Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 49 (1908)
- Issue
- Heft 44 (5.11.1908)
- Date
- 1908-11-05
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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5. November 1908, geistig zurückgeblieben, aber, immer noch entwicktungS' fähig find. Im Namen der Großloge des unabhängigen Ordens Benei-Beritz, der daS Unternehmen durch eine Spende von 40 000 Mk. wesentlich gefördert hat, svrach der Großvräfident Justizrat Timendorser. Sodann hielt Herr Rabbiner Dr. Schreiber-Potsdam die Wetherede. Bor und nach derselben brachte Herr' Kantor Friedmann aus Chürlottenburg mehrere Psalmen und Gebete »um Borttag. Herr Nürnberg, der Bürgermeister der Stecht Beelitz richtete herzliche Worte der Begrüßung an die Festversammlung. Herr Dr. Feilchenfeld sprach dann als Vertreter der jüdischen Gemeinde in Berlin. ' Nach einer kurzen Ansprache des Vorfitzenden der Shnagoikngemeinde Potsdam, Justizrat Frieolänber, und dem Schulgesang „Preis und Anbetung", vorgettagen vom Gesangverein Beelitz, schloß die stimmungsvolle Etnweihungsfeier. Ein Rundgang durch die Räume der Anstalt unter sachkundiger Führung löste bei allen Teilnehmern Worte der Befriedigung und Anerkennung aus über die schönen und praktischen Einrichtungen und die Hellen und gesunden Wohn- und Unterrichtsräume. Manuhem, 1. November. Die Lemle Moses Klaus st istung in Mannheim feierte, wie schon kurz berichtet, am ersten Tag ptWHö n""l die Feier ihres 200jährigen Bestehen«. Zum Festgottesdienst in der KlauSsynagoge rparen u. a. erschienen Vertreter des Großh. BerwaltungshofeS in Karlsruhe, der Borsttzende des Großh. Bezirksamtes, verschiedene Mitglieder des ^roßh. OberrateS der Israeliten, der Synagogenrat, die Herren Stadttabbiner, sowie der früher in Mannheim wirkende Dtstrtttsrabbmer Herr Dr. Kohn - Ansbach. Nachdem der Klauschor;-jp gesungm und das Mincha-Gebet vollendet war, hielt Herr Rabbiner Dr. Unna die Festpredtat, die auf alle Anwesenden fichtlich einen tiefen Eindruck machte. „Wir leben," so führte er *«8, „in einer Zeit der Gärung und des Ueberganges. Man wendet fich ab von den alten Idealen und sucht tastend nach einem neuen Heiligtum, ohne zu wissen, wie dtirses neue beschaffen sein soll. Und doch bedarf der Mensch eines solchen Ideals, will er Antwort haben auf die Frage, was seine Aufgabe hier auf Erden ist und wie er fie lösen soll. Dem Juden geben die ersten Worte seiner Bibel diese Antwort. *03 f!'27*03» nmpjw min b'zm nw-o Der Zweck -er Welt ist die religtös-stttltche Erziehung Israels und der Meschheit durch die Thora. Und weil unserm Vätern die Tlwra das höchste Gut war, darum sahen fia auch das höchste Verdienst darin, Stätten für Thora zu errichien, wo fie gelernt und gelehrt würde. EMe solche Stätte der Thora sollte auch die Sttftung sein, die an den Namen "Lemle MoseS Reinganum anknüpft. Lemle Moses besaß nicht nur ein fürstliches Vermögen, er war auch ein Fürst in seiner Gesinnung. Er, der mit Königen und Herrschern verkehrte, während man seine Glaubensgenoss n noch inS Ghetto einschloß, war und blieb Jude nicht bloß dem Namen und dem Gefühl nach, sondern in seinem ganzen Leben. Und für die beste Verwendung seines Vermögens hielt er es, ein Haus zu erdichten, wo daS Thoraftüdtum gepflegt, wo das Wort Qpia *7333 7N1N TlÖ^fl vollkommen verwirklicht werden sollte. Denn in der Betätigung dieses Wortes, in dem ethischen Moment, bas in mifl TlttS enthalten ist, liegt das Geheimnis der Erhaltung Israels. Das tPT’TDn N'3 des Rabbi Lemle Moses blieb lange Zeit hindurch eine Stätte eilrtgen ThorastudMms, und große Männer, wie Rabbi Hillel Minz, Rabbi Jakob Ettlinger, haben dort gewirkt. Neben sollten aber auch .