Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 22 (1881)
- Issue
- Heft 15-16 (13.4.1881)
- Date
- 1881-04-13
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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370 läßt, ohne zu bedenken, das; auch R. Josef den Verlust seines Augenlichtes zu beklagen hatte (vgl. Pesachim 116 b., Kiduschin 31a; aa"im Megilla 3 a. u. a.), also eben sowohl wie R. Scbechet, dem irdischen Leben abgestorben war; es muß irgend ein Vcrsctzungs- oder Druckfehler an dieser Stelle seiner Reden sich eingeschlicheu haben, denn auch das, in Bezug auf die Blindheit R. Scheschet angeführte Citat (Berachoth 68), ist ein falsches. — Die Liebe und der Eifer, die den Verf. bei der Zusammenstellung der Roten geleitet haben, lassen ihn öfters über das Ziel hinausschießen und da Widersprüche finden, wo solche nach geringem Nachdenken gar nicht vorhanden. Oft fordert er uns durch ein y''s' zur geistigen Anspannung aller Kräfte heraus, ohne daß dies zur Lösung der angeregten Schwierigkeit gar nothwendig wäre. Wir wollen — hier soweit es der cnggczogeue Rahmen eines Berichtes erlaubt — nur einige wenige derartige Beispiele anführen; vielleicht haben wir die Genngthuung, daß in Bezug auf dieselben, auch der^Verf. in später» Jahren wie einst jener Lehrer (^abbat 22 b.) ausruft: mp'yo rnyotp1? ajn'co war w! Berachoth 56 a. in Bezug auf die Worte der Mischnah: Q«ra nun din arv^ u’pnn nca'i caoy ,_i qnsrpp -ica’i 'oi aa tyia nm "icajar (5 'tsuc) p*nn -naa idv 'n ioiai ‘i -pia’ i> fragt der Verf.: c-o-yn nca aVi piDsn nwen a'an ap no^> y'Li L3“ap 'v.ri oary h na-o? - Die Verwunderung beruht hier offenbar auf einer falschen Verwechslung Desjenigen von dern die Mischna spricht, mit etwas ganz Anderem. Nicht 'i eeo .t-o will die Mischna hier gestattet wissen, — weil dieses ja selbstverständlich; wir wüßten auch nicht, in wessen Namen denn, wenn nicht in den Gottes, sollte man einen segnen, — hier ist die Rede von '-i obq di*?» pSw, von einer einfachen Begrüßung mit dem göttlichen Namen. Dabei muß der Namc G. doch nicht erwähnt werden; die Mischna gestattet cs aber. Demnach kann die Mischna auf den fraglichen Saß, der von nma handelt , nicht Bezug nehmen, sondern nur auf den citirten. Den Beweis liefert auch nur der erste Theil des aus Ruth citirten Satzes, weil darin von nP-ap Dirtr die Rede; nicht aber auch der andere Theil: 'i -p-'U' r noa". Will der Verf. einen Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung, so möge er diese Stelle der Mischna im Traktat Makkot (23 b.) und im Jerui'chalmi (z. St.) Nachlesen und er wird finden, daß diese Schlußworte des von unsrer Mischna citirten Satzes, gewiß aus dem eben besagten Grunde, weggelassen sind. Ebenso verhält es sich mit einem andern y"«?, mit welchem der Verf. an die Worte Toßafoth's (Pesachim 11) anknüpft. Dort sagt Toßasot: mva ''map ap"->iami m'v aa*a ’D monl? rai rpy ru»'ip pryai ,aaiq Vo aaw na'y-iai .v'Vip;ua aayS aipan Diese Worte Toßafot's sollen im Widerspruche stehen mit ihren eigenen Worten zu Gittin 3 b., Schlagw. 'ai und Kiduschim 68 b., Schlagw. iva. Der Widerspruch löst sich aber sehr leicht, wenn man zunächst Toßafot Pesachim 63 a., Schlagw. amen, Scbachim 67a., Menachoth 38 a., Chulin l3a., dann die Bemerkung des Maharscha zu Pesachim 78 a. und 'aat Note 618 damit vergleicht. Auf noch leichtere Art komnien wir über ein anderes y"s des Verf. hinweg. Wenn Raschi zu Erubin 26 a. nn"Dpy mit einer Nachbar-Häuserreihe erklärt und wir wieder in Gittin eine Stelle finden, wo m'-Day ammy dem rmaw naov entgegeusteht, so hat dies darum nichts besonders Auffälliges, weil acry von dem griech. Worte sqoiq, welches seiner ursprünglichen Bedeutung nach „Reihe, Schnur" bezeichnet, hergelcitct ist; demnach sowohl von einer benachbarten, als auch von einer gegenüberliegenden Häuserreihe angewandt werden kan'n. Zu Erubin 53 anknüpfend an die Worte Raschi's: mina Pro ms :'ana, wird auf Raschi Chulin 11b. hingcwiescu: dort ist jedoch nichts Besonderes zu finden, als daß Raschi das Wort T'->a ebenfalls in dieser Weise erklärt. Dieses geschieht aber auf noch vielen andern Stellen. (Chulin 56 b., Aboda Sarah 43, Pcßachim 99.) Wichtiger wäre es gewesen, wenn der Verf. auf Raschi Makkoth hingewiesen hätte, wo er im Widerspruche zu der oben citirten Erklärung schreibt: ist* m : p'-o. Dieser Widerspruch hat auch bereits den Rabbi Jesaia Berlin zu einer Anfrage an R. Ezechiel Landau (Roda Bihuda Bd. II. Nr. 113) veranlaßt. Zu Joma 28b., in Bezug auf die Stelle: p"y 'Tai mm y»:a omaa o”p, theilt der Verf. eine a"a^-ri 5p mit, welche das n"y, nicht wie die Lesart in nnsern Talmnden ony, sondern für 0'Oinp wiiy hält. Wir glauben diese Emendatiou auch in der kleinen aber trefflichen Schrift ma n-ipin, im Namen des Gaon mitgetheilt gesehen zu haben. Allerdings hätte der Verf. uns näher erklären müssen, wie er nach dieser Lesart das Wort 'Ta sich erklärt. Denn in Bezug auf die Erfüllung und Ausübung des Techumim-Gebotes, das doch keinem andern Thora-Gebote uachsteht (vergl. Rasch! M. II. 10, 29; Sota 30 b., Sabbat 87 a., Rambam Hilch. Sabb. 37; Alfaßi und Rambam zu Ende des Tract. Erubin; vi''9n Sabb. Perek 2 u. 18 u. a. St), läßt sich dieses „sogar" nicht erklären. Diese Schwierigkeit des Ausdruckes 'Ta bleibt übrigens auch nach unsrer Lesart rP’tpan ’any stehen. wenn man sie mit den angeblichen .toi py 'td-p erklärt: np'i “iDajff in’ aPni *wa P’ffap anyao mn rvn» 5ai npan pi -nm naon. Vergl. übrigens Chatam