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Der Israelit · 1877-12-05 · Heft 49 (5.12.1877) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 49 (5.12.1877)
Date
1877-12-05
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1161 daß aÜ' seine Kämpfe vergeblich gewesen, da that er wie unser Vater Jakob gethan: wy xizr ox "tox’i nuno 'ui Dyn nx prn ..nv'ds^ nxtsun runon *vn mn nnxn runcn bst „Und er theilte daS Volk in zwei Lager, und er sprach: Wenn der religionsfeindliche, herrschende Zeitgeist das eine Lager vernichten sollte, so möge wenigstens das übriggebliebene Lager errettet werden." Rabbi Samuel Bondi gründete nunmehr in Verbindung mit seinen Freunden, Rabbi Mosche Reis. Rabbi Jakob Levi und Rabbi Jizchak Fulda *), die israelitische Religionsgesellschaft. (Fortsetzung folgt.) Per wahrhastk Fortschritt. ii. Mainz, 3. December. „Rabbi Jehuda sagte: die Harfe im Heilgen Tempel hatte sieben Saiten, denn es heißt: ..Sättigung der Freuden vor Deinem Angesichtelies nicht yzw, Sättigung, sondern vnw, sieben." Es liegt uns nunmehr ob, zu erklären, wieso der Begriff mnoff yzw, „Sättigung der Freuden vor Deinem Angesichte," mit dem der Siebenzahl identisch ist. Jedem denkenden Menschen wird es schon ausgefallen sein, welche hervorragende Bedeutung die Siebenzahl im Judenthum hat. In sechs Tagen hat Gott die Welt erschaffen und am siebenten geruht; daher sind uns die sechs Tage der Woche Werktage, der siebente aber ist ein Ruhetag, heilig dem Ewigen; an ihm ist jede körperliche Arbeit untersagt; er ist dem Gebete, der geistigen Erhebung gewidmet. Das Peßachfest ist das Gedenkfest unsrer Befreiung aus der Sklaverei; von ihm zählen wir sieben Wochen bis zum Feste unsrer geistigen Befreiung durch die Offenbarung am Sinai. Sechs Jahre sind der Feldarbeit gewidmet; das siebente ist ein Brachjahr; nach s i eben Brachjahren findet ein Jobeljahr, ein Jahr der Befreiung statt. Wir könnten diese Beispiele, namentlich durch Anführungen aus den Bestimmungen über den Opfercultus, zu einer großen Reihe *) R. Isaak Fulda war ein Schüler des berühmten Chaßid R. Nathan Adler (bekanntlich auch Lehrer des R. Moscheh Safer) und des noch berühniteren Rabbinen in Frankfurt a. M.. Rabbi Pinchas Horowitz, Verfasser des Havhlaa; des Letzteren Hausgenosse war er sieben Jahre lang gewesen. Der Herausgeber dieser Blätter hatte noch das Glück, den ehrwürdigen Greis persönlich zu kennen. fortführen. Welcher Gedanke liegt nun wohl dieser Bedeutung der Siebenzahl zu Grunde? Jeder durch die Sinne wahrnehmbare Gegenstand, also alles Körperliche, sei es noch so klein oder noch so groß, hat drei Ausdehnungen: Lange. Dicke, Breite; jede dieser Ausdehnungen hat zwei Seiten. Am Einfachsten sind diese sechs Seiten in der Würfelgestalt erkennbar; doch lassen sich alle körperlichen Dinge, mögen sie in welcher Form immer auft eien, auf die Würfel ' genau, das heißt, auf drei Ausdehnungen mit je zwei Seiten zurückführen, da der mathematische Punkt, die mathematische Linie, die mathematische Fläche keine wirkliche, sondern nur eine ideelle Existenz haben. Es ist daher die Sechszahl ein Symbol des Körperlichen. Die Seele dagegen heißt rn’ir die Einzige; sie hat weder Ausdehnungen, noch Seiten; das Eins, das untheilbare Eins ist ihr Symbol. Demnach ist die Siebeuzahl eine Vereinigung des Körperlichen mit dem Geistigen. iu'2, die Harfe, ein musikalisches Instrument, bezeichnet die Harmonie, die Harfe des heiligen Tempels hatte sieben Saiten, das heißt, im heiligen Tempel war das Höchste erreicht, was Menschen erstreben können: die echte, rechte Verbindung des Körperlichen mit dem Geistigen; das Körperliche war auf das Maaß des Nothwendigen beschränkt — Die Sechszahl, während das Geistige, das Eins, das Einzige zu Gott, dem Einzigen, emporstrebte; das ist -jus rix rvricv yzw, die Sättigung der Freuden, ein Emporstreben zu Deinem Angesichte! Wir haben bereits im vorigen Capilel nachgewiesen, daß die echte, wahrhafte Freude in der Genügsamkeit in Bezug auf irdische Dinge und in dem unendlichen, unermüdlichen Streben nach geistiger und sittlicher Vollendung besteht ■pas nx mne» yzw Q”n mix uynin „Thue mir kund den Pfad des Lebens, die Sättigung der Freuden im Emporstreben zu Deinem Angesichte — das sind die sieben Saiten der Harfe im heiligen Tempel, die rechte Harmonie der Genügsamkeit (mnotfi') in Bezug auf körperliche Dinge und des Strebens nach geistiger und sittlicher Vollendung (t.3E> nx). tFrts. folgt.) Zeitungsnachrichten und Correfpondenze«. Deutschland. Mai«4, 28. Nov. Wir haben heute an das Comit4 in Memel zum Besten der Abgebrannten in Wilkomir 1000 Mark geschickt. Die Summe

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