Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 8 (19.2.1931)
- Date
- 1931-02-19
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8 Nr. 8 Der Israelit 19. Februar 1931 Der diesmalige Winter ist sehr trocken, nur die Halftöstnd alle Repräsentanten der mw.ratj; öencn er in - kin.d-° licher Verehrung hing, vor allem!aber seine Familie sein Haus, die treue Gattin und seine sechs guten Kinder. Frau , und Kinder der n-v mit den Seinen/ -der' rung ihren Höhepunkt. Ihr Führer, Dr. v. Weis! erklärte,' ihr Kampf gehe unter der Losung:,„Gegen das Weißbuch!" Eine Beteiligung des Waad Leumi an den Verhandlungen würde von vornherein eine,.Gutheißung der Weißbuchpolitik bedeuten. Die neue Erklärung Macdonalds würde die bisherige Politik nur" noch bestätigen und besiegeln. Rabbi O st r o w s k i vom M i s r a ch i beantragt, daß eine Teilnahme des Waad Leumi an den Verhandlungen nur mit euer Zweidrittelmajorität beschlossen werden dürfte. Ven Gurjon verteidigt den Standpunkt der Arb e it er p arte i,.sich an den.Verhandlungen zu beteiligen. Der Sprecher des Misrachi erklärt noch einmal, daß seine Partei mit den Revisionisten einig gehe. Erst am Freitag morgen um 6 Uhr wurde der Antrag der Arbeiterpartei gegen Revisionisten und Misrachi in namentlicher Abstimmung mit 37 gegen 29 Stimmen angenommen. Darauf zogen die 16 Mitglieder der Revisionistischen Fraktion geschlossen aus dem Beratungssaale aus. Die Misrachi st en folgten ihnen zwar nicht, ließen aber, ebenso wie die Fraktion der Test har di m, erklären, daß sie nunmehr kein Interesse hätten, in dem zu wählenden Waad Leumi vertreten zu sein, ailch würden sie sich nunmehr jeder Abstimmung enthalten. Schließlich kam aber eine Vereinbarung zustande, die Misrachi und die Sephardim zum Dableiben und zur Mitarbeit im Waad Leumi veranlaßte. In der weiteren Verhandlung schlägt die Arbeiterpartei eine Resolution gegen den Legislative Council vor. Der, Antrag. wird angenommen. Die Neuwahl des Waad Leumi ergibt folgendes Resultat: Gewählt sind 11 Mitglieder der Arbeiterpartei, 4 Sephardim, 3 Misrachisten, 3 allgemeine Zionisten, e i n Pemenite, und eine Vertreterin der Frauenpartei. 5 Sitze wurden den R e v i s i o n i st e n reserviert, die zunächst aus Beteiligung verzichten. Damit wurde die Assefath Haniwcharim geschlossen. Brief aus Tel-Annw. T e l - A w i w, 10. Febr. Hier weiß man nichts von Geburtenrückgang der Juden. In der jüngsten Zeit sind sogar zweimal Geburten von lebenskräftigen Drillingen vorgekomme des vorjährigen Regenquantums ist gefallen. Dies, und der; vorwöchentliche Sturm haben der Landwirtschaft viel Schaden.zugefügtz,. Das Fußballspiel am Schabbath. besteht — iM Gegensatz'zu Jebüsalem — kn Te l-A'wiw. immer noch. Vorigen Schabbath veranstaltete die Körperkultur-Abteilung der Arbeiterorganisation „gegen einen Piaster Eintritt" ein Spiel und der Makkabi Tel-Awirv. Pethach-Tikwah und Jerusalem einen Wettkampf, zu dem natürlich die Mitglieder aus Pethach-Tikwah und Jerusalem angefahren kamen. Ein Aufruf orthodoxer Persönlichkeiten fordert auf, im