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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1865-08-01 · Heft 5 (August 1865) · p. Seite 408

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
I. Band (1865)
Issue
Heft 5 (August 1865)
Date
1865-08-01
Page
Seite 408 (sequence 64)
Language
German
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408 Jllustr-. Monatsh. für die ges. immer nothwendig gegenüber den feindlichen Angriffen der Christen und den verkehrten Anschauungen so vieler unberufener Juden. Die Schrift della Torre's war ursprünglich gegen Gabella's „Culto clella Donim" in der „Niviveuetii" gerichtet. lieber denselben Gegenstandschrieb vr. Hosea ZacM eine Schrift: „Die Stellung des Weibes im Judenthum" (Berlin 1865, 8.), die als Dissertation erschienen. Auch die brachten eine Abhandlung über diesen Gegenstand. -- Zu dem Jahresbericht des jüdisch-theologischen Seminars in Breslau schrieb H. Grätz die Abhandlung: „Dauer der gewaltsamen Hellenisirung der Juden und der Tempelentweihung durch Antiochos Cpiphanes" (Breslau 1864, 4.). Obgleich diese Abhandlung den Angriffen nicht entgehen konnte, so hat Grätz doch das Verdienst, zu allererst diese historische Zeitbestimmung behandelt zu haben. — Den religiösen Angelegenheiten der jüdischen Reformgemeinde zu Berlin, die nun bereits seit fast zwanzig Jahren besteht, widmete der Redacteur der „Volkszeitung", A. Bernstein, folgende Schrift: „lieber die Principien der jüdischen Reformgemeinde zu Berlin. Ein Wort der Erinnerung am zwanzigsten Jahrestage des Aufrufs vom 2. April 1845" (Berlin 186^, 8.). Die Principien der Reform, denen Bernstein hier Ausdruck verleiht, haben noch heute ihre Geltung, nur daß eine zwanzigjährige Erfahrung das Leidenschaftliche und Allzurasche der Ausführung abgekühlt hat. Daran möge hier angeschlossen werden: I. H. Ritter's „Geschichte der jüdischen Reformation" (3. Theil), auch unter dem Titel: „Samuel Holdheim. Sein Leben und seine Werke. Ein Beitrag zu den neuesten Reformbestrebungen im Judenthum" (Berlin, Peiser, 1865, 8.). Der erste Theil dieser Geschichte der jüdischen Reformation führt auch den besondern Titel: „Mendelssohn und Lessing als Begründer der Reformation im Judenthum" (Berlin 1858, 8.), und der zweite Theil hat noch den besondern Titel: „David Friedländer. Sein Leben und sein Wirken, im Zusammenhang mit den gleichzeitigen Culturverhältnissen. und Reformbestrebungen im Judenthume dargestellt" (Berlin, Peiser, 1861, 8.). Andere kleine Gelegenheitsschriften sind der Apologetik gewidmet, durch neuere, bald feinere, bald gröbere Angriffe hervorgerufen. Der unermüdliche Judenfeind in der Person des Redacteurs der „Wiener Kirchenzeitung", der schon so viel des Schmachvollen und Blödsinnigen geschrieben, hatte auch die Keckheit, den Talmud, den er nie hat lesen können, anzugreifen, und Ad. Jel- Linek hat in: „Der Talmud. Zwei Reden, am Hüttenfeste 5625 gehalten" (Wien 1865, 8.) die Apologie übernommen. Gegen eine von I. I. I. Döllinger's religions-philosophischen Schriften, nämlich gegen die Partie „Judenthum und Heidenthum" (1. Bd.), schrieb S. L. Steinheim eine Schrift: „Monomachie gegen Döllinger's «. Judenthum und Heidenthum». Sonderabdruck aus einem größern Werk («Die Interessen des Judenthums. Glaubenslehre als exacte Wissenschaft», 3. Thl.)" (Altona 1865, 8.). Das hier Referirte über die neuesten Gelegenheitsschriften möge vorläufig genügen. Mit wahrer Befriedigung sehen wir daraus, daß der jüdische Geist sich bei allen hervortretenden Anlässen schriftstellerisch regt, bald anerkennend und bald polemisirend, bald verteidigend und bald zur speziellen Untersuchung aufgesordert. Und ob auch neben dem Weizen viel Spreu geboten wird, so bewährt sich doch die alte bekannte Erfahrung, daß keine noch so geringe Culturfrage der Völker bei den Juden spurlos vorübergeht. Die Gelegenheitsschriften geben aber nicht blos Zeugniß von der Beweglichkeit des jüdischen Geistes, sondern liefern für den Beschreiber der neuesten Geschichte das culturgeschichtliche Material, aus dem die Culturströmungen, Kämpfe und Ideen der jedesmaligen Zeit hervorleuchten. Prof. I)r. Julius Fürst. MiMM. Vom 20. Mai bis 20. Juni 1865. Von vi. Alois Müller. Aub, I. Grundlage zu einem wissenschaftlichen Unterricht in der mosaischen Religion. Mainz, M. Jourdan. 8. Geh. 17'/. Ngr. Disselhoff, I. Ruth, die Aehrenleserin aus Moab, oder Wunderanfang, herrliches Ende. 8. Kaiserswerth (Berlin, Beck). Cart. 12 Ngr.; in engl. Einb. mit Goldschn. I6V2 Ngr. Dixon, 8. Mrs Holz? I^auck; vitlr illustrations lrow original ckra>vinZ8 rrnä püotograpüs. 2Vo!s. 8. I,onckon, Okapman L 8. Olotk. 24 8. Edler, M. und S. Blmnenau. Zwei Reden zur Einweihung der neuen Synagoge in Minden am 24. März 1865 und beim ersten Hauptgottesdienst in derselben. Gr. 8. In Comm. Minden, Voltening. Geh. '/§ Thlr. Edler, M. Predigt zur Einweihung der neuen Synagoge in Minden, nebst Abschiedsworten und Gebet in der alten Synagoge. Gr. 8. In Comm. Minden, Voltening. Geh. Thlr. ker§usson. 'I'tis üol^ Sspuleürs avck tüs Bempls at Jerusalem: lisin^ tlis 8ub8tanes ok t^vo Isoturss ckslivsrsck io tbs ko^al Institution, Albsrnarls Street, on tlis 218t ksbrurrr^ 1862 anck 3rck Llarsk 1865. 8. Iwnckou, Llurrav. Olotb 7 8. 6 <1. kürst, A Hebrs^v anck Olmlckes 4,sxieon to tlis 01ck?68tauisnt. 3rck Lckit. I'runslatsck Irom tüs Oorman 8. vavickson. kart. 3. I,sx.-8. IHpruZ, L. lauoünitx. 6ek. '/z Milr. Jellinek, A. Ich schlafe, aber mein Herz ist wach! Festrede zur Erinnerung an den verewigten Prediger Herrn I. N. Mannheimer. Gr. 8. Wien, Herzfeld u. Bauer. Geh. 4 Ngr. Leeder, E. Schulatlas der biblischen Geschichte. Nebst beschreibendem Text. Gr. 8. Essen, Vädeker. Geh. V, Thw. der ^lit.-art. Abtheilung des öftere. Lloyd in Trieft, ü 12 Ngr. Rougemont, F. v. Sokrates und Jesus Christus. Aus dem Französischen übersetzt von S. X, Wannenmacher. 8. Basel, Schneider. Geh. 7 Ngr. Schlegel, Th., Reise nach dem Heiligen Lande, herausgegeben von ihm selbst. 8. Sorau (Leipzig, Hinrichs'- scbe Buchhandlung, Sort. - Contol. Geh. Thlr.

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