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Der Israelit · 1931-02-12 · Heft 7 (12.2.1931) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
72 (1931)
Issue
Heft 7 (12.2.1931)
Date
1931-02-12
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
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Der Israelit Seite 14 Nr. 7 besondere der Delegationen der „Mod" und der gesetzestreuen Verbände nach Konstantinopel wurde gedacht. Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen schilderte der Redner im Anschluß an eine Charakteristik Louis Marshalls dis Geschichte der vom. Mandat vorgeschriebenen Erweiterung der Jewish Agency, besprach die Arbeiten und den Bericht der Joint Palestine Survey Commission (Juni 1927/28), die Konferenz der amerikanischen Nichtzionisten (20. und 21. Oktober 1928), Gründung und Organisation der in allen Ländern der Diaspora ins Leben gerufenen Initiativ-Komitees, um schließlich der Züricher Tagung und ihren Beschlüssen (Vereinbarung vom 14. August 1929 auf Grund des fisty-fifty-Prinzips) eine ausführliche Würdigung zu widmen. Der Schluß des historischen Teiles galt einer Darstellung der im ständigen Auf und Ab sich befindenden Entwicklung der Dinge während der letzten 2 Jahre (Unruhen in Palästina, Shaw-Kommission, Simpson-Bericht, englischesWeißbuch, Friedenskommission). Im 3. Teile seines Referates gab der Redner eine Darstellung der geistigen und sachlichen Einstellung der Agudas Iisroel zur Jewish Agency an Hand der Resolution des Zentralrates (Breslau 1923) und der Kundgebung der 2. Kenessio Gedaulo (Wien 1929). Es dürfte sich erübrigen, den Lesern dieses Blattes die über Stand und Gang der Verhandlungen zwischen Agudas Iisroel und Jewish Agency fortlaufend unterrichtet werden, die entsprechenden Teile des Referates zur Kenntnis zu bringen. Doch verstand es der Redner in seinem vorzüglichen Referat auch diejenigen Hörerinnen, welche mit der Materie bereits vertraut waren durch die klaren und instruktiven Ausführungen und die mannigfachen neuen Gesichtspunkte bis zum Ende zu fesseln. Zum Schlüsse dankte die Vorsitzende namens der zahlreich erschienenen Damen dem Redner für seinen hochinteressanten Vortrag. Ein Sijutn in der Schneider'schen Jeschiwo. Trotz allen entgegengesetzten Gerüchten lebt die Schneider'fche Jeschiwo und wird weiter leben. Ist auch die Zahl der Hörer durch die Ungunst der Zeiten stark reduziert, so ist der Geist der alte geblieben, und Lehrer von der Bedeutung eines Rabbi Mosche Karpel bürgen dafür, daß es auch ferner so bleibt. Eine kleine Sijumfeier im Hause von Rabbi Mosche Schneider (auf Traktat am Montag abend bestätigte diese Hoffnung. Vortreffliche halachische und agadische Ansprachen hielten Rabbi Mosche Karpel, Rabbi Mosche Schneider, der Dozent an der Jeschiwa, Herr Judelewicz und noch manche andere, die den Wunsch aussprachen, die Jeschiwa möge auch rein äußerlich, hinsichtlich ihrer materiellen Existenz und ihrer Schülerzahl ihre frühere Blüte bald wieder erreichen. Zum Andenken an Ahron Marcus \ Am 1. Adar fährt sich zum fünften Male der Todestag von Ahron Marcus dem großen