Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 11 (17.3.1927)
- Date
- 1927-03-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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17. März 1927 Der; Israelit SK. 11 Sette 8 nur zu Hause zu bleiben und die Rabbinerwahl käme «re ^u^tsrrde- Die Herren machten aber die Rechnung Dhm den WMj in Ksfsm :«4n«!>en WzWMZSrommisssr, der aüf Vorstellung der Gesetzestreuen verfügte, daß falls zum dritten Male, die Zionisten die Wahlversammlung boykottieren, der Rabbiiier mit einfacher Stimmenmehrheit gewählt werde. So war es auch. Im Dritten Wahlgang wurde bei Abwesenheit der andern der >HddLNchi^r^Raw,^MaW, Möscheh >CMM: Plum,; von Tden^zehn orthodoxen Äätmännerir zum Rabbiner' der Geand von-der Regierung in ssinsw Amte rbestLÜgt. Darauf hüben ZiomMn und »Vun^ w Dberoerwaltungstribunal appelliert. Die Entscheidung aoird am 5. April verkündet werden. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß das Recht der Orthodoxie auch von dieser höchsten Behörde anerkannt wird. Die Ieschiwtch in der Schweiz. Montreux, 8. März. Die schon, längst geplante Jeschiwoh. in Montreux wird nun s. G. w. endgülttg in der zweiten Woche nach Pehäch eröffnet. - Für diese Jeschiwoh, in der die litauische Lehrmethode w*n yvt gepflegt werden wird, sind beveitsZ sowohl ^Me Wruppeauserlesener Bachurim aud" den berühmten litauischen Thorastätten Telschi und Slobotkg gesiÜV§MADAein vrri, ein hervorragender g&jfra rnamm UM WMMffkr f: Wonnen. Die Jünger werden in stetem Kontakt und geistiger MiMugnahnw-. mkt den Mutterseschiwaus stehen. AuÄunst erteilt Herr'' R. .^-BMko, Montreux. lidSfHna. A - LlMMWI gklllMw, H»nd 9teg«n. — „ätoffcn.11 itttfe MläfftkllMUlf. Jerusalem, 10. März. Äer lange -ersehnte Regen kam in ausgiebigster Weise uM füllte die Brunnen und Zysternen und bereitet den Boden für den nun im heiligen Lande erblühenden Frühling vor. Tief betrüblich ist es zu beobachten, wie wenig Vorrichtungen getroffen.sind, den Wafferüberfluß für die Zeit, der Dürre auszufangen und zu erhalten und für eine weitere Bewässerung des Bodens auszunutzen. Die PalästilraÄtegterung häuft Schätze an und. übersieht das ft im m iflitep m Lmaumm": Den, segenbringenden Regengüssen gingen verheerende Schneesälle mit Stürmen voraus, wie man. sie im heiligen Lande feit Menschengedenken nicht mehr erlebt hat. -Eine-ganAe^WM.vMMlechtgebauten.Häusern, fielen in .Unternehmen mußten ihre Be trW»e emsMmi'''^Mch'.Mey.fchen wurden verletzt. Ein M^zügWI HiAMvk Mtzte sofort ein, um den Opfern zu Hilfe zu kommen, . - Daß neben -den Eifersüchteleien und Plänkeleien Babea arrb Jlrakarn man auch über folrfjß „Mssen'Metzen inner öuöcn stlbfl und sogar unter *■ Zonalen Juden in Palästina würde berichten müssen, .hätten wir uns nicht träumen lassen können. Die Errichtung einer Volksschule in Haifa sollte auf -dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Das Mindestangebot machte ein fephardifcher Baumeister und erhielt bei Auftrag, unter der üblichen Bedingung, nur jüdische Arbeiter zu beschäftigen. Er tat es auch, indem er Jemeniten, auch kurdische und persische Juden, die. hier der schlimmsten Not ausgesetzt sind, «den gul «rt& kiig önß&[{ll?r &8j$8lItlL Hfllllf Dlß Arbeiter verzichteten auf den Arbeitslohn zu Gunsten ihrer Kinder, die entsprechend unentgeltlich die Schule besuchen dürfen: Alles schien in bester Ordnung. Da griff -ganz unerwärteterweise der Arbeiterrat in Haifa ein, und zwar erregten zwei Punkte seinen Zorn, erstens die Tatsache, daß die Arbeit einem sephardischen UnterzllZgzllsK ift sMf mH) Mötzr. öag Dztrcr cs wagte, Arbeiter aus öen orient«l!