-N13K und betätigt werden. In der Gegenwart, wo letoer das Thorasiudium nicht mehr in alter Weise gepflegt wird, ist der Mittelpunkt der Stiftung und die Synagoge ist der Sammelpunkt der Anhänger deS altüberlieferten Judentums geworden." Mit dem Wunsche, das Andenken deS Stifters durch Erhaltung der drei Säulen j-ni3J? N"3 und ganz besonders der n"Vin &u ehren, schloß Herr Dr. Unna fetne Rede. Er sprach alsdann ein für den Sttfter, dem sich eine Rezitation von anschloß. Mit dem Maartw-Gebet und dem vom Klauschvr vortrefflich gesungenen "11078 schloß der erhebende Gottesdienst. Hieraus beendete tm Lernsaal, der Klaus, Herr Rabbiner Dr. Unna die rDJD 'pp, die er mit jungSn Mannheimer K ufleuten lernte, tn feierlichem p*pp. In geistreicher Weise verband er den Schluß dieses Talmudabschnittes mit der neu. egonnenen p'NLL 'pp. Abends */*8 Uhr versammelte man fich in oen Sälen der August Lameh-Loge zu einem Festbankett. Der Prästdenr des Abends, Herr Synagogenrat Dr. Hachenburg, hielt die Begrüßungsansprache, die tief durchdacht war und auch über den Rahmen der F ier hinaus bedeutende Gedanken zum Ausdruck brachte. Er leitete seine Rede mit einem Zitate aus dem Werke eines seiner Ahnen, der als Rabbiner in her Klaus gewirkt, des Rabvt Nathan Neta Hachenburg ein, der herabfleht „den Segen GotteS über den Fürsten seineS BolkeS, den Führer und Letter der Gemeinde Mannheim, den großen Fürsprecher seiner Brüder Ascher Lemle Moses Reinganum, den seM edler- Sinn bewogen, daß er der Thora ein Zelt, ein dauerndes Haus errichtettn seinem Hause versammelte er würdige und edle Gelehrte, pflanzte Rosen im Garten der Thora, arbettete an dem Wiederaufbau Zions und Jerusalems, spendete reichlich den Armen urb Bedürftigen. „So sprach," fuhr er fort, „vor. fast zwei Jahrhunderten einer der Gelehrten der Klaus über deren Sttfter, und er ahnte nicht, daß ein später Nachkomme heute wiederum diese Worte verkündet." Der Redner sprach dann weiter über den Stifter, seine Frömmigkeit und die Taten seiner -_Der Israelit. Milde. Sein Werk wirke noch nach Jahrhunderten fort und es sei nicht zum geringsten sein Verdienst, daß auch hyrte noch, wo die religiösen Anschauungen der Judenheit so weit ausetnandergehen, die Einheit in der hiesigen Gemeinde gewahrt sei, da die Klaüssttftung den. gefetzestreuen Kreisen dte Möglichkeit ihrer Reltgionsbetätigung gewähre. Er selbst gehöre nicht mehr zu den Anhängern der Alten, werde aber stets dafür eintteten, daß ihnen die Freiheit ihrer religiösen Betättgung nicht geschmälert werde und es habe ihn gefteut, mit welcher Mannhaftigkeit Herr .Dr. Unna in seiner vortrefflichen Festrede den gesetzestreuen Standpunkt gegenüber den modernen Bestrebungen zum Ausdruck gebracht habe. Seine Rede klang in ein begeistert aufgenommenes Hoch auf unseren edlen Landesfürsten aus. Herr Geh. Oberreg.