jüdischen Gelehrten und besten Erforscher des Chassidismus in all seinen Tiefen, Schattierungen und Observanzen. Der Chassidismus, der heute Mode geworden ist in der jüdischen Literatur, bleibt doch bei allen Schlagworten und Legenden, die man aus Büchern und von der Bühne her kennt, ein Buch mit sieben Siegeln. Zwei Quellen sind es, aus denen leider auch die jüdische Welt in der Hauptsache ihre Kenntnis des Chassidismus schöpft: Grätz und Buber. Grätz behandelt den Chassidismus von seinem „Aufklärungspunkte" aus und tut ihn als fromme Schwärmerei ab. Buber kennt und verkündet in künstlerisch bedeutenden Formulierungen die Romantik des Chassidismus. Der Chassidismus selbst mit seinen Urtiesen, mit seiner Verpslichtungskrast für das jüdische Leben des Tages ist das nicht. Dafür kann heute keiner so zuständig sein wie Ahron Marcus, der, ein Gelehrter von eigener jüdischen Prägung, jahrzehntealng Chassidismus gelebt hat, und von ihm kündet, wie man aus seinem eigenen Leben berichtet. Kein Gelehrter, aber auch kein Laie, der im Chassidismus mitreden will, kann heute die Ahron'sche Quellenschrift „Der Chassidismus" entbehren. Zwei große Bände zeigen den Chassidismus im Lichte der neuen Philosophie und Naturforschung. Eine kleinere populäre Darstellung der chassidischen Bewegung gilt zur Orientierung für den Laien. Sowohl diese wie alle anderen bekannten Werke von Ahron Marcus (Barsilai u. a.) sind bei der Buchhandlung S. Marcus, Harburg, Romerstr. 48, (Sohn des Gelehrten) zu beziehen. Jüdische Arauenvereinigung L. V. Die Jüdische Frauenvereinigung richtet an alle ihre Mitglieder, Freunde und Gönner die herzliche Bitte, ihr alles Entbehrliche an Kleidungs- und Wäschestücken, sofern es noch gut erhalten ist, zukommen zu lasten. Besonders groß ist die Nachfrage nach Bettwäsche. Auf Wunsch erfolgt Abholung im Hause. Kleider- und Wäsche-Depot der Jüdischen Frauenvereinigung, Schützenstraße 1, pt. Tel. 44 217. Jüdischer Turnerbund L. V. Der Jüdische Turnerbund E. B. Frankfurt a. M. veranstaltet für seine Mitglieder — Damen und Herren — demnächst eine Bereinsmeisterschast im Tischtennis und Schach. Anmeldungen werden im Heim (Eschersheimerlandftraße 65) entgegengenommen. Wir bitten um rege Beteiligung. Am Sonntag, den 22. Februar 1931, unternimnit der Jüdiche Turnerbund E. V. eine Wanderung in den Taunus. Treffpunkt um 8.15 Uhr am Hauptportal des Hauptbahnhofes. Gäste sind herzlich willkommen. Jüdischer Männergesangverein „hasomir". Der Jüdische Männergesangverein „Hasomir" Frankfurt a. M. bringt am 8. März im großen Saale des Volksbildungsheimes die Uraufführung der ersten jiddischen Oper „Sulamith" in 5 Aufzügen. Die Goldfadensche Urfassung des Textes ist vom Regisseur des Abends, Herrn H. Frommer, neubearbeitet worden. Die Komposition stammt (unter Verwendung einiger Goldfadenscher Motive) von dem Dirigenten des Vereins, Leo R o f e n b l ü t h. Der Kartenvorverkauf hat an den üblichen Vorverkaufsstellen bereits lebhaft eingesetzt. Gräberfürsorge. Auch in diesem Jahre hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräbersürforge, in dem auch die jüdische