§«Hen Kokonren anju stellen. Da Warnungen und Drohungen unbeachtet blieben, erschienen die sogenannten „Organisierten" auf dem Bauplatz, machten Krawall und störten die Arbeit, so daß die Polizei einschreiten und Ruhe schaffen mußte -(„Haarez" Nr. 2250). . Mit. der Parole „Arbeit nur den organisierten UrbMexn"^ werden sie hoffentlich wenig ^Glück . im Lande haben'. ■ ■ . Die Woche. Berlin. Anläßlich der 200. Wiederkehr des Geburtstages Moses Mendelssohns im . Jahre,.1929. bereitet ein Komitee eine kritische .,. vG»e sia mÄr u^-g n hO de r Schriften M o- ' " ses Mendelssohns vor. — Nach einer Verfügung -des^'Reichsarbeitsministeriums ha- Mn tstnortniöie Uff MAN auf ß ra>4 t.&fi'lSsSNsUrsoige ml« JNr länver. AlünMn. Adolf Hitler erhielt nach langer Sperrung wieder die Redefreiheit und machte bereits an verschiedenen Plätzen Bayerns mit grimmigen Hetzreden gegen die Juden davon Gebrauch, Loblenz. Die Ausschreitungen der Nationalsozialisten in N a st ä t t.e n, non honen mir bereits berichteten, fanden nicht «w| einer SLrjantmlung ÜI (tlBlPSlSfl? SIHS, sondern aus riner solchen, die wm einem .interkonfessionellen Komitee einberufen war, statt. Leiter der Versammlung war der berüchtigte Dr. L e y. Karlsruhe. An einer Ausstellung für Frredhofskunst, die die beiden christlichen Konfessionen in Baden veranstalten, ist auf Beschlust Des Oberrates der Israeliten auch die jüdische Gemeinschaft bebe terligt. Leipzig. Bei der diesjährigen Leipzig er F r ü h ja hrsmesfe ist Palä st in a mit Stadtplänen von Tel-Awiw und änderen Siedlungen sowie üritf reichem Bildermaterias. bas hie jübt j<i>e Jöairbroirtschast, Industrie und Erziehung!n &Uf Mf „Internationalen Städteausstellung" (Halle 7) vertreten. Danzig. Der .höchste katholische Geistliche im Freistaate Danzig, Bischof Graf Bürke, hat in' seinem Fastenbriefe scharfe Stellung gegen die antisemitische Hetze genommen. Marburg. An der hiesigen Universität soll eine, religionswissenschaftliche Sammlung . angelegt werden, die .ein« besondere jüdische ^nhällen iölßä. . lUIOIL . Dü8 semitenblntt „Bolkskampf" gbt Jnsträk jüdischer Blätter über „Mazzoth aus Paläsllna" unter der Ueberschrift „Der Handel mit Menschenblut" wieder. Der Vorstand. der. Israelitischen Kultusgemeinde hat bei'der Regierung' Beschwerde gegen diese gefährliche Verleumdung eingelegt. — Rabbiner Dr. Max Grunwald erhielt in Anerkennung seiner schriftstellerischen Mitwirkung bei der jüdischen Abteilung der „Gesolei" das Ehrendip l.om der Düsseldorfer großen Hygiene- Ausstellung. — Daris. Dem GraNd-Rabbin sou MntrM Dsmi Lroy/ mm der Regierung der Orden der Ehrenl egi ö n verliehen. — London. Die zionistische Exekutive hat beschlossen, den nächsten Zionistenkongreß im.September dieses Jahres einzuberufen^ nüd zwar in einer noch zu bestimmenden Stadt Mtteleüropas. Wilna. Die Tumulte und Ausschreitungen im Anatomischen Institut in Wilna wiederholen sich tägliche Die polnischen Studenten wollen die jüdischen Studierenden nicht eher an den Seziertisch lassen, als bis der Anatomie jüdische Leichen geliefert werden, was aber vom IKabbrnat jtextie abgeleljrtt roinb. 3eeuffltew. Üie dem N n t h tn fr t v g - r; n r «e « erteilte Konzession tautet, nach. Bekanntmachung der Palästina-Regierung, auf stebenzig Jahre. — Nach einer Bekanntmalhung des. Oberkommissars sind Gelehrte und Forscher, die zu wissenschaftlichen ^Zwecken Palästina besuchen, von. den Einreisegebühren befreit. —- Der bekannte gelehrte Rabbiner Kossowsky, Verfasse!: der Mischnah- Konkordanz, ist von verschiedenen wissenschaftlichen Instituten ' mit der Herstellung einer?T a. l m u n d - K o n k o r d a n z beaufüüsi! — Drr ber Wak,l-Uek,"Lnwllly un'g'sevmmksst DU für m ratwahlen sitzen 10 Engländer und 2 Araber, aber kern einziger Jude. — Die