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Der Israelit · 1936-04-30 · Heft 18 (30.4.1936) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 18 (30.4.1936)
Date
1936-04-30
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10 Nr. 18 Der Israelit 30. April 1936 Berlin, 27. April. Am 19. und 21. April 1936 beging die SHGJK. ihren ersten ordentlichen Gruppentag, den die Ortsgruppe Berlin mit einem großen Bunten Abend einleitete. Die künstlerische Leitung lag in den bewährten Händen des Künstlers Jonny Schwersenz, der auch mit seinen. Darbietungen als Musikalclown und Zauberkünstler Glanzleistungen vollbrachte. — Von den Arbeitssitzungen ist zu berichten, daß eine Satzungsänderung vongenommen worden ist, um dem weiteren Ausbau Rechnung zu tragen. Nach der einstimmigen Entlastung wurde Herr Hans J. Heymann, Berlin zum Vorsitzenden wiedergewählt. — Am Abend des 21. April fand im Plenarsaal des Judischen Wohlfahrtsamtes zu Berlin eine öffentliche Abschlußsitzung statt. An ihr nahmen teil der Leiter des Jüdischen Wohlfahrtsamtes und Vorsitzende des Verbandes für jüdisch-soziale Arbeit, Herr Dr. Lamm, der Vorsitzende der Selbsthilfegemeinschaft jüdischer Körperbeschädigter, Herr Dr. Perls, eine Vertretung der jüdischen Krankenhilfe, eine gleiche der Reichskriegsopferabteilung des RJF. u. a. m. Ebenfalls war zum Teil die jü^äSsche Presse erschienen. Nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden, Herrn H e y m a n n , berichtete als erster Referent Herr Dr. Perls über die Selbsthilfegemein- (Schaft und die ihr angeschlossenen Gruppen. Für das nun folgende Referat des beruflich verhinderten Herrn Prof. Dr. Glaessner sprach Herr L y p o 1 d , Emden als Vertreter des Bezirks 'Nordwestdeutschland über „Sinn und Zweck der SHGJK". „Nicht Mitleid," so führte der Vortragende aus, „ist angetan, die -seelische und wirtschaftliche Not der jüdischen Behinderten zu mildern, sondern neben dem eigenen starken Willen auch der aller jüdischer Stellen, weil nur das der Weg sei, Körperbehinderte, in Gemeinsamkeit produktiv zu machen. Es habe keinen Wert und wird auch nicht gewünscht, mit einer gütigen Gabe an Diesen oder Jenen eine Not nur um ©inen Tag aufzuschieben. Vielmehr müsse man sich dazu bekennen, ohne Mitleid, nur mit herzlichem Verstehen für eine grundlegend ändernde Lebensgestaltung der jüdischen Behinderten einzutreten. Danach ergriff Herr Heymann das Wart, um über die zwei Jahre des Bestehens und des Wirkens zu berichten. Am 27. März 1936 sei die Selbsthilfegruppe in-der Auswirkung der Zeitläufe in allseitigem Einverständnis begründet worden; sie arbeitet in engster Gemeinschaft mit der Reichsvertretung der Juden in Deutschland wie allen anderen örtlichen Institutionen. Als besonders wichtige Aufgabe stelle sich immer wieder heraus, den Behinderten Arbeit zu beschaffen, damit sie in wirtschaftlicher wie auch seelischer Hinsicht eine Befriedigung erfahren können. So hieße es denn für die jüdischen Behinderten, zusammenzustehen in bester Gemeinsamkeit, um nicht nur Leid besser tragen und sich in Gegenseitigkeit aufrichten zu können, sondern eben durch diesen gemeinsamen Willen doch eine befriedigende Lebensgestaltung zu erreichen. Die Vertreter der verschiedensten jüdischen Institutionen sprachen ihre Anteilnahme an den. Bestrebungen der Körperbehinderten aus und gaben ihrerseits ebenfalls dem Wunsche nach bester Zusammenarbeit Ausdruck. Damit schloß eine Tagung, die eindeutig einen gemeinsamen Willen und stärkstes Wirken bekundete. H—n. München, 22. April. In der Reihe der Jugendführer-Schulungskurse, welche von der Israelitischen Kultusgemeinde und dem Ortsring der jüdischen Jugendverbände München gemeinsam mit der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung (Frankfurt) veranstaltet werden, hält Herr Oberrabbiner Dr. Joseph Carlebach, der in dieser Woche sein .Amt in Hamurg antrat, einen Kurs über den Midrasch im Sitzungssaal der Israelitischen Kultusgemeinde München, am Samstag, den 2. und Sonntag, den 3. Mai 1936. Sprechsaal. Zur Aufrechterhalfung des Versicherungsschützes bei Auswanderung. Gegen die Aufrechterhaltung der Lebensversicherung sein, heißt gegen sorgenfreies Leben sein! Auflösung der Lebensversicherung läßt sich in späteren Jahren nicht wieder einholen. Man überlege sich bitte, wie wichtig die Versicherung des Lebens ist: sie schützt,die-Angehörigen, sichert sein eigenes Alter, versorgt ,ydie-Kiinder. Der Gedanke.