» den babylonischen übergegangen. IlebrigenS ist die her-

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