Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 31 (22.4.1901)
- Date
- 1901-04-22
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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42. Jahrgang. Aeilage zu M 31 des „Israelit Literarisches. avn S'.xn ps;n m nsn m; 'bo bv rintt?2 "ICC ..x"r cb»ü ppi Tnx b1'^ x:np pnx me rv'^pa cpwei rex Um ein ungemem werthvolles Werk ist die halachische Literatur bereichert worden, dessen Erscheinen umso freudiger begrüßt werden darf und allenthalben auch begrüßt wird, als es eine der schwierigsten Maßech^oß m: 'ce mit umfassender Gelehrsamkeit und seltenem Scharfsinn behandelt; es hat den einstmaligen Rabbiner von Totis (Ungarn), den R. Ahron K u t n a s. A. zum Verfasser, dessen rühmlichst bekannter Enkel, Rabbiner Josef Nobel in Halberstadt, sich der dankbaren Mühe unterzogen hat, die lange unbehobenen Schätze zu lichten, zu ordnen und druckfertig zu bringen, wie auch das im Laufe der Jahre bereits in Werken anderer Verfasser erschienene Material sorgsam auszuscheiden. Daß dieses bedeutsame Werk demnach, wäre es vor dreißig Jahren dem Drucke übergeben worden, von weit beträchtlicherem Umfange gewesen wäre, erhellt aus dem letzterwähnten Umstande sonnenklar. Nichtsdestoweniger weist es auch in seiner jetzigen Form auf eine ganz stattliche Seitenzahl hin. Doch wir haben uns ja nicht mit der Menge, sondern vorzugsweise mit dem Werthe des Inhaltes zu befassen und in dieser Hinsicht würde uns schon der Umstand genügen, daß der Verfasser schon vor vielen Jahrzehnten, als er selbst ein Werk publizirte, von den damals hervorragendsten Autoritäten, wie R. Moses Sofer, R. Moses Münz u. m. A. approbirt und mit von diesen Größen doppelt schmeichelhaften Ehrentiteln belegt wurde, wenn wir nicht die angenehme Aufgabe vorgezogen hätten, aus dem Werke selbst die längst gehegte Ueberzeugung auf's Reue zu gelvinnen, daß der Verfasser ein seltener px:?/“n* gewesen sei. Der Oeffentlichkeit hat es nunmehr der unermüdlich schaffende Sohn des Verfassers, der Meister jüdischer Gelehrsamkeit, Oberrabbiner Kutna in Eiscnstadt (Ungarn) übergeben, ohne zu ermangeln, das Werk seines großen Vaters mit kostbaren Beigaben ui zieren. Da finden wir zunächst die in klassischem Hebräisch abgefaßte nc-pn die eine psychologische Studie ist; der Lebenslauf des “irc, dessen immenses Wissen und außerordentlicher Scharfsinn werden darin gezeichnet. Es wird uns darin mitge- - t heilt, daß der Verfasser — ein Lieblingsschüler de§ E Harsum So.ser wind R. Scholaum Charis — auch . särnmtliche rp sps c-r-n jyjoep. sowie auch viele -HRanuskriptf? hintevlass^n habe; wir findeno darin weif ters oen Zweck einer nanpn überhaupt veranschaulicht. Sie enthält ferner den -een, der vom Sohne des Verfassers anläßlich des Hinscheidens seines Vaters in dem :*ana zu Eisenstadt abgehalten wurde, die Bedeutung eines Hesped; die äußeren Erscheinungen des Lebens seien der Spiegel der inneren Gedanken, das Leibliche, Werktätige verdolmetsche das Seelische; so sei der Hesped das Eingehen in die Lebensweise des -bc: in seiner Individualität, ein Eingehen in die geheimnißvolle Werkstätte seiner Psyche. An geistreiche Deutungen vieler xvv:- und Stellen reiht sich sodann ein Hesped, gehalten vom anderen Sohne des Verfassers, dem ehrwürd. Rabbiner von Szabadka (Ungarn). Der Rahmen eines kurzgefaßten literarischen Berichtes ist zu eng, um die verschiedenen Gesichtspunkte, von welchen aus die rrcnp-i noch zu würdigen gewesen wäre, zu behandeln. Bemerkenswerth ist eine geistvolle Erklärung der i;rnp rona. Das Werk selbst ist mit zahlreichen gelehrten rrw des Halberstädter Rabbiners und auch mit einigen ebensolchen seines Lehrers und Onkels, des Eisenftädter Rabbiners versehen. Ebenso sind darin einige lehrreiche, interessante wa^ beider Herren Rabbiner zu finden. Zum Schlüsse folgt der mr« pa» vivrip, der den Halberstädter Rabbiner zum Verfasser hat und viele schwierige Stellen der m: 'De scharfsinnig erläutert. Apvrobirt wurde der pns nnpo von dem sel. Rabbi Jisroel Jßar Spira in Meseritsch (Russ.-Pol.) und Rabbi Jizchak Elchanan Spektor in Kowno (Rußland). S. Zeitungsnachrichten und Corresponvenzen. Deutschland. Berlin, 21. April. In der neunten Kommission des Reichstages stand $ 1 des vom Zentrum eingebrachten Gesetzentwurfes über die „Freiheit der Religions- Übung" zur Beratung, der wie folgt lautet: „Jedem Reicksangehörigen steht innerhalb des Reichsgebietes volle Freiheit des religiösen Bekenntnisses, der Vereinigung zu Religionsgemeinschaften, sowie der gemeinsamen häuslichen und öffentlichen Religionsübung zu. Den bürgerlichen und staatsbürgerlichen Pflichten darf durch die Ausübung der Religionsfreiheit kein Abbruch geschehen." Es entwickelte sich wieder eine ausgedehnte Generaldebatte, in welcher die Äbgg. Bachem (Zentr.), von Vollmar (Soz.), Fürst Radziwill (P.),. Dr. Hasse und Dr. Hieber (N.-L.), Graf Bernstorff. (Rp.), Schräder (fr. Vg.), Gröber.(Zentr.) das Wort nahmen- Inzwischen., ist eine Rssihe yorr MbänderuyZsantragen gestellt. Abg. v. Vollmgr wist dem 8.1 .folgenden Absatz 3 anfügen: „Niemand ist verpflichtet, seinen oder seiner Angehörigen religiöse Ueberzeugung oder Zuge-