-Rat Dr. Mayer in Karlsruhe überbrachte der Gemeinde Mannheim dte Grüße des Großh. Oberrates und des Großh. Berwaitungshofes. Er beglückwünschte Herrn Dr. Unna zu der ihm gewordenen hohen Auszeichnung und w inschte ihm, baß er auch weiterhin wie bisher zum Segen der Mannheimer Gemeinde wirken möge. Sein Hoch galt der mustergülttgen Klausverwaltung und all ihren Beamten. Alsdann gelangte das von Herrn Diriktsrabbtner Dr. Kohn-Ansbach verfaßte allegorische Festspiel zur Aufführung. Dieses in wunderbar poetischer Sprache verfaßte Tendenzüück zeigte uns, baß Thora, Gebet und Liebeswerke nur in inniger Bereinigung dem Judentum zum Heile gereiche, daß auch die Liebeswerke nur Dauer haben, die ans dem Boden der Thora erblühen. Und daß Lemle Moses Reinganum den drei Säulen der Welt vereint eine Stätte geschaffen, das sichere seinem Lebenwerk ewige Dauer. Es toasteten dann noch die Herren Rabbiner Dr. Unna auf die Verwaltung, Dr. Appel-KarlSruhe auf Damen. Dr. Steckelmacher feierte die verstorbenen Klausrav biner. Dr. Kohn toastete auf bickJugend der Klaus, die am echtesten im Sinne des Stifters wirke, wenn fie dem Thorastudium obliege und wie es ihm des alb heute der schönste Augenblick gewesen sei, als er ste ihren pvp feiern sah. Es sprachen ferner noch die Herren Meo.-Rat Dr. Lindemann mit vielen Remintszensen aus feiner Jugendzeit auf dte Besucher der Klaus, Herr Aron Ettlinger auf die Spender, Herr Eduard Bauer auf Herrn Dr. Unna, Herr BankdirektorStgm.Rosenbaum auf den Verfasser des Festspiels und die Darsteller; Herr Dr. Fulda, der Präsident der August Lamey-Loge überbrachte deren herzlichste Wünsche für daS Mitwirken des Klaus zum Heile des Judentums. Die Festesftlmmung hielt die Feiernden noch bis tn früher Morgenstunde vereint. Myslotvich» 26. Okt. Heute kamen hier wieder 54 jüdische Familien aus dem Gouvernement Cherson durch, um fich, nachdem fie in der alten Heimat ihren landwirtschaftlichen Besitz verkauft haben, nach Arg-nttnien zu begeben, wo ste auf den Baron Hirschschen Kolonien an-, gefiedelt werden. Wie billig ste ihren Besitz losschlagen, geht daraus hervor, daß fie für den besten Boden pro Morgen 6 Rubel erhielten. Bamberg, 28. Okt. Für den Bau einer Synagoge an der Herzog Max-Straße hat der Magistrat die Abtretung eines größeren Areals zu einem ganz billigen Preise (15 000 Mk.) genehmigt. Neben der Synagoge wird auch eine Schule und eine Rabbinerwohmmg errichtet. Dte Gesamtkosten find auf 300000 Mk. veranschlagt. Brüx, 33. Okt. Anläßlich des RegierungsjublläumS des Kaisers widmete dte israelitische Kultusgememde tn Brüx einen Bettag von 10000 Kr. zur Gründung eines - Pennonsfonds für die Beamten der Kultusgomeinde. Auf Grund einer nunmehr herabgelangten kaiserlichen E-mächttgung wird d ese Stiftung den Namen „Kaiser Fr anz Josevh-Jubiläums-Penfionsfond für Beamte der israelitischen Kultusgemeinde in Brüx" führen. Petersburg, 1. Nov. Der Dozent am Petersburger kaiserlichen Polytechnikum, Herr N. Friedmann wurde zum ordentlichen Professor an derselben Hochschule ernannt. Frtedmann ist, wie dte russtschen Blätter bewnen, der erste ungetaute jüdische ordentliche Professor an einer russtschen Hochschule. Moskau» 26. Okt. Das örtliche Komitee für Angelegenheiten der Presse hat das Buch von Markow „Die Lage der Juden tn Rußland", das dte traurigen Verhältnisse der Juden in Rußland schildert, konfisziert. Der Autor deS Buches wird zur gerichtlichen Verantwortung gezogen laut Punkt 2 des Ärmel 129 und 281 des Strafgesetzbuches. 