Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 64 (13.8.1903)
- Date
- 1903-08-13
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
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Jahre 5576 dahingefchieden und dessen Namen vielmals im -,L2 cnr? in den von Rabbi Moses Sofer an ihn gerichteten jtcmwi figurirt. Ein zweiter Schwiegersohn von Rabbi Wolf Teben war der ober, erwähnte Rabbi Helmann Löwy s. A., der Großvater des Schreibers dieser Skizze, welcher ein Sohn des berühmten Rabbi Jechiel Michel L'öwy aus Glogau, Oberrabbiner in Eisenstadt, gewesen. Zum Schlüsse sei noch erwähnt, daß Rabbi Wolf Teben s. A. ein Zeitgenosse dreier berühmter Preßburger Rabbiner, des Rabbi Mosche Charif (gestorb. 5518), des Rabbi Jizchak Dukla (gestorb. 6518) und des Rabbi Meir Barbi (gestorb. 6559) gewesen, und ist dessen Namen auf vielen Schriftstücken, welche in der Zeit der obenerwähnten Gaonim ausgefertigt wurden, zu finden. Der Name dieser großen Männer in Israel wird stets ein gesegneter sein. Abraham Hirsch Lemberger s. A. (Geb. 6636, gestorben 6594.) Abraham Hirsch Lemberger (Lwuw), Parnes und Prästdent des Vorstandes der Preßburger jüdischen Gemeinde, war einer der berühmtesten Stadlonim Ungarns. Er war ein Sohn des frommen und gelehrten, in hohem Ansehen stehenden R. Mendel Lwuw (Lemberger), und ein Enkel des großen Talmudgelehrten Rabbi Hirsch Lwuw Dajon in Pretzburg. Abraham Hirsch Lemberger war weit und breit als Stadion . und Fürsprecher für seine bedrückten Glaubensbrüder rühmlich bekannt. Er war ein sehr vermögender Mann und verwendete große Summe Geldes für Pidjan Schewuim, und setzte sich oft der größten-Lebensgefahr aus, um viele bereits zum Tode oder zu schweren Kerkerstrafen verurtheilte Glaubensbrüder retten und zu befreien. Abraham Hirsch Lembergerwar auch ein bewährter Mohel, und sein eifriges Bestreben war, möglichst viele jüdische Kinder in den Bund Abrahams aufzunehmen, was ihm auch in reichem Maße gelungen. Er hatte ein weiches, theilnahmsvolles Herz für die Leiden seiner armen Glaubensgenossen, und sein Haus stand Tag und Nacht offen für Jedermann. Er war stets hilfsbereit für Jeden, der sich in Nöthen befand und seine helfende Hand richtete viele betrübte Herzen auf. Doch sein Hauptverdienst um die Preßburger jüdische Gemeinde, wodurch er seinen Namen in den Annalen Preßburgs in Ruhmeslettern verewigt, ist, daß durch seine einflußreiche Fürsprache beim Kaiser der jüdischen Gemeinde Preßburg für ewige Zeiten das Recht eingeräumt wurde, die E r u w b ä u m e an allen Enden der Stadt a u f z u st e l l e n. Im Jahre 6593, also ein Jahr vor seinem Tode, reiste Abraham Hirsch Lemberger nach Wien, um in der kaiserlichen Hofburg bei Sr. Majestät, dem huldreichen und gnädigen Kaiser Franz Audienz zu nehmen, um ihn um die Erlaubniß zu bitten, daß es den Juden Preßburgs gestattet sein möge, an allen Enden der Stadt die Eruwbäume aufstellen zu dürfen, was ihm auch durch seine Fürsprache beim Kaiser mit Gottes Hülfe gelang, in dem er vom Kaiser die Erlaubniß für ewige Zeiten erhalten, die Eruwbäume an allen Enden der Stadt aufzustellen. Der Wortlaut des im Rathhause der königlichen Freistadt Preßburg deponirten, in lateinischer Sprache abgefaßten Dokumente ist in deutscher Uebersetzung folgender: 6. August 1833. „Meine hochgeehrten und überlegenden Stände! Se. Majestät hat in seinem Erlasse geruht, jene Bitte der Preßburger israelitischen Gemeinde, demzufolge sie an den beiden Theilen der Vorstadt aus den in Rede stehenden Sabbatbäumen allerhand Schranken aufrichten, überhaupt kein Hinderniß in den Weg zu stellen und geruht allergnädigst, jenem Rekurse Raum zu geben, wonach die Bittsteller ihre Signale (oder Zeichen) auf ihren Territorien hoch aufrichten können. Jedoch mögen sie den öffentlichen Verkehr nicht hemmen. Sie sollen daselbst nicht ausräumen und sie mögen auch die Grenzen der konzessionirten Station nicht erweitern. Aus dem Grunde habe sich die Gemeinde bis auf weitere Verfügung weiter den gegenwärtig (obwaltenden) Verhältnissen der am 23. April unter Zahl 1561 herausgegebenen Ausweise zu fügen." Seinem Dankgefühle gegen den Allmächtigen über die Errungenschaft der Eruwbäume der jüdischen Gemeinde Preßburg, der damaligen Metropole Ungarns, gibt der große Rabbi Moses Sofer in iwv v'nn ms» b-s ''2 am in folgenden Worten Ausdruck: 2'W Q’JJDI 2'2i>2 2^3 [IU ILw JjVTVT 'pbx "1 "PIM ,bb23 uw isbb6 mrns» atz'L3 cw "7 dp 1-rrr roba n\xi2D3 su onTOaaa psrp napb 01337 ,fpr& rv.an 0’:ni2 b'.vbv *m*& waix dp ,an3 n~n d’csb naai an ptanes rrczajrs ui>pa bn: « 'iV bw ru'-ian iw npai ,na onsp: visn m» "jban ncsn rm ppn “ps;p rnrr aipaa sr« »1 .d'Bcjo naftcn inn ppn L>' D'en bxrr rr nipaai .crrcj bv rrnpi typ 13-r D^aa pm 'tb ban rvai vs Wenn man bedenkt, daß Preßburg zu dieser Zeit der Sitz der Regierung und des ungarischen Landtages gewesen, daß der Kaiser und die Minister sowie die höchsten ungarischen Herrschaften sich dort zeitweilig aufhielten, so ist die Erlaubniß des Kaisers und der damaligen Regierung zur Aufstellung der Eruwbäume in Preßburg ein besonderer Gnadenakt zu nennen, der nicht genug hervorgehoben werden kann. Dies Alles war aber nächst Gott nur dem wichtigen Einflüsse Abraham Hirsch Lemberger zu verdanken. Ihm verdankt Preßburg eine Institution, wie sie die berühmtesten ^und ältesten jüdischen Gemeinden, wie z. B. Frankfurt a. M., u. A. noch heute entbehren. So war " denn das ganze Leben Abraham Hirsch Lemberger's '