-dfes p.löt'zJ liehen AUeben^j'des Ernährersi ist schmöraKch, aber mit dieser Mogtacltkeit muß jede Frau' und Mutter, jedes Kind (rechnen. Die Lebensversicherung ist ein Gut, das von »-Jahr zu Jahr an Wert :-gewinnt und das man nichil'Verlieren darf, 'Nicht seine" Lebensversicherung 'läßt man fallen, sondern das, was man mit ihr erreichen1 will. Bei der Lebensversicherung gewinnt jeder;^iäer die- Versicherunig ' auf recht erhält und verliert.! jeder, der sie vorzeitig aufgibt; Gerade in Zeiten, in denen es einem wirtschaftlich nicht rosig; geht, ist die Aufrechterhaltung der Lebensversiche- '• rung doppelt notwendig. Man hat also gerade in schwierigen Zeiten seiner Familie gegenüber die doppelte Pflicht, ihr den Versicherungsschutz zu erhalten. Alles das läßt uns heute die Lebensversicherung nötiger denn je erscheinen. Gäbe es keine Lebensversicherung, man müßte sie heute erfänden. Es gibt Möglichkeiten, den Versicherungsschutz auch unter schwierigen Umständen aufrecht zu erhalten. So mancher Jude beschäftigt sich jetzt mit dem Gedanken der Auswanderung, er macht sich Sorgen, ob und wie er im neuen Lande eine Existenz sich wird schaffen können. Ohne Lebensversicherung bezw. ohne deren Aufreohterhaltung würden ihm der stärkste Rückhalt und die sicherste Grundlage zu seiner Existenz fehlen. Aber von dieser Sorge kann er sich selbst befreien. Leider haben viele Versicherte bei Verlegung des Wohnsitzes oder Auswanderung aus Unkenntnis oder auf Grund unrichtiger Beratung durch Personen, die nicht als Versicherungsfachleute angesprochen Werden können, empfindliche Schäden, unnötige Kapitalverluste erlitten bezw. bei Lebensversicherungen ihren Versicherungsschutz gänzlich verloren. Selbst diejenigen, die an sich gewillt waren, eine Lebensversicherung einzugehen, glaubten hiervon Abstand nehmen zu müssen, in der irrigen Annahme, es hätte für Sie gegenwärtig keinen Zweck, im Falle ihrer Auswanderung wäre die Lebensversicherung wertlos, der Versicherungsschutz ginge ihnen verloren. Infolge im Laufe der Zeit eingetretener Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes konnten sie am neuen Wohnsitz keinen Versicherungsschutz oder solchen nur zu erschwerten Bedingungen finden. Die beabsichtigte Vorsorge für das spätere Alter bezw. die Familie, durch plötzliches Ableben des versicherten Ernährers, wurde zunichte gemacht, die Hinterbliebenen standen mittellos da und waren auf die Wohlfahrt angewiesen. Die Möglichkeit zur Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes im Auswanderungsfalle, Fortsetzung, Auszahlung im Einwanderungslande in der betreffenden Währung, unter Berücksichtigung des eingezahlten Markteiles nach den gesetzlichen Bestimmungen, sowohl im Erlebenswie Todesfälle, sind vorhanden. Eine neue ärztliche Untersuchung, ohne Rücksicht auf den vielleicht inzwischen veränderten Gesundheitszustand, ist nicht erforderlich. In welcher Weise die Aufreohterhaltung bezw, Umwandlung je nach Lage des Falles geschehen kann, läßt sich, wie verständlich, aus technischen Gründen unmöglich auf diesem Wege generell aufzeichnen, da jeder Fall individuell behandelt werden muß und erst an Hand der Unterlagen genaue Information, Berechnung usw, gegeben werden kann. Im Interesse der jüdischen Versicherten, die auszuwandern beabsichtigen, ist der Unterzeichnete gerne bereit, kostenlose Auskunft und Beratung zu erteilen. J. L. Eger, Königsberg (Pr.), Französischestr. 12/13a. Frankfurter Vereinskalender, Verein Mekor Chajim. Schabbos Abend 1 Stunde vor Nacht im Hörsaal Midrasch-Vortrag des Herrn Dr. Robert Rothschild. Samstag morgens nach Schluß der Synagoge: D'J'T, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. Meyer. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, faiR *]0V Herr S, Scbachnowitz, -— vorm. 9 Uhr im Vereinsldkal. nmsK p», Herr R.A. Dr. Schlesinger. — nachm. 5-45 Uhr im Vereinslokal, (auch für Damen), „Haf-, tauro" Herr Rabb. Meyer. . Sonntag, vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, maa, Herr J. Soffer. Montag (auch Donnerstag) morgens nach Schul: itttfoa- Mitgliederlernen. Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr im Vereinslokal, (Rinn Kas) «ins, Herr Rabb. Dr. J. Breuer, : Dienstag: (auch ■ Freitag) morgens nach Schul, «HW>,! Herr "R-A. Dr. E. Posen. Dienstag-, (auch Donnerstag) abends 7 Uhr im Vereinslokal, rinöa, Herr R.-A. Dr. E. Posen. \ Jahrzeitsstiftungen.; Mont'aig/. 4. Mai; Hermann Goldschm^dt-Stiftung. -. . •': Liwjath Chen. ' ■?4_ i: Samstag 574 Uhr nach Mincho im Hörsaal, FriedbergeT^s^nlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz: „Vom Erwachen in der Nacht" (n^a nwan). ,.. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora and Massar. Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitz. va 'Da (für Baalebatim), Sonntag 9 Uhr, Dienstag und Donnerstag 19-20 Uhr, Fichtestr. 5. — Sabbat vorm- 11-12 Uhr (für Jugendliche) D"n m«, Fichtestr. 5. — Aus „Chofez Chajim" (für Jugendliche), M» 4.30 Uhr, ebenda. — Messilas Jeschorim. 5.30 Uhr. Herr Dozent J- Ehrentreu. Wölfl mit O'IZHSÖ, Sonntag 18 Uhr, Uhlandstr. 39- Herr M. Feuerwerker, T*y 'Da «naa (für Jugendliche) Sonntag und Dienstag 20.30 Uhr, Fichtestr. 5 ö*i**r für Jugendliche, Schabbos Uhr *i»a'VTPK m»Jt (für Baalebatim), Montag und Mittwoch 18.30- 19.30 Uhr ebenda. Herr Rabbiner Mannes, mala om, Schabbos 4 Uhr im Rabbinatszimmer, Friedberger Anlage. Herr R -A. Dr. E. Posen am nix», Schabbos 18-19 Uhr, Witteisbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, miia nie?» Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A. Dr. M. Schlesinger, na» 'm für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos 17.30 Uhr, Rabbinatszimmer, Friedberger Anlage. Herr J. Sofer, 'öl' ep, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, n"n nllR, Sonntag nach wlhv, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Der Schiur vor rt'liw unter Leitung des Herrn Feuerwerker (ww '»*) findet um 5-45 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I. R, Gstatt. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Am Mozae Schabbat, den 2. Mai, 21 Uhr berichtet im Heim, Schwanenstr. 12. Herr H. Hartogsohn über: „Die religiöse jüdische Presse". Gaste, Damen und Herren, herzlich willkommen. Ortsgruppe der Agudas Jisroel. Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag, den 4. Mai, abends 8.45 Uhr, wird Herr Rabbiner Josef Horovitz im Hörsaal Friedberger Anlage 5 einen Vortrag halten über: „Sefiro als Ruf der Agudas Jisroel". Gäsle, Damen, und Herren willkommen. Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Die folgenden Kursen finden regelmässig sta.tt' „Chumisch mit Raschi", Leiterin Frau Kella Löwenthal, Montag abends 8 Uhr in der Kanzlei, Friedberg. "Anlage 5. — Iwrith für Anfänger, Leiter Herr Wolf. — Schneiderkurse, Leiterin Frau Lina Loeb. Kursananmeldüng bei Frau Meta Posen-Prins, Fichtestr. 8, Telefon 45969, Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Schabbos vormitt, IOV2 Uhr im Heime, Schwanenstraße 12, Tnach-Schiur des Herrn Julius Lewin. Das Buch „Nechemja". Gäste willkommen. -^m Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Montag, 4. Mai, 20.30 Uhr, Hörsaal Unterlindau 21, Vortrag von Frau Dr. Dora Edinger über: „Juden als Erzähler ihrer Lebensgeschichte". Unkostenbeitrag 30Pf. Sonntag, 17. Mai, 10.30 Uhr, Fahrgasse 146, „Von Pessach bis Schewuaus", ein Gang durch das jüdische Museum unter Führung von Herrn Dr. Gundersheimer. * Eintritt frei. Gebetzeiten. a>vnp ^ns Freitag abend 7.10 Samstag naapfi 6,35 . Samstag morg. 7.45 Samstag nachm. 1.00 und 5,00, Halach. Vortrag. Samstag abend 8.40 Wochengottesdienst; Morgens 6.30 Nachmittags 7.15! Tefillinlegen am Morgen 3.55 Briefkasten« Treuer Abon. P. 49.; ' '; 1. Nein, fiit Fußibodenwachs kömoit;; 'dieses: Verbot nicht in Betracht. . \;'\\',';3--M '•' \- 2. Uetier diese-Frage ist schön _wiedeiKoif'iääS'kutiert worden und vermögen wir nicht zu ijftn^ichjeaden. - 3. Wii|) sind darin ganz Ihrer MeinÜMg>|l^aß: sam vrvi raVs'-'Y o r d er S ch ul nicht der Plät#''iiMd.-:nicht die Zeit sei, UntWhältungett. zu ft&renjSe^sjL -#echt nicht, in der Schul. . \ . 4. Die Sammlungen -werden der Fürsorgekasse der Gemeinde zugeführt. < ' ' . ~ '-^*f^ ' ■ V

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