9ereitt$wm>. Frankfurt a. M., 3. Nov. Bor überfülltem Saale veranstaltete gestern Abend die „Bereinigung zur Pflege jüdischer Lebensansch mung" einen Vortragsabend an dem Herr Moritz A. Loeb über daS Thema: „Gibt eS ein liberales Judentum?" sprach. An Hand von hlstortschen Daten und Tatsachen entwarf der Redner ein interessantes Bild von der Entstehung und Entwicklung der Reformbewegung, von ihren ersten Anfängen nach der ersten französischen Revolutton bis auf den heutigen Tag und wieS nach, daß dieselben widerspruchsvollen und in fich unhaltbaren Re>ormuersuche wohl alle paar Jahrzehnte in veränderter Form und unter verändertem Namen auftreten, um bald wieder spurlos zu verschwinden. Dte Vorspiegelung, als diente die Reform der Erhaltung und positiven Fortentwicklung des Judentums, wurde schon gleich zu Beginn der Bewegung durch die Tatsache widerlegt, daß sowohl der erste Konfirmand, der Sohn des Reform-Vaters Jakobsohn, als auch die Begründer deS „Vereins für Kultur nnd Wissen" und des Frankfurter Sette 9. Ro. 44 Reformvereins Gans und Creizenach spater zum Eh istentume übergingen. Der Redner ve setzte seine Zuhörer in die Zeit Geigers, HoldhetmS und Philipps o ns und machte fie mit den Berh nblunaen und Beschlüssen der Rabbinerverfammlungen und Synoden zu. Braunschwetg, Frankfurt, Breslau, Leipzig und Augsburg bekannt, um darzutun, daß die Reform als eine auf Negatton fußende Bewegung pofitwe Resultate nie gezeitigt habe, noch je zeitigen konnte. Dte jüdische Geschichte liefere den Beweis, daß jede fich von den Traditionen der Gesamtheit lossanende Gruppe, ohne irgend einen Einfluß auf die Massen zu gewinnen, bald auch wieder verschwindet. SodieSaduccäer,Karäer und andere. Jeder Versuch zur willkürlichen Reformierung müsse unvermeidlich zum Untergange führen. Der R dner ging nun auf dte Versuche der heu igen Reformrabbiner und tttelgeschmückten La en über, die fich neuerdings unter dem Namen „Bereinigung für daS liberale Judenmm Deutschlands" sammelten. Er verlas einige Stellen aus ihrer Prag amms urist und wies auf die darin enthaltenen inneren Wtedersprüche, wie auf die Haltlosigkeit der Argumente, mit denen fie an daS Reformwerk h rantr ten, überzeugend hin. Gegen die beliebte Art dieser Kreise, den Abfall, dte Mischehe und dte Taufe auf das Sa»uldkonto der bösen Orthodoxie zu setzen, führte der Redner Zahlen aus der Statistik der Juden in Oesterreich wie aus der Berliner Stattnik an, die eine beredte Sprache darüber f 'hren, aus welchen Kreisen fich dort die Täuflinge rekrul irren. Die Legende, als wünsche die große Masse des jüdischen BolkeS religiöse Reformen, könne, aber am bcsten durch -die Tatsache widerlegt werden, daß die Mitglieder der liberalen jüdischen Gemeinde zu Berlin fich dem vor einigen Jahren geplanten Sonntags - Gottesdienste mit aller Energie widersetzten und daß die badische Judenhett erst vor kurzem mit so gutem Erfolge eine« verzweifelten Kcuypf ge^en daS neue Oberratltche Gebetbuch füh.te. Die Frage, ob es neben dem hlstortschen, traditionellen Judentum noch ein zweites, ein liberales Judentum geben könne, muß daher tn verneinendem Sinne beantwortet werdn Aus dem Wesen deS Judentums, wie aus seiner 3000 jährigen