Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 72 (1931)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nr. 1 D t j» Israel i t 1.-Januar 1931 nowitz über „Der Maharil und der jüdische Minhag". 3. Nechnungsablage. 4. Wahl des Vorsitzenden. 5. Statutenänderung. 6. Anträge und Verschiedenes. — In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung wird vollzähliges Erscheinen erwartet. Ein . Teil der Reisespesen wird den Mitgliedernvergütet: Vorskandswahl in Königstein. Bei der am Sonntag den 28. Dezember stattgefundenen Wahl eines Kultusvorstehers wurde mit Stimmenmehrheit Herr Metzgermeister und Restaurateur Adolf Heß als Kultusvorstand für den Synagogenbezirk Königstein-Falkenstein-Cronberg gewählt. Friedhofsverordnungen. Herr Jsaac M.'Mainz schreibt uns: In der Friedhofsverordnung der Israelitischen Religionsgesellschaft habe ich zu Paragraph 12 auf Seite 3 zwei Einwände zu machen. 1. Die Bestimmung, daß innerhalb von 12 Monaten ein Grabstein zu setzen ist, verstößt gegen den uralten Frankfurter Minhag, nach welchem der Grabstein erst nach Ablauf von 12 Monaten gesetzt werden mußte. Dieser Minhag kann sich auf die Talmudstelle stützen Bnn ~\w mK$> ar>» nsw nun prr ferner auf den Bibelsatz: °nix ’ioa »mm aV» na- »nrwt» Daraus wird die Halacha deduziert, daß man .einen gefundenen toten Gegenstand 12 Monate gut aufbewahren und auf den Eigentümer warten muß. Erst nach Ablauf der 12 Monate kann btop# D. h. das Sichabfinden des Verlierers mit dem Verluste angenommen werden. Das gleiche gilt auch von einem Verstorbenen. Innerhalb des Jahres bleibt das Andenken des Toten auch ohne Gedenkstein lebendig. Ferner verbietet der Paragraph plastische Schrift. Der Grund ist mir nicht klar ersichtlich. Ueberall in Talmud und alten Seforim werden w'vi« als nnsvb schädlich für das Gedächtnis bezeichnet, aber nigrendwo verboten. Selbst pais rjvi, führt dieses an, ohne weitere verbietende Bemerkung zu machen. Daß man auf dem alten so selten hervorgehobene Schrift findet, dürfte daran liegen, daß damals die Steinmetzkunst in Frankfurt sehr im Argen lag. Das einzige Kunstwerk, der Pfarrturm, wurde einst von be- - rufenen auswärtigen Künstlern ausgeführt. Erst 1781 kam auch in Frankfurt die Bautechnik zur Geltung mit der Erbauung der Paulskirche, später, erst 1841, entstand der Empfangsbau des M a i n - Neckar-Bahnhofs, ein Kunstwerk ersten Ranges, das aber leider dem Verkehr und dem veränderten Geschmack der Neuzeit zum Opfer fiel. Auf der pyrenäischen Halbinsel, wo zumeist liegende Grabsteine üblich sind, insbesondere in Toledo und Gibraltar, sieht man säst ausschließlich-h e rv o r - gehobene Schrift, ebenso in Nordfrankreich, in den Städten, wo die Thora mit Raschi, den Tososisten, den Weisen von Arbona und Lunevill usw. ihren Sitz hatte. Mit Rücksicht auf die traurigen Erscheinungen der Zeit und auf den Judenhaß, der auch vor heiligen Gräbern nicht Halt macht, wäre kleinen Gemeinden, deren Friedhöfe keine feste Umfassungsmauer besitzen, anzuraten, die rrosa nach sephardischer Art in liegender Stellung anzubringen, da sie auf diese Weise eher vor böswilliger Zerstörung geschützt wären. Diese Bemerkungen, zunächst den Herren Rabbinern und Gemeindevorständen zur Beachtung empfohlen, seien hier im In- Frankfvrker Vereinskalender. Verein Mekor Chajlm. Sonntag morgens nach Schluß der Synagoge (ebenso Mittwoch) vi« "n- Herr Red. Schachnöwitz —vormittag 8 Uhr (ebenso Samstag eine Stunde vor Nacht), Gemoro Herr I. Soffer — vormittag 9*/4 (ebenso Montag abends 6l/2 Uhr) Gemoro, Herr R. A. Gerson Posen. Sonntag 4 l/z Uhr Generalversammlung — lj2 6 abends Vortrag des Herrn Dr. Ehrmann über „Aus der Agava des babylonischen Talmuds". Montag morgens nach Schluß der Synagoge (ebenso Donnerstag), Mischna Mitgliederlernen—abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch), Gemoro, Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. Dienstag morgens nach Schluß der Synagoge (ebenso Freitag) Mischna, Herr Dr. E. Posen. Freitag abends nach : Schul, im Hörsaal, Mikro, Herr Leopold Schwab. (Alle Schiurim wie üblich.) Jahrzeitsstiftungen. Dienstag, 6. Januar, Adolf Rosenbaum, Sophie Lehmann, Gabriel Rosenberg. Agudas Iisroel-Jugend- und Mödchengruppe. Samstag, den 