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Der Israelit · 1890-08-11 · Heft 63 (11.8.1890) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 63 (11.8.1890)
Date
1890-08-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1156 in dem Rabbinatsbezirke Wiesbaden ausschließlich der Kultusgemeinde zu Wiesbaden: der Kultusvorsteher Salamon Strauß zu Höchst a. M. Oberschlesien. pm naM p"p"y. Als Holdheim s. Z. eine Schrift über die Beschneidung veröffentlichte und solche S. L. Rappoport y'y? rcccnsirte, sagte letzterer unter Anderem: „Samuel Holdheim stoßt den Dolch in den Busen der eigener Mutter, aus der er Nahrung saugt." Diese Worte sind auf zahlreiche Rabbiner unserer Zeit anwendbar. Ach, daß sich buchstäblich bewährt das Prophetenwort: D’yani 'ui 'a D’aron 'un m .'iMv. In Berlin verkündet ein Rabbiner, daß man am tan mp zur feierlichen Konfirmation zur Synagoge gefahren komme, in Glogau preist man diesen traurigen Muth hoch, in Frankfurt a. M. verkünden die letzten Monatshefte von Dr. Brüll die Nichtverbindlichkeit des Schreibens am m"»i rop und verschreien die nach dem Gesetze lebenden Rabbiner als Küchenrabbiner,*) Herr Dr. Rothschild spricht uns jede Bedeutung als „Volk" und „Nation" ab; demnach sind diesen Herrn die Trauertage um Jerusalem bedeutungslos und wurden in der That am vorn apy nyap fünf Trauungen in Berlin von zweien Orts- und Gemeinderabbincn vollzogen. Das sind die Träger des historischen Judenthums, die selbst für die historischen Gedenktage ihrer eigenen Vergangenheit kein Herz und kein Gefühl mehr haben. Auf eine Vorstellung des Rabbiner Dr. Neustadt aus Breslau bei der Badeverwaltung in Goczalkowitz, um Bewilligung eines Raumes zur Abhaltung eines Gottesdienstes, räumte dieselbe zu diesem Zweck das schönste Lokal im Badehause ein, und so wird in diesem Badeorte seit pbi 's nap Gottesdienst gehalten, bei welchem Herr Dr. N. selbst als Vorbeter fungirt. In Pleß feierte der erste Vorsteher der dortigen Synagogen-Gemeinde Herr Fedor Muhr am Sabbat, den 19. v. seinen 80. Geburtstag. Herr M. ist auch Stadtverordneten-Vorsteher und wurde von nun ab auch als Ehrenbürger der Stadt ernannt. Es dürfte viele Leser interessiren, die Zeiten und die Art und Weise der Abhaltung des täglichen Gottesdienstes in der Synagoge für die Jugend der hebräischen Unterrichts-Anstalt a^n D”n yv min zu Breslau zu vernehmen. Er findet in der Frühe statt, während des Schullebens *) Die Brull'schen Monatshefte, welche diesen famosen Aussatz enthalten, lagen uns z. Zt. vor, doch unterließen wir, auf denselben eine Erwiederung zu geben (obgleich uns eine solche durch die wenig gründliche Behandlung des Thema's ja recht leicht geworden wäre), weil die genannten Hefte unter „Ausschluß der Oeffentlichkeit" erscheinen. 1U—1lz Stunde vor Beginn des Gemeiudc-Gottesdieustes, au n-nnn rix'ap-Tageu während des Sommers 5*/2, sonst 53/4 Uhr, an den Abenden, wie in den großen Synagogen. Auch während der Schulferien wurde, trotz der Abwesenheit des Dirigenten, der tägliche Gottesdienst für die Jugend auch nicht ein einziges Mal unterbrochen. Während n"*y und na»BD wird udt3 any» gebetet und zwischen nrun und anyo von den Schülern der höheren Klassen unter Leitung des Dirigenten Thora-Vorträge gehalten und zwar wurden in dem bald verfl. Jahre während der w"y Maimouides naipn noM und während der m’SD: vno dni dn tost dtsd niaM mu»aa oy omaa naDo Majn 'Q' 'jqi chn vorgetragen. Alle Sonnabend Nachmittag hält der Dir. seit länger denn 30 Jahren eine halbe Stunde vor nnj» einen exegetisch-homiletischen Vortrag (im Sommer über Pirke Aboth und Sidra, im Winter nur über Sidra und naesn) und an jedem Feste wird ein Mal Vormittags gepredigt. Die sämmtlichen Functionen des Gottesdienstes vollziehen die hierzu sich eignenden .aiLv aa-Knaben, außer own w. Thillim nnjo DTp von rPcn.a öy a'V'y ay Mn m trägt der Dir. vor und am Tage des o'Mn dvd findet eine Sammlung für Map» p« ”jy statt. Oeste rr. -Unga r. M0 n a rch i e. Wien. Der hier kürzlich verstorbene Privatier I. L. Weinberg hat ein Kapital von 20,000 fl. Notenrente zur Errichtung von drei Studentenstiftungen gewidmet, welche nach dem Ableben der Wittwe Frau Lea Weinberg in Wirksamkeit treten. Galuez. (Galizien.) Am 19. v. M. starb in dem Lnftcnrort Roßnitz (Mähren) unser vielgeliebter Rabbiner Herr Jsak Mayer Bei seiner dahier stattgefundeneu Beerdigung betheiligte sich die ganze Gemeinde und viel Freunde. Herr Rabbiner Abraham Herz Weintraub und ein Neffe des Verstorbenen hielten Trauerreden, in denen die vielen guten Eigenschaften unseres verewigten Rabbiners, der eine Zierde des Judenthums gewesen, ausführlich geschildert worden, rr'ayjn. Jakob Mark. Holland. Amsterdam. Durch den Tod des Herrn Marcus Gerrit Tabak hat die hiesige Gemeinde einen schweren Verlust erlitten. Seine Wohlthätigkeit und seine Fürsorge für die Waisen suchte ihresgleichen. Vor zwei Jahren spendete er 200,000 fl zur Verpflegung alter Männer und Frauen. In seinem Testamente hat er wiederum viele Tausende für verschiedene Institutionen der Gemeinde ausgesetzt. Das hiesige Rabbinerfeminar war im verflösse-

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