Palästina-Regierung plant fünf Brücken über den Jordan im Tale Al Hulel zu erbauen, um dadurch die Verbindung zwischen Palästina und dem. Libanon--Gebiet zu verbessern. — Hunderte jüdische A r be itslose veranfMMm m ißi mstö: m irm ®e6äuö^ ber MMWlUn ®mutiDt eine DkmvnMsiisn, Sit stns erhöhte Unterstützung verlangten. Die Polizei griff; ein, ein Arbeitsloser wurde verletzt, vier andere wurden verhaftet. — Das Kolonialamt teilt amtlich,mit, daß im Jahre 1926 13 056 Juden in Palästina eingewandert und 7340 ausgewandert sind. Die Zunahme der Bevölkerung durch Einwanderung betrug demnach 5716. T^nnJWe Tkmilie über den Morgenkäffe £ fcl> über seinen oft hurten » bitteren äefchmack, sein dünnes oder maftes Anssehen so vergessen iuebt. äöß die Zntat von 'S u n alle Härte und Bitterkeit dei Bohne beseitigt unddem Setränk Fülle und Farbe gibt, ^in PÄdctflien %xl SS reicht mr weit über :1ÖÖ Tasöcrii nos W ntsra „Weber's Carlsbader“ wird hergesteüt unter Aufsicht des Rabbinats der Israelitischen. Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel zu Berlin Za beziehen darch: J.. Anton Alexander, Berlin.N. 24, Oranienburger Str. 2/3 Ad. Goldschmidt, Berlin 0.1, Nene Friedrichstr. 45 Samnel HaaS, Berlin C. 54, Gipsstr. 12a David Baner, Frankfurt a/M., Borneätr. 29 A. Metzger, Franldnrt a/M.,\B5rne»tr. 39 Die Adar-Aktion. Ö«ruf«Um, 19. QßavJ. Anläßlich der Adar-Aktion der Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel zu Gunsten ihres Erez Jisroel-Schulwerks haben die palästinensischen Rabbonim: Oberräbbiner Sonnenfeld-Jerusalem, ^Rabbiner Elijahu Klatzkin- Jerusalem, Rabbiner Melzer-Jerusälem, Rabbiner Silbermann-Jerüsalem.' Rabbiner Rubin-Jerusalem, Rabbiner Lo*.mdrUir ita MtzMM Aufruf an M Mspora-Iudenhert veröffentlicht, m weichem die 3er^!m dek ganzen Welt auf das eindringlichste ausgefordert werden, den gesetzestreuen Chinuch in Erez Jisroel nicht in Verfall geraten zu lassen und die jüdische Jugend in Erez Jisroel 'vor ihrer Auslieferung an die nichtreligiösen Kreise zu bewahren. r hebräische Universität, Einstein und Bibelkrikik. Jerusalem, 10. März. Proftsftv MD« DU W oon mr ffirBtfffin mversität in Jerusalem.zurück, weil Dr. Magnes in. Amerika die Bibelforschung. im Sinne der radikalen Bibelkritik aus der Hochschule gebannt wissen will. Da--i; zu schreibt das Rewyorker Jüdische Tageblatt: Prosessöc Einstein als Physiker von weltumwälzender Bedeutung in Ehren, in Sachen der Bibel darf «r kaum als Fachmann 'gelten. Aber abgesehen von all dem: Die Universität auf dem Skopusberge wird von den Zionisten selbst immer und immer wieder als Eigentum des sioHes, als Wahrzsiwsn her nationalen WiederaufeisiehMg glorisigivn, Ist ft, tanä [U£t II. gewiß nicht im Willen des Volkes, daß in „seiner" Hoch- , schule. das Heiligste, wofür sich dieses Volk in langen ‘ Generationen geopfert hat, geschändet wird. Die große : Mehrheit des- Volkes lehnt sich mit aller Entschiedenheit gegen die Bibelkritik in der Universität gegenüber dem Tempelplatz auf. Die Nation will nicht, daß der nationale Aufbau mit der Zerstörung der heiligen nationalen Güter beginne. Nicht deswegen haben wir tausend Jahre gebetet um die Rückkehr nach Jerusalem! Wenn in den ks M 88? 8om MiQün MM MM! gandareden für den Keren-Hajessod gehalten werben, dessen Gelder zum guten Teile der Universität zusließen, so ist es schon ein Gebot der Ehrlichkeit, in der Universität keine Attentate aüf Thora und Tradition zu unternehmen, dort keine Lehren zu verbreiten, bei denen die MgchMkalMver. vom IS. - SS. VKkfi 198T. r W« iS — 22 &L Samstag 191 mit 15 i» Sonntag i 20 16 Ukontüg - 21 17 Dienstag 22 '• 18 Mittwoch 23 - 19 Donnerstag 24 20 Freitag' 45 21 Samstag- 26| 22 •>y>nv npoan d’-iib ms mns i