Hinblick auf die jüdischen Sittlichkeitsbegriffe, die bei der Frau sich nach außen in Kleidung und Auftreten ausprägen, von Maskenbällen und dergl. Abstand zu nehmen. Ein solcher Aufruf könnte aber nur Erfolg haben, wenn er von den Führern des neuen I i sch u w ausginge! Personalien. Hermann R. Cotjir Vxt. Hamburgs 11. Febr. Wiederum ist Hamburgs Judenschaft ein herrlicher, ausgezeichneter Mantz.in der.Plüte. feinem.Jahre,Mstissen worden: 'HermüN'st' R.'Cohn, um den wir seit Monaten bangten, für den wir seit Monaten beteten, ging am 23. . Schewät /pon.uns,?:ftm-..M^M.Hre^7se.iE frommen, vorbildlichen Lebens Ein Kind Frankfurts, wo fein . Vater, Rabbi Mosche Jeschajas Cohn unvergessen ist, war er doch, seit seinen Jünglingsjahren in Hamburg lebend, ganz einer der Unfern, einer unsrer Allerbesten geworden. Jedem von uns sprach unser Raw '"2 aus der Seele, da er in seinem ergreifenden Tson ben tjjh. rühmte als den wahrhaft guten Mann, dessen Güte aus einem echt frommen, tief bescheidenen Herzen erblüht war und vielfach wiederstrahlte in einer reichen, gesegneten Leistung für die Seinen und für die Gesamtheit. Denn diese Güte, die aus den Tiefen fließende Herzlichkeit, Liebenswürdigkeit, die grenzenlose Hilfsbereitschaft spürte jeder, der chm nahetrat. Spürten die Armen, denen er half, wo er nur konnte und mehr als er konnte, die v'Mivn der mr®'’ die er, wo er seiner kurzen Muße nur eine Stunde abringen konnte, selber von Haus, zu Haus in seinem Wagen fuhr, um so ihre Last mitzutragen, die Freunde, für die er zu allen Opfern fähig war, die Beter unserer Bornplatzsynagoge, wo er seit vielen Jahren das Amt des 'jca musterhaft versah, der Raw entschädigte ihn für: \ die Mühen und Strapazen-: seinem harten Arbeitswoche; der rnv hob und adelte,.ihn zu einem wahrhaften König, in seinem Reich, der -ni® liest, diesen auch äußerlich so wunderschönen Mann in unserm Kreis einherschreiten als ersten ins. Gutes wurde ihm mit Gutem vergolten! Und besonders in diesen langen, bangen Leidensmonaten wuchs die Gattin zu heldenhafter Größe und Vereitschaft, und an ihr wuchsen die Kipder, auch die Zarten, kleinen,..und die Geschwister und die Freunde. Unm wenn es.auch^ umsonst war, weil G'tt es anders geplant hätte, —Hermann R. Cohn konnte an diesem Zeichen noch erkennen Und erfahren, wie groß die Liebe aller, zu ihm, die Tttuo zu ihm gewesen war. Und die vielen Hunderte, die ihn auf seinem letzten Gang begleiteten, und auf dem mmn ms in weiteren Nachrufen der Herren Rabbiner Löwy und Siegfried Halberstadt von dem Reichtum seiness Lebens hörten, — übers Grab hinaus werden sie ihm-hie Liebe bewahren, sein Gedächtnis segnen und ein Gebet zur Höhe senden, daß der Vater der Waisen, der Richter der Witwen, die Kräfte einer Frau stähle, den Weg seiner Kinder'schütze und segne, daß. sie dqs Wort zur Erfüllung bringen, in dem ihre Aufgabe und zugleich.ihre Tröstung geborgen liegt: " •' .: . : -mm? via nmt - pnf^»na ^nnn Höchst i. Odenwald, 17. Febr. Lehrer Kahn, unser langjähriger Gemeindebeamter, wurde in Anbetracht seiner 27jährigen