Glaubensgemeinschaft vertreten ist, beschlossen, einen Volkstrauertag zur Ehrung des Andenkens der im Weltkriege gefallenen Soldaten zu begehen. Dafür ist Sonntag, der 1. März 1931 bestimmt worden. An diesem Tage sollen religiöse und weltliche Gedenkfeiern veranstaltet und Vergnügungen und Lustbarkeiten eingeschränkt werden. Es ist dringend erwünscht, daß, wie es in früheren Jahren geschehen, die jüdischen Gemeinden an dem genannten Tage einen besonderen > G'ttesdienst veranstalten. Wo das in kleinen Gemeinden nicht möglich fein sollte, wäre doch beim Sabbatg'ttesdienst am 2 8. Februar 1931 eine (BefaUenen&ebädjinisfeier einzuschreben und daraus hinzuweisen, daß am Sonntag, den 1. März dem Ernst des Tages durch Beschränkung der öffentlichen Lustbarkeiten Rechnung getragen wird. ANNONCEN-BÜRO JULIUS SCHMIDT FRANKFURT A. M. JETZT HÖIDERLINSTR. 25 t DIE NEUE TELEFONNUMMER CAROLUS 45866 Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Ehajim. Sonntag morgens nach Schluß der Synagoge (ebenso Mittwoch) tm "n- Herr Red. Schachnowitz —vormittag 8 Uhr (ebenso Samstag eine Stunde vor Nacht)/ Gemoro Herr I. Soffer — vormittag 974 (ebenso Montag abends 672 Uhr) Gemoro, Herr R. A. Gerson Posen. Sonntag abds. 6 Uhr, Geschichtsvortrag des Herrn S. Schachnowitz, „Aus der Correfpondenz des R. Akiba Eger (Ein Lebensbild aus Briefen)." Montag morgens nach Schluß der Synagoge (ebenso Donnerstag), Mischna Mitgliederlernen — abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch), Gemoro, Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. Montag (auch Donnerstag) abend 8 74 Uhr Gemoro, Herr ■ Dr. E. Posen. Dienstag morgens nach Schluß der Synagoge (ebenso Freitag) Mischna, Herr Dr. E. Posen. f Freitag abends nach Schul, im Hörsaal, Mikro, Herr Dr. Ehrmann. Samstag morgens nach Schul, im Hörsaale, Dinim, Herr Dr. Elieser Posen — nachmittag % Stunde vor Mincho im Vereinslokale, Herr Dr. W. Hofmann. — abds. 729 Uhr, Newiim, Herr Studr. Dr. Marcus Lange. Von Montag bis einschl. Freitag morgens nach Schul, im Sitzungszimmer, Gemoro Herr Dr. S. Ehrmann. Jeden, abend 8 3U Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen, Herr H. Holpern. Jahrzeitsstiftnngen. Dienstag, 17. Februar. Dr. Ernst Lindenbaum-Stiftg. Mittwoch, 18. Februar. Gabriel Rothschild- und Bettchen Ginsberger geb. Schönberg-Stiftung. Donnerstag, 19. Februar. Theo Ries- und Jul. Stern- Stiftung. Freitag 20. Februar. Frau Justizrat Dr. Raftali Hirsch There,se geb. Eisler-Stiftung. . 12. Februar 1931 Agudas Jisroel-Jugend- und Mädchengruppe. Sonntag, 9—11, Gelegenheit zum Lernen jeglicher Art. Dozent: Herr Herz Holpern. — 11—12, Daf Jaumi? Dozent: Herr Herz Holpern. —19—20, Sefer Chinuch. Leitung: Rabbiner Horovitz (Friedb. Anlage 4). Montag, 9—12, Gelegenheit zum Lernen. Dozent: Herr Herz Halpern. — 12—13, Daf Jaumi. Dozent: Herr Herz Halpern. — 2072—2172, Ausgewählte Stücke aus Talmud und, Poskim. Dozent: Herr Rabbiner Horovitz. — 2074—22, Mischna. Dozent: Herr Gerson Schnerb (Kantsttaße 4). — 20 /2—22, Hilchaus Schabbos. Dozent: Herr B. Rachelsohn (Zeil 2). Dienstag, 9—12, Gelegenheit zum Lernen. Dozent: Herr Herz Halpern. — i2—13, Daf Jaumi. Dozent: Herz Halpern. — 2072—2172, Tefilloh. Slo^ent: Server S. Unna. — 20 72—22, Ausspracheabend über aktuelle Probleme. Leitung: Jakob Landau (14 tägig). — 21—22, Die Ideologie der Agudas Iisroel. Leitung,: Dr. Willy Hofmann (14tägig). — 201/2—21l,2, Bowo Kamo. Dozent: Dr. Willy Hofmann. — 21—22, Bro» chaus. Dozent: P. Wollmann. Mittwoch, 9—12, Gelegenheit zum Lernen Dozent: Herz Halper. — 12—13, Daf Jaumi Dozent: Herz Halpern, — 2072 2172, Ausgewählte Stücke aus Talmud und Poskim' Dozent: Rabb. Horovitz — 2072—21 /2, Dinim. Dozent: Konrektor A. Hirschberg^ — 203/,—22, Mischna. Dozent: Gerson Schnerb (Kantstraße 4) — 203 4—22V4, Kiduschin Dozent: Dr. I Posen (Hölderlinstraße 9). — 203/4—2274, Makkaus. Dozent: Herrn. Bing. — 21—22, Dinim. Dozent: Leopold Oppenheimer (Bärenstraße 12). Donnerstag, 9—12, Gelegenheit zum Lernen. Dozent: Herz Halpern. — 1—13, Das Jaumi. Dozent: Herz Halpern. — 202/4—22, Religionsphilosophie. Leitung: Studienrat Max Munk Freitag, 9—12, Gelegenheit zum Lernen. Dozent: Herz Halpern. — 12—13, Daf Jaumi. Dozent: Herz Halpern. Samstag abend 83/4 Uhr Geschichtskurs. Herr Redakteur S. Schachnowitz. ' nm 974—1172, Kiduschin. Dozent: Dr. I. Posen (Höl- ^derlinstr. 9). — IO72—1172, Schulchan Aruch Dozent: Louis Kahn — 10/2, nach Schluß der Synagoge, Melachim. Dozent: Julius Lewin- — 1274—<3, Mesilas Jefchorim Dozent: Rechtsanwalt I. Rosenheim. — 15—16, Brochaus. Dozent: P. Wollmann. — 15'/2 Schulchan Aruch- Dozent: Th Spiegel (Ostendstr. 11). — 1472—15 /2, Bowo Kamo. Dozent: Dr. Willy Hofmann — 16—17, Dinim, Dozent: P. Wollmann. — 16—17, Tauro. Dozent: Konrektor A Hirschberg — 18 7«, Hebräische Arbeitsgemeinschaft für Damen. Leitung: Jakob Landau — 21—22, T'nach. Dozent: ' Gerson Schnerb, (Kantstr. 4 I4iägig). — 21 — 22, Erez Iisroel - Arbeitsgemeinschaft Leitung: Dr. S. Ehrmann (14 tägig), Heim: Schwanenstr. 12. Liwjath Chen. (Hörsaal Friedberger-Anlage.) Samstag 474 Uhr, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz: „Stabilität der Schekelwährung." Jüdische Frauenvereinigung E. V. Dienstag 17. Februar, nachm. 6{f2 Uhr im Hörsaal Arbeitsgemeinschaft unter Leitung des Herrn Zahnarzt Dr. S. Ehrmann: Charakterbilder aus Megilath Esther. Schomre Schabbos-Slellenvermittlung Agudas Jsroel, Frankfurt-M., Schwanenstr. 12. Tel. 47324 Sprechstunden: Montag 20—21, Mittwoch 11—13. Gebetzeiten. Freitag abend 5.15 Samstag naaipn 6.45 Samstag morgen 8.— Predigt Samstag nachmittag 1 — und 4.30 Samstag abend 6.30 Wochengottesdienst: Morgens 6.45 Nachmittags 5.30 Tefillin-Legen am Morgen 6.25 Schiurim des Gemeinderabbiners. Talmud-Schiur für Fortgeschrittene, D’nos /oa Samstag, Dienstag und Donnerstag abends 20Vg Uhr im Hörsaal Friedb. Anlage. Sefer Chinuch Arbeitsgemeinschaft für junge Leute, Sonntag Abend 7 Uhr im Amtszimmer des Herrn Rabbiner. Ausgewählte Stücke aus Talmud und Poskim. Schiur für Jugendliche im Alter von 16 bis 25 wahren. Montag und Mittwoch 20ll2 Uhr im Vereinslokal der Agudas Äisroel- Jugendgruppe Schwanenstr. 12. tiliiiiftrif -aowf

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