Geschichte ergibt ssch der zwingende Schluß, daß eS fich hier bestenfalls um die Bildung einer Sekte handelt, die bald wieder von dem Schauplatz verschwunden fe tt wird. Lauter Beifall lohnte den Redner für seine lichtvollen Ausführungen. Eine Diskussion schloß fich dem Vorträge nicht ant.otz wiederholter Aufforderung deS Borfitzenden wagte von Seiten der Gegner, die genügend vertteten warm, keiner das Wort zu ergreifen! Frankfurt a. M., 1. Nov. Der Verein Mekor- Chajim (Vereins okal: Schützenstr. 2) hat mit rüB iVl27i03 «ein Wintersemester begonnen. Der Lehrplan umfant fo gmde Gegenstände: <m3*Q;DÖ) *ObJ: S mittag Morgen 9 Uhr und Dienstag Avend 8*jt uyr Herr Rabn.-Ass. G. Posen. (713VN 127*0 'DD' *0D3'- onntag Nachmittag 4 Uhr und D nn.rstag AVeud 8”/« Uhr Herr Dr. Joseph Breuer. N3VD- Montag Abend 83U Ubr und Freitag Abend nach Sch uß her Synagoge Herr Rektor B. Falk. *npp• J13E7 Nachmittags 3% Uhr Mitglieder-Vortrag. : J13C7 mi tag nach Schluß der Synagoge Friehb. Anlage, wenn weder Predigt noch Bortrag des Herrn Rabbiners stattfind t, Herr Rektor B. Falk. sp'DtzIV) D'K'33 * Alle vierzehn Tag«' Sonntag Abend 6 Uyr Herr Prof. A. Wohl. 'N'27V') D'K'33: Alle vier Wochen Sonntag Abend 6 Uhr, 1. Vortrag: -sonntag, 15. November, Herr Julius Hirsch. E'ementar-Kursus tn VQ1N ,rnfif| und auf den Eitern und Erzieher tm Interesse ihrer Söhne und Zöglinge befand rS aufmerksam gemacht melden, findet je j-QV Vormittag» 12 Uhr statt. DaS Les« -immer ist geöffnet Sonntag vorm. 9 bis 12 Uhr. nachm. 3 bis 9 Uhr, Montag, Dienstaq, Mittwoch, Dormerstag abends 8 btS 10 Ubr. Samstag vorm. 9 bis 1 Uhr. nachm. 21/* Uhr bis Ausgang. Frankfurt a. M., 4. Nov. Am Montag den 28. Oktober eröffnete der „Jüdische Frauenverein" seine Lehrtättgkeit für daS- Wintersemester. Rach Begrüßungsworten von Frau Hedwig Cram-r und einer Erläuterung des Wi ier Programms durch Fräulein Regine Schwär schtld nahm der Referent des Abends, Herr Dr. Ätbert Feuchtwanger, das Wort zu dem Thema: „Einiges aus der Psychologie und Pädagogri". Der Referent verstand es vortrefflich d n Hörerinnen einen Einblick tn das Gebiet der experimentellen Psychologie und ihrer Anwendung auf die Erziehungslehre zu eröffnen. Er begrenzte einerseits die Leistungsfähigkeit der modernen expert entellpsychologischen Forschungen nach der metaphhfischen Sette hin und betonte andererseits nacherücklich den We t ihrer Ergebn ffe als methodische Grundlage der Pädagogik. Der Referent wies dabet auf die heute noch bedeutungsvolle Stellung der alten Meist r der Psychologie und Pädagogik hin. — Am Mittwoch den 2s. Oktober begann Herr Direktor Dr. Lange, dec.dem Verein bereits im vergangenen Jahre in überaus dankenswerter Weife seine bew wahne Lehrkraft zur Verfügung gesellt hltte, für diesen Winter s in n LehrkursuS über das Buch Htoo. Er überirtzte und besprach daS et ste Kapitel und i nüpfte daran Betrachtungen über die?eelengröße deS von Leid schwer gettoffenen Helden des Bu treS und über die Auffassur g der Schtcksalsfchläge alS Erziehungsmittel. Frankfurt a. ***., 30. Okt. Der „Beretn zur Pflege jüdischen Wissens" p01N3 versendet fein Programm für den ersten Teil des rr^mteriemeters, der eine R ihr von BoNräSen über jüdisch aktuelle Themata auiwetst. Den Borträgen, die je am L onntag Abend 8»/, Uhr imBeretnslokale Hermesweg