ersprießlichen Tätigkeit als Gesangvereinsdrrigent unter Verleihung der silbernen Ehrennadel zum Ehrenchormeister des Hessischen Sängerbundes ernannt. Ein Beweis, daß trotz der antisemitischen Strömung sich auchheute noch eine jüdische Persönlichkeit durchzusetzen vermag, falls sie die nötigen -Qualitäten besitzt. Vermischtes. Uzhvrod, 9. Febr, , Letzte Woche fand endlich die. Amtseinführung des neugewählten Oberrabbiners, Rabbiner Josef Lohn aus Deutsch-Kreutz in sein neues Amt als Rabbiner der hiesigen Gemeinde statt. Die Gegenpartei hatte in letzter Stunde nochmals versucht, Staatsangehörigkeitsstagen zur Verhinderung des Amtsantritts zu benutzen. Der Streit hat durch den Amtsantritt des neuen Rabbiners leider fein Ende nicht gefunden, da die Gegner aus Grund der Chasoko für den Westen Sohn des verewigten Oberrabbiners Grünwald eintreten und einen Din Thora verlangen, widrigenfalls sie gemeinsam'aus der Gemeinde austreten wollen. Pessach1931 im Zeichen der allgemeinen Preissenkung Großabnehmer und Wiederverkäufer verlangt meine Engros-Preisliste für Pessach-Waren A. METZGER Inh, Herbert Levi Unter Aufsicht der Ritualkooimii-sion der Israel. Gemeinde. Engros Lebensmittel - Feinkost En detail Frankfurt a.M. Tel. 21293 Langesfr. 7 Die'«Ta glückliche Geburt eines prächtigen Knaben zeigen hocherfreut an GABY * JACOBS:unä FRAU Alice geh.: Marcus H a k fl-e m 28. jSchev^at 5691 i. Molenaerstr. 23 15. Februar l93i z. Zt. Joles Krankenhaus , . :: Die glücklich erfolgte Geburt eines Töchterchens zeigen hocherfreut an J.Temmersohn und Frau Hulda geb. Dzialoszynski Danzig, Schwat 5691 / Febr, 1931 Am 'B fp ging heim zur ewigen Ruhe unser verehrter -mit wbv Herr Simon Unna v» Tiefe und innige Frömmigkeit verbanden sich in diesem Manpe mit der Fülle des Wissens und Lauterkeit der Gesinnung zu'lettener Harmonie. Führer und Borbild, war er satt 4‘/2 Jahrzehnte dem Kreise unserer Synagogenbesucher, die immer wieder aufs neue durch die Weihe und Kraft seines Gebetts im Äefsten ergriffen wurden. Unersetzlich ist uns setipVerlust; die Erinnerung an ihn werden wir in Dankbarkeit! heilig hatten immerdar. (TMXjn Die Verwaltungs-Commissionen der Israelit. Männer-Krankenkasse und der Israelit. Frauen-Krankenkasse KAFFEE TEE KAKAO eE6R. m2 H. H ALOEN WANG TELEFON 31421 K AISERSTflASSE 34 Qis zum I. März 1931 Uebertragen und gedeutetvon JOSEPH CARLEBACH Prachtausgabe in Großquart auf Büttenpapier in fein. Geschenkband Subskriptionspreis bis 1. März: Mk. 10»— Ladenpreis nach dem 1. März: Mk. 12.- Prospekt mit Probeseiten unentgeltlich und portofrei ♦ Subskriptionen nehmen alle Buchhandiungen sowie der Verlag entgegen. HERMON VERLAG Frankfurt am Main, Rechneigrabenstrasse 7 2« rtt Hause schön. Zimm. mt? ‘Doffpettsion bet mäßig. Preis abzugeb. Off unt. A. 180 ad. Ann.-B. I. Schmidt, Hölderltnstr. 26 Der anerkennt etnz. prakt. rmtP-Gürtel für Schlüssel. 2.85 u. 3.25 M La^Berlin^Oranienb^stM Schönd neue MEGILLAH preiswert zu verkaufen Anfragen an M. BEER Frankfurt a. M. Hint.der Schön. 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