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Der Israelit · 1903-08-13 · Heft 64 (13.8.1903) · page 27

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 64 (13.8.1903)
Date
1903-08-13
Page
– (sequence 27)
Language
German
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sv<aKif7 1427 mit ihnen völlig aufzuheben" sich bewahrheiten. Auch in gegenwärtiger Zeit hat uns der Ewige in Seiner großen Barmherzigkeit ein Wunder erzeugt, indem er das Herz unseres Herrn und Kaiser Josef li. uns geneigt gemacht und ihn bewogen, die gegen die Juden erlassenen Ausnahmegesetze zurückzunehmen. Denn im verflossenen Monat erging die Weisung unseres Herrn und Kaisers an die Minister in gan^ Ungarn. den Befehl zu erlassen, daß die dort wohnenden Juden verpflichtet werden, ihre Bärte abzuschneiden und daß bis zum Monat Mai benannten Jahres kein Bart mehr an einem Juden gesehen werden dürfe. Diese Verordnung sollte in allen Komitaten Ungarns publizirt werden. Die Feinde Israels freuten sich schon auf den Sieg, an welchem ein christlicher Barbier alle die Ortschaften, wo Juden wohnen, bereisen und dieselben gewaltsam ihres Bartschmuckes berauben werden. Am Vorabend der letzten Peßachfesttage erhielten wir die Nachricht, daß Se. Majestät der Kaiser am letzten Tage Peßach eine Reise nach Italien unternehme, um dort längere Zeit zu verbleiben. Da ich zu dieser Zeit Rosch-Hakohol war, so ließ ich eine Versammlung der Mitglieder unserer Gemeinde einberufen. Diese beschloß, daß es dringend nothwendig sei, daß ich sofort mit noch drei der würdigsten Männer der jüdischen Gemeinde nach Wien reisen möge, um beim Kaiser die Rücknahme der Verordnung zu erwirken. So fuhren wir denn um Mitternacht per Extrapost nach Wien, wo wir knapp vor Eingang des Jomtow anlangten. Noch in der Nacht verhandelte ich mit dem Hofagenten behufs der Fertigstellung einer Bittschrift (Memorial) an Sr. Majestät den Kaiser, und am siebenten Tag des Peßachfestes, welcher Tag bereits zu Wunderthaten von jeher bestimmt, traten wir früh morgens um die achte Stunde vor den Kaiser unter Weinen und Flehen, welcher, von Barmherzigkeit gegen uns erfüllt, folgendes erwiderte: „Ich habe es Euch zu Ehren gemeint, so wie ich die gelben Aermel in Prag abgeschafft habe, und mit den Worten: „Mir gilt es gleich, wer den Bart tragen, wer ihn' ableaen will, der soll ihn ablegen" wurden wir gnädig entlassen. Mit großer Freude verließen wir die Hofburg und traten unseren Heimweg an. Da aber die Zeit drängte und es nothwendig war, noch vor unserer Abreise von Wien einen Befehl zur Rücknahme oben erwähnter Verordnung ausfertmen zu lassen, so gingen wir zum Kanzler und zum Vizekanzler mit der Bitte, noch am selben Tage einen Contrabefehl zu unterschreiben, was noch am selben Tage von diesen vollzogen wurde. Ich danke Gottfür seine Güte, daß ich zu dieser Mizwo beitragen konnte. Dies geschah im Jahre 8643. Es möge dabei mein Name zum Guten genannt werden. Wolf Teben, Sohn des Hirsch Teben s. A." Wie bereits oben erwähnt, war R. Wolf Teben ein berühmter Mohel und hatte er die N"ai 1226 - - , : ' V jüdische Kinder in den Bund Abrahams aufzunehmen. Er begann mit der Bethätigung dieser großennirrv im Jahre 5508, also schon in seinem fünfzehnten Lebensjahre, und erreichte er das erste 3''in, mit den von ihn in den Bund Abrahams aufgenommenen Kindern am dritten Tag Chanukah 5539. Der Dank, den er für diese Gnade dem Allgütigen in seinem Mohelbüchlein spendet, ist charakteristisch für seine tiefe Frömmig--- keit und innigen Glauben an Gott, und glauben wir den Wortlaut desselben nicht vorenthalten zu sollen. Derselbe lautet: 'En ahn ny wirr nyx ono ’phxh aipxi pp« noa nwn ’*ityy vhv n’hy irre: wx n rrafioa v:sh *jhnnnh D32 nnn wa a;nh 'jrcesn wt6 man ha -wa nhipon c’hpnh wara nn avi ny 'nyi hy ’mw ovo ruwn onax pea non npx n"hi rwy non. poa 3"'in p:cn nynn n miya *y o^o’j -.px nhx 'n dp vnxae» b'T3V :*nn ha wp ih*xa ma 'h aitynn *n nn« .myo ’W« m '‘■»ax ha ona jpvn \r:wvn pmsnB haa rnLv hy “j’joh wanpn ih'xa nia 'h atrnni hnn “jotya ona '3C3E TiT.pa o'.' p'3L"a nya A'h' cm nhxn aaanp pjo *]noio '33 aryx 'phx "i ,mnyn hy hher«: nayn hy nxmm a*» }nxi 13'aih 'hy -pnen h'nzn p ma “pen nx nixmh nih'nn hah 'Ätsi i3pin .nrna n:na *70001 p:o my nc:hi h'nnnhi ,|piro nrxty aan 'm nnno xy xhi pvhrn h'n 'a xrlo' .nho px ’:aooh ny.haa ’3*o' hy nioy nnan ixho imhxi 'mhiitP ni'a *h u-hpn nai:m •: h ot oi'n a*.v ’aa 1033 p*ch 3'Ln nrra enoa 'a In einem zweiten, vom 20. Adar datirten, in seinem MoHelbüchlein verzeichneten Schreiben spricht Wolf Teben abermals Dank, nachdem er das .vat hatte, das zweite 3"m der von ihm in den Bund Abrahams eingeführten Kinder zu vollenden. So war das Leben R. Wolf Tebens ein gottgefälliges und frommes, bis er im Jahre 5576 von seiner irdischen Laufbahn abberufen wurde. Sein Hinscheiden wurde von der Preßburger Gemeinde wie überhaupt von seinen Zeitgenossen tief betrauert. Dieser tiefen Trauer gab der große Rabbi Mosche Sofer s. A. in seinem großen, ergreifenden Hesped Ausdruck,- welchen er in seinem piai *ibd worin die Ereignisse dieses Jahres verzeichnet sind, erwähnt. Dessen Worte lauten: fpi tp*x nhye bv nrtya typan: v*n inixa c: fyayu p,hjm mo o'^pi 2*0' nh’npn;*n;o narh coaico pnat unn .iw "3 a’h pht niio 3hcicn '3ainoi ':co noon h*xr njitrxnn inrxo „In diesem Winter ist er von uns abberufen worden, der ehrwürdige Greis und berühmte Fromme, der Führer unserer Gemeinde lange Jahre gewesen, Rabbi Wolf Teben, gesegneten Andenkens, und wurde ihm von mir und dem gelehrten Rabbi Salomon Leb, der sein Schwiegersohn von dessen erster Frau gewesen, trauernde Nachrufe gehalten." Der erwähnte Schwiegersohn war der berühmte Gaon Rabbi Sawmon Leb Grünfeld s. A., Oberrabbiner von Szerdahely, der im ■ / - v

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