3. Januar fällt die Arbeitsgemeinschaft Jüdische Geschichte" wegen Verhinderung des Dozenten aus —18 'I2 Uhr Hebräische Arbettsgemeinsaft für Damen Leitung, Jakob Landau. Sonntag, den 4. Januar 19 Uhr (Frkedberger Anlage 4) Arbeitsgemeinschaft „Sefer Chinuch" Leitung, Rabbiner Joseph I. Horowitz. Montag, den 5. Januar 20l)2 Uhr Schiur für Jugendliche aw’ mx» (Gemoro mmna) Leitung, Rabbiner Josef I. Horowitz. Dienstag, den 6. Januar 21 Uhr (Eschenheimer Anlage 1) Arbeitsgemeinschaft „Die Ideologie der Agudas Jisroel" Leitung, Dr. Willy Hofmann. Mittwoch, den 7. Januar 20^2 Uhr Schiur für Jugendliche mv' nix» (Gemoro main») Leitung, Rebbiner Josef I. Horowitz. Donnerstag, den 8. Januar 20 3/4 Uhr Arbeitsgemeinschaft „Religionsphilosophie" Leitung, Studienrat M. Munk. Samstag, den 10. Januar 18 y2 Uhr Hebräische Arbeitsgemeinschaft für Damen Leitung, Jakob Landau — 21 Uhr Arbeitsgemeinschaft „Erez Jisroel" Leitung, Dr. S. Ehrmann. Alle übrigen Veranstaltungen, wie gewöhnlich. Heim: Schwanenstraße 12. Liwjath Chen. (Hörfaal Friedberger-Anlage.) Samstag 4*A Uhr, Vortrag des Herrn S. Schachnöwitz „Alte Sterbeurkunden" 0 Jüdisch« Frauenvereinigung E. V. Dienstag, den 6. Januar nachm. 4 Uhr gemütliche Zusammenkunft im Promenaden-Cafe, Friedb. Anlage Referat von Frau Margarete Susmann über „Problematik des Frauenbundes" Dienstag, den 6. Januar nachm. 61 2 Uhr im Hörsaal Friedb. Anlage, Arbeitsgemeinschaft unter Leitung des Herrn Dr. S. Ehrmann. Besprechung der Sidroh. .»■nsn üff* wV nxsn1? min ’rpT 's jrnnn nxiin innoan Uiliviy Ivlvll l) IvV lill <\j»l I . teresse der Allgemeinheit' einer größeren Oeffentlichkeit. 55 "priOKV m»0»n JWn JOTn unterbreitet. •n’yinn nnayn .mnson :rrVi2N ->» :8'2->vn l SU Arbeitsgemtzinschaft des Vereins findet Samstag änt 2. Januar 9 Uhr abends, in der Pension „Rachelsohn ' Langestr. 651 statt, Referent: Herr Appel. Thema: Die religiöse hebräische Literatur. =••... Synagoge deslGümperh'schen Siechenhauses. . Sonntag abend 4.15 Uhr: .Vortrag, des Herrn Aed. Schachnöw itz „Aus alten Gaffen". Gäste, auch'Damen, willkommen. Gebekzeiken. 'N'l D2V Freitag abend 4.15 ' Samstag nnsvir 7.05 . ’ ' : Samstag morgen 8.— Samstag nachmittag 1.— und 4.00 Samstag abenö 5.3A ' Wochengottesdienst: Morgens 7.05 " Nachmittags 4.15 Tefillin-Legen am Morgen 7 05 Schiurim des Gemeinderabbiners. Talmud-Schiur für Fortgeschrittene, amorr D» Samstag, Dienstag und Donnerstag abends 201/2 Uhr im Hörfaal Friedb. Anlage. Sefer Chinuch Arbeitsgemeinschaft für junge Leute, Sonntag Abend 7 Uhr im Amtszimmer des Herrn Rabbiner. Ausgewählte Stücke aus Talmud und Pofkim. Schiur für Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren, Montag und Mittwoch 201f2~ Uhr im Vereinslokal der Agudas Jisroel- Jugendgruppe Schwanenftr. 12. Familiennachrichten. Barmizwoh: Walter, Sohn des Herrn Joseph Oppenheimer, Cronbergerstraße 40 nmv'o Synagoge Unterttndau. Norbert, Sohn des Herrn Abraham Nußbaum Frankfurt a. M., Bäckerweg 34, am 10. Januar vip nav m»» nvis Synagoge Friedberger Anlage. Meier Martin, Sohn des Herrn Isaak M. Ettlinger Karlsruhe ni»» 's nav Synagoge Isr. Neligionsgesellschaft Ernst, Sohn des Herrn Albert Strauß, Karlsruhe ni»V 's nav Synagoge der Israel. Neligionsgesellschaft. Gabriel, Sohn des Herrn Dr. med. Salomon Lieben Prag Bilkova 3. am ni»v '» p-v 10. Januar 1931. Jsi, Sohn des Herren Kantor M. Kurzweil, Treuchtlingen, 10. Januar 1931 ni»v nvia snip nav« Geburtstag: Frau Clara Goldschmidt Wwe. geb. Breslau, Rechneigrabenftr. 6 begeht am 4. Januar ihren 88. Geburtstag. Briefkasten. Ml. K. in <äf). Eine Reklame für „Bar Kochba" wäre bei uns fehl am Platze. INVENTURAUSVERKAUF bietet Ihnen bei größter Auswahl außerordentliche Vorteile emzenner Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen aa.. , ADOLPH GOLDSCHMIDT und FRAU Bertha geb. Levi Aschaffenburg, den 30.12. 30/10. nav 5691 Hiermit zeige ich an, daß sich mein Büro nunmehr Schäfergasse 33,1 Ecke Altegasse 1 (Haltestelle der Straßenb. 2,7, 8,9 u. 10) befindet. Telefon Hansa 26167 Bürostunden 8*/a — 1 und 3— 7 Uhr Sprechstunden 4—6 Uhr nachm. Rechtsanwalt Marlin Kat* y Aus Privathand zu kaufen gesucht. Sämtliche Schriften von Rabb. 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