Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 31 (4.8.1921)
- Date
- 1921-08-04
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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4. August 1931 Der JSraeltt. Nr. 31 Sette 7 Grass ~Bondi (vorm. M. C. Kirchbaum Nachf.) Frankfurt a. M., Große Eschenheimerstr.4. Spezialität: * ko"Äg Braut-Ausstattungen Verwendung nur guter Qualitäten bestens in Wäsche und Haltbarkeit Baby'Ausstattungen Sorgfältige Bedienung Sauberste Ausführung 3535 a Beste Verarbeitung - Samstags geschlossen. - > '! tss meinde, um einem Rufe als Elementarlehrer und Borbeter nach Tann in der Rhön zu folgen. Durch seine Pflichttreue, sein emsiges Streben, die Jugend im Sinne unserer heiligen Thora,, zuerziehen, wie durch sein freundliches Wesen, hat er sich die Herzen sämtlicher Gemeindemitglieder gewonnen, die sein.Scheiden aufrichtig bedauern. Vergangenen riat? hielt Herr Müller eine zu Herzen gehende A.bschiedsrede. Die besten Wünsche für ,We glückliche Zukunft geleiten ihn in. seinen neuen Wftkungskreis. . Vermischtes. ■ Karlsruhe, 24. Juli. Auf Anregung des hiesigen Ostjudenverbandes, fand hier am 26. Juni d. Js. eine Versammlung statt/ in der Herr Josef Lupolianski, mit beredten Worten die Größe der Not und des Elends unserer unglücklichen Brüder in der Ukraine schilderte. Mit zu Herzen gehenden Worten forderte er die Anwesenden auf, tatkräftig und fürsorgend, zur Linderung der unsagbaren Leiden, heranzutreten Die hierauf in Angriff genommene Geld- und Kleidersammlung zeitigte einen schönen .Erfolg.. Herr Josef Lupolianskt ist gerne bereit, unentgeltlich überall, wo es an geeigneten Rednern mangelt, hinzukommen, um die Hilfstäligkeit zu organisieren. Diesbezügliche Zuschriften wolle man an Josef Lupolianskt. Karlsruhe (Baden), Zähringer, stratze 21, richten. Danzig, 25. Juli. /Die hier unter der bewährten Le^zrng^-sss.aus Minsk, hier, weilenden Herrn Braun bestehende „Mifchnajos Chewro" feierte vor acht Tagen ihren Sijum auf „Serätm"; ein Ereignis, das in den Annalen der Danziger Judenheit vor 23 Jahren da» letzte Mal verzeichnet worden ist. Die Feier fand unter großer Beteiligung der Mitglieder der Chewra und der die orthodoxe Synagoge besuchenden Herren statt. Nach dem Hadron sprach der Rabbi des Vereins, Herr Rappoport (Urenkel des Rabbi Akiba Eger), treffliche Thoraworle,' auch der Rabbi aus Dobryn, der hier sein Domizil aufgeschlagen, erfreute die Teilnehmer durch eine scharfsinnige mm. Zu unsrer besonderen Ehre hatte auch Herr Rabbiner Dr. Bombe r g er aus Wandsbek,, der eben zur Erholung hier weilte, der an ihn ergangenen Einladung Folge geleistet und in einer anerkennenden Weise seiner Fr. ude Ausdruck gegeben, daß auch hier die Thora eine Pflegestätte gefunden. Ein Mahl hielt die Teilnehmer bis zur Mitternachtsstunde beisammen, das Benschen erbrachte die Summe von fast 300 Mk. Möge dieser Thorageist auch weiter herrschen und weitere Kreise utn sich ziehen. Bad Brückenau, 20. Juli. Bei einem gemütlichen Abend, veranstaltet von den Kurgästen des Hotel Strauß, Bad Brückenau, unter gefälliger Mit- Wirkung des, Herrn Oberkantors Prysucher aus Hamburg, ergab eine Tellersämrülung für den Kriegswäisevfond der Agudas Jisroel „Ukrainische Waisenttiibev", den Betrag von 605 Mark. Amsterdam, 25. Juli. Beinahe hätten wir in unserer Gemeinde in den letzten Wochen einen jüdischen Metzger st reik erlebt. Die Metzger lehnten sich gegen eine Erhöhung der Schächtgebühren aus, nachdem die Gemeinde bereits beim Vteheinkaus eine Gebühr erhebH die jährlich 17 000 Gulden einbrivgt. In einer auf Veranlassung des Rabbinats stattgehabten allgemeinen Aussprache zwischen den Interessenten wurde die Gefahr durch ein Kompromiß beseitigt, das der Gemeinde schätzungsweise weitere 5000 Gulden etnbringi. Washington, 20. Juli. Aus Washington ist neulich gemeldet worden, daß Albert D. Lasker zum Direktor des Shipping Board ernannt worden sei. Dieser vom Präsidenten Harding zu so hohem Posten in der amerikanischen Schiffahrlsverwaltung berufene Mann ist ein Neffe Eduard Laskers, des fortschrittlichen und später nationalliberalen Politikers, der 1884 auf einer Studienreise in Amerika starb. Ein Bruder Eduard Laskers war ziemlich mittellos nach Amerika ausgewandert und halte dort zuerst im Staate Virginia einen Kleinhandel betrieben. Er war, trotz dieser Betätigung, sehr bewandert auf wiffenschaftlichen Gnbieten, zwar arm an Geld, aber reich an Kennmiffep, und er hatte besonders das Studium der klassischen Sprachen mit großem Eifer gepflegt. Eines Tages kehrte er in Virginia bei einem Furnier ein und hörte, daß die Tochter seines GaßfreundeS sich mit der griechischen Sprache beschäftigte. Er bot sich als Lehrer an, blieb längere Zeit in dem Hause, wendete aber sein Interesse nicht allein dem alten Griechenland, sondern auch den wirtsch. ftlichen Verhältnissen der amerikanischen Staaten zu. Noch immer ziemlich weit davon entfernt, ein Krösus zu sein, wandert« er zu Fuß nach Texas, erwarb sich dort durch seine Klugheit eine hervorragende Stellung und wurde einer der ersten Schöpfer Eisenbahn Verbindungen in Texas und der Nachbarstäaten. Ein Sohn dieses „klassischen" Eisenbahnbauers ist Albert D. Lasker, der in Chicago Präsident der großen Advertising Agency Lord and Thomas ist und /zu den Stützen der republikanischen Partei gehört. Durch seine Berufung an die Spitze des Shipping Board ist er jetzt zu führendem Einfluß in der amerikanischen Handelsmarine gelangt. Sriefkasten. E. Sp. in W. Am raschesten werden Sie, wenn überhaupt, wohl zum Ziele gelangen, durch ein gut abgefaßtes Inserat in den jüdischen Blättern; jedoch können Sie sich auch zunächst einmal an die Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums in Frankfurt und an den Bund gesetzestreuer jüdischer Gemeinden in Halberstadt wenden. Vereinskalender. 7 VerM Mekor Chatim. SamStag vorm, nach Schluß der Synagoge: „Dtnim"; Herr Rektor Falk. — mittags 12V4 Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage: „Mikro"; Herr L. Schnerb. — nachm. 4% Uhr im VeretnSlokale: „Tefilloh". Sonntag vorm. 9'/« Uhr und Dienstag nachm, eine Stunde vor Mincho, im BereinSlokale: „Gemoro"; Herr R. A. Posen. Montag und Mittwoch abend 7Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Jos. Breuer. Donnerstag abend eine Stunde vor Mincho: „Mischna"; Herr Rektor Falk. Jahrzeitftiflungslernen. Samstag vorm.: Moritz Lewin-Stiftung. Sonntag früh: Julius Hirsch-Stiftung. Dienstag früh: Siegfried Weil-Sttstung. AÜmorgenltch Mtschnalernen im Hörsaale. Allabendlich 88/4 Uhr: „v"v'-Lernen im Vereins, lokale; Herr H. Halpern. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Sonntag vorm. a/t7 Uhr: „Gemoro Makkoth"; Herr Dr. S. Ehr mann. — 8 Uhr:;,Raschi"; Herr Leopold Oppenheimer. Montag vorm. *{J Uhr: „Gemoro Makkoth"; Herr De. S. Ehr mann. DienStag vorm. 8/47 Uhr: „Gemoro Makkoth"; Herr Dr. S. Ehrmann. — abends 8 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. — 8% Uhr: * Dritter Bortrag des Herrn Rabbiner Dr. Bon di, Mainz: „Krieg gegen die Römer". — 9 Uhr: „Tefiuoh"; Herr Oberlehrer Kaufmann. Mittwoch vorm. 8/47 Uhr: „Gemoro Makkoth"; Herr Dr. S. Ehrmann. — abends 8s/4 Uhr: „Nerviim"; Herr Simon Unna, Kleine Obermainstr. 30. Donnerstalg vorm. 3jJ Uhr: >,Gemoro Makkoth"; Herr Dr. S. Ehrmann. — abends 8*/, Uhr: „Chaurew"; Herr Dr. Ehrmann. (Herren und Damen). Samstag vorm., 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. I. Posen, Am Tiergarten 38. — 11V, Uhr: „Gemoro"; Herr H. Halpern. — 11»/4 Uhr: „Mischna"; Herr A. Hirschberg. - nachm. 5 Uhr: „Gemoro" für Anfänger; Herr Leop. Oppenheimer. Allabendlich '/4 Stunde vor Nacht findet Lernen von wechselnden Dozenten statt, Agudas Jisroel-Mädcheugruppe. Samstag gleich nach Schul: „Stdrah-Vortrag"; Herr Louis Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro"; Herr Lehrer A. Htrschberg. — 5 Uhr: „Thillim"; Herr Louis Kahn. Dienstag abend Uhr: Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Bon di, Mainz: „Krieg gegen die Römer". Donnerstag abend 8*/, Uhr: „Chaurew"; Herr Dr. S. Ehrmann. Berel« sn SamStag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Friedberger Anlage; Herr Prof. Dr. Sulzbach. Beshamidrasch. Oftendstrafte 18. Sonntag früh 8—9 Uhr, Montag, Dienstag und Mittwoch abend 8-9 Uhr: „Gemoro- Schtur" Köp »aa; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. VV tron, Ostendstratte 18. Täglich vorm. V,8—V,9 Uhr, nst'a KU»; SamStag nachm. 8/45—s/46 Uhr: Herr Rabbiner S. Weber. Samstag nachm. 6Uhr: „Vortrag"; — Eine halbe Stunde vor Nacht: „Messilas Jeschorim"; Herr H. Halpern. Alltäglich V, Stunde vor Nacht: „Dinim"; Herr Rofenzweig. Heöetzeite«. mtöö N2V- Freitag abend 7.10. Samstag morgen 7.45. SamStag nachm. 5.—. SamStag abend 8.55. WochengotteSdtenst: Morgens 6.15. Nachmittags 7.—. Familiennachrichken. Barmizwohfeler. Josef, Sohn des Herrn P. Weichselbaum, Ostendstraße 29. Synagoge Jriedberger Anlage. GroB-Frankfurt am Eschenheimer Turm Spezialitäten« Theater Neu eröffnet: KAFFEE ersten Ranges W inklause Eingang nur StiftstraBe für den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich:/ insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die Im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben reltglonsgesetzHchen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen Tagtäglich kommen ostjüdische Flüchtlinge zu uns. deren Kleidung zerlumpt, deren Schuhe zerissen sind und die oft nicht einmal ein Hemd auf dem Leibe haben. Hier kann nnr die Hilfe der gesamten jüdischen Bevölkerung Frankfurts etwas ausrichten. An sie geht unser Ruf! Helft uns, unsere armen Brüder ans dem Osten zu bekleiden. Annahmestellen für alte Kleider, Schuhe und Wäsche sind: Hanauerlandstratze 17 (Agndas Isroel) und Langestraffe 30 (Beratungsstelle für ostjüdische Flüchtlinge in den Räumen des Israelitischen Hilfsveretns). Auf telefonischen Anruf'(Hansa 3728) werden die Kleidungsstücke jederzeit abgeholt. Beratungsstelle für ostjüdische Flüchtlinge Frankfurt a. M-. Langestraße 30 . Heiratsgesuch! Suche für jungen holl, sehr vermögenden Kaufmann aus sehrguter Familie, Mitinhaber eines Exportgeschäfts in holl. Großstadt, religiöses, junges (20-23 Jahre)/hübsches Mädchen aus angesehener Familie. Off. an die Expedition-unter R. 24076. Für meinen Sob», Anfangs 20. stattl. Figur, gebild., in mein. Fabrik tätig, suche pagende Partie Es kommen nnr Danien bis zu 20 Jahren aus streng srommrm Hause mit guter Herzensbildung und einfacher, häuslicher Erziehung in Betracht. Evtl. Wohngelegenheit in eig. Billa. Vermittlung durch Eltern angenehm. Anssührl. Offerten, mögl. mit Bild, das sofort retourniert wird, muer N. N. 24082 an die Geschäftsstelle des Blattes erbeten. Diskretion Ehrensache!