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Der Israelit · 1904-04-28 · Heft 33 (28.4.1904) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 33 (28.4.1904)
Date
1904-04-28
Page
– (sequence 21)
Language
German
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J%*-• \ W \m '-mg, fürdasL^ A 8 q ll'OMO 3 LSvS--M 2«. Slpril 1904.J MlcyktzMH H mm mm L^I-LUsffflP rr. WttßbUljkr TrllriKül will Ktairlsaial ia der aeaerea Biographische Skizze von Kkrrmmm Löwinger, Frankfurt a. LN. lSchluü. N. (5 h a j i m Hirsch P a p penhei m s. A.,! geb. 5572, gest. 5055. I Der älteste von den gottbegnadeten Söhnen R. Wolf Papv'.wheims war. lvie srüher bereits erwähnt, R. Chajim Hirsch (Hermann) Pappenheim s. A. Derselbe war ein durch Frömmigkeit, hohe Geistesgaben und gros'.e Energie, besonders aber durch seine Gutmüthigkeit, Bescheidenheit und edle Gesinnung ausgezeichneter Mann. Schon in jungen Jahren wurde R. Chajim Hirsch Pappenheim zur Leitung der Gemeinde hcrangezogen. An seine Jugendzeit knüpft sich folgende ergötzliche Episode, die von der Aaivetät und Biederkeit unserer Alten Zeugnisi ablegt. Als nämlich N. Chajim Hirsch noch als junger Mann mit noch zwei der älteren Vorstandsmitglieder der Presiburger Gemeinde einmal bei der Martini-Audienz vor .Uaiser Ferdinand erschien und Se. Majestät den ältesten Führer der Deputation fragte, wer denn der junge Mann sei, da antwortete derselbe, da er es für eine Unmöglichkeit hielt, dasi man auch nicht bei Hofe desi'en berühmten Bater R. Wolf Pappenheim kennen sollte: „Das ist ein Sohn von Reb Wols!" worauf sich der Kaiser lächelnd verneigte. Seine Liebe zur Thora und deren Lehre war grenzenlos, und welche grosie Summe Geldes N. Chajim Hirsch Pavpcnheim, sowie sein Bruder N. Calman Pappenheim für nrn 'zz'b Tp'rrt jährlich verwendeten, weisi nicht nur jeder Presiburger, sondern auch die Hunderte •) Vergleiche Nr. 0 ds. Bl. i von in aller Welt zerstreuten nz'V'r, die in Presibürg zu seiner Zeit gelernt und von ihm reichlich unterstützt wurden. Seinen Feuereifer bei der Bertheidigung der nTrn tz2 zeigte er, als zur Zeit des Chatham Sofcr der jüdische Lehrer Skreinka (ein trotz seines ausgeprägten jüdischen Tppus sehr „freigcistiger" Mann, der sich beklagte, dasi ihm in der Christenstadt „Jud" und in der Judenstadt ..Christ" nachgerufen wurde), sich erkühnte. in der Presiburger „großen Schul" gegen Nabbi Moses Sofer s. A. eine aufreizende Philippika loszulasicn. Da wollte ihm N. Chajim Hirsch Pappenheiin eine Züchtigung zu Theil werden lassen, lvurde aber von dem '■■c'z cr.n daran verhindert. Bei der Toleranzkommission, welche die Judenstcucr zu repartiren hatte, war eS N. Chajim Hirsch Pappenheim, der sich mit besonderer Energie der minderbemittelten Presiburger orthodoxen Gemeinde angenommen. welche die damals schon sehr einslusircichen Pester Mitglieder hoch besteuern wollten. Um eine Prävonderanz der Peller zu verhüten, stellte er im Jahre 1840 den Antrag, keinen Präsidenten in die Toleranzkommiffion zu wählen, sondern jeden Tag einen Verhandlungsleiter durch das Loos zu bestimmen, tvelcher Antrag dann auch allgenommen wurde. In den Nevolutionsjahren 1848 und 1849, in welch' kritischer Zeit auch in Presiburg Judenkravalle stattfanden, war es der Umsicht R. Chajim Hirsch Pappenheims u. denen Energie, tvie